Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
In deinem Unternehmen soll mehr passieren – aber im Moment hängt zu viel an dir? Willkommen bei Faktor Führung – Verantwortung, Ergebnisse, Freiheit.
Dieser Podcast richtet sich an Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte, die verlässliche Ergebnisse wollen, ohne dass sie selbst zum Flaschenhals werden.
Du erfährst, wie du:
- Verantwortung bei Mitarbeitern verankerst, damit weniger nachgehakt, korrigiert und „gerettet“ werden muss,
- ein Führungssystem etablierst, das Verbindlichkeit, Tempo und Qualität in die Umsetzung bringt,
- dich selbst so führst, dass du Klarheit gewinnst, deine Energie schützt und dein Stresslevel steuerst,
- deinen Alltag strukturierst (Prioritäten, Delegation, Routinen), sodass du am Ende des Tages mehr Steuerung und bessere Ergebnisse hast.
Jede Folge ist kurz, direkt und praxisnah – für Führung, die entlastet und Wirkung erzeugt.
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Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
#208 - Familienbetrieb: So geht es erfolgreich - Im Interview mit Annika Wulfert
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Familienbetrieb: Fluch oder Segen?
Es kann beides sein!
Vor einigen Wochen hatte ich Ute Wulfert im Interview - heute ist ihre Tochter Annika Wulfert bei mir zu Gast und wir hören uns mal aus ihrer Perspektive an, wie es ist einen Familienbetrieb zu führen.
Wie das Ganze zum Erfolg wird und sogar ein Vorteil sein kann verrät sie bei mir im Interview.
Schau unbedingt rein!
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Herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge des Podcastes Umsetzungsschampion. Ja, heute habe ich einen ganz tollen Gast hier im Podcast und ich bin total begeistert, weil heute ist sie Annika Wulffert hier. Und zwar Annika Wulfahrt ist, wie soll ich sagen, ja, Junior-Geschäftsführerin, kann man das, glaube ich, sagen, von ihrem Betrieb, ihrer Eltern mit rund 30 Angestellten. Und ich hatte ja schon die Mutter hier im Podcast und deswegen bin ich heute total gespannt auf dich, Annika, wie du die ganze Sache siehst. Also herzlich willkommen. Annika, meine erste Frage ist, wie bist du überhaupt dazu gekommen? Oder mal anders formuliert, ich erinnere mich an die Gespräche, die wir auch gemeinsam hatten mit deinen Eltern zusammen, dass du schon in jungen Jahren bei euch im Betrieb irgendwie immer mitgemischt hast, beziehungsweise immer irgendwie einen Bezug gattest. Wie war das damals?
SPEAKER_01Und ich meine, das erzählt Mama immer, ich weiß das ehrlich gesagt nicht mehr ganz genau, aber ich habe wenig Scheu gehabt davor, ans Telefon zu gehen und mir die Telefonnummern als Zahlen irgendwie aufzuschreiben an einem gewissen Alter. Und das waren eben so wirklich die ersten Berührungspunkte, die ich dahingehend mit Kunden quasi hatte. Und ja, dann später war es halt wirklich erstmal ganz normal zur Schule gegangen und Papa hat auch immer gesagt, du Anige, also ich stresse keinen damit oder ich habe nicht die Anforderung, dass das irgendeiner von euch nachmachen muss oder weiterführen muss. Natürlich würde ich mich freuen, aber es ist kein Muss. Und ganz normal die Schule gemacht, schon immer am Reiten und wo ich gesagt habe, okay, ich mache jetzt erstmal ein Praktikum, Sachen reiten und gucke mal, ob ich da vielleicht das Hobby zum Beruf mache. Und habe daraus aber auch gemerkt, nein, das machst du nicht. Da war das Praktikum sehr, sehr hilfreich. Und dann nochmal ein Praktikum in der Verwaltung gemacht bei Aldi. Ich weiß nicht, ob man das so sagt, aber.
SPEAKER_00Absolut, klar.
SPEAKER_01Und da habe ich dann auch gemerkt, okay, das ist mir zu eintönig, zu langweilig. Das war, ja, da war wirklich nur so abteilungsmäßig unterteilt. Ja, und dann haben wir gesagt, okay, mach ja nichts, du kannst ja immer noch Ausbildung einfach erstmal bei uns machen. Und dann habe ich die RohkV erstmal gelernt, dahingehend irgendeinen Beginn zu haben.
SPEAKER_00Ja. Jetzt verschönert ihr ja Bäder, ne? Kann man so, glaube ich, sagen. Macht die schön. Oder neu oder renoviert die oder wie auch immer. Jetzt ist es ja eine Branche, wo ich jetzt mal sage, da ist, glaube ich, eher männerlastig als frauenlastig. Wie geht's dir damit? Siehst du da irgendwelche Herausforderungen oder wenn ja, wie gehst du damit um?
SPEAKER_01Nö, also ich habe da keine Herausforderung mit, in Bezug auf das, dass ich da irgendwie ein Problem habe oder dass mir irgendwelche Männer mich nicht ernst nehmen oder sowas. Also ich habe meine eigene Art, wie ich wirklich gut damit klarkomme und auch gut damit umzugehen weiß, dass ich weiß, wie ich an mein Ziel kommen muss. Und da kann man fast sagen, okay, da habe ich den Vorteil, dass ich eine Frau bin in dieser ganzen Männerdomäne, weil ich einfach schon merke, die meisten Männer sind wirklich sehr, sehr hilfsbereit und immer auch so gestrickt, sag ich mal, dass, ne, ich sag mal, es geht ja immer drauf, auch wie es in den Wald hineinschaltet, so schalt es auch drüben aus. Also wenn ich da jetzt hinkomme und sage, ey, hier, gib mal, nach dem Motto, dann sagen die auch, ne. Und ich habe halt eben, denke ich, eine Art und Weise, wie ich, sagen wir mal, Fragen stelle oder eben dann auch versuche, an mein Ziel zu erreichen oder an mein Ziel zu kommen, was gut funktioniert. Und dahingehend ist es eigentlich fast ein Vorteil für mich, dass ich das da auch so gut nutzen kann.
SPEAKER_00Ja, sehr spannend, das so zu sehen. Jetzt habt ihr ja die Konstellation, was ich ganz, ganz toll finde, und ich war ja auch bei euch, habe das ja auch wirklich live gesehen, dass ihr diesen Staffelstab, diese Übergabe so toll hinbekommt. Weil ich kenne das aus vielen Beratungen oder Unternehmen auch, dass natürlich, die Eltern haben irgendwas aufgebaut und dann ist ja irgendwann mal die Frage, wer macht jetzt weiter? Und ich sag mal, manchmal klappt es manchmal nicht so gut. Bei euch würde ich sagen, wow, Gratulation, wie ihr da miteinander zusammen harmoniert, arbeitet. Wie ist das aus deiner Sicht? Also wie einfach war das für dich, auch da, sag ich mal, irgendwie reinzukommen, ja auch irgendwie so einen Platz zu finden.
SPEAKER_01Man kann schon sagen, dass da Papa einfach auch wirklich einen super Job macht. Also er hat mir immer den nötigen Freiraum gegeben und gesagt, ich muss Dinge lernen und ich muss auch mal auf die Schnauze fallen, um Dinge zu lernen. Und er hat mir aber da so gerade in diesem Bart-Bereich, hat er mir immer den nötigen Freiraum gegeben und gesagt, du, du machst das schon gut und du machst das richtig, so wie du das machst. Und dahingehend hatte ich einfach die Möglichkeit, mich auch wirklich zu entwickeln. Und das aber eben nicht notgedrungen in einem Zeitraum von, ich sag mal, zwei Jahren, sondern ich bin ja seit 14 Jahren mit dem Betrieb. Und wir haben halt wirklich die Möglichkeit gehabt, oder das ist unser Vorteil, dass wir die Möglichkeit haben, da wirklich an den ganzen Problemen und Punkten, die man, die eben so einen Betrieb hat und mit sich bringt, wirklich langsam dran zu wachsen und gute Lösungen zu finden. Und was auch unser Vorteil ist, ist, dass jeder von uns sagt, okay, jeder kann sein, wie er ist. Also mit guten und schlechten Seiten. Und die Erfahrung, die Papa hat, die kann ich nicht haben und deswegen bin ich froh drum, dass er so lange wie möglich hier drin ist und mitwirkt, weil es einfach wirklich gut funktioniert. Weil ich eben sagen kann, du, dann mach du deins und ich mach meins. Du bist in deinem wirklich gut und ich in meinem. Aber, und wir können es natürlich auch gegenseitig verbessern, aber immer so, dass man eben gut miteinander klarkommt. Also ohne, dass der eine sagt, muss ich mir jetzt am Arsch lecken oder nicht. Und das ist, glaube ich, wirklich unser Vorteil, dass wir da einfach ein richtig, ein richtig tolles, gesundes Familienklima weitergehend haben.
SPEAKER_00Würdest du sagen, das höre ich so ein bisschen raus, dass das hier schon so der entscheidende Punkt auch ist, dass dein Papa dir schon auch einen klaren, ich sag mal, eine klare Spielwiese, Masalopp formuliert, jetzt übergeben hat, gesagt, hier, das ist dein Bereich. Viel Spaß, mach mal. Jetzt stelle ich mir gerade die Frage, jetzt gab es ja bestimmt auch mal die Situation oder so, wo irgendwas nicht so gut gelungen ist, wie das ja immer ist, wenn man da mal loslegt. Wie war es da? Also weiß ich nicht, vielleicht kannst du es teilen. Hast du irgendwie mal einen Bock geschossen, der teuer war, irgendwo Geld versenkt oder sonst irgendwas? Erzähl doch mal. Und wie hat der Papa dann reagiert?
SPEAKER_01Die dann leider im Container gelandet ist, also weggeschmissen, wo man sagt, ja, da haben wir jetzt Lehrgeld für bezahlt. Ja, natürlich sagt er nicht so, ach ja, mein Gott, was soll's denn? Also dafür kostet alle zu viel Geld. Aber ja, und er ist dann auch mal kurz, dass er sagt, Mann, was eine Scheiße. So, wichtig ist aber, aus dem Fehler lernen, das hat nicht nochmal postiert. Also er ist jetzt auch nicht nachtragend oder so, dass er sagt oder bindet mir das jedes Mal neu auf die Nase. Dafür sind wir alle Menschen und dafür passieren uns allen Fehlern, kann sich keiner von frei machen.
SPEAKER_02Klar.
SPEAKER_01Und ja, beste, da ist dann eben auch wieder immer der Vorteil, Mama ist eben mit drin und die sagt dann immer, ja, alles schön und gut, jetzt muss aber auch gut sein, weil er war eben damals alleine und wenn ihm Fehler passiert sind, stand keiner vor ihm und hat gesagt, hier, weg, weg, weg, ne, was ist denn da passiert? Weil er war ja für sich. Da stand eben keiner dahinter und hat immer wieder nochmal nachgetreten, so nach dem Motto. Weil ich auch nicht sagen will, das macht er, ne? Aber klar, er ist jetzt, er weiß das, er hat die Erfahrung daraus gezogen und sagt dann eben, so, das darf jetzt nicht nochmal passieren. Aber im Großen und Ganzen ist er da jetzt wirklich, es muss hier keiner für seine Fehler bezahlen, also bezahlen in Sachen Geld oder weiß ich. Also da ist er wirklich sehr, sehr, sehr tolerant. Also wenn ich überlege, wie viel die hier kaputt schrauben zwischendurch oder, weiß ich nicht, dann platzt eine Duschabtrennung, dann hat man sich irgendwo komplett vertan in Sachen Kalkulation oder so, dann sagt er, ja, werden wir überleben. Lernen draus, abhaken, weitermachen. Ich glaube, wenn er das in irgendeiner Art anders gehandhabt hätte, so dass man wirklich jedes Mal dafür sowas von Arschritt bekommt, bis nach Hamburg hoch quasi, dann hätte die da auch gar keinen Bau drauf. Also natürlich ist das nichts, wo ich sage, das mache ich mit Absicht, aber Fehler passieren. Das ist, wo man arbeitet, man ist im täglichen Leben und da passieren Fehler. Die sind, denke ich, ganz normal.
SPEAKER_00Also glaube ich auch zu 100% und gerade das, was du beschreibst, ich erlebe das ja immer, dass gerade das natürlich auch manchmal so ein Knackpunkt ist, weil natürlich der Unternehmer, der das Unternehmen aufgebaut hat, dann manchmal diesen Schmerz auch aushalten muss, klar durch die Erfahrung, dass da mal Geld versenkt wird, der irgendwie 10.000 Euro gerade irgendwo wegfliegen. Und man muss zugucken und einfach sagen, okay, das ist jetzt in die Investition, jetzt in deinem Fall in die Tochter, das Weiterbildungskosten. Aber das dann auch so wahrzunehmen. Das ist, glaube ich, die große Herausforderung. Du hast jetzt eben schon die Mama erwähnt, was für eine Rolle spielt die in eurem, wie soll ich sagen, Dreiklang, hätte ich jetzt gesagt, oder in eurem Zusammenspiel.
SPEAKER_01Jo, also Mama ist halt immer wieder. Also es fällt immer auf, wenn sie da ist, weil dann ist irgendwie so, also ja, das ist, da kann man eigentlich kaum in Worte fassen, wie das eben so richtig ist. Also, was halt einfach schön ist. Ich bin immer total happy, wenn sie da oder wenn beide da sind, weil das einfach. Ich finde es schön, wenn sie da sind. Also das ist irgendwie, das macht das eben wirklich auch aus, dass wir hier wirklich in der Familie so gut klarkommen. Aber Mama ist viel dafür zuständig, ja so dieses Gleichgewicht beizubehalten. Also, wenn der eine Scheiße drauf ist, ich glaube, Mama hätte schon manche Mitarbeiter 15 Mal rausgeschmissen, weil sie da eben in eine Richtung ein bisschen zu hart ist. Dafür bei den anderen, in anderen Ecken oder in andere Richtungen wiederum zu weicht. Und ich bin wirklich komplett die Mischung aus Mama und Papa. Ich habe von Mama ja die eine Seite, von Papa die andere Seite und habe da wirklich eine super gesunde Mischung, was sowas angeht. Und ja, nichtsdestotrotz ist es immer wieder gut, wenn sie da ist, auch einfach so als Ansprechpartner für die anderen Mitarbeiter. Die können quasi mal gucken, mit wem der dreien oder auch eben fahrwerb mit den Begriffen, möchte ich heute sprechen. Ja, Mama schließt quasi immer so dieses große Ganze. Also Papa und ich sind halt täglich den ganzen Tag hier und Mama kommt und geht, wie sie was.
SPEAKER_00Ja, aber das, was du ja gerade auch beschrieben hast, ist ja ganz spannend, ne? Also auch nochmal so eine ausgleichende Funktion oder dass ihr euch gegenseitig da so ergänzt. Wie läuft es denn ab, wenn ihr euch da mal uneinig seid? Gibt es da immer irgendeinen, der dann entspannt ist? Oder, weil das ist ja gerade diese Thematik bei den Familienunternehmen oder wenn diese Generationen dann aufeinandertreffen, dass es dann doch mal andere Perspektiven gibt oder vielleicht du ganz neue Ideen hast, wo sagst, hey, wir müssen doch mal dies oder jenes machen.
SPEAKER_01Ja. Also es ist immer 2 zu 3, sagen wir es mal so. Also es ist wirklich, es ist nie der Fall, dass wir zum Beispiel alle drei Scheiße drauf sind oder schlechte Laune haben. Und es ist auch nie der Fall, dass wenn wir zum Beispiel bei einem Projekt irgendwo, wenn wir da gutes oder schlechtes Gefühl haben, dann können wir das immer ansprechen. Also bestes Beispiel ist jetzt hier unser neues Gebäude. Da haben wir alle ein super Gefühl mit gehabt. Und Papa hat eben so den Hauptplan gehabt, sag ich mal, und der wusste, was so, wo, wie machen. Und dann haben wir gesagt, okay, alle eine Richtung schaffen wir auf jeden Fall, egal wie. Also da funktioniert hundertprozentig, stehen wir dahinter. Und dann war jetzt eben letztens eine andere Entscheidung stand aus, wo es darum ging, okay, kaufen wir einen zweiten Betrieb, der Mitarbeiter wegen. Und da war eben mal wirklich so der Fall, wo ich gesagt habe, wow, da geht es mir irgendwie nicht ganz so gut mit diesem Gefühl. Und dann vergleichsweise mit diesem Umbau von diesem Gebäude, da haben wir wirklich gesagt, egal wie, schaffen wir auf jeden Fall. Also da ist gar keine Hemmung vor oder irgendwie gar kein schlechtes Gefühl mit drin, sondern da war wirklich hundertprozentig auf jeden Fall klappt das. Ja, und bei dieser anderen Entscheidung, da war halt irgendwann der Fall, wo wir gesagt haben, ob wir das wirklich tun sollten, ist halt echt nochmal die Frage. Und Mama hat auch ganz klar gesagt, wenn wir das so machen, wie es Papa dann in dem Moment vorhatte, ja, da hat sie dann auch Angst wie Gesundheit von ihm. Und wo wir dann auch gesagt haben, du Papa, wenn du das entscheidest, ziehen wir auf jeden Fall hundertprozentig mit. Aber richtig gut geht es uns damit. Und wie gesagt, wir stehen da vollkommen hinter, aber wir möchten auch dazu sagen, ja, diese hundertprozentige Sicherheit haben wir gerade nicht für uns. Und wo wir uns dann auch tatsächlich dagegen entschieden haben, weil wir einfach gesagt haben, ne, es fühlt sich einfach nicht richtig an. Und das ist halt schön, dass wir solche Entscheidungen wirklich, ich sag mal, grundsätzlich zusammentreffen und ja, da dann auch einfach aufs Gefühl hören. Also was auch immer das mit sich gebracht hätte oder dann auch nicht, das macht doch unheimlich viel aus.
SPEAKER_00Also super, auch eine einheitliche Entscheidung dann zu treffen und gegenseitig aufeinander zu hören. Wie würdest du denn, also jetzt mal angenommen, ich würde mich jetzt bewerben bei euch, ja. Und würde jetzt fragen, wie ist denn so die Unternehmenskultur bei euch? Also oder wie ist es denn bei euch? Wie würdest du das denn beschreiben?
SPEAKER_01Ja, also auf jeden Fall unheimlich, also schon sehr, sehr familiär. Das steht wirklich immer an erster Stelle, familiär authentisch. Das kann man auch so sagen. Also wir versteht sich keiner, also keiner von uns auf jeden Fall bei den Mitarbeitern klar. Würde ich auch behaupten, nicht, aber das ist einfach nochmal eine andere Richtung. Aber mir habe ich es letztens beschrieben, eigentlich sind wir wirklich so eine bunte Blumenwiese. Also ich bin, wir haben, jeder hat wirklich seine eigenen Stärken und kann die für sich so ausnutzen oder nicht ausnutzen, auskosten und hervorbringen, wo er eben passend hingehört. Also unser Einkäufer zum Beispiel, der, ja da wissen wir, der, der muss einfach nicht gut mit Kunden telefonieren, ist aber einfach mega gut in Sachen Einkauf am PC, der ist so schnell am PC, wo wir sagen, ja, könnte ich nicht. Dafür kann ich aber eben einfach besser mit Kunden umgehen oder überhaupt so dieses zwischenmenschliche Lied mir jetzt zum Beispiel einfach besser. Und da haben wir halt wirklich viele verschiedene bunte Blumen, aber jeder hat seine eigene richtig gute Stärke, die er hier wirklich vollkommen ausrosten kann. Und das wollen wir auch einfach fördern. Wir wollen einfach die passenden Leute zu den passenden Stellen haben und der dann auch Bock hat, hier bei uns eben so sich selbst dann auch, ja man kann fast sagen, zu verwirklichen. Also ich sag mal, das würde ich schon so unterstreichen.
SPEAKER_00Wenn du jetzt sagst, so sehr, sehr familiär, was hat das aus deiner Sicht für Vorteile oder wie äußert sich das vielleicht auch in der Führung der Mitarbeiter?
SPEAKER_01Wo wir wirklich sagen, okay, wir wollen ja, dass es euch gut geht, wir wollen, dass ihr klarkommt zu Hause, ganz normal, wo wir einfach sagen, klar, natürlich helfen wir euch. Und da kann man uns immer in irgendeiner Art ansprechen und man muss jetzt nicht erst irgendwann ausfüllen, um zu sagen, ich will gerne mal mit dir sprechen oder so. Und ja, ich sag mal, wir versuchen auch wirklich so, so einfach es geht und so, so schon einfach die Kommunikation auch zwischendeinander aufrechtzuerhalten. Dass man wirklich sagt, ich muss jetzt einfach mal gerade eben was klären, sodass man auch einfach raushauen kann. Also so wie, ich meine, wir hauen ja auch schon mal Themen einfach raus. Das müssen die auch können und dürfen. Und ich glaube schon, dass das einiges ausmacht. Und eben, ich sag mal, so wie die Leute bei uns anfangen, ob es ein Praktikum ist oder Ausbildung, die kriegen sofort wirklich diese tausend Prozent Vertrauen von uns. Also egal wer. Und die sind sofort auch immer wirklich sofort Teil des Teams. Also wir hatten letztens einen Praktikanten, der das auch so süß, also süß in Form von, ja einfach auch so herzlich drübergebracht. Er sagte eben so Feedbacks, ja, also von Tag 1 an, hat er sich so toll aufgehoben gefühlt und war wirklich komplett Teil davon. Und ich meine, war in Anführungsstrichen nur ein Praktikant, wo ich aber einfach finde, das ist ja Nummer Stich. Ich kann ja nicht sagen, so ja, wo fange ich an, wo höre ich auf? Also entweder sie sind Teil des Teams oder nicht. Und ja, ich glaube, das gelingt uns gut.
SPEAKER_00Ja, ja, also man kann das auf jeden Fall spüren bei euch. Jetzt hast du gerade gesagt, was ganz Spannendes, jeder bekommt bei uns gleich 100% Vertrauen. Das ist natürlich, also ich kenne das jetzt so aus vielen Beratungsprojekten, jeder sagt zu Saloppen, naja, Vertrauen, ja, das ist natürlich super. Aber es dann auch zu geben, inklusive vielleicht auch der Verantwortung, die da manchmal mit drin steckt, tun sich viele so schon recht schwer. Also wie gelingt dir das oder euch das? Oder hast du auch schon mal Probleme damit gehabt, also dass sich negativ ausgewirkt hat?
SPEAKER_01Also es gelingt uns sowohl erstmal ganz gut, würde ich behaupten, wo wir sagen, okay, wo wir auch wirklich das Gefühl haben, der passt hier rein, der kriegt das und das funktioniert. Und klar, wenn man jetzt, also wir haben auch schon mal den einen oder anderen Fall gehabt, wo wir dann gesagt haben, Mensch, der fährt so auffällig oft wieder neu zu einer Baustelle, obwohl er mir gestern sagte, ja, ja, es ist nur noch, weiß ich, Trinkwasserumschluss, die alten Wasserleitungen an das neue Trinkwassernetz anschließen, dann ist er trotzdem wieder den ganzen Tag da. Und so Dinge, wo man sagt, hä, wie kann das denn funktionieren? Natürlich, da fällt es ein bisschen schwer, aber letztlich brauche ich die und kann es halt nicht selber machen. Und da muss das Vertrauen einfach da sein. Und ja, klar, ist immer mal besser und mal schlechter, aber im Großen und Ganzen kann ich es halt einfach nicht alleine. Und da muss ich einfach auch dann sagen, okay, auch das habe ich dann eben stark von Papa. Mama ist dann nicht so, Mama sagt halt wirklich so, nö, nö, ist nicht anders. Also, nö, also da habe ich nicht so viel Vertrauen, ja, Mama, aber ich kann es ja, ich kann ja nicht den ganzen Tag daneben stehen oder dahinter stehen. Und Papa sagt das Gleiche, wo er auch sagt, so, die müssen es ja tun. Ich habe so viel anderes zu tun, wo ich eben sage, entweder er macht den Job oder eben nicht. Und wenn er ihn nicht macht, müssen wir sprechen oder er muss gehen. Das sind dann eben so Punkte, die man dann eben klären muss.
SPEAKER_00Absolut. Und ich meine, was mir jetzt gerade einfällt, das Spannende ist ja, weil da sitzen ja jetzt zwei unterschiedliche Generationen in der Geschäftsleitung. Wie würdest du denn dein Führungsstil beschreiben? Also, was ist für dich da wichtig im Umgang mit Mitarbeitern?
SPEAKER_01Also wichtig ist für mich schon, dass die, dass schon klar ist, eben, wer, ich sag mal, das Ziel vorgibt, insofern, ne, also die, oder die Richtung. Und mein, und der Führungsstil von mir ist da auch, ich sag mal, schon stark von Papa geprägt. Also das kann man schon so sagen. Also ich habe mir unheimlich viel von ihm, als aber auch von Mama eben da abgeguckt und versuch schon, wenn mich was ärgert und wenn mich mal was richtig ärgert, dann hau ich um auf den Tisch und lass das dann auch spüren, dass mich das ärgert. Weil man mich sonst wirklich auch viel nur lächeln, grinsen, lachen kennt. Und wenn das dann der Fall ist, dass ich nicht mehr gut drauf bin, dann sind sie auch gleich alle geschockt und sagen so, oh mein Gott, Alikat, schlechte Laune.
SPEAKER_00Also du kannst auch anders, ja?
SPEAKER_01Ja, ich kann auch anders. Also das ist dann wirklich, am nächsten Tag kommst du dann immer, Annika, hast du immer noch schlechte Laune? Und ich sage, nein, aber es hat mich geärgert und jetzt ist es auch wieder gut. Ja, das beschreibt es eigentlich am besten. Also, ne, ich meine, ich muss auch mal scheiße drauf sein können und ich muss auch mal sagen können, ey, da bin ich richtig kacke, was ihr da gerade gebaut habt. So, und dann ist aber auch wieder in Ordnung. Also ich kann da nicht noch die nächsten drei Wochen drüber nachtragend sein, weil das finde zu anstrengend. Also ich kann mich dann nicht sonst wie lange dran aufhängen. Dann habe ich zu viel anderes um die Ordnung.
SPEAKER_00Ja, das glaube ich dir. Also was ich da immer wieder raus höre, ja auch dieses einfach authentischsein dann, ja. Und das auch zu erlauben, dass ich dann halt jetzt vielleicht mal nicht so gut drauf bin. Wie ist das oder wie gehst du damit um, wenn das bei den Mitarbeitern passiert? Weil die sind ja auch nicht alle immer jeden Tag gleich gut drauf. Oder machen immer bereitwillig vielleicht das oder mit Freude das, was du jetzt gerade an Ideen hast.
SPEAKER_01Wenn ich jetzt gleich drauf bin, dann muss ich dafür nicht jeden anderen verantwortlich machen. Also ich sag mal, was weiß ich, mich nervt die Frau und die Kinder zu Hause jetzt als einer der Monteure. Und dann kommt der morgens hier hin und man spricht ganz normal mit ihm und dann wird man eben von ihm dann sonst die angeflaumt. Und dann kann ich einfach sagen, du, ich habe dich ganz normal gefragt, du kannst mir auch ganz normal antworten. Also gebrüllt wird hier einfach nicht. Und das, dann kann er, also in der Regel funktioniert das auch, dass ich dann sage wirklich, du, ich habe dich nie angeschrien, wir können ganz normal weiterreden. Also ich rede ganz in Ruhe mit dir, dann kannst du auch in Ruhe mit mir reden. Und wenn das dann immer noch nicht funktioniert, dann müssen die zum Vier-Augen-Gespräch zu, wo das dann aber auch insofern auch einfach wieder klargestellt wird. So, du, ich habe dir nie angeschrien, hier wird nicht geschrien und da reden wir ganz vernünftig drüber. Du kannst gerne heute einen scheiß Tag haben, ist alles in Ordnung. Deswegen rede ich trotzdem vernünftig mit mir, ach, mit dir und dann kannst du auch vernünftig mit mir reden. Und das ist, denke ich, eben eine Art und Weise, wo, ja, auch insofern abgeguckt von Mama und Papa, wo ich einfach der Meinung bin, ich komme ja nicht weiter, indem ich rausfinde, wer am lautesten brüllt. Dann komme ich immer noch nicht in mein Ziel, sondern ich möchte eine Lösung haben für den Tag. Das ist eben so das, wo ich finde, das funktioniert eigentlich mit am besten.
SPEAKER_00Ja, glaube ich dir auf jeden Fall. Was sind denn so, wenn du eben gerade Mama Papa erwähnt hast, bleiben wir mal im ersten Schritt beim Papa, was sind denn so die zwei, drei Dinge, wo du sagst, Mensch, die habe ich mir vom Papa abgeguckt oder die habe ich übernommen oder das versuche ich so umzusetzen, wie er das macht, weil das macht er richtig gut.
SPEAKER_01Ja, also ich sag mal, in erster Linie, wenn so Fremdgewerkt bekommen, also im Beispiel beim Badezimmer oder überhaupt, wenn irgendeiner kommt und sagt, wir haben ein Problem, dann wirklich zu sagen, okay, das ist das Problem, haben wir ein Bild in Sachen Lösung, ne? Also was ist die Lösung? Und dann sagen die, ja, das und das, ja, und dann mach ich du hast dir gerade sie selber die Lösung vorgesagt, dann mach, ja, da brauchen wir aber das und das für, ja, dann kümmere dich darum. Sieh zu, dass du die und die Lösung herbeiführst und dann funktioniert das schon. Und das ist dann halt wirklich eben, wo man sagt, das ist nicht auf die Nase fallen, sondern ich erschaffe eine Lösung, dass die dann mal vielleicht ein paar Euro mehr kostet, ja, okay, aber ich will ja eine Lösung. Ich will ja nicht beim Kunden stehen und sagen, oh, ich habe ein Problem. Ja, und jetzt, ja, ich kann mir ja nicht um das Problem drehen, sondern ich, ne, nochmal, ich möchte ja eine Lösung haben. Und das ist wirklich so, das, was mich am meisten, was ich am meisten wirklich so für mich gelernt habe, dass ich danach eine Lösung suche und finde, um eben ans Ziel zu kommen. Genauso auch, ja, wir machen ja viel für so eine Bäckerei und wenn die mal schon mal so ein bisschen am Rad drehen, weil sie einfach der männlichen Stress haben, da dann auch einfach mal zu sagen, okay, was ist denn jetzt eigentlich das Problem? So die Ruhe zu bewahren und zu sagen, diesen Sprudel, diesen Stress, dieses Karussell in dem Moment einfach mal eben kurz anzuhalten, zu unterbrechen und zu sagen, okay, was ist das? Was ist denn jetzt gerade eigentlich das effektive Problem, wo aus so einem Problem auf einmal so was Kleines wird, was dann eigentlich effektiv gar nicht mehr schlimm ist. Und das ist schon wirklich viel wert. Also hatten wir letztes Jahr genau so einen Punkt, Datif hatten all die Lösungen gesagt, ich muss jetzt erstmal mit Jürgen sprechen. Ich sage, ja, strich mit Jürgen und Fab hat das gleich erzählt. Irgendwie selbst gelobt.
SPEAKER_00Sehr gut, sehr gut, ja.
SPEAKER_01Genau. Ja, und ansonsten eben dieses, ja, ich sag mal, ja, also auch, wenn wir Besprechungen haben, wir haben eben regelmäßig unsere Projektleiterbesprechungen im Büro, wo wir eben unsere Baustellen planen, wo wir über was ist gut gegangen, was war schlecht und und und sprechen und da dann auch zu sagen, okay, wir können alle Spaß haben und es kann alles lustig und witzig sein und ist auch wichtig, dass man Spaß hat, aber nichtsdestotrotz müssen wir vorankommen. Und Zeit ist Geld und dass ich dann auch wirklich schon mal sagst, so, Jungs, Ruhe, jetzt geht weiter hier. Wir müssen jetzt mal endlich unsere Woche weiterplanen. Ich will zum Foto kommen, ich habe den ganzen Tag voll mit Terminen, jetzt müssen wir mal vorankommen. Und dann, ja, das habe ich dann auch schon von ihm. Dann fange ich schon mal so ein bisschen an zu treiben und zu sagen, so, halt, stopp, ne, mal wieder ein bisschen die Gedanken sammeln und muss vorangehen. Und ja, das habe ich auch von ihm. Also ich habe doch dahingehend schon wirklich viel abgeguckt.
SPEAKER_00Sehr gut, ja, ich meine, er hat ja sehr erfolgreiche Unternehmen aufgebaut. Also von daher hat er ja viele Dinge richtig gemacht und die darf man, kann man, ich würde sogar sagen, sollte man als Tochter ja gerade dann auch sehr, sehr gerne dann übernehmen und anwenden. Und ich erinnere mich, als ich bei euch war, auch dieser Leitsatz ja, so geht nicht, gibt's nicht, so dieses Credo, genau du lachst. Das fand ich eine ganz, ganz spannende Einstellung. Jetzt natürlich die Frage zur Mama, was hast du denn von ihr mitgenommen an, sag ich mal, so zwei, drei Verhaltensweisen, Regeln, Erkenntnissen?
SPEAKER_01Also ich denke, von Mama habe ich auf jeden Fall das zwischenmenschliche Kontaktfreudige, also das muss auf jeden Fall da einfach auch auf Menschen zugehen und und dass ich da weiß, wie ich ja, dass mir das auch einfach nicht schwerfällt, also wirklich da hingehen, dass ich da einfach total offen dran gehen kann. Genauso dieses mit Problemen umgehen, also was Mama wirklich auch durch ihre Reisen nach Indien perfektioniert hat, würde ich behaupten. Und auch da war immer so, ja, also ne, wo dann ihre Freunde da aus Indien sagten, Mensch, Annika, wann kommst du denn mal nach Indien? Da habe ich gesagt, ne, brauche ich ja nicht, weil lerne ich alles von Mama, ne?
SPEAKER_00Ja, ja, ja, ja.
SPEAKER_01Und ich glaube, das ist wirklich sogar schon, was mich am meisten oder was mir am meisten hilft. Also nicht so niemand ist verantwortlich dafür, wie es mir geht. Da bin ich selber für verantwortlich. Und da auch wirklich zu sagen, so was ist denn jetzt eigentlich gerade das Problem, wie gehe ich denn selber damit? Und das hilft mir schon sehr, sehr, sehr stark. Also sei es im Stress oder ich bin eigentlich der Meinung, oh mein Gott, man hat so Tage, wo man das Gefühl hat, man rennt von allen Termin in den anderen und und und dann setzt man sich mal effektiv hin und sagt, so, habe ich denn jetzt heute eigentlich wirklich zu tun? Und schreibt mal so untereinander und dann fängt man so an, nach und nach abzuarbeiten und dann ist man so gefühlt in einer halben Stunde fertig. Und dann denkt, das ging ja doch ganz schön schnell.
SPEAKER_02Ja, ja, ja.
SPEAKER_01Oder einfach so, ja, das auch im Hier und Jetzt, das klingt doch immer leicht und sehr schnell so und sehr esoterisch, aber so was ist jetzt, wenn mich irgendwie ein Kunde geärgert hat oder ich mich irgendwie, ja, mal hat man auch mal Tage, wo man sich, warum auch immer traurig schlecht sonst fühlt, und dann zu sagen, ja, ich dachte mir, ich würde einfach mal traurig. Und je offener ich damit umgehe gegenüber den anderen und dann wirklich auch sagt, du, mir ist heute nicht nur Lachen, ich habe heute einfach keine Lust, ich fühle mich erschöpft, ich bin müde, mein Akku ist gerade einfach leer. Und desto besser geht es mir damit. Also je offener und je mehr ich merke, dass ich das mit den anderen teile, dass die wissen, wie es mir geht, dass ich eben heute nicht hundertprozentig nur die lachende Annika bin, ja, umso besser geht es mir. Weil ich dann einfach merke, okay, die anderen haben gar nicht diese Erwartung, Anika lacht heute nur und alles ist witzig. Nee, heute ist immer alles nicht witzig. Heute bin ich einfach mal müde und möchte meine Ruhe haben und macht die Tür so und lass mich einfach alle.
SPEAKER_00Genau, das habe ich ja auch gelernt bei euch dann. Wenn, glaube ich, bei einem der drei die Tür zu ist, dann weiß man, bitte nicht stören. Ja, ich, wie soll ich sagen, mach gerade die Welt mit mir aus. Aber das scheint ja auch wirklich ein ganz prägendes Thema bei euch, also Kultur zu sein, weil dieses authentisch sein, diese Transparenz, wie geht es mir heute, weil du das ja auch vorhin genannt hast, bei der Unternehmenskultur, oder die Erwartung auch, dass jeder Mitarbeiter sagen kann, hey, heute ist nicht mein Tag oder das und das ist passiert und das dann auch zu akzeptieren. Was würdest du denn sagen, was macht denn für dich erfolgreiches Unternehmer oder Unternehmerinsein aus? Also was ist da, was gehört da für dich dazu?
SPEAKER_01Also ich denke, es gehört absolut dazu, dass man eben die Zeit für sich hat. Also für mich ist erfolgreichsein nicht von 6 bis 20 Uhr im Büro sitzen. Das ist es für mich nicht. Also da bin ich auch froh drum, dass Papa das von Anfang an gesagt hat, du, Eigentlich, es ist nicht mein Ziel, dass du hier so lange sitzt wie ich. Er hat das schon immer so gemacht und ich kenne das auch nicht anders, aber ich habe ihm auch gesagt, ich fange um 6 Uhr morgens an und bin dann auch bis 16, 17 Uhr und bestimmt auch mal bis 18 Uhr im Büro, wenn eben von den Kunden aus das ja nicht anders geht. Aber es ist nicht mein Ziel, wirklich den ganzen Tag hier nur im Büro zu sitzen, weil ich gehe super gerne reiten. Mein Pferd erfüllt mich total. Da habe ich einfach so einen Spaß dran. Und da ist auch einfach dann, wo ich sage, ich brauche den nicht zu besitzen, wenn ich keine Zeit dafür habe. Und eben dadurch, dass ich dann eben einfach diesen Ausgleich mit dem Pferd habe, ja, ist das, ist das auf jeden Fall für mich ein Erfolg. Also eben diesen, ja, die Zeit für sich, das ist für mich eigentlich das Größte, dass man da auch dann einfach mal sagen kann, ja, ich nehme mir das jetzt raus heute um 15 Uhr zu gehen, auch wenn alle anderen noch da sitzen. Ich bin ja auch schließlich seit sechs, secht oder kurz nach sechs bin ich hier und habe schon manche andere Dinge gemacht. Da waren die anderen noch nicht klar und ich denke, das ist auf jeden Fall ein Punkt, wo ich, wo man sich, ja, ich sag mal, erfolgreich nennen kann. Und was mir aber auch zum Beispiel, ja, was mich einfach auch total stolz macht, ist, wenn die morgens alle, wenn man sieht, was da an Menge an Autos mittlerweile rausfährt. Also es sind irgendwo fünf, sechs, sieben Teams, die dann eben rausfahren, alle irgendwo zwischen halb sieben und sieben. Man sieht die, wenn man durch die Stadt fährt, weil man, weil die am entgegenkommen. Sie winken wirklich grundsätzlich, wenn man, wenn die einsehen und ja, das finde ich total schön. Also das ist wirklich, wo ich sage, doch, das macht mich stolz und finde ich schön, dass man sowas auch über diese Jahre an oder über diese Zeit, über diesen Zeitraum so aufgebaut bekommen hat und auch, dass wir uns da ja wirklich in so eine richtig gute Richtung entwickeln. Und dann aber eben nicht von heute auf morgen, sondern in einem gesunden Zeitraum.
SPEAKER_00Ja, ja, ja. Wie kriegst du das hin? Weil, also ich bin komplett bei dir, also dass Erfolg halt ganzheitlich ist, dass es jetzt nicht nur in Euros messbar ist. Und jetzt weiß ich aber auch, aus eigener Erfahrung, aber aus ganz vielen Unternehmergesprächen, das ist ja, wenn du jetzt dann um 15, 16 Uhr die Entscheidung triffst, okay, ich gehe jetzt zum Pferd, weil ich bin ja hier schon seit 6 Uhr dabei. Es gibt ja trotzdem noch genug zu tun, also rein theoretisch. Und das ist ja eben so dieses Thema, naja, ich gehe jetzt aufs Pferd und ich lasse jetzt mal diese ganzen Themen da noch auf dem Tisch liegen. Tickert das dann bei dir manchmal oder kommt so ein schlechtes Gewissen, darf ich jetzt gehen? Oder eigentlich müsste ich ja noch zwei Stunden jetzt hier Arbeit wegschaffen? Also wie gehst du damit um?
SPEAKER_01Ne, also schlechtes Gewissen habe ich nicht, kann ich wirklich so sagen. Also ich bin mit Fabian zum Beispiel, Fabian ist jemand, der ist, der ist immer noch vor mir da, der ist auch um halb sechs da, wo ich ihm gesagt habe, du mach ich nicht. Das ist mir einfach zu früh, ich kann dann da auch nicht mehr konzentrieren oder ich kann dann nicht konzentriert arbeiten. Und da steht ihm frei, er könnte auch erst um sechs kommen, aber er kommt halt, also irgendwie halb sechs, vor sechs ist er im Büro. Und in der Regel geht er auch, ich sag mal, gegen 17 Uhr. Also irgendwo 16, 17 Uhr. Und ich sag mal, da ist es so ein Abwechseln, dass wir sagen, okay, er geht mal eher, ich gehe mal eher früher, später, was auch immer. Und zum Beispiel schreibt er seine Überstunden eben auf. Wir sagen, okay, wir haben eine feste Zeit von 10 Stunden, die wir am Tag machen, alles darüber hinauf schreibt er sich als Überstunden auf. Und ich sage halt, mache ich nicht. Ich gehe halt zwischendurch dann, wenn ich merke, okay, ich habe abends um sechs noch Kunden, dann gehe ich zwischendurch mittags zum Pferd. Und das kann ich sehr gut mit mir selbst vereinbaren, weil ich einfach meine, wir machen wirklich viel und wir machen unseren Job so 90 Prozent wirklich gut. Wie gesagt, wir sind nicht fehlerfrei, aber wir geben immer alles, wir geben immer Vollgas, wir sind nie krank. Und deswegen kann ich das ohne schlechteste Wissen gut tun. Und ich kann dann auch, ich kann abends oder nachmittags, ich kann hier meinen Schreibtisch verlassen, der sieht aus wie sonst was. Es riecht alles voll und ich kann sagen, ich gehe jetzt, ich mache jetzt alles aus und gehe und mache morgen früh weiter.
SPEAKER_00Okay.
SPEAKER_01Weil ich ganz einfach weiß, irgendwann, ich bin dann nicht mehr produktiv. Ich kann es dann nicht mehr.
SPEAKER_00Also ist das auch geschuldet? Weil das ist ja eine tolle, also den Glückwunsch, das ist ja eine tolle Kompetenz oder Fähigkeit, weil viele können es nicht. Jetzt hast du für mich aber gerade einen ganz tollen oder wichtigen Punkt gesagt. Liegt das auch ein Stück weit daran, dass du merkst, ich bin eben nicht mehr produktiv? Also ich kann jetzt hier noch drei Stunden sitzen, mich im Kreis drehen, ich kriege auch irgendwas geschafft, was ich morgen aber in 20 Minuten oder halben Stunde schaffen würde, da brauche ich jetzt drei Stunden, weil ich eigentlich schon drüber bin. Ist das so auch eine Erkenntnis?
SPEAKER_01Ja, also das ist absolut, wo ich dann auch einfach merke, ja, ich habe Tage, da sitze ich dann, weil ich dann in Angebotsbesprechungen sehr lange hatte, irgendwo bis, ich sag mal, 18 Uhr war ich mit den Kunden da, man war zwei Stunden durchgehend am Sabbeln, sagen wir es mal wirklich ganz salopp, ja, habe im Verkaufsgestrich geführt und danach bin ich dann, ja, da bräuchte ich so lange, um mich dann wieder neu zu finden, ist das falsche Wort, aber um mich auf einen Kurs zu bringen, um dann wirklich konzentriert weiterarbeiten zu können, das klingt mir dann nicht. Und dann kann ich wirklich besser und einfacher sagen, okay, jetzt mache ich hier Stop, mache hier aus und zu und mache morgen weiter.
SPEAKER_00Super.
SPEAKER_01Es funktioniert.
SPEAKER_00Super. Dann eine Frage, die mich ja auch noch brennend interessiert, weil du hast ja mehrmals das Wort Kunden schon gesagt. Du veredelst ja quasi die Bäder, ja, das ist dein Metier. Wie gehst du denn, also mal anders formuliert, Kunden gibt es ja auch in jeder Blumenart, um bei der Blumenwiese nochmal zu bleiben. Wie gehst du denn mit den besonders speziellen Blumen, Schrägstrich, Kunden um? Ja, oder erzähl mal eine Geschichte vielleicht.
SPEAKER_01Ja, also ich habe zum Beispiel, ja, ich habe ein Beispiel, da war ein Kunde, ja, auch irgendwo schon so Mitte, Ende 70 und er hatte mir dann eine Zeichnung gemacht, ich war dann da und er sagte mir, ja, geht ja nur so und ich habe das mal rausgesucht und gezeichnet und gemacht und getan und so hätte ich es gern. Ich sage, ja, alles klar, dann biete ich Ihnen das genau so an. Und dann saßen wir noch und haben gesprochen und er sagte mir wieder, ja, und die und die Duschabtrennung möchte ich haben und das und hier und jenes. Und ich so, jo, okay. Ja, oder haben sie eine andere Idee? Ich sage, ja, ich hätte schon eine andere Idee, aber sie möchten es ja genau so. Ja, geht ja nur so. Ich sage, nee, das klingt jetzt bei uns Wohlfahrts so ein bisschen im Ohr, wenn einer sagt, nee, das geht ja nur so.
SPEAKER_00Das ist schon ein Triggerpunkt, ja.
SPEAKER_01Genau. Wo ich gesagt habe, nee, es geht gehen, tut es auch anders. Es geht nicht darum, ob sie das auch anders wollen. Ja, machen Sie mal einen Vorschlag und dann macht man einen Vorschlag und dann, ja, ich hätte das schon, ich glaube, so ist schon besser. Ja, also klar, da machen wir das gerne lieber so. Also wir haben so die unsere Art an uns ist, dass wir Kunden zeigen möchten, was auch noch geht. Also wenn jemand sein Badezimmer die letzten 20, 30 Jahre gesehen hat, dann kennt der das so. Und ist auch der Meinung, das geht nicht anders. Weil Platz und Ecke und Fenster und Tür sind halt da, wo sie sind und es geht nur so. Und wenn ich dann so daherkomme, dann sage ich, ja, prinzipiell kann man das auch so machen, die Dusche ist vor das Fenster, weil Fenster wird auch draußen nass, dann ist halt egal, ob es nass wird. Genauso die Dusche endet offen vor die Badewanne, weil der Wanne ist es auch egal, ob sie nass wird. Und da sind dann eben so Punkte, wo ich sage, okay, ich zeige die auf, ich zeige einfach, was ist sachbar, was ist technisch umsetzbar, was geht. Klar, muss das dann dem Kunden gefallen. Und selbst wenn er dann sagt, okay, finde ich gut, gefällt mir aber, also so finde ich, finde ich gut von dem Einwand, dass man es machen könnte, ist aber einfach nicht mein Geschmack, wohin es mir gefällt. Ich hätte es doch gern vielleicht nochmal so ein bisschen anders. Das ist für mich eben dann auch eine Zusammenarbeit mit den Kunden macht das Spaß und mit den Kunden funktioniert das auch. Dingegen eben so Kunden, die mir sagen wollen, warum ich ja eigentlich da bin. Schwierig. Also das, ja, also als ob die jemanden ranholen, also sich einen Handwerker ins Haus holen, um dem zu sagen, wie er es zu tun hat. Dann soll er es lieber selber machen. So ist so meine Einstellung dazu, weil das macht es nicht leichter. Da sind Fehler und Theater ist vorprogrammiert und das ist dann immer so ein bisschen schwierig. Und ganz ehrlich, da habe ich auch noch keine Lösung für gefunden. Ich habe gerade wieder einen so einen Kunden, wo ich noch nicht weiß, wenn ich jetzt sage, ich mache das so teuer, dass er es nicht haben will, dann sagt er, ja Moment, warum ist das denn so teuer? Ja, bieten sie doch mal so und so an. Aber eigentlich will ich den ja gar nicht.
SPEAKER_00Okay, also merkst du auch schon, es gibt einfach Kunden, die sind sehr, sehr kompliziert, wo du eigentlich sagst, die nicht zu meinem Typ auch irgendwie passen.
SPEAKER_01Ich finde gerade Badezimmer, das ist so ein intimer Bereich, da muss halt passen, da muss dem Kunden meine Nase quasi gefallen, damit das funktioniert, damit das alles, damit die sich wohlfühlen und, und, und. Und wenn das nicht der Fall ist und die mir die ganze Zeit sagen wollen und müssen, wie ich es zu machen habe, dann sollen sie lieber nach jemandem suchen, der da Spaß dran hat, der sich sagen, gerne sagen lässt, was er zu tun hat, aber da bin ich da nicht die richtige Sache.
SPEAKER_00Okay, okay, ja, aber finde ich auch sehr schön, also auch hier diese Klarheit, klares Profil, auch nicht, was ich da raushöre, ja, verbiegen, bis der Arzt kommt, nur um den Kunden zu kriegen, oder? Also ist das auch eine wichtige Kompetenz, also die du auch vielleicht anderen Unternehmern empfehlen würdest?
SPEAKER_01Ja, was heißt empfehlen? Ich finde einfach wichtig, es gibt mit Sicherheit jemanden, der das gut kann. Der sagt, weißt du was, ihm fehlt zum Beispiel, die Kreativität aufzuzeigen, welche Art von BLAN oder welche Art von Aufteilung kann man auch machen. Ich kann das besser so, wie das Kunde haben möchte. Und so funktioniere ich gut und das klappt gut. Also es gibt so viele Menschen da draußen, warum sollte es da nicht welche geben, die das aufrufen können? Und ja, bei dem liegt dann eben das nicht, was ich dann eben mache. Also den Kunden einfach mal von einer anderen Richtung daran gehen zu lassen oder daran zu führen, zu sagen, okay, was, ne, ihr seid ja nicht hier, um euer Bart jetzt einfach nur einmal in der gleichen Variante neu aufzustellen. Also gibt es mit Sicherheit auch. Aber ich sag mal, wir sind schon dafür bekannt, dass wir sagen, wir wollen es schon, wir wollen es praktisch, wir wollen es schön und wir wollen es eben gestalterisch eben so, dass es einfach mal was Außergewöhnliches ist und nicht eben einfach nur 085 sind. Davon gibt es 20 weitere Handwerker hier in Datteln, die das mit Sicherheit auch können.
SPEAKER_00Ja, sehr schön formuliert als Anspruch an die eigene Arbeit. Vielleicht jetzt so zum Schluss nochmal so zwei, drei Fragen. Und zwar erste Frage jetzt auch aus deiner Erfahrung heraus. Was würdest du vielleicht anderen Unternehmen empfehlen? Also und zwar beiden Seiten, also einmal demjenigen, der den Staffelstab übergibt und derjenige, der den Staffelstab nimmt. Was würdest du denen empfehlen, damit es erfolgreich klappt, so eine Übergabe?
SPEAKER_01Also ich denke, was wirklich ganz wichtig ist, ist diese Zeit, dass man nicht heute sagt, das muss morgen gemacht werden, weil ich glaube, das so ganz direkt, dass es zum Scheitern verurteilt, weil es einfach schwierig ist. So diese ganzen Dinge, das lerne ich ja immer nicht von heute auf morgen. Und das sind auch Szenarien, wo man eben sagt, okay, ich habe vielleicht gerade irgendeine Entscheidung, die ich treffen muss, die habe ich, habe ich vielleicht noch nie miterlebt. So wie wird es jetzt Papa vielleicht entscheiden. Also da versuche ich wirklich immer wieder zu sagen, okay, ne? Habe ich einfach oft genug mitbekommen und wüsste ich, wie ich mit umgehen muss. Und ja, wir haben einfach das Glück, dass wir da wirklich früh genug mit angefangen haben, dass ich früh genug da auch immer mit hat mitentscheiden lassen. Und wir haben auch eben gar keinen, wir haben keinen Stress damit. Wir haben nicht gesagt, so, Ende diesen Jahres, also 31.12.24, muss das übergeben sein und dann ist er raus hier. Das haben wir nicht. Und diesen, ich glaube, gut ist, dass wir uns diesen eigenen Druck da komplett wegnehmen. Also wir hatten letztens nochmal einmal darüber gesprochen, so ja, oder er hat mit anderen Unternehmern noch gesprochen, ja, wie habt ihr das Ding gemacht? Das kann funktionieren, letztlich sind die aber, sind die Unternehmen vom Typ her komplett anders als wir. Ja, wir sind so ein bisschen, ja man kann es jetzt ganz hart nennen, so ein bisschen auf Kuschelkurs, aber wir, ne, wir können, wir können alle sagen, also Mama, Papa und ich, eben, wir jetzt so als Familie Wohlfahrt, wir können jeden Morgen aufstehen und können sagen, wir haben uns lieb. Wir können uns gegenseitig Küsschen geben und hier in einer Firma ganz normal vor allen. Also es gibt morgens ein Küsschen, wenn ich komme ins Büro und es gibt abends ein Küsschen, wenn ich nach Hause gehe. Und dann auch, ob die da in der Runde sitzen und sich ein Feierabendbier trinken oder ob er alleine im Büro sitzt. Das ist irgendwo Wurst. Das ist uns wichtig und das tut uns gut. Also wir sind damit total happy irgendwie. Und ja, das macht es, glaube ich, alles einiges einfacher, dass sie da wirklich sagen, wir haben da gar keinen Stress mit. Ich habe keinen Stress, dass ich sage, morgen muss die Firma mit meinem Namen da irgendwo, dass da Inhaber oder GmbH Wohlfahrt und Neuhaus steht, sondern sobald das passt, ist es gut. Ich hab da nichts von, wenn da je eher Mama und Papa da raus sind, oder eben ganz raus sind sie ja sowieso nicht am Anfang, aber diesen eigenen Stress und Druck, ich muss mir den nicht machen und habe ich auch nicht.
SPEAKER_00Ja, ja, aber ich glaube, du hast was ganz Wichtiges auch genannt. Also du hast es so jetzt so liebevoll Kuschelkurs genannt oder kuscheln. Ich glaube einfach, dass eine sehr, sehr gute Harmonie bei euch ist. Und dieses gepaart mit, wir sind sehr, sehr authentisch, haben den Anspruch, authentisch zu sein. Das heißt jetzt aber auch gleichzeitig, wir können auch mal den anderen doof finden, ne? Habe ich ja auch schon gehört, erlebt. So, und aber auch nicht mit Langzeitwirkung, sondern dann wieder zu sehen, okay, wie kriegen wir dann den Kuss hin am Abend wieder? Und ich glaube, da liegt die Magie drin, das halt vernünftig in einem Gleichgewicht zu haben. Und dann zu gucken, auch, was passt für den, was passt für denjenigen? Wie kriegen wir das so hin, dass es am Ende für alle irgendwo auch passt? Sehr, sehr schön. Ja, noch eine letzte Frage vielleicht. Was war, und das muss jetzt nicht auf Mama Papa bezogen sein, ja, was war so der dümmste Tipp, den du bisher bekommen hast, beziehungsweise was war aus deiner Sicht bisher so der beste Tipp, den du bisher in deinem Leben bekommen hast?
SPEAKER_01Ich glaube, der beste Tipp ist irgendwie, ja, gibt es mehrere. Also ich sag mal, ein Tipp war wirklich von Anfang an, der kommt zwar vom Papa, aber fühlt mich eben, sei es in der Berufsschule als auch in der Meisterschule an, die zu hängen, die es können und die, die, die gut klarkommen. Weil sonst hätte ich jetzt Fabian nicht mit hier mit im Betrieb. Also das ist schon wirklich, ja, auch, der ist so viel wert für uns hier, also egal in welcher Hinsicht, sei es das Technische, was er wirklich alle, was er können mitbringt. Und wir ergänzen uns so toll, das macht einfach Spaß. Also ich sag mal, er kann wirklich diese ganze technische Heizung und ja, Technik. Technik ist sein Ding. Und ich kann eben so das, das andere. Also ich sag mal, dieses Mitarbeiter bezogene und und und ja, auch dahingehend, dass das wirklich einer der besten Tipps, die er mir gegeben hat. Und ich sag mal dann trotzdem auch das von Mama. Ja, einmal, ne, keiner ist verantwortlich dafür, wie es mir geht. Als auch, ja, ich sag mal so, das im Hier und Jetzt eben zu sein. Dass man wirklich sagt, okay, was ist denn jetzt gerade?
SPEAKER_02Okay, ne?
SPEAKER_01Das ist echt nicht so. Okay, beeinflusst mich das in irgendeiner Art. Eigentlich nicht, ne? Was könnte es sein? Ich werde nass, aber das lässt mich ja jetzt nicht traurig werden, weil ich nass werde. Und das sind wirklich so Dinge gewesen, wo ich sage, ja, die haben mich schon, die haben mich wirklich weit nach vorne gebracht. Also, weil die mich immer in jede Richtung dann immer irgendwie weitergebracht haben. Sei es dann der Umgang mit den Mitarbeitern, wenn eben Mama und Papa nicht da waren und ich das eben gemacht habe, ja, da das nötige Feingefühl zu haben und auch die eigene Stimmung und und und, dass das gut funktioniert. Glaube ich, für mich so.
SPEAKER_00Sehr gut, ja, total wertvoll. Annika, ich sage ganz herzlichen Dank für das tolle Interview und ich weiß, du, ihr werdet weiter durchstar und sehr erfolgreich sein. Du weißt ja, ihr seid aus meiner Sicht wahre Umsetzungchampion. Also danke nochmal.
SPEAKER_01Danke. Ja, danke dir.
SPEAKER_00Wenn du noch Menschen kennst, die diese Folge hören müssten, dann empfehle diesen Podcast gerne weiter oder bewerte ihn. Ansonsten hören wir uns wieder in der nächsten Folge.