Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
In deinem Unternehmen soll mehr passieren – aber im Moment hängt zu viel an dir? Willkommen bei Faktor Führung – Verantwortung, Ergebnisse, Freiheit.
Dieser Podcast richtet sich an Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte, die verlässliche Ergebnisse wollen, ohne dass sie selbst zum Flaschenhals werden.
Du erfährst, wie du:
- Verantwortung bei Mitarbeitern verankerst, damit weniger nachgehakt, korrigiert und „gerettet“ werden muss,
- ein Führungssystem etablierst, das Verbindlichkeit, Tempo und Qualität in die Umsetzung bringt,
- dich selbst so führst, dass du Klarheit gewinnst, deine Energie schützt und dein Stresslevel steuerst,
- deinen Alltag strukturierst (Prioritäten, Delegation, Routinen), sodass du am Ende des Tages mehr Steuerung und bessere Ergebnisse hast.
Jede Folge ist kurz, direkt und praxisnah – für Führung, die entlastet und Wirkung erzeugt.
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Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
#212 - Die eigenen Werte als Leitmotiv - Interview mit Frank Peters
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Mein heutiger Gast ist in der Versicherungsbranche aktiv - und es ist kein großes Geheimnis: in dieser Branche hat man es definitiv nicht leicht!
Jeder ist versichert (mindestens krankenversichert zumindest ;-)) und trotzdem wird Versicherungsmaklern oft nachgesagt, dass sie Betrüger wären, Abzocker oder nur auf Geld aus.
Bei Frank ist das ganz anders!
Wie Frank durch seine eigenen Werte ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut hat und mit seinem Wertesystem dem Ruf entgegentrotzt verrät er hier im in Interview
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Herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge des Podcastes Umweltung. Heute wieder einen ganz besonderen und vor allen Dingen sehr, sehr spannenden Gast zu haben, nämlich er ist Versicherungsmakler auch meines Vertrauens, Frank Peters. Herzlich willkommen hier im Podcast. Frank, Frank, Versicherungsbranche. Das ist ja ein ganz heißes Pflaster. Und ich sage mal, jedem Versicherungsverkäufer, und ich benutze das Wort mal absichtlich, da eilt ja so ein bisschen der Ruf voraus. Und aus unserer langjährigen Freundschaft weiß ich, dass du da ganz anders tickst. Und was müsste aus deiner Sicht eigentlich jeder Versicherungsvertreter, Verkäufer, Berater eigentlich an Wertesystemen aus deiner Sicht nehmen?
SPEAKER_03Das wesentliche Wertesystem, was man haben sollte, wenn man diesen Beruf ausübt, das gilt aber aus meiner Sicht für alle Vertriebe. Dass man sich immer zuerst die Frage stellt, würde ich, wenn ich in der Situation des Kunden wäre, aber mein Fachwissen habe, dasselbe anbieten oder machen, was ich ihm jetzt gerade anbieten will, da ploppt dann schon das ein oder andere Mal vielleicht hoch, ui, sollte ich vielleicht lieber in eine andere Marschrichtung eingehen. Würde ich es meiner Mutter verkaufen, meinem Vater, meiner Schwester, meinem Bruder. Und ich glaube, wenn man dieses Wertesystem hat, dass man sich vorstellt, die Deutsche Bank hatte mal vor 30 Jahren einen ganz tollen Werbespruch, ich berate wie einen Freund. Er hat mich damals echt inspiriert, muss ich sagen. Das war relativ an der Phase, wo ich angefangen habe. Ich habe gedacht, boah, mega, das ist genau der Punkt. Es ist ja auf Langfristigkeit ausgelegt. Vertrieb ist immer auf Langfristigkeit eigentlich ausgelegt. Nur leider sind manche Vertriebe eben auf Kurzfristigkeit ausgelegt. Und dann ist es eben dieses typische Anhauen, Umhauen, Abhauen. Und dann wird eben schnell was verkauft. Hauptsache ich habe mein Geld verdient, das Beste des Kunden ist eben das eigene Geld und so weiter. Das gibt ja ja, das Phrasenschweinen kann man ja unendlich schnell füllen. Insofern einfach authentisch sein, aufrichtig sein und sich immer überlegen, würde ich das für mich auch machen. Und wenn man das nicht unterschreiben kann, dann muss man es lassen. Und dann darf man das, was man dem Kunden anbieten wollte, auch nicht anbieten. Sondern muss zuhören. Sehr viel zuhören dem Kunden, raushorchen, was sind seine Bedürfnisse, was sind seine Werte, was sind seine Ziele, wo sind seine Ängste vor allen Dingen. Und wenn er dann gewisse Ängste hat und ich habe ein Produkt, was diese Ängste mindert oder lindert, dann bin ich richtig, habe ich das nicht, dann bedanke ich mich, trinke einen Kaffee mit ihm und dann hat man vielleicht einen netten privaten Austausch.
SPEAKER_04Aber aus deiner Sicht, warum haben so viele oder so wenige vernünftiges Wertesystem in dieser Branche oder woher kommt dieses Image?
SPEAKER_03Das ist eine gute Frage. Ich glaube, also die Ursache liegt zum einen aus meiner Sicht, dass dieser Beruf lange Zeit kein beschützter Beruf war. Man brauchte keine Ausbildung tatsächlich, sondern man konnte bis 2007, konnte man einfach zur Behörde gehen. Also ich weiß noch, meine Anmeldung damals, ich war Versicherungsvertreter der sogenannten Ausschließlichkeit, ich habe für eine Gesellschaft gearbeitet, dadurch war ich Vertreter. Hatte aber den Nachteil, dass ich eben nur die Gesellschaft vertreten kann. Ich bin unfrei und kann dem Kunden jetzt nicht, wenn ich feststelle, dass eigentlich ein anderer Versicherer für ihn besser wäre, kann ich ihn nicht anbieten. Dann habe ich gesagt, das will ich aber können, weil ich will frei sein und will eben auf einen Gesamtportpourri zugreifen können und eben nicht nur eine Taste auf dem Klavier, sondern eben alle haben und habe dann entsprechend mich als Makler angemeldet, bin zur Behörde, zum Amt. Und dann habe ich die Dame eben gefragt, was ich alles tun muss. Und dann sagte sie wirklich, das ist kein Scheiß, sagte sie, schreiben Sie mal das Wort Versicherungsmakler auf. Habe ich das gemacht, habe ich gedacht, keine Ahnung, was sie will. Und Sie haben es nicht mit F geschrieben, sondern mit V, gratuliere, ich kriege 16,20 Euro oder 16 Mark 20 Euro, das war 98 Euro. Und ich denke, das gibt es ja nicht. Und ich hatte nicht die Vorstellung, ich dachte, man muss Prüfung ablegen oder kaufmännische Nachweise bringen oder irgendwas. Nein, man konnte damals eben diesen Beruf ausüben, ohne eine Ausbildung zu haben. Das ist geändert mittlerweile und man wird geprüft, man muss auch nachweisen, dass man sich weiterbildet jedes Jahr. Da ruft tatsächlich die IAK an und lässt sich das auch belegen, dass man sich fortgebildet hat. Und das finde ich überragend. Und das hat das Ganze ein bisschen verbessert. Aber schuld ist die Branche selber auch. Sie hat bis vor einigen Jahren einfach gelogen. Also sie hat Dinge schöner dargestellt, als sie waren in der Realität. Und das ist immer ein Problem.
SPEAKER_04Ist das, Frank, wenn ich reingegrätschlaf, ist da ein Hauptproblem auch, ich sag mal einfach, blanke Geldgier? Also du hast eben schon so ein paar Phrasen rausgeballert und gepaart damit anschließend die Frage auch an dich, welche Werte stehen für dich grundsätzlich im Vordergrund oder von welchen Werten lässt du dich da inspirieren und leiten?
SPEAKER_03Was du nicht willst, dass man dir tut, das fügerkameran zu. Das fasst es am besten zusammen.
SPEAKER_02Ja, ja.
SPEAKER_03Werte sind natürlich, es gibt unendlich viele. Und wir können es jeden Tag in den Nachrichten sehen, wie alleine Bayern und Baden-Württemberg unterschiedliche Bewertungen haben, einer gleichen Situation. In Familien. Deswegen bin ich immer der Meinung, dass man, wenn man sich überlegt, bevor man etwas tut, macht, sagt oder handelt, dass man sich überlegt, wie käme das bei mir selbst an, also dass man sich selbst reflektiert. Ich glaube, damit fährt man sehr gut und damit erfüllt man sehr viele Werte. Und man will ja nicht angelogen werden. Man will eben auch, dass das Gegenüber aufrichtig ist, dass man die Wahrheit gesagt bekommt. Und ja, und wenn man das tut, ich habe gerade eine neue Reihe, also ich bringe jungen Maklern bei, wie man diesen Beruf ausübt und ich habe einen relativ provozierenden Titel, ich bin jetzt 30 Jahre erfolgreich, obwohl ich ehrlich war. Und kam in der Branche geteilt an. Die Älteren fanden es nicht so gut, ist mir aber egal. Die Jungen finden es cool und darum geht's.
SPEAKER_04Ja. Jetzt hast du auch schon Menschen erwähnt und ich meine, aus unseren Gesprächen weiß ich, ich meine, du hast mit tausenden von Menschen Familien zu tun zusammengesessen. Was würdest du denn sagen? Was sind denn da bei denen so die größten Herausforderungen, die du immer wieder erlebst, gar nicht nur auf Versicherungen gemünzt, weil du kommst ja sehr tief oder direkt an die Menschen ran, auch natürlich zum Teil in größten Nöten.
SPEAKER_03Absolut. Sie gucken, wo ich anfange, aber das gibt das hat eine größere Bandbreite und mehrere Sequenzen. Ich sag mal, gehen wir mal an die Situation, wo ich sie kennenlerne. Da ist die, ist natürlich die Angst, ist der ehrlich, kann ich dem vertrauen? Ist das langfristig? Also kann ich den auch in fünf Jahren noch erreichen oder in zehn Jahren? Das war tatsächlich auch, als wir uns kennengelernt haben, echt eine Frage von dir, ob ich auf Langfristigkeit das auslege. Wir kennen uns jetzt 15 Jahre und ich habe dir immer gesagt, solange mein Verstand funktioniert, werde ich diesen Beruf auch ausüben. Also ich sehe jetzt keinen Rentenalter oder sowas, ich habe doch gar keine Lust drauf. Und insofern ist das das Erste. Dann gibt es natürlich Situationen, wo dann eben Schäden passieren einfach. Und dann gibt es auch mal Schäden, die eben nicht versichert sind. Das ist dann ganz, ganz verheerend, da jetzt auch dann noch wieder Nenner zu finden, dass es verstanden wird von beiden Seiten, warum es jetzt nämlich funktioniert hat. Dann gibt es aber auch die tollen Momente, wo man dann eben zu einer Familie kommt, deren Haus abgebrannt ist und zwei Jahre später ist dieses Haus in ähnlicher Form wieder aufgebaut worden und es hat eine Versicherung bezahlt. Und die Leute sagen dir unter Tränen, wenn wir diese Versicherung nicht gemacht hätten, dann hätten wir jetzt 600.000 Euro Schulden und müssten etwas bezahlen, was uns nie mehr gehören würde. Und das ist dann schon ein Punkt wieder, wo ich dann da sitze und denke, die Idee der Versicherung ist eine geniale, sie ist nur leider etwas verkommen in den letzten 100 Jahren. Weil die Grundidee, das wissen viele gar nicht, das möchte ich gerne echt sagen, ist sehr alt. Ich glaube, viele, die nach Hamburg kommen, den fällt auf, da gibt es so Gilde. Also dieses Wort Gilde taucht da immer wieder auf. Und diese Gilden sind entstanden von diesen Werften, die von Piraten oft überfallen wurden und dann sind manche kleinere Werften danach pleite gewesen. Und dann haben die Gilden gesagt, lass uns doch zusammenschließen. Jeder zahlt von seinem Einnahmen ein kleines bisschen, also Zehnten hat man damals tatsächlich genommen, wie aus der Bibel. 10% in einen Topf. Und wenn dann einmal Unglück widerfährt, dann wird aus diesem Topf genommen und dann wird der Schaden damit bezahlt. Und das war die Uridee einer Versicherung, einer Solidargemeinschaft. Für die super. Ist nur eben leider verhunzt worden von Leuten, die gar nicht wussten, was sie da tun, weil sie eine Wochenendausbildung gekriegt haben und Geld verdienen wollten. Und wollten Geld verdienen, genau. Und man kann gutes Geld verdienen, aber eben leider auch schnelles Geld und das ist das Problem.
SPEAKER_04Du hast eben schon gesagt, natürlich die Familie, die dann ihr Haus nach zwei Jahren wiederbekommt, ganz toll. Gib mir doch mal irgendwie so ein, zwei Beispiele. Das bist du schon so lange dabei, hast schon so viel erlebt. Was sind denn so ein, zwei deiner emotionalsten Erlebnisse aus deinem Buch, aus deinem Beruf heraus?
SPEAKER_03Also tatsächlich, einmal diese Situation mit dem Haus, da war ich relativ jung noch. Ich saß mit meinem damaligen Partner, saßen wir abends im Büro, wir haben uns immer abends nach Feierabend nochmal ausgetauscht und hören eine Explosion relativ nah und sagen, boah, das war in der Nähe. Und dann sind wir rausgerannt aus dem Haus, aus dem Büro und haben dann gesehen, wie ein Haus schon in Flammen steht. Wir haben dann sofort die Feuerwehr gerufen und haben eben gesehen, dass es sich tatsächlich um ein Haus von Kunden von uns handelte. Jetzt waren die beim Urlaub, Gott sei Dank, muss man sagen, weil das war eine Gasexplosion. Und dann haben wir die auch erreicht, wir haben das dann alles geregelt und es war dann eben so, dass dann eben dieses Haus, die wurden dann in einem Hotel untergebracht, in einem sehr guten, und das wurde auch übernommen sogar, und dann wurde eben dieses Haus wieder aufgebaut. Und als wir dann eben eingeladen wurden zu dieser Familie und die dann abends dann in der Tür standen und dann haben sie uns einen riesen Fresskorb gemacht und was zu essen gemacht und haben Tränen in Augen gehabt, und da wusste ich damals auch, das will ich weitermachen. Aber das ist mega, das ist mega. Und das zweite Erlebnis, ich bin ja Experte, Fachexperte auf einem Spezialgebiet, das nennt sich schwere Krankheitenvorsorge, Dread Disease. Das ist ein Produkt, was in den angelsächsischen Ländern im Grunde die Arbeitskraftabsicherung ist, aber in Deutschland noch viel zu unbekannt immer noch, die zahlt bei Eintritt einer sehr schweren Krankheit, wie Krebs oder Herzinfarkt oder ein Schlaganfall oder auch Multiple Sklerose, zahlt diese Versicherung eine sehr hohe Summe aus auf einen Schlag. Und wenn du wenn du dann, das erlebst wie die Eltern, ja das mir gerade ein bisschen Hals zu, sorry, dass dann Eltern, wenn dann ihr Kind wegen einer Zahlung sich Behandlungen leisten konnten, die eben die gesetzliche Krankenkasse nicht bezahlen konnte oder wollte, nicht wollte, die konnte nicht, weil es in den Gesetzesbestimmungen nicht drin ist. Aber die Eltern konnten sich dann mit diesem Geld eben Spezialbehandlungen leisten bei speziellen Medizinern und dieses Kind lebt, dann ist das, boah, das ist, boah, ja, da kriege ich heute noch immer wieder Gänsehaut, obwohl es echt schon auch lange her ist. Aber diese Momente kommen natürlich immer wieder, weil ich sehr viele Kunden habe, die eben diese Absicherung haben und leider eben auch leistungsfall werden. Aber es ist im Grunde, ich will es nur kurz sagen, ich will keine Fachschulen darüber machen, nur kurz erklärt, es ist ähnlich wie eine Risikolebensversicherung, das kennen viele. Also sprich, wenn einer verstirbt, dann gibt es viel Geld. Das Schöne an dieser Versicherung finde ich, sie ist gemacht worden, damit man überlebt und nicht stirbt, sondern man kriegt im Grunde eine vorgezogene Leistung und kann dieses Geld verwenden, um zu überleben. Und das finde ich irgendwie viel charmanter als eine Risikolebensversicherung.
SPEAKER_04Ja, die definitiv ins Überleben noch gesichert ist. Jetzt hat man so ein bisschen auch die Emotionalität schon bei dir gemerkt. Ist das, was du gerade auch so ein bisschen beschrieben hast, weil du auch vorgesagt hast, Mensch, Rente, kann mir mal gestohlen bleiben, ein Stück weit so die Leidenschaft, die das ausmacht in dir? Das ist Emotionen oder Menschen zu helfen oder was zu bewirken oder warum machst du es dann letzten Endes?
SPEAKER_03Was zu bewirken, was zu verändern, was zu hinterlassen. Also einfach zu sagen, also ich glaube an Karma. In gewisser Weise, also ich habe die tiefe Überzeugung, dass das, was du ins Gefüge, also ins Kollektiv der Menschheit reingibst, das kriegst du zurück in irgendeiner Form. Und du kriegst es immer mehrfach zurück. Und wenn du nicht in Ordnung bist, dann kriegst du es zu Recht zehnfach zurück. Und wenn du aber dich vernünftig verhältst, dann bekommst du es vielleicht irgendwann zurück, vielleicht aber auch nicht, das ist aber auch nicht wichtig. Wir sind ein Kollektiv, wir sind alle im Grunde gleich, wir haben alle dieselben Bedürfnisse. Es gibt sechs Grundmotive, die uns antreiben, und zwar seit 100.000 Jahren. Und die sind immer die gleichen. Und wir verstehen das nur nicht. Die Menschheit versteht nicht, dass wir eigentlich alle gleich sind. Und insofern, wenn ich dann irgendwie mal später, wenn ich ganz alt bin, sagen kann, durch mein Tun haben sich gewisse Dinge verändert. Ich habe an gewissen Produkten mitentwickelt in der Branche. Durch mich sind Dinge verändert worden zum Positiven. Und das ist mein Hauptantrieb. Dass wir alle irgendwann sagen, okay, wir haben irgendwie was, wir haben eine Lebensaufgabe für uns gefunden. Ich habe gestern einen tollen Bericht gesehen über Japaner, warum die 100 werden. Ist eine neue Serie in Netflix, ist super genial, also warum Menschen so alt werden und es wurden verschiedene Kulturen befragt. Also es gibt so Blue Spots auf dem Planeten, wo diese 100-Jährigen sehr, sehr dicht sind. Das war zum Beispiel auf Sardinien, in Japan, in Okinawa. Und die Quintessenz von allen war, sei immer freundlich, lach viel und tu was für die Menschheit. Also findet deinen Lebensweg und was dein Auftrag ist auf diesem Planeten. Das fand ich, fand ich, habe ich mich tief berührt.
SPEAKER_04Ja, also ja auch etwas zu tun, was über das eigene Ego hinausgeht. Also, und jetzt haben wir schon wieder gehabt, dieses, ich mache jetzt hier noch den dritten oder fünften Lebensversicherung, so als Klassiker, Hauptsache das Portemonnaie klingelt bei mir. Aber da geht es halt nur um mich und gar nicht um den anderen, sondern der andere ist eher die Kuh, die ich dann melke. Und das ist wahrscheinlich dann einiges zu kurz gegriffen.
SPEAKER_03Ja, man sollte, das ist auch, was ich den jungen Leuten, den jungen Maklern immer weitergebe oder mitgebe, wenn ich sie schule, dass ich sage, Leute, beratet. Also hört auf, ihr müsst von dem Verkaufen wegkommen. Ihr müsst euch als Berater sehen. Warum gibt es so viele beratende Berufe wie Rechtsberater, Rechtsanwälte, Steuerberater, Unternehmensberater? Die müssen aufhören, und die verkaufen nichts, sondern die haben ein Wissen und dieses Wissen teilen sie gegen entsprechende Honorare. Und das können wir auch. Also das ist zum Beispiel ein Punkt, viele meiner Kunden sind völlig überrascht, wenn ich Ihnen sage, dass ich sie gegen Honorar beraten kann und sie dadurch eben Produkte von mir bekommen, die in der Kostensituation viel, viel besser sind, also deutlich günstiger sind. Insbesondere im Bereich der Altersvorsorge. Und genau, das ist so ein Punkt, ja, da versuche ich dran zu arbeiten, dass wir uns als Berater sehen, dass wir unser Wissen teilen, was wir uns angeeignet haben in über 30 Jahren. Weil das ist dann wirklich ein Mehrwert, auch für die Kunden.
SPEAKER_04Absolut. Lass uns nochmal kurz auf dein Glaube zum Karma zurückkommen, weil finde ich eigentlich super spannend. Wie überträgst du denn diesen Glauben, dass es Karma gibt auf dein gesamtes Leben?
SPEAKER_01Dankbarkeit.
SPEAKER_04Okay, wie muss ich mir das vorstellen? Kannst du mir ein bisschen Fleisch an den Knochen geben? Also wie machst du das jetzt? Also wie du sitzt jetzt nicht da und schreibst morgens mit der Zahnpaste auf dem Spiegel Dankbarkeit. Oder vielleicht doch, keine Ahnung.
SPEAKER_03Hab ich es auch noch nicht gemacht, aber ist keine Idee. Nee, mache ich tatsächlich nicht. Es ist einfach so, dass ich mir nicht täglich, manchmal sogar mehrmal als am Tag, manchmal aber auch einfach am Wochenende, wenn ich mit meiner Frau zusammensitze und wir schön gekocht haben und wir sitzen dann an unserem Feuerchen und essen schön, dass wir einfach dann nach oben anstoßen und uns bei was auch immer bedanken. Für das, dass es uns so gut geht, dass wir gesund sind, dass wir ein gesundes Kind haben. Ich glaube, Dankbarkeit ist ein ganz magischer Schlüssel insgesamt. Und auch teilen. Also ich habe so eine Strategie, immer wenn ich irgendwie einen besonderen Erfolg hatte oder wenn mir was besonders gut gelungen ist oder ich auch Glück hatte, dann teile ich. Also teilen im Sinne von ich spende was. Und das gebe ich dann immer in der Regel für Kinder.
SPEAKER_04Kinder ist guter Stichpunkt, denn du bist ja, also ich habe da einen kleinen Vorsprung vor dir, aber du bist ja vor gar nicht allzu langer Zeit Papa geworden. Und hab ja auch in Anführungszeichen das so ein bisschen von der Seite verfolgt oder miterleben dürfen. Wie war dieses Erlebnis eigentlich und wie hat das so ein bisschen deinen Blick auf die Welt verändert?
SPEAKER_03In allem? Also in ganz vielem. Mich hat immer tief berührt, wenn ich irgendwas gelesen habe oder in Nachrichten gucke und es sind Kinder betroffen. Aber jetzt ist es nochmal ganz was anderes. Also du hörst von einer Entführung von einem kleinen Mädchen oder kleinen Jungen. Oder jetzt dieser kleine Junge, der vor ein paar Wochen dieser autistische Junge, der eben im Wald verschwunden ist und den man leider ja dann nicht mehr gefunden hat, beziehungsweise ja, ich will es gar nicht ausklappen, aber das berührt einen nicht nur tief, sondern das macht einen fertig. Und das ist nochmal echt ganz anders. Und man hat plötzlich einen anderen Antrieb nochmal. Also ich habe mich immer wunderbar selbst motivieren können. Aber jetzt sehe ich halt dieses kleine Kerlchen und sage, okay, ich habe was zu hinterlassen. Und das ist jetzt im Moment ist es Erfahrung, Liebe, Geduld und irgendwann auch Wissen. Und ganz irgendwann, hoffentlich in ferner Zukunft eben auch eine gewisse Grundlage, dass er schon mal sich über manche Dinge, sag mal, monetärer Art nicht so sehr Gedanken machen muss.
SPEAKER_04Gibt es denn irgendwas oder denkst du dir aktiv drüber nach, was du deinem kleinen Stöpsel, sage ich jetzt mal, so mitgeben möchtest? Also auch, weil wir haben jetzt über Werte geredet, wir haben über Karma geredet.
SPEAKER_03Also wir haben zum Beispiel ein nettes Beispiel, wir waren jetzt am Sonntag, waren wir im Freibad, ich sage immer Badeanstalt, meine Frau lacht sich da jedes Mal weg, weil das ist ein oldschool-Begriff. Und da war es eben so, dass er in so einem Klanschbecken und dann hatten zwei Kinder, hatten so kleine Plastikautos, dann das er hin hat, mit denen spielen wollen. Das war auch okay. Und mit seinem Plastikauto sollte aber keiner spielen. Und dann haben wir ihm eben klargemacht, dass das nicht geht.
SPEAKER_01Also das tut einfach nicht.
SPEAKER_03Und dass eben auch andere Dinge, also der hat dann nochmal irgendwas, das war eben auf so einem Brunnen gelegen und dann wollte ein anderes Kind das auch machen und dann wollte er das nicht. Und dann haben wir ihm halt erklärt, dass dieses eben, dass es allen gehört und dass das Teilen viel schöner ist, als nicht zu teilen. Und das sind so Werte zum Beispiel, die wir jetzt im Rahmen der Möglichkeiten, die er versteht, er ist jetzt kurz über zwei. Aber in vieler Hinsicht Danke zu sagen, sich auch zu freuen, mal wenn man ihn einfach auch anlächelt, wobei er ist ein sehr fröhliches Kärlchen, also er lacht viel zurück. Aber einfach Werte vermitteln, ja, genau. Und darüber hinaus all die Dinge, die er vielleicht irgendwann später mal braucht, jetzt, ich sag mal, Bereich der Altersvorsorge, Absicherung etc., das hat der alles schon. Das zu meiner Frau mal gesagt hat, hat sie am Anfang, weil sie sagt, warum machst du das alles? Sie sagt, du, wenn der mal erwachsen ist, dann will ich nicht, dass er sich mit einem Vogel wie mir unterhalten muss. Man macht das schon alles. Und kann das einfach durchziehen und übernimmt es hoffentlich. Papa hat es geregelt, ja. Papa hat es schon geregelt, genau. Nein, es gibt super tolle Kollegen. Also ich bin in so Gremien, wo wir uns austauschen und auch, es gibt ganz, ganz tolle Kollegen und super Makler, aber es sind leider, sage ich mal, auf der Skala weniger, es sind mehr, die eben, sagen wir mal, vielleicht ein bisschen komisch noch denken. Aber es ist ein Umbruch da. Ich will kein schlecht machen, aber manche haben leider noch so ein bisschen die alten, schlechteren Werte, aber sie arbeiten dran. Und es verstehen auch viele, dass es so nicht funktioniert, weil sie privat das ja auch nicht wollen. Es will ja niemand übers Ohr gehauen werden oder eben angeflunkert werden, sage ich mal. Das will ja niemand. Insofern, genau. Aber die Werte ans Kind weitergeben, ist eben genau die, die meine Frau und ich haben, versuchen wir natürlich immer subtil, insbesondere durch Vorleben. Das ist ganz wichtig, weil erklären kannst du dem kleinen Knopf das noch nicht. Aber vormachen.
SPEAKER_04Ja, absolut bin ich großer Fan von. Das ist so eine Illusion. Kinder beobachten ja unglaublich, besser als wir uns das einbilden. Und du kannst viel erzählen, die gucken einfach nur, was machst du oder was machst du nicht, und die machen einfach das nach. Also der Apfel fällt nicht weit von Stamm. Ja, vom Pferd sage ich aber. Und das eindeutig, ja. Absolut. Jetzt hast du gerade auch gesagt immer wieder, mit Kunden und so weiter. Da spielt ja das Wort Vertrauen eine ganz große Rolle, hast du schon gesagt. Aus deiner Erfahrung von tausenden von Gesprächen, wie bildet sich Vertrauen oder wie kann man Vertrauen aufbauen?
SPEAKER_03Ich glaube, es gibt zwei Wege. Also man kann es tatsächlich aufbauen. Das ist ein Prozess. Und der entsteht, indem Worten Taten folgen, und in der Regel die Taten, die folgen, sogar noch mehr sind, als was man versprochen hat. Weil dann ist der Mensch begeistert. Wenn er mehr bekommt, als er erwartet, ist er begeistert. Oder indem man es einfach ausstrahlt. Also das ist jetzt schwierig, weil man will über sich ja keiner Typ. Aber ich habe oft das Feedback bekommen, dass Menschen mir sagten, Herr Peters, sie strahlen aus, dass man ihm vertrauen kann. Sie strahlen aus, dass sie einem nicht übers O-hauen werden. Das spürt man. Also ich habe immer wieder zu meiner großen Überraschung erlebt, dass Kunden teilweise nach dem ersten Treffen im Grunde schon gesagt haben, sie möchten mit mir zusammenarbeiten. Überraschung deswegen, weil ich da, selbst ich bin da ein bisschen vorsichtiger und gucke mir in der Regel erstmal an, weil es gibt auch echt Menschen, die können dich einfach um den Finger wickeln, ja, das ist Wahnsinn. Also du merkst es nicht, dass sie eigentlich nichts Gutes im Schilde führen. Weil sie all diese Dinge beherrschen, die eben ein Mensch, der von Herzen vernünftig ist, auch können und das auch gut schauspielerisch darstellen kann.
SPEAKER_04Frage, ja, jetzt muss ich reingrätschen, weil das ist natürlich jetzt ein ganz großer Diamant, den wir irgendwie ausbuddeln müssen. Auch jetzt wieder mit deiner Erfahrung, wie kann man diese Menschen entlarven oder woran kann man die erkennen?
SPEAKER_03Also ich glaube, dass man sie entlarven kann, wenn man sie, wenn man sie dann beim Wort nimmt. Also man muss, man darf auf keinen Fall, sollte man sehr schnell eine Kaufentscheidung treffen. Also ich mache das zum Beispiel so, dass ich bei Leuten, wo ich nicht zu tausend Prozent sicher bin, weil sie vielleicht auch, sagen wir mal, eine Referenz haben. Also angenommen, wenn du mir jetzt zum Beispiel, ich sage, ich brauche jemanden, der eine bestimmte Dienstleistung liefert und du sagst, wie du kennst ihn seit 10 oder 15 Jahren und du hast, der hat dich noch nie enttäuscht und du vertraust ihm, da du mein Freund bist, werde ich ihm auch Vertrauensvorschuss geben. Aber man lernt ihm auch neue kennen, die man eben noch nicht kennt und da warte ich tatsächlich ab folgenden Taten, vernünftige. Und hält er sich an die Dinge, die er mir eben auch versprochen hat. Wenn ich dann mal mich melde und nachfrage. So.
SPEAKER_04Und ich sag mal, gibt es da auch, also was du vielleicht teilen möchtest kannst, auch so ein Live-Learning, hätte ich fast gesagt, im Moment sagtest, oh scheiße, Frank, da hast du ins Klo gegriffen oder dem bist du auf den Lime gegangen und was war dein Learning vielleicht da draus?
SPEAKER_03Also ich hatte Ende der 90er hatte ich mal so eine Situation, dass ein Kollege aus der Ausschließlichkeit damals eine Firma gegründet hat, da ging es um Immobilieninvestment etc. Und der hat es geschafft mit seinem Wesen, mich dazu zu bringen, dass ich sogar meinen damaligen Beruf fast aufgegeben hätte, um ihm dann quasi zu folgen in diese Thematik. Und das ging am Ende ganz gut aus. Ich habe es dann irgendwann auch relativ schnell erkannt, dass er ein Betrüger war tatsächlich. Also der hat wirklich Leute betrogen um ihr Geld. Ich habe Gott sei Dank keinen einzigen Kunden. Irgendwie hatte ich immer so das Gefühl, ich warte noch. Ich habe meinen Kunden zwar dann auch schon erzählt davon, aber mir gesagt, wart noch ab, ich will erst es selber kaufen. Wenn ich es gekauft habe und für gut befinde, dann kann ich es dir auch empfehlen. Das ist nicht eingetroffen. Und dann das Learning Bar allerdings, und das ist so eine Einstellung, die habe ich schon sehr schnell gelernt. Manche Dinge, die dir im Leben widerfahren und die aber nicht so schlimm enden, sind eine Trainingseinheit, die dich davor schützen, vielleicht irgendwann in eine Falle zu tappen, die dann richtig schlimm wäre. Wow, okay. Deswegen, also auch zum Thema Dankbarkeit. Es läuft eben nicht alles rund im Leben. Und manches, was man im Leben, was das Leben einen gibt, sind Trainingseinheiten aus meiner Sicht. Wenn man das erkennt, dass das Trainingseinheiten sind. Also dann nicht jammert und flucht und sagt, mir läuft alles schief, sondern eher sagt, okay, was wollte mir das Leben jetzt damit sagen? Und dann eventuell daraus schließt und sagt, na gut, wie ich es gerade sagte, es war vielleicht eine Sparingseinheit, um mich vorzubereiten auf einen Schlag, der dann, wenn ich dann nicht erkennen würde, dass das schlimm wird. Das tue ich aber durch diese Trainingseinheit, erkenne ich es eben leichter, weil ich was gelernt habe, du sagst ja Learning, dann ist das doch wertvoll gewesen. Und dann ist auch sowas ein Negativerlebnis, wertvoll.
SPEAKER_04Absolut. Und jetzt müssen wir natürlich dringend über dieses Wort Trainingseinheit reden. Also finde ich ja total spannend. Also wie machst du das oder benutzt du diese Metapher, das Bild der Trainingseinheit häufiger in deinem Leben? Und ich stelle mir das jetzt gerade vor, wir haben irgendwo von Vertrauensbruch geredet oder von Ausnutzung von Vertrauen, das ist ja ein Thema. Aber ich habe gehört, dass das Leben ja manchmal auch nicht so läuft, wie man es vielleicht geplant hat. Wie arbeitest du mit der Metapher Trainingseinheit und wie schaffst du dann vielleicht, ich sag mal, Ereignisse, Erlebnisse, die bescheiden sind, dann als Trainingseinheit zu sehen?
SPEAKER_03Ja, im Grunde, also eher so, wie ich vorher schon angedeutet habe, also dass ich einfach sage, okay, warum ist mir das jetzt passiert? Ich nehme jetzt mal ein Beispiel, ah ja, neulich, genau. Ich wollte mit dem Auto nach Reutlingen fahren. Und das Auto hat gesponnen. Ich habe nicht kapiert, warum. Ich hatte einen Termin, der war auch wichtig, das war für mich ein wichtiger Kunde. Und ich bin sehr gerne überpünktlich. Also ich bin in der Regel viel zu früh da, trinke dann eher noch einen Kaffee irgendwo oder mache eine Pause, aber bin pünktlich. So, das Auto wollte mich anspringen, nagelneuer Wagen, keine Ahnung, was er hatte, irgendein Elektronikproblem. Und ich sitze noch da und denke, das kann jetzt nicht sein, da muss irgendwas, also irgendwas hat einen Grund, dass ich da nicht hin soll. Und es ist interessant, der Kunde rief mich dann abends an, nachdem ich ihm dann erklärt habe, dass ich nicht kommen kann, rief er mich abends an und sagt, du, wir drei Autos sind kaputt, wir haben einen riesen Hagelschaden hier. Und ich so, okay. Und dann sitzt du da und denkst, okay, das bestätigt mal wieder deine Einstellung, dass es nicht verkehrt ist, manchmal einfach anzunehmen, dass gewisse Dinge nicht funktionieren. Und das Wort Trainingseinheit, ich war bei der Bundeswehr und ich habe das nicht als was Negatives empfunden wie viele in meiner Altersgruppe damals, sondern ich musste da an einen Offizier denken, der uns mal getriezt hat sehr stark. Und ich habe dann irgendwann ihm gesagt, warum macht er das? Also wir haben uns dann ein bisschen angefreundet und er hat gesagt, weißt du, wenn ich das nicht tue, also das alles, was ich getan habe, was euch gequält hat, das dient euch, dass wenn es wirklich mal ernst werden würde, damit ihr aus dem Muskulärgedächtnis einfach handelt und nicht nachdenkt und schnell seid. Weil das ist eventuell ein Schlüssel zum Überleben, wenn es mal richtig fies wird, ja. Ja, glaube ich. Das hat sich echt eingebrannt damals. Und das habe ich dann aber eben aufs Leben übertragen und habe für mich gesagt, okay, vielleicht ist das Leben auch jemand wie so wie so ein Drillmaster, ja. Der eben das Leben liebt dich ja und das Leben gibt dir halt immer mal wieder auch einfach so Dinge. Also so Teile, wo du dann daraus lernen kannst oder auch nicht.
SPEAKER_04Jetzt für alle, die vielleicht zuhören, ja, vielleicht kannst du nochmal irgendwie so einen Plan oder so einen Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anfassen irgendwie kreieren. Also ich bin ja komplett bei dir, das, was du erzählst. Jetzt sitzen wir natürlich hier beide total entspannt und reden und man kann so ein bisschen reflektieren und philosophieren und alles cool. Spannend wird es ja immer, wenn das Auto dann nicht anspringt oder wenn irgendwas passiert, wo du denkst, das kann nicht wahr sein oder es ja auch emotional wird, ja, also auch im zwischenmenschlichen Bereich vielleicht.
SPEAKER_01Absolut.
SPEAKER_04Wie kriegt man das dann hin oder wie schaffst du das?
SPEAKER_03Das ist tatsächlich durch Training. Also man kann seinen Verstand trainieren. Ich nenne es Zugang zum Herzen. Also zum Beispiel gibt es manchmal Situationen, wo ich eine Entscheidung treffen muss und ich bin nicht sicher, soll ich es wirklich machen oder lasse ich es lieber sein. Und dann frage ich nicht meinen Verstand, sondern ich frage tatsächlich mein Herz. Viele nennen es, glaube ich, auch Bauchgefühl. Und das muss man aber trainieren. Also das funktioniert nicht auf Anhieb. Aber Training wird ja immer besser durch Erfolge. Und wenn man dann eben merkt, dass das funktioniert und dass eben so Dinge, also das, was jetzt mit dieser, ich nehme nochmal dieses Beispiel mit dem Auto, was eben nicht anspringen wollte, das hätte mich vor 20 Jahren, hätte ich mich darüber geärgert, als ich das noch nicht so wusste oder sagen wir mal auf 30 Jahren. Und im Laufe der Jahre kamen halt immer wieder so Situationen, und je öfter du dann auch merkst, dass dieses Umdenken, also die Situation plötzlich von einer anderen Seite bewerten, und je öfter du das machst und es wird dir bestätigt, es gibt ja aus der aus der, ich weiß nicht mehr, wie diese Lehre heißt, aber sie sagt tatsächlich, wenn du fünfmal hintereinander eine ähnliche Situation erlebst, dann wird das ein Glaubenssatz in deinem Verstand. Und wenn du eben mehrfach merkst, dass diese Dinge funktionieren und wenn dein Verstand dann eben umschaltet, und je öfter das du machst, umso schneller geht es auch. Also das ging sehr schnell. Also ich habe dann irgendwie nur gedacht, dieses blöde Auto, und dann habe ich aber überlegt, was hat das für einen Sinn, ja? Dann habe ich erstmal den Kunden informiert, habe mich da kurz gerafft und dann habe ich danach darüber nachgedacht, was das jetzt sollte und habe dann aber relativ schnell einfach umgedacht und habe gesagt, okay, jetzt nutze ich die Zeit, ich habe genug zu tun, dann bin ich ins Büro gefahren und habe eben die Zeit für andere Dinge genutzt. Dann, wie gesagt, ja, abends das erfahren. Also Training. Man muss immer wieder trainieren, aber man sollte dann mit kleinen Dingen anfangen. Also zum Beispiel, dass man eben zu spät kommt oder dass der Zug zu spät kommt oder man kein Parts findet in der Stadt, dass man eben rumfahren muss oder der Umtausch nicht so funktioniert, wie man sich es vorgestellt hat. Und sich dann aber eben überlegen, was könnte das vielleicht bedeuten? Was ist jetzt die Lernaufgabe? Beim Umtauschen würde ich jetzt sagen, ist die Lernaufgabe vielleicht, dass man Spontankäufe vielleicht überdenkt in Zukunft und eher nochmal eine Nacht drüber schläft und es zurücklegen lässt und am nächsten Tag abholt.
SPEAKER_04Oder eben nicht. Jetzt für alle, die sagen, ey, die Idee, weniger aus dem Kopf heraus, mehr aus dem Bauchgefühl heraus, finde ich mega cool. Aber ich habe noch keinen Plan, wie das geht. Hast du da irgendwie einen Hinweis? Oder wie machst du das oder wie hast du dich dahin entwickelt? Weil ich sage mal, ich weiß nicht, wie es dir geht. Bei mir quatscht im Kopf einer ständig mit. Erzählt mir immer, er wüsste es besser und hat immer mega Ratschläge für mich. Aber meine Erfahrung ist auch, dass der Kollege nicht immer recht hat und in der Regel meistens verliert gegen mein Bauchgefühl. So, jetzt ist aber diese Stimme, ich weiß nicht, wie es bei dir ist, die kann ziemlich laut werden. Also da muss man schon die Nachbarn beschallen, damit ich die Stimme überhöre. Also richtig laut die Boxen aufdrehen. Wie schaffst du das dann? Also wann, woran weißt du, oh, das ist jetzt mein Bauch und nicht der Quatschi in meinem Kopf? Das fühlt man dann.
SPEAKER_03Also den Quatschkopf im Kopf habe ich natürlich auch. Aber im Grunde ist er wie jeder Quatschkopf. Also warum sind Menschen so, dass sie dich penetrieren? Und zwar so lange, bis du dann irgendwann aus Gnade das tust, was derjenige sich wünscht. In der Regel muss man sich immer fragen, was ist das Motiv dieser Menschen? Warum tun sie das? Was ist eigentlich ihr Grundmotiv dafür? Und dieser Quatschkopf im Kopf hat eigentlich nur ein Grundmotiv und das ist Angst. Hat meistens Angst, dass man was falsch machen könnte. Und wenn man ihnen, ich glaube, wenn man ihm diese Angst nimmt, indem man einfach ihn beruhigt und ihm sagt, du, pass auf, ich finde deine Bedenken echt cool, also man neigt ja dazu, Menschen, die einem gute Ratschläge wollen, immer abzulehnen. Insbesondere Kinder mögen es gar nicht, wenn ihre Eltern ihnen gute Ratschläge geben.
SPEAKER_04Die Erfahrung hast du schon gemacht, ja? Bitte?
SPEAKER_03Die Erfahrung hast du schon gemacht. Nein, ich habe sie, ich glaube, ich habe mich noch erinnert. Also ich höre mich heute ganz oft, dass ich zu meiner Frau sage, das war auch schon bevor Paul kam, dass ich gesagt habe, du, je älter ich werde, umso mehr verstehe ich, was mein Vater von mir wollte. Und er hatte echt sehr oft recht. Und ich war aber immer der Meinung, er hat eben nicht recht. Nein. Ja, doch. Und insofern, ich glaube, sinnvoll ist, dass diese Stimme, dass man sie nicht hasst und dass man sie wertschätzt und sagt, du, ich finde das cool, dass du, also im Grunde mit Menschen machen würde, der einen nervt. Dass man einfach sagt, du, ich finde das, es ehrt mich, dass du das tust, weil wenn du nicht an mir interessiert wärst, würdest du ja nicht versuchen, mich vor was zu bewahren. Aber glaube mir, ich habe mir das gut überlegt und ich glaube, dass es für dich vielleicht nicht das Richtige wäre, jetzt das zu tun, aber für mich ist es das Richtige. Dann beruhigt sich die Stimme. Und ich glaube, wenn die Stimme dann ein paar Mal mitkriegt, dass sie gar nicht recht hatte, sondern dass eben der Ich, also das andere Ich, dann wird sie auch ruhiger im Laufe der Zeit.
SPEAKER_04Ich gehe mal davon aus, dass deine Kunden auch ab und zu eine Stimme im Kopf haben. Und wir haben vorhin über emotionale Sachen geredet. Kannst du mit uns vielleicht ein oder zwei Storys teilen, wo du sagst, das waren so die abstrusesten oder lustigsten Storys, wo du oder fassungslos da standest oder auch, weiß ich, zwischen Ehepartnern Situationen erlebt hast, wo du aus dem Lachen nicht rauskamst, ja. Also irgendwie nochmal.
SPEAKER_03Also lustig war auf alle Fälle mal, ich sitze mit dem Ehepaar zusammen, wir waren auf so einer Empore. Also die hatten ein größeres Haus, da musste man so eine kleine Wendeltreppe hoch. Und dann hatten dann die Idee, eine sehr teure Risikolebensversicherung abzuschließen. Und die waren ein bisschen witzig und so. Und sie guckte immer zur Treppe. Und es ging da um eine Million. Und irgendwann sagte er, guckst du jetzt schon, wie du es machst? Dann sagt sie, das weiß ich schon. Da musste ich echt lachen. Das war eine sehr, sehr lustige Geschichte. Und ansonsten, nö, also für Strom fällt mir jetzt nichts ein. Also es gab bestimmt was, aber es fällt mir gerade nicht ein. Ich erinnere mich lieber an die lustigen Sachen.
SPEAKER_04Nee, nee, kann ja auch was Lustiges sagen. Wenn du sagst, Mensch, das war so ein Klopper noch. Ja, das war so ein Klopper.
SPEAKER_03Das gibt bestimmt ganz viele, aber die fallen mir jetzt gerade komischerweise nicht so ein.
SPEAKER_04Naja, vielleicht kommen die ja noch. Ich spring wieder ein bisschen zurück. Ich bin heute so in Springlaune. Nochmal zu deinem Sohn. Jetzt hast du gesagt, Mensch, du hast vieles vorbereitet, vieles gemacht. Jetzt müssen wir ja irgendwann alle mal so gehen von der Welt. Wenn du drei Botschaften deinem Sohn mitgeben, schräg, schrich, aufschreiben könntest. Und alles andere wäre weg.
SPEAKER_01Was wären die drei Botschaften an dein Sohn? Tue nur, was du liebst. Sei auch richtig?
SPEAKER_03Ein anständiger Mensch behandel andere Menschen so, wie du behandelt werden willst. Das reicht.
SPEAKER_02Das reicht, ja.
SPEAKER_04Ja, in einem zweiten, das war zweieinhalb, hätte ich jetzt gesagt. Aufgerundet gibt drei.
SPEAKER_03Aber das wären so die Grunddinge. Aber ich glaube, damit kommt man sehr weit.
SPEAKER_04Ja, ja. Und jetzt tue, was du liebst. Bin ich voll bei dir. Glaube ich, da schwingt ganz, ganz viel mit. Und gleichzeitig, weiß ich, wie du es wahrnimmst, erlebe ich, dass ganz, ganz viele Menschen eben nicht danach handeln.
SPEAKER_02Woran liegt das aus deiner Sicht? Ich glaube, das ist so vielschichtig.
SPEAKER_03Angst. Es ist wieder Angst, nicht zu gefallen, Erwartungen zu erfüllen, Familie, Eltern etc. pp. Gewohnheit, nicht die gewohnten Pfade zu verlassen, also die Komfortzone nicht verlassen zu wollen. Fehlender Mut, aber das sind die Leute nicht selber schuld, sondern sie haben es vielleicht auch nicht beigebracht bekommen. Mein Vater war ein sehr mutiger Mann und hat mir beigebracht, dass ich, wenn ich merke, dass mir etwas nicht zutut, dann soll ich es sofort beenden. Aber das können manche einfach nicht, weil sie es nie beigebracht bekommen haben oder weil sie eben in diesen Korsetz eingesperrt sind, ihrer Familie oder was auch immer. Es sind Druck, also sie haben eben einen Beruf, der ihnen gar keine Freude macht, sie stehen irgendwann am Band, haben Routine, was ihnen null Spaß macht, aber sie haben eben vielleicht ein Häuschen gekauft, haben Verpflichtungen, haben auch jetzt nicht die Möglichkeit, parallel vielleicht was anderes zu machen, während sie noch diesen Fließbandarbeit tun. Also das ist zum Beispiel so ein Tipp, den ich immer, also ich berate auch junge Leute, wenn sie eben wechseln wollen, also wenn sie von gewissen Dingen oder in unseren Beruf reinwollen, dass ich immer sage, beende nicht. Ich formuliere es anders, lass den Ast, wie es Affen machen. Also greif erst, lass den alten Ast erst los, wenn du den neuen fest in der Hand hast. Und ja, und das gilt auch für Berufswechsel. Aber diese Idee, dass man überhaupt in dem Baum nochmal einen anderen Ast hätte, wo man drauf rumsteigen könnte, den sehen manche nicht. Aber nicht, weil sie nicht sehen können, sondern weil ihnen nie jemand beigebracht hat, wie man diese Sichtweise bekommen kann, weil sie ihnen, wie ich Circle, in Korsets eingezwängt sind. Leider. Ich finde, wir sollten alle, also in dem Beruf, in dem Wort Beruf steckt ja das Wort Berufung. Und ich kenne ganz wenige Menschen, die wirklich das tun, wozu sie sich berufen fühlen. Sondern sie tun einen Job. Die machen das, was sie müssen, aber selten das, was sie wollen. Und das ist schade. Deswegen würde ich meinem Sohn diese Botschaft mitgeben, tue, tue wirklich nur, was du liebst, sonst lass es.
SPEAKER_04Sonst lass es und sei sehr, sehr konsequent. Jetzt fällt mir gerade ein, jetzt sind wir ja beide Väter und sind ja beide Vorbilder. Und was ist denn die Konsequenz für dich und mich daraus, dass wir unsere Kinder so erziehen, tu, was du liebst? Weil jetzt sind wir ja beide, haben wir schon zwei graue Haare, sind ja oberschlau, fast erleuchtet und meinen ja ist zu wissen. Also schlau daherreden ist ja das eine und gleichzeitig wie kriegen wir das denn jetzt auf die Handlungsebene, dass wir jetzt doch nicht den Coach spielen und sagen, ja, Sohn, tu, was du liebst, aber ich weiß ja, was du liebst. Und ich leite dich dahin. Wie kriegen wir das denn beide hin?
SPEAKER_03Versuchung ist sehr groß, ja, das stimmt, da gebe ich dir recht. Reflexion. Und das Umfeld mit einbinden. Also meine Frau und ich haben eine Team-Vereinbarung getroffen, dass wir ein Controlling haben. Also genau das Thema haben wir tatsächlich auch mal besprochen vor ein paar Monaten, dass ich gesagt habe, du, wenn ich nicht so handel, wie ich rede, dann zeig mir den Buzzer. Und dann hat es sich schon getan. Na klar, klar. Natürlich, das ist Muster, man hat Muster, die fällt man zurück, auch wenn man, wenn man glaubt, kontrolliert zu sein. Ja, also auch jemand, der meint eben, also meint es zu wissen, fällt natürlich auch mal zurück in alte Muster. Und dann ist es gut, wenn man jemanden hat, der einen wieder erinnert und sagt, du, das hast du doch anders machen wollen.
SPEAKER_02Ja, ja.
SPEAKER_03Also so glaube ich, kann man das weitergeben. Man braucht einen Teamplayer, also einen Sparringspartner. Nee, Sparringspartner ist falsch. Das wäre ja beim Boxen. Nee, man braucht einen zweiten Part, der einen ergänzt und wo man den anderen auch ergänzt. Das wäre das Ideal.
SPEAKER_04Reflektiert, ja. Ja, also ich glaube natürlich, die große Kunst, auch loszulassen als Vater.
SPEAKER_01Oh ja.
SPEAKER_04Und das ist natürlich eine Challenge, weil du natürlich das Beste willst für dein Kind. Absolut. Und eben sagst, ja, ja, ich lasse ja los, aber ich helfe nochmal ganz kurz hier. Und natürlich letzten Endes So ein bisschen zuzugucken, wie das Kind hinfällt und blutige Knie hat. Weil das eben diese Lektion ist, die es halt lernen muss, um das nächste Mal nicht mehr hinzufallen. Und man gibt ja diesen schönen Begriff Helikoptereltern auch, was dann ja, also wo die Eltern immer daneben stehen und das auffangen üben. Aber die Frage ist ja, was ist dann, wenn das reelle Leben losgeht?
SPEAKER_03Ich glaube, die Kunst ist, dass man als Eltern, also wenn, wenn das mich jetzt jemand fragen würde, wie würdest du das empfehlen oder wie würdest du das machen, würde ich versuchen zu sagen, versuch so ein bisschen wie so ein unsichtbarer Schutzengel zu sein. Also, also greif nicht immer ein und sei nicht immer auf der Hut, zumal auch das oft dazu führt, wenn dann das Kind eben mal auf die Nase fällt, also unser bremst gerne mal mit der Nase, dass man da nicht sofort erschrocken hinspringt und jetzt denkt, es wäre wunderbar was passiert, sondern vielleicht eben einfach die schützende Hand hält und dann guckt, dass man eben vielleicht, wenn man merkt, es wird jetzt, es könnte blöd enden, dann eventuell schon im Vorbild mal ihn ablenkt und einfach ruft oder was ein witziges Spielzeug hoch wirft, das lenkt ihn nämlich dann von der Gefahrensituation ab. Aber so dieses, ja, das empfehle ich. Aber natürlich muss er mal auf die Nase fallen, weil wenn er nie auf die Nase fällt, dann rennt er vielleicht immer schlimmer, immer schneller und rennt dann irgendwann auch auf die Straße, ohne zu gucken, ob ein Auto kommt. Aber wenn er versteht, dass zum Beispiel Bürgersteige eben ein Sicherheitspuffer sind und danach kommt etwas, was gefährlich werden kann, dann ist das sicherlich einfach. Aber das erreiche ich nicht, indem ich als Helikopter ständig hinterherfliege und zugreife, sondern einen Helikopter hört man. Der ist sehr laut. Und da sollte man eher in so einem Schleichmodus und immer so in einem Abstand sein, wo man auch eingreifen kann, aber es nicht immer tun, so würde ich es, glaube ich, formulieren wollen. Das ist eine Gratwanderung, aber das, finde ich, sollte man versuchen. Weil dann hat das Kind diese lange Leine, das kann sich selbst entfalten. Weil ich muss mich nicht genötigt mich sehen, immer wieder dann zu gucken, also das Kind entscheidet letztendlich ja. Ich glaube auch, dass Kinder zwar mögen, dass man ihnen Grenzen aufsetzt, aber sie mögen auch selber Grenzen rausfinden. Absolut. Grenzen ja unterschiedlich sind. Der eine hat seine Grenze, Schmerzgrenze ist hier, beim anderen ist die Schmerzgrenze ganz weit weg. Das sieht man jetzt bei Olympia wieder. Ich finde Olympia so spannend. Da haben Leute eine Schmerzgrenze, die ist so unendlich weit weg von meiner, wo ich schon denke, oh Gott, wenn ich das nur sehe, brauche ich ein Sauerstoffzelt. Das finde ich faszinierend. Und für die Lachen müde, nachdem sie das getan haben, was ich für unmöglich halte. Und das ist das Tolle an uns Menschen, dass wir so unfassbar unterschiedlich sind. Und anstatt dass wir zusammenarbeiten, arbeitet die Mensch halt meistens gegeneinander. Das habe ich noch nie kapiert. Auch mit Kollegen, also um mal wieder diese Spur zurück oder diesen kurzen Schlenker zurückzumachen zu den beruflichen Themen. Es gibt so viele, die sich als Konkurrenten sehen und Mitbewerber. Ich verstehe nicht, Leute arbeiten doch zusammen. Also lasst uns doch ergänzen, das wäre doch viel schlauer.
SPEAKER_04Ja, also Frank, also ich meine, das sind jetzt perfekte Schlussworte. Ich glaube mal so den Appell, dass wir weniger gegeneinander, sondern allgemein als Menschheit zusammenarbeiten sollten. Ich glaube, dann wird es den Menschen allgemein viel, viel besser gehen auf dieser Welt. Und ich glaube, die Welt hat auch genug zu bieten, dass jeder genug haben kann. Und immer mehr macht jetzt am Ende des Tages ja auch nicht wirklich, wie wir wissen. Ich habe natürlich noch eine Abschlussfrage, aber bevor das, jemand, der dich jetzt irgendwie suchen will, finden will, wo findet man dich? Gibt es eine Website oder irgendwas?
SPEAKER_03Ja, die Webseite findet man unter www.fp wie Frank Peters-finanz.com. Da findet man.
SPEAKER_04Wunderbar, also packe ich nochmal hier unten in die Shownotes rein. Und jetzt ist so, der Vorgänger des Podcastes stellt immer eine Frage für den, der als nächstes kommt. So, und jetzt hast du hier quasi die Frage geerbt. Was ist dein in Anführungszeichen Erfolgsfaktor für gute positive Beziehungen? Also Beziehungen auf Menschenbezogen. Jetzt nicht nur Partnerschaft, sondern allgemein Beziehung. Und ich meine, die passt ja perfekt auch zu dir. Kleine Geschenke erhalten, die Freundschaft, große festigen sie. Wow. Was, also, was meinst du damit? Noch vielleicht zur Nachrichtung?
SPEAKER_03Ich krieg zum Beispiel meiner Frau jeden Freitag Blumen mit. Das mache ich vom ersten Tag an, das habe ich bis heute beibehalten. Wir sind jetzt zehn Jahre zusammen und zwei Jahre verheiratet. Nee, ein Jahr, gutes Jahr ist ein Jahr. Aber wir sind, also es fühlt sich eigentlich schon viel länger an. Genau. Ja, und auch Wertschätzung, also Ermutigung, Wertschätzung. Also das ist, dieser Spruch, den ich gerade gemacht habe, ist natürlich bildlich gemeint. Ein Geschenk ist ja eben nicht nur eine Lume, sondern ein Geschenk ist vor allen Dingen Zeit. Ein Geschenk ist Wertschätzung, Ermutigung. Ich merke, und durch meinen Beruf habe ich ja oft auch mit Paaren zu tun oder mit Freunden, also die mich eben gemeinsam eben einladen oder interviewen. Wo ich manchmal dann denke, Mensch, Leute, hört doch auf, den anderen immer rund zu machen. Natürlich gibt es, ist es mal lustig, weil wir zwei poppen uns manchmal auch, ja. Aber im Kern geht es um Ermutigung. Immer um Ermutigung.
SPEAKER_04Toll. Super Abschluss. Ich sage herzlichen Dank, Frank. Und wir sprechen gleich noch über die Frage für den nächsten. Danke dir. Ich hab zu danken.
SPEAKER_03Sehr schön, war es. Hat viel Spaß gemacht. Danke. War ich jetzt eigentlich im Radio?
SPEAKER_04Fast, fast.
SPEAKER_03Alles gut.
SPEAKER_04Wenn du noch Menschen kennst, die diese Folge hören müssten, dann empfehle diesen Podcast gerne weiter oder bewerte ihn. Und ansonsten hören wir uns wieder in der nächsten Folge.