Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
In deinem Unternehmen soll mehr passieren – aber im Moment hängt zu viel an dir? Willkommen bei Faktor Führung – Verantwortung, Ergebnisse, Freiheit.
Dieser Podcast richtet sich an Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte, die verlässliche Ergebnisse wollen, ohne dass sie selbst zum Flaschenhals werden.
Du erfährst, wie du:
- Verantwortung bei Mitarbeitern verankerst, damit weniger nachgehakt, korrigiert und „gerettet“ werden muss,
- ein Führungssystem etablierst, das Verbindlichkeit, Tempo und Qualität in die Umsetzung bringt,
- dich selbst so führst, dass du Klarheit gewinnst, deine Energie schützt und dein Stresslevel steuerst,
- deinen Alltag strukturierst (Prioritäten, Delegation, Routinen), sodass du am Ende des Tages mehr Steuerung und bessere Ergebnisse hast.
Jede Folge ist kurz, direkt und praxisnah – für Führung, die entlastet und Wirkung erzeugt.
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Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
#202. Unternehmer haben nur zwei Prioritäten: Umsatz machen und den Rest - Interview mit Hermann Scherer
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Heute habe ich einen ganz besonderen Gast, der bereits mehrfach ausgezeichnet wurde - und das zurecht.
Hermann Scherer!
Hermann schafft es ausnahmslos jede Marke zu Gold zu machen.
In diesem Interview sprechen wir nicht nur darüber, wie du es schaffst dir eine Marke aufzubauen, sondern auch warum er sich trotz 40 Mitarbeitern als Selbstständiger bezeichnet und wie du er über 30 Unternehmen aufgebaut hat.
Lass dir dieses großartige Interview nicht entgehen.
Über Hermann:
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Der Inhalt des Podcasts wurde durch folgende Menschen inspiriert: Tony Robbins, Dr Joe Dispenza, Brendon Buchard, Christian Bischoff, Bodo Schäfer, Lars Amend, Bison Kattilathu, Greator, Gedankentanken, Laura Marina Seiler, Mel Robinson, Kurt Tepperwein und vielen mehr!
Inhaltlich geht es um folgende Themen in diesem Podcast:
Mut, Liebe, Erfolg, Glücksgefühle, Motivation, Bewusstheit, Inspiration, Unternehmerinnen, Unternehmer, Meditation, Ziele, Angst, Vertrauen, Partnerschaft, Erfolgsgeschichten, Umsetzungstechniken und das Leben an sich.
Herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge des Podcastes Umsetzungsschampion. Ja, heute habe ich einen ganz besonderen Gast, auf den ich mich richtig freue, weil dieser Mann hat nicht nur über 3000 Vorträge in seinem Leben schon gehalten, über 2 Millionen Menschen begeistert, über 60 Bücher geschrieben und davon mehrere Spiegelbestseller und ja über 30 Firmen gegründet. Also ich glaube, es gibt keinen besseren hier im Umsetzungschampion Podcast als Hermann Scherer. Herzlich willkommen.
SPEAKER_01Ja, Timo, die Ehre liegt auf meiner Seite, aber danke für die netten Worte. Klingt ja schon mal ganz gut irgendwie. Großartig.
SPEAKER_00Ja, und du machst ja jetzt Menschen zu Marken. Ich würde dir fast so sagen, zu goldenen Marken. Wie gelingt dir das, da das Potenzial aus den Menschen rauszuholen?
SPEAKER_01Du, also erstmal ist ja ganz, ganz, es ist ja mittlerweile sogar wissenschaftlich bewiesen, dass Menschen, die eine Marke sind, schneller, hochpreisiger und besser verkaufen als Menschen, die keine Marke sind. Es gibt ja auch diesen schönen Spruch: entweder du bist eine Marke oder es geht um den Preis. Das ist der eine Punkt. Und der zweite Punkt, und davon bin ich ja so gnadenlos überzeugt. Ich hatte vorgestern gesprech mit einer Ärztin, noch zu einer ganz besonderen Ärztin. There are often großartige Menschen, all sei es mit einer Spezialisierung, sei es mit einer tollen Botschaft, sei es mit einer gewissen Competence. Ich glaube, ich habe noch fast gar keinen Menschen erlebt, der nur, also jeder had ja ein paar Schwächen, but I have not kept a man who had, but jeder man has großartiges. But the mean are not in the way, this to bring and sorry in their life on ecken, which is these people help. I'm a bit unbeared, but I think many things to see that other people not see. Now, relatively simple. There are the Sichtbarkeit erhans. The meest glaucks, Qualität setzt sich irgendwann mal durchsetzen. Und das glaube ich zumindest nicht immer. Also ich kenne genug Menschen, die eine Top-Qualität haben, die sich nicht durchgesetzt hat. Eben nicht, weil die Menschen schlecht waren, sondern weil sie eben entweder nicht sichtbar waren. Und was muss man tun, um sichtbar zu werden? Das sind wir ja genau richtig bei dir. Man muss die Dinge umsetzen. Da bist du ja unter anderem der große Meister darin. Und das scheint mir auch die Schlüsselqualifikation überhaupt zu sein. Es gibt diesen blöden Spruch, der lautet irgendwie, während die einen nachdenken, stürmen die dummen die Burg. Ich weiß jetzt gar nicht, ob die dumm sein müssen, aber da ist schon was Wahres dran. Heute ist Geschwindigkeit und Umsetzung viel wichtiger. And a short spruch before I still be: the grinder of LinkedIn has sinnemed said, When you über dein erstes fürchterlich erzürnt bist in the world, then hast du zu spät gelaunced. And that is doch really so. The meisten glau, and that is for me the anti-Umsetzung, the meisten glauben ja erst mal perfekt sein zu müssen. And we wissen all that we can. Never, ever, ever, ever. Also that bist du eben nie. Und drum, die Amis sagen ja so schön, everything is a beta version. Also alles, was du tust, ist immer nur Beta, weil du wirst natürlich immer besser und besser und besser. Und wenn du wartest, bist du gut bist, wird das nicht funktionieren. Ich meine, jetzt haben wir, wir sind jetzt in Zeiten von iPhone 15. Heute kann man darüber lachen, was das iPhone 1 mal war, aber es war ja auch mal ein gutes. Also, jetzt bin ich still.
SPEAKER_00Absolut. Hermann, es hast schon über ganz viel darüber geredet. Also A würde mich natürlich brennend interessieren. Wie hast du es immer geschafft in deiner Karriere? Also ich habe es ja gerade mal so ein bisschen aufgezählt, könnte noch 20 Zahlen über dich nennen, die gigantisch sind. Wie hast du es geschafft, denn auch da immer der super Umsetzer zu sein? Also die PS auf die Straße zu bringen. Weil es hört sich ja alles logisch an, was du sagst. Trotzdem verstehen es viele, aber machen es weniger.
SPEAKER_01Ja, danke für die Frage, das ist eine kluge Frage. Müsste ich schon fast sagen, keine Ahnung, aber das kann ich natürlich nicht sagen. Ich habe mir zwei Stichpunkte aufgeschrieben, die es wahrscheinlich sind. Das erste ist, ich denke kaum nach. Und ich weiß, dass das eine Wahnsinnsschwäche auch ist, aber ich mach einfach. Also nehmen wir ein Beispiel, weil wir haben jetzt ja gerade ein verlängertes Wochenende hinter uns. Ich hatte nichts zu tun. Mein Umfeld, alle waren krank. Also ich war drei Tage mit meinem Laptop alleine. Das ist sehr, sehr, sehr gefährlich. Weil ich habe drei neue Produkte entwickelt und ich habe die auch schon rausgehauen und ich habe die auch schon umgesetzt. Und mein Team sagt mir, bist du krank? Du hast uns auch gar nicht gefragt und wir wollten eigentlich noch. Und sie sagt, yo, jetzt machen wir es halt mal. So, natürlich muss man ein bisschen nachdenken, aber das Nachdenken wird in meinen Augen überschätzt, weil du, das ist eine harte Aussage, ich weiß, aber du kannst eben ganz, ganz viele Dinge nicht planen. Also wenn du, ich habe früher so oft Vorträge am grünen Tisch geplant, die haben alle nicht funktioniert, weil das Publikum ganz anders reagiert, als du dir in deinen Künsten träumen glaubst, dass es reagiert. Und nun ähnlich ist es am Markt, der Markt hat, also selbst jetzt bin ich ja wirklich, ich habe ja dieses Jahr einen runden Geburtstag gehabt, wie ekelhaft. Ich bin jetzt 40 Jahre in diesem Markt. Also jetzt kann man wirklich sagen, Profi and ausgereift und whatever man alles Positives sagen könnte. Und dennoch merke ich, dass ich von zehn Entscheidungen, die wir treffen, acht Entscheidungen nicht wahnsinnig gut waren. Und ich habe manchmal Entscheidungen, wo ich noch schwören könnte, das wird der Hammer werden. Und es ist nicht der Hammer geworden. Was aber auch heißt, du musst halt einfach viele Entscheidungen treffen, viele Formate ins Leben rufen, viele Dinge ausprobieren. Das ist der eine Punkt. Und der zweite Punkt, ich habe immer ohne Geld gestartet. Also ich glaube, Geld tötet Kreativität. Und die Zahl stimmt, ich habe wirklich 30 Firmen gegründet, aber das klingt ja immer so wahnsinnig aufregend. War es einerseits auch. Aber bis auf eine Aktien, also eine Aktiengesellschaft musst du ja mit mehr Geld gründen. Aber ich habe, ich glaube, 28 dieser Firmen mit immer mit 1000 oder 5000 Euro gegründet. Also in meinen Augen, sorry, relativ wenig Geld. Das kann jeder mal irgendwie vielleicht zusammenkratzen. Und dann hast du halt versucht, das Geld, das du noch gebraucht hast am Markt zu verdienen. Und dann agierst du vollkommen anders, weil du auch in der kurzen Leine bist. Du hast doch gar keinen Spielraum und du weißt doch, du bist eigentlich in zwölf Stunden schon wieder pleite, wenn du das falsch machst. Und dafür kenne ich viele, die nehmen sich ein riesen Kapital auf, 100.000 Euro oder was, glauben dann, dass das lange anhält, investieren relativ schnell und großzügig in irgendetwas und sind meistens schneller pleite als die, die mit 5000 Euro gegründet haben, weil die eine ganz andere Denke haben und irgendwo viel mehr am Zahn der Zeit sind.
SPEAKER_00Also höre ich da auch so einen gewissen Zwang bei dir raus, der dann also gar keine Optionen gelassen hat. Du musstest umsetzen, du musstest machen.
SPEAKER_01Naja, müssen wir ja eigentlich immer. Es ist ja alternativlos. Du kannst ja sonst eben nur sagen, dann warten wir halt auf die Pleite. Und das ist doch der Schlüssel, Timon. Ich muss ja gleich, ich muss schon wieder Blutdruck hier. Das ist ja der Hauptpunkt, warum die Menschen immer, weil sie eben nicht umsetzen. Ich mess danach immer theoretical meiner Teilnehmer. And it is nie der Markt, es sind nie die Umstände. The einen halt hin and fangen an, das zu tun, what I say, what they do. And the other denken darüber nach, ob this eighteen ganz richtig ist. And I mean, du bist ja ein Beispiel dafür, du bist ja ein Umsetzer, sofort zack, machen. Und ich würde mir, ich habe mir mal mit 5 Millionen Minus gestartet. Ich sage immer so gerne, ich würde manchmal den Menschen temporär gern 5 Millionen Minus, nur mal für einen Monat. Weißt du, du agierst ja vollkommen anders, wenn du minus 5 Millionen hast. Oder wir haben jetzt hier knapp 40 Mitarbeiter, den kannst du ja am Ende des Monats auch nicht sagen. Du war gerade nicht so toll, ich war in der Umsetzung ein bisschen schwach, können wir die Monatszahlung mal verschieben. Die würden mich mit Recht natürlich töten, weil die erwarten ihr Geld total pünktlich. And genau so müsste doch jeder für sich auch total pünktlich das Geld erwarten. Und selbst ein Monat ist mir schon fast zu lang. Eigentlich musst du ja als Selbstständiger, das geht nicht immer direkt, aber eigentlich musst du deine täglichen Einkommen. In der Bibel steht ja schon, unser tägliches Brot gib uns heute.
SPEAKER_00Absolut. Jetzt hast du schon ganz viele Menschen gesehen, auch bei dir. Was glaubst du, was sind da die größten Umsetzungsblockaden zwischen den beiden Ohren? Also wir reden ja letzten Endes über Mindset, über den Kopf. Also was blockiert die Leute dann? Es ist ja so logisch, was du sagst.
SPEAKER_01Ja, ich glaube, die Hauptdinge sind irgendwie alle Arten von Zweifel, also Zweifel, ob es funktionieren kann, Zweifel an sich selbst, nicht gut genug, glauben nicht gut genug zu sein. All diese Dinge, die schon mal ein Riesenthema sind, die alle falsch sind und selbst wenn sie richtig sind, muss man es ausprobieren, ob sie richtig sind. Und das zweite Thema ist Angst. Angst vor der Sichtbarkeit, Angst, Kunden anzurufen, Angst in den Korb zu kriegen und so weiter und so fort. Und es ist natürlich auch vollkommener Quatsch, weil du ja, also den schlechten Status quo hast du ja schon immer. Also ich habe mal zufällig einen Film über das Flirten gesehen, wo einer gesagt hat, ich kriege halt immer, also der hat das hart formuliert, ich krieg immer Frauen ins Bett, das darf man heute ja sowas gar nicht mehr sagen. Und dann hat das im Fernsehen, haben die gefragt, wie schaffen sie das? Das war bekannter von mir. Dann sagt der, na, ich frage halt so viele. Und genauso ist es halt im Verkauf. Die meisten fragen gar nicht, dann fragen sie eine Person, kriegen einen Nein und sind natürlich hoch frustriert, du musst halt 20 Menschen fragen, um mal ein halbes Jahr zu kriegen. Ich weiß nicht, was ich mir zum Heulen anfangen, ich weiß gar nicht, was alles passiert is in the entwickelingsgeschichte, weil Menschheit, dass we so viel Angst haben. Ich habe zum Beispiel, ich glaube, ich habe fast gar nichts Angst, weil mir das. Also ich can irgendwie feiern, but to give him when I feel misbowling. I mean, unhealthy feelings, but not daddy function. But bei mir ist es alles vollkommen egal. Also the schlimmste is ja this is, what the leute denken? It has schon immer alle Träume zerstört, diese Drecksfrage, what the leute denken? Und sie denken sowieso schlecht über dich. Also wenn du erfolgreich bist, hast du sowieso alle Hater. Und wenn du nicht erfolgreich bist, bist ein Loser. Und wenn du dazwischen bist, bist ein Durchschnittsidiot. Verloren hast du so und so und so. So, wenn du eh weißt, dass du bei der Gesellschaft verlierst, dann bitte verlier doch bitte mit einer Million im Arsch. Sorry.
SPEAKER_00Jetzt habe ich mehrere Fragen gleich im Kopf nach dem, was du gesagt hast. Stichwort, du hast keine Angst, fast keine Angst. Weißt du, also das würden sich ja viele wünschen, weißt du, woher du das bekommen hast oder wie du das dir antrainiert hast? Was würdest du Menschen als Tipp geben, die immer wie diese Angst haben? Wie können sie die besiegen, auflösen?
SPEAKER_01Ich glaube, dass du die Angst dadurch wegkriegst, dass du es tust. Die Angst zu haben, sorgt dir nur dafür, dass du sie hast. Und über die Angst nachzudenken, sorgt dafür, dass sie noch größer wird. In der Psychologie gibt es ja dieses schöne Wort, das ich über alles liebe. Das ist das Wort der Selbstwirksamkeitsüberzeugung. Also du machst etwas selbst und bist danach überzeugt, dass du es kannst, sprich wirksam bist. And I think insofern musst du the Angst einfach in the auction schauen anders tun, or the Angst zu lindern. When the Angst for Fliegen has it since I have so many teilnehmer gehad. And iron, wherever, is she not in the food and said, She will not have seminars in the outside, but she so girls fleaked and fleaked with us to Dubai, to Las Vegas, I don't know what we steckt in this reason. Now yeah, and the other is either in life nothing. Also, I think it's very philosophical and a little very perverse, we stay here sowies. Also, the slimstein can is programmier. And just let me just go. When we wish that we sow stirbers, can't you always make it? Immediately is it. This is ein Abenteuerspielplatz. We can ehx mitnehmen und gar nichts, wir können ja einfach nur Gas geben und Spaß haben. Und ich also habe das Gefühl, dass wenn es sowas gibt wie Gott, dass sie wahrscheinlich gesagt haben, pass auf, wir haben jetzt einen Abenteuerspielplatz Erde, wir haben euch Berge eingebaut und Meer und See und alles. Und ihr könnt da jetzt voll Gas geben und richtig reinhauen und Spaß haben. Das, glaube ich, haben die vor. Und wir sind so Kaspball und sind brav und lieb.
SPEAKER_00Ja, schön formuliert. Genau, also das sollten wir uns, glaube ich, alle mehr zu Herzen nehmen, das Leben da voll rauszuhauen, so wie du schön gesagt hast. Jetzt hast du vorhin noch was gesagt, du hast auch schon so viele Böcke geschossen. Nimm uns doch mal mit, was für Böcke hast du geschossen und wie bist du da wieder rausgekommen, dass du nicht da irgendwo stecken geblieben bist.
SPEAKER_01Naja, du erst mal, ich habe, also unheimlich, ich habe viel zu kleine, also Böcke sind bei mir ganz häufig Fehlentscheidungen. Ich habe zum Beispiel, wir haben jetzt so, also durch Corona hat sich ja extrem viel verändert. Ich habe vor Corona die Hallen gefüllt wie verrückt. Nach Corona ging das fast gar nicht mehr. Also wir haben die jetzt alle wieder ausverkauft, aber der Aufwand ist enorm gewesen. Und das war zum Beispiel so eine Fehlentscheidung, wo mir klar war, wir kriegen doch die Hallen an einem Tag mit einem Newsletter ausverkauft. Anstatt einem Tag haben wir, glaube ich, neun Monate gebraucht, um das Zeug zu verkaufen. Also es sind relativ viel Dinge, die dieses Umfeld vielleicht gar nicht sieht, wo wir einfach Fehlentscheidungen getroffen haben. Und natürlich habe ich auch schon tausend Dinger falsch gemacht, weißt du, mal falsches Zeug eingekauft, mal falsch kalkuliert, mal die Mehrwertsteuer vergessen, die zu zahlen war, und so weiter. Wir machen ja viele solche Fehler. Aber ich glaube, die gehören schon einfach auch dazu, weil jeder Fehler ist ja letztlich wiederum ein Schritt zum Erfolg. Ich bin heute sogar sicher, dass der Erfolg ja fast nur das Anhäufen von Fehlern plus die Learnings daraus ist, und aus diesen Learnings kommt dann am Schluss der Erfolg.
SPEAKER_00Wie würdest du denn für dich persönlich Erfolg definieren?
SPEAKER_01Naja, allgemeine Definition von Erfolg lautet bei mir, es ist das, erfolgt, dass du ganz gern hättest. Das ist ja sehr unterschiedlich. Die einen wollen Glück, Gesundheit, Liebe, finanzieller Erfolg. Ich persönlich definiere Erfolg, zumindest in dem Kontext, in dem ich arbeite, immer sehr, sehr stark mit Umsatz und Gewinn. Weil ich einfach glaube, also ich bin ja ein Wirtschaftsunternehmer. Mein Steuerberater sagt sowieso schon immer, wenn sie nichts verdienen, dann ist es ein Hobby und dann ist es nichts für mich. Das ist der eine Punkt. Zweitens, ich bin natürlich auch so geprägt mit meinen damals 5 Millionen Schulden. Aber der dritte Punkt, ich merke ja auch, dass meine Teilnehmer wirtschaftlich immer am meisten Herausforderungen haben. Also darum achte ich natürlich auch immer darauf, wie die eigentlich tatsächlich Geld verdienen können. So, natürlich ist klar, Umsatz, also vom Umsatz können wir nicht leben, aber Umsatz ist ja erstmal einzig und allein ein Zeichen dafür, ob du sexy bist oder nicht. Also desto sexier, desto mehr Umsatz machst du. Apple ist, glaube ich, relativ sexy in den Augen der meisten, also machen den Haufen Umsatz. Und das ist ja mal der erste Schritt, da dass wir Produkte, Menschen, Marken sexy machen, dass schon mal Geld fließt. Und dann muss man sich darüber Gedanken machen, stimmt die Korrelation, stimmt die Preise, bleibt was hängen und co. Aber die meisten Menschen können ihre Produkte weder sexy geschweige, denn nutzen orientiert darstellen. Ich habe momentan a story auf TikTok, wo ich erzählt habe, was es bei uns alles gibt. Das ist ein relativ großzügiger Laden. Das hat ja dazu geführt, dass mein Steuerberater gesagt hat, die Ausgaben von Gin Tonic in ihrem Unternehmen sind so hoch, dass er das nicht mehr verantworten kann. Und es war wirklich, es waren tausende von Euros nur für Gin Tonic. Und jetzt auf die Story hat dann jetzt jemand geantwortet: Mensch, toll, darf ich bei Ihnen zu arbeiten anfangen. Jo, kann er machen. Die zweite Frage war, gibt es auch einen Geschäftswagen? Habe ich auch noch gesagt, ja, den gibt es bei uns auch, wenn er denn gebraucht wird. Dann habe ich gesagt, schick doch mal eine Bewerbung rein. Dann war halt in der ersten Zeile ein Rechtschreibfehler drin. Dann wird es halt schwierig mit dem Geschäftswagen. Und by the way, ich erwarte gar nicht, dass die Menschen Recht schreiben können. Ich kann es auch nicht immer. In der heutigen Zeit mit diesen ganzen Tools und Word und tralala, kann man halt auch Rechtschreib überprüfen. Also ich erwarte schon vom Legastheniker, dass selbst der eigentlich eine Rechtschreibung hinkriegt, weil es die Tools gibt, die die Rechtschreibung hinkriegen.
SPEAKER_00Absolut, absolut. Jetzt bist du ja Unternehmer, hast das gerade sehr, sehr schön auch beschrieben. Was ist denn für dich so eine Kernkompetenz als Unternehmer? Auch gerade im Hinblick, dass du 40 Mitarbeiter hast. Also was macht einen erfolgreichen Unternehmer aus? Was sind da die Kompetenzen aus deiner Sicht?
SPEAKER_01Du, ich glaube ja fast, dass ich noch gar kein Richtiger bin, weil ich ja sehr, sehr viel selbst mache. Ich glaube, ich bin eigentlich so ein One-Man-Show-Selbstständiger, der aber 40 Helferlein hat, die das voranbringen. Also ich glaube, es gibt da wesentlich klügere Unternehmer, als ich es bin. Also insofern kann ich dir was sagen, was unsere Hauptschlüssel sind. Wir haben nur zwei Prioritäten und da sind immer alle wahnsinnig überrascht. Die erste Priorität ist Umsatz machen und die zweite Priorität ist der Rest. Und das klingt so wahnsinnig hart, ist es aber nicht. Weil ich habe mal feststellen dürfen, die meisten Menschen gehen deswegen pleite oder kommen nicht aus dem Saft, weil sie sich viel zu sehr um die zweite Priorität kümmern. Umsatz ist nochmal das Wichtigste. Ich vergleiche das gern im Flugzeug gibt es da immer diesen schönen Spruch. Und im Falle eines Falles kommen da diese Masken von oben runter. Legen sie bitte zuerst bei sich an und dann bei Kindern und Mitreisenden. Und das klingt ja immer so egoistisch, aber ist es ja nicht, weil es macht ja keinen Sinn, wenn du überall die Maske angelegt hast und selber dabei erstickst. Also macht schon Sinn, erst mal selbst atmen zu können, dann ganz, ganz vielen Menschen zu helfen. Genauso sehe ich es in der Wirtschaft. Viele wollen schon mal die Welt retten, wollen schon, ich weiß gar nicht, was alles tun, aber sind nicht in der Lage, sich eine Wurstsemme zu kaufen fürs Abendessen und dann wird es halt auch blöd mit der Weltrettung.
SPEAKER_00Das ist richtig. Wie schaffst du es jetzt in der Mitarbeiterführung, in deiner Kultur, diese klare Priorität, diesen klaren Fokus zu setzen?
SPEAKER_01Indem ich ein wahnsinnig schlechter Chef bin. Ich erwarte Höchstleistungen. Bei mir gibt es sofort die totale Verantwortung. Ich weiß so, meine erste Mitarbeiterin hier, die musste in der ersten Woche eine Zitatebox produzieren lassen, schon für über 100.000 Euro. Und der Drucker hat einen Fehler gemacht, da konnte sie gar nichts dafür. Und dann war da so Luft drin, die dich reingehört hat. Und dann hat die einen halben Tag geheult, weil sie einen riesen Fehler gemacht hat. Hast du doch gar nicht gemacht, war doch gar nicht dein Ding. Ich erwarte, dass Menschen sofort Vollgas geben. Darum passiert es auch, das muss man leider so deutlich sagen. Ich unterscheide zwischen Kampftauchern und Schnorchlern, dass viele Schnorchler bei mir auch wieder aufhören, weil sie den Druck vielleicht nicht standhalten. Aber die Kampftaucher, die sind dann, die sagen immer, sie sind für alle Wasser gewaschen, können nie wieder in einer anderen Firma arbeiten und die machen sich in der Regel leider, aber ich propagiere das ja auch. Die meisten meiner Mitarbeiter machen sich selbstständig. Ist aber wiederum nicht schlimm, weil dann kriegen sie die gleichen Aufträge wie vorher. Es ist bloß leider etwas teurer für mich, als es vorher war. Aber ich bin kein netter Chef. Ich mache Klartext, ich will sagen, was losgeht. Und dieses ganze Geschwurbel und dieses. Ich erwarte auch immer sofort Ergebnisse. Ich liebe schlechte Ergebnisse. Weil mit schlechten Ergebnissen kannst du verbessern. Und diese Nummer mit Lass uns erstmal einen Tee trinken und spüren, wie es uns heute geht, dann bin ich schon da.
SPEAKER_00Ja, und wie schaffst du das, also auch so zu kommunizieren? Also das ist ja diese klare Erwartungshaltung, das, was du sagst. Okay, Vollgas von der ersten Minute. Ich erlebe das immer wieder, dass auch viele sich dann damit schwert tun. Also wie muss man sich das so vorstellen? Oder was kannst du anderen Unternehmern da ans Herz legen, einen Tipp geben, so klar zu kommunizieren?
SPEAKER_01Naja, also tatsächlich, das fängt damit an, ich bin da etwas milder geworden. Aber früher fing es damit an, dass ich im Bewerbungsgespräch gesagt habe: Mensch, ich habe jetzt gleich nochmal schnell, ich muss noch mal ganz kurz raus, fünf Minuten. Könnten Sie in der Zeit, ich würde ganz gerne mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten zum Abendessen gehen, könnten Sie mir das in der Zeit vielleicht kurz arrangieren? Immer wenn das der Fall war, dann sind 50% der Bewerber abgehauen oder haben geglaubt, ich habe eine an der Waffe, und die anderen 50%, die haben zumindest rumgegoogelt, wie man den Präsidenten rankommt. Und die waren es dann auch schon. Damit war schon ganz klar, fange ich erst an. Das ist der eine Punkt. Der zweite Punkt, ich sage jedem Mitarbeiter, dass er für die gesamte Dauer der Zusammenarbeit für ihn ganz persönlich einen persönlichen Assistenten bekommt, der ihm alle Fragen beantwortet, Tag und Nacht, 24 Stunden am Tag. Und dann sagen die alle: Wow, was bist du für ein geiler Chef und das ist ja Wahnsinn und toll. Dann sage ich, und ich würde den Assistenten gerne vorstellen, der heißt übrigens Google. Und dann sind sie natürlich alle erschrocken. Wann immer Fragen kommen, sage ich, ich habe nicht die geringste Ahnung, Google das doch bitte mal. Und dadurch lernen die, und das ist ja der Schlüssel, dadurch lernen die halt wirklich einfach selbstständig zu denken, diese erlernte Hilflosigkeit wegzulassen und ja, die Dinge einfach zu machen und immer wieder zu wissen, dass sie vollkommen auf sich gestellt sind, wie so ein Überlebenskämpfer. Also mitten im Dschungel und ich muss da jetzt durch und da müsste ich durch. Das ist der eine Punkt, und dann habe ich zwei Dinge im Arbeitsvertrag. Ich muss irgendwann nachschauen, ob es die überhaupt noch gibt oder ob die schon mal wieder, Kerstin hat sie mal rausgemacht, glaube ich. Es gibt einerseits diesen großen Philosophen, der so sinngemäß sagt, wenn du nicht mit Liebe arbeitest, lass es gleich sein. Der Gibran ist das, da gehen wir also auf die Liebe ein. Und das andere ist eine Geschichte, die heißt Botschaft an Garcia, wo es nur darum geht, dass Menschen einfach nicht so viel fragen sollen, sondern tun sollen, was sie zu tun haben. Herrliche Geschichte. Und ich glaube, Menschen sind immer sehr schockiert, wenn sie bei mir anfangen. Ich höre auch immer, dass sie in der ersten Zeit oft heimlich geweint haben, was gar nicht mein Ziel ist. Aber irgendwie danach sind die richtig geil.
SPEAKER_00Entwickeln sich gut weiter, ja. Was würdest du denn sagen? Auf deinem Erfolgsweg, was waren da so die ein, zwei entscheidenden, wichtigsten Entscheidungen, die du getroffen hast?
SPEAKER_01Du, ich glaube, eine Schlüssel ist tatsächlich, sich für die richtige Branche zu entscheiden. Also ich bin ja sehr begeistert davon, in einer Branche zu sein, die durchaus margenstark ist. Ich war ja mal Lebensmitteleinzelhändler. Der Beruf hat mir riesig Spaß gemacht, aber die Spannen waren natürlich, zumindest damals, ganz, ganz schrecklich. Und ich kenne keine Branche, die so großartig ist wie unsere, wo wir eigentlich nur Worte verkaufen, Botschaften verkaufen, also keine Produktion im klassischen Sinn haben. This was schon sensationell für mich. Naja, und dann habe ich leider viel zu lang gebraucht, um Digitalisierung zu verstehen. Ich habe sie immer noch nicht verstanden. But ich merke schon that we in Goldgräberzeit. Noch nie war es so leicht, heute Geld zu verdienen. Weißt du, heute kann ja jeder ein Mikrofon kaufen, kann Podcasts machen, was wir gerade machen, und dann geht es ja schon los. Du kannst ja aus dem Wohnzimmer heraus eine Monster-Firma gründen, dann kannst du weltweit alle Kunden erreichen. Das ist großartig. Aber ich glaube, es braucht etwas dazu. Wir sind natürlich vollkommen falsch sozialisiert worden. Also wir sind eigentlich immer so sozialisiert, dass du doch irgendwie glaubst, du hast irgendeinen Job von 9 to 5 oder 9 to 6 und kriegst halt dann für irgendeine Anwesenheitszeit. Wir reden ja noch nicht mal von Leistungen. Irgendeinen Lohn X, der in der Regel lächerlich ist. Keine Ahnung, ob es jetzt 20 Euro in der Stunde, 30 oder auch 50 Euro in der Stunde sind. Und ich merke, Gott blöd, die meisten wären ja schon dankbar, wenn sie 50 Euro in der Stunde hätten. Und gleichzeitig gibt es dann Menschen, die natürlich ein X-Faches verdienen. Ich will auch nicht mal sagen, zehnfach, sondern vielleicht hundertfach. Und das ist für viele gar nicht vorstellbar, weil wir einfach das anders gelernt haben. Leider.
SPEAKER_00Was hat dich denn oder wer oder was hat dich denn auf deinem Weg am meisten inspiriert? Auch du hast gerade gesagt, Digitalisierung, das fällt ja nicht so vom Himmel. Wo hast du dich da, sage ich mal, dein Wissen her? Oder was würdest du da den Menschen raten auch?
SPEAKER_01Du, ich habe tatsächlich, also die größte Inspiration habe ich von dem Vorstandsvorsitzenden in meiner Sparkasse bekommen, der immer angerufen hat und gesagt hat, er will wieder Geld haben. Also es war vielleicht keine Inspiration, sondern der Druck, etwas zu tun. Digitalisierung bin ich selber erst drauf gekommen in Corona, weil da ging es halt dann nicht anders. Das war ja das erste Mal, also ich habe schon viele Krisen erlebt. Und ich bin ja aus allen Krisen rausgekommen, aber das war die erste Krise, wo dir ja eigentlich verboten wurde, zu arbeiten. Also du konntest ja gar nicht mehr deinen Job machen, weil es ja nicht mehr erlaubt war. So, und meine Hauptinspiration war tatsächlich immer USA. Also ich war, ich war viel bei den Amis drüben, habe mir natürlich auch viel angeguckt, weil die alle, die sind alle irgendwie, die sind nicht besser als wir. Im Gegenteil, ich glaube, die sind sogar, bin eh momentan einer, der sehr kritisch auf die USA schaut. Aber was die wirklich sind, die sind viel radikaler. Also ziehen die Dinge viel weiter durch als wir. Das finde ich immer enorm. Ich bin ja jedes Jahr mindestens zwei, dreimal irgendwo Veranstaltungen dort, war letztes Jahr in Orlando. Und also auch sowas, muss ich erzählen, war so was Geisteskrankes. Ich habe mit einem Funnel und einem Produkt über 10 Millionen Dollar gemacht. Und deswegen bin ich dort eingeladen worden, um eine Auszeichnung zu bekommen. Hermann Scherer kriegt 10 Millionen Auszeichnung. Und dann fliegst du da ja schon hin, so mit stolz geschwelter Brust. Du denkst, Uga Uga, ich will 10 Millionen and so weiter. Ich stand in der Mitte. Ich stand by weitem nicht hin. They have done a $100 million award verliehen. Da kriegst du dann, when du this Lamborghini geschenk. And it hört sich irgendwie so toll an. Du kriegst einen Lamborghini geschenkt, auf the other side pfeified. When you have 100 million gemacht, sow a Lamborghini in the Porto Casse. In America would neither the word Million-Dollar-Business in the mund nehmen, weil dann wärst du too klein, dann wärst du dich als loser bezeichnen. Millionen. Die sagen, Millionen mach ich vom Frühstück oder sowas. Die reden immer über 100 Millionen, they read über das Milliarden-Business. Also alles geisteskranke. And ich habe mir dann gedacht, du pass auf, da nimmst du einfach so zwei, drei Ideen mit. Und ich habe dann auch sofort gesagt, so bei mir geht es jetzt, wenn du das und das machst, dann Porsche 9,11 in deiner Wunschfarbe und dieses und jenes. Und das funktioniert ja. Aber dieses Geisteskranke, da wäre ich gar nicht drauf gekommen, und dann natürlich auch diese Radikalität und Mut, es zu machen, das finde ich schon sensationell.
SPEAKER_00Also würdest du fast würdest du fast sagen, also da auch je radikaler rückter die Ideen, desto besser. Oder nimmst du das so ein bisschen mit aus den USA?
SPEAKER_01Ja, und hat dich Dirk mal so schön gesagt, aus der Angst, zu weit zu gehen, gehen wir nicht weit genug oder sowas sind gemäß. Und ja, ich glaube, dass wir viel zu schnell irgendwelche Bremsen anziehen oder uns überhaupt Fragen stellen. Ich hatte jetzt einen, der hatte drei Auszeichnungen, dann stellt mir die Frage, soll ich die auf die Webseite stellen? Klar, logisch. Also das meine ich so mit. Vielleicht haben wir das vorher falsch gesagt. Natürlich ist Nachdenken gut, aber dieses Zerdenken, ich glaube, wir Menschen sind, ich glaube, wir machen nur, eigentlich 10% denken wir wirklich nach, was ja auch sinnvoll ist, aber dann beginnen wir da schon zu zerdenken und wir sind ja auch intelligent genug, immer wieder Gründe zu finden, warum irgendetwas dann doch nicht funktioniert.
SPEAKER_00Ja, dieses Zerdenken ist, glaube ich, ein wunderschönes Wort. Das ist, glaube ich, so eine Krankheit dann, ne? Und dann in Angst dann überzugehen. Hermann, wo geht es denn jetzt für dich hin? Also was planst du denn jetzt? So, was sind denn, wo soll es denn für dein Unternehmen hingehen mit deiner Vision Sichtbarkeit?
SPEAKER_01Ich habe ja sowas gar nicht, weil mir ist mir schon so anstrengend, eine Vision zu entwickeln. In der Zeit mache ich ja lieber ein bisschen Umsatz, als dass ich mich da schon wieder vor meinem Vision Board setze und nochmal spüre, was da alles kommt. Aber natürlich, jetzt bin ich ja dieses Jahr, ich traue mich ja die Zahlen gar nicht zu sagen, ich bin jetzt 60 geworden. Verstehst du, 60 im Körper eines 20, nee, andersrum. Der Geist eines 20-Jährigen im Körper, eines 60-Jährigen. Natürlich habe ich mir die Frage gestellt, was ich tatsächlich will. Ich meine, mit 70 habe ich nie mehr vorzuarbeiten. Ich habe jetzt mal gedacht, ich gebe jetzt mal Vollgas. Eigentlich mehr denn je, ich habe erst letzte Woche drei neue Mitarbeiter eingestellt, stelle gerne noch weitere drei ein. Ich will die Welt noch ein bisschen angucken und mache jetzt unendlich viele Veranstaltungen im Ausland. Ich mache jetzt momentan jeden Monat eine Fernreise, teils beruflich, teils privat. Ich finde das herrlich. Aber ich mache unendlich, also ich war noch nie so richtig auf dem Oktoberfest. Also mit Käferzelt und Hoppsasser und danach noch, was weiß ich, ins P1 und bei Sa Cook, was alles habe ich jetzt all, jetzt gibt es die erste Wiesen Masterclass und so weiter. Ich habe jetzt vor neben dem Umsatzmäßig mehr AI ausgebucht bis zum St. Nimmerleins-Tag, war auch noch viel Blödsinn zu machen. Und das ist meine große Vision. Schönen Umsatz machen, einen schönen Blödsinn machen. Und vor allen Dingen Menschen glücklich machen und natürlich, das Ganze hat natürlich ein Ziel. Es gibt ja, ich sage das mal gern, es gibt ja diese Wall of Fame bei uns und ich habe jetzt irgendwie von 100, da gibt es ja die Top-100-Liste und 41 Menschen dürfte ich da mit drauf begleiten. Das heißt aber, mir fehlen ja noch 59 und die muss ich noch voll machen. Und dann gehe ich in Rente.
SPEAKER_00Dann gehst du in Rente. So, wenn jetzt jemand hier zuhört und sagt, wow, also ich möchte entweder mit Oktoberfest oder ich möchte mit Hermann um die Welt reisen, wie können die Leute den Kontakt zu dir aufnehmen? Wo finden die dich?
SPEAKER_01Du, ich schlage vor, wir stellen dann den schönen Link unten rein, um mal so eine kleine Reise zu beginnen und die ersten Schritte zu gehen. So geht es ja immer los und dann lässt sich daraus Großes ableiten. Denn mein Wunsch ist ja immer, dass sofort Erfolge entstehen, um dann logischerweise eine Stufe weiter zu gehen. Aber stelle ich rein.
SPEAKER_00Okay, super, danke. Dann vielleicht noch zum Schluss zwei, drei Abschlussfragen. Das eine ist, was war so dein, ich sag mal, schlechtester beziehungsweise bester Tipp, den du von anderen bekommen hast?
SPEAKER_01Der schlechteste Tipp war, glaube ich, man schafft es nie allein, suche dir Partner. Das fand ich immer, ich mag nicht gern mit echten Partnerschaften zusammenarbeiten. Ich bin gern für mich allein verantwortlich. Der beste Tipp, den ich bekommen habe, ist, ich glaube, den habe ich mir selber gegeben oder irgendwo mal abgeleitet, Wissen wird mit 500 Euro faktoriert, Gänsehaut mit 10.000. Wir dürfen mehr Gänsehaut ins Leben der Menschen reinbringen.
SPEAKER_00Vielleicht kannst du das Gänsehaut nochmal ein bisschen untermauern. Also wie macht man das oder wie machst du das?
SPEAKER_01Ja, also tatsächlich in der Vortragsschiene habe ich mich immer die Frage gestellt: warum bekomme ich oftmals über 10.000 Euro pro Vortrag, während vor mir vielleicht fünf Professoren gesprochen haben, die alle klüger waren als ich, und die haben vielleicht nur 500 Euro bekommen. Und ich habe das lange noch nicht verstanden. Und das war mich eines der ganz großen Fragezeichen: Warum kriege ich so viel Geld? Und der Schlüssel liegt wirklich darin, dass das Gänsehaut, Emotion, Ärmel hochkrempeln mehr bewirkt, als eben Wissen zu vermitteln. Wissen gibt es auf Wikipedia, Wissen gibt es auf einer PowerPoint-Folie. Und das war tatsächlich dieses Hauptproblem dabei. Das war für mich wichtig zu wissen. Und ich merke das immer, auch wenn du was verkaufst und Menschen kaufen nie Wissen allein. Menschen kaufen nie ein Produkt allein, sie kaufen eine Story, sie verkaufen einen drumherum, sie kaufen den Rahmen. Und deswegen sind auch die meisten Webseiten so umsatzschädlich, weil sie eben immer nur Wissen oder Verfahren anbieten, aber keinen guten Rahmen drumherum schaffen.
SPEAKER_00Sehr schön. Letzte Frage. Du hast ja ganz viele Bücher, Podcasts, Videos, alles produziert. Jetzt mal angenommen, das wäre alles weg und es kommt der Tag, du gehst hier von dieser Erde. Dürftest du aber noch eine letzte Botschaft hier lassen? Was wäre das?
SPEAKER_01Ach, ehrlich gesagt, ich würde mich da. Also, ich habe überhaupt nicht den Anspruch, irgendwas zurückzulassen und nochmal, ich weiß gar nicht, was. Das sind ja, das sind ja alles Dinge, die mich überhaupt nicht interessieren. Dann bin ich tot. Who cares? Und da gibt es dann klügere und schlauere Menschen als mich. Aber wenn du jetzt schon eine hören willst, dann würde ich sowas sagen wie, hör mit dem Zweifeln auf. Aber ich glaube, das sind dann so die typischen Plattitüden, die dann jeder irgendwo bringt und die man dummerweise erst dann versteht, wenn man gestorben ist oder kurz.
SPEAKER_00Super. Hermann, herzlichen Dank. Es war klasse, kurzweilig und ich freue mich schon auf unsere nächste Live-Begegnung wieder.
SPEAKER_01Jederzeit gerne, lieber Timo. Gratulationen zu all deinen Erfolgen.
SPEAKER_00Wenn du noch Menschen kennst, die diese Folge hören müssten, dann empfehle diesen Podcast gerne weiter oder bewerte ihn. Ansonsten hören wir uns wieder in der nächsten Folge.