Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
In deinem Unternehmen soll mehr passieren – aber im Moment hängt zu viel an dir? Willkommen bei Faktor Führung – Verantwortung, Ergebnisse, Freiheit.
Dieser Podcast richtet sich an Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte, die verlässliche Ergebnisse wollen, ohne dass sie selbst zum Flaschenhals werden.
Du erfährst, wie du:
- Verantwortung bei Mitarbeitern verankerst, damit weniger nachgehakt, korrigiert und „gerettet“ werden muss,
- ein Führungssystem etablierst, das Verbindlichkeit, Tempo und Qualität in die Umsetzung bringt,
- dich selbst so führst, dass du Klarheit gewinnst, deine Energie schützt und dein Stresslevel steuerst,
- deinen Alltag strukturierst (Prioritäten, Delegation, Routinen), sodass du am Ende des Tages mehr Steuerung und bessere Ergebnisse hast.
Jede Folge ist kurz, direkt und praxisnah – für Führung, die entlastet und Wirkung erzeugt.
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Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
#259 - Model packt aus - Vize Miss Universe Mona Schafnitzl im Interview
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Heute habe ich einen ganz besonderen Gast im Interview: Mona Schafnitzl.
Monat hat schon sämtliche Titel abgeräumt: Miss Supernational, Miss Grand Germany und Vize Miss Universe.
Aber wie läuft es in der Modelwelt ab?
Mona packt aus und berichtet über die Welt der Schönen und wie man in einem so knallharten Business Fuß fasst.
Viel Spaß mit diesem Interview!
Mein neues Buch mit dem Titel "Ich muss gar nichts, außer glücklich sein!" ist jetzt erhältlich!
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Herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge des Podcastes Umsetzungsschampion. Ja, heute freue ich mich auf einen ganz besonderen Gast. Und zwar, ich muss das erste Mal wirklich ablesen bei der Vorstellung. Und zwar sie war 2017 Miss Supranational, 2018 Miss Grant Germany und 2021 Vize Miss Universe Deutschland. Herzlich willkommen, Mona. Ich freue mich riesig, dass du dir die Zeit nimmst, hier im Podcast dabei zu sein.
SPEAKER_00Ich freue mich auch.
SPEAKER_01Ja, ja, und ich habe jetzt gleich nur die erste Frage. Also brauchen wir nicht drüber reden. Diese ganzen wunderbaren Preise kriegt man natürlich nur, wenn man dementsprechend ausschaut. Aber ich glaube, dass auch ja nicht nur das Aussehen entscheidend ist, sondern auch, wie man sich da überhaupt präsentiert. Also ich sag's mal so, meine Illusion ist, dass auch diese innere Schönheit, also das, was zwischen deinen beiden Ohren da so vorgeht, entscheidend ist. Kannst du uns da bei mich da irgendwie mal mitnehmen in den Filmen, was geht da so in einem vor? Wie macht man das? Wie holt man so tolle Titel?
SPEAKER_00Klar, gerne, gerne. Also super Frage, weil das ist wirklich auch ein Vorurteil, womit wir sehr, sehr oft zu kämpfen haben in der Misswahl-Branche, dass einfach alles nur vom Aussehen abhängt. Und es wäre jetzt gelogen, wenn ich sagen würde, es hat überhaupt nichts mit dem Aussehen zu tun. Ich bin aber, du kennst mich schon so ein bisschen, ich bin ja auch so spirituell angehaucht. Bedeutet, ich bin auch der Meinung, dass das Innere zu dem Äußeren wird. Also so wie man sich im Inneren fühlt, die Einstellungen, die man hat, das wird sich im Außen manifestieren. Aber wie gesagt, da hast du ganz recht, etwas mit dem Intellect natürlich zu tun, sogar sehr viel. Und es hat aber auch etwas mit dem Aussehen zu tun, ob man eben gewinnt oder nicht. Bei uns bei den Misswahlen ist es allgemein so, dass je nach Wahl ist ein bisschen unterschiedlich immer, aber grundsätzlich haben wir verschiedene Kategorien. Das ist meistens eine Abendkleiderrunde, wir haben eine Bikini- oder Swimsuit-Runde und wir haben vor allem, und das ist so das Größte und das, wo die meisten Mädels auch immer am nervösesten sind, wir haben eine Q ⁇ A-Runde, wo uns ganz viele verschiedene Fragen gestellt werden zu wirklich jedem möglichen Thema. Das kann was Wirtschaftliches sein, was Politisches, etwas zu unserer eigenen Meinung, zu unseren Visionen, zu unserer Erfahrung. Und wir müssen da innerhalb von kürzester Zeit eine wirklich sehr prägnante und gute Antwort geben, für die wir meistens so 30 Sekunden dann Zeit haben.
SPEAKER_01Wow, okay, da habe ich jetzt auch schon wieder was gelernt. Siehst du, ich habe an zu wenigen Misswahlen teilgenommen bisher.
SPEAKER_00Können wir ändern, ich kann nicht coachen, wenn du magst.
SPEAKER_01Ja, ja, definitiv. Machen wir mal einen zweiten Podcast, ja. Jetzt nehme ich mal mit, also das heißt, es sind ja mehrere Runden. Hat man schon so ein Gefühl, wie man unterwegs ist, ob man irgendwie vorne liegt, im Mittelfeld liegt? Gibt es da irgendwie ein Feedback zwischendurch schon?
SPEAKER_00Also es kommt wirklich darauf an, weil das Ding ist, man muss ganz stark unterscheiden zwischen nationalen Wahlen, vor allem bei uns, bei den deutschen nationalen Wahlen und zwischen internationalen Wahlen. Bei den nationalen ist es so, das wird ja meistens nochmal untergliedert, zum Beispiel in Städtewahlen oder dann, man könnte fast sagen, Bezirkswahlen oder Länderwahlen, das ist zum Beispiel Miss Bayern oder Miss Baden-Württemberg oder solche Dinge. Und wenn man da dann wieder gewinnt, dann kommt man in der Regel dann zur Deutschlandwahl in dem Fall. Und genau, kann dann eben als Miss Deutschland bzw. eben auch bei der Miss-Germany-Wahl mitmachen, was übrigens, und das ist ein bisschen kompliziert, zwei völlig voneinander unterschiedliche Organisationen sind. Genau. Das ist wirklich immer ein bisschen tricky, das zu erklären. Das Ding ist, wir können alle international starten, wenn man die Qualifikation dafür hat, zum Beispiel, dass man einen National Director hat, der einen gut vertritt oder eine Organisation, die dahinter steht. Oder wir können eben auch national starten und diesen klassischen Weg gehen mit Städtewahl, Bezirkswahl, Landeswahl und dann Deutschlandwahl. Und zu deiner Frage noch, um die noch final zu beantworten, ob man weiß, wo man so steht, das kommt wirklich auf die Wahl an sich drauf an. Man hat zwar oft schon so ein Gefühl, wie gut man einfach ist, sieht man ja auch von der Ausstrahlung her. Oft hat wirklich das meiste, gerade bei den Deutschlandwahlen, etwas mit der Ausstrahlung zu tun. International ist das ein bisschen anders.
SPEAKER_01So, jetzt würde mich mal interessieren. Also gerade Ausstrahlung und so weiter, also ich meine, dass die Haare sitzen, das Make-up irgendwie schön aussieht. Also ich mache es jetzt mal ganz banal, man verzeiht mir das. Aber da gibt es ja noch ein Kopfkino, denke ich mal. Also auch gerade wenn man da so mehrere Runden hat, ist es ja nicht so, dass man an nichts denkt. Also wie hast du das da immer geschafft, auch, ich sag mal, mit der Nervosität, Aufregung zurechtzukommen oder warst du da immer total cool?
SPEAKER_00Im Gegenteil. Also es ist wirklich crazy, weil wir haben halt wirklich one-shot und entweder wir kriegen das da gut hin oder wir versemmeln das. Und tatsächlicherweise, ich habe mich immer auf die jeweilige Runde konzentriert. Also bedeutet, du hast ja normalerweise bei den Runden auch immer eine kleine Choreografie, die damit dazukommt, manchmal ein bisschen weniger, manchmal ein bisschen mehr. Und du solltest dich wirklich einfach immer auf das konzentrieren, was jetzt als nächstes gleich dran ist. Du solltest immer schauen, dass da einfach, bevor du auf die Bühne gehst, wirklich alles sitzt, dass du dir nochmal kurz deine Notizen durchgehst, zum Beispiel auch bei der Q ⁇ A-Runde, dass du einfach weißt, was du wirklich vertreten möchtest. Und das klingt jetzt so blöd, weil wir uns das praktisch alles wie zurechtgelegt haben. Aber es ist eben wichtig, dass wir das alles flüssig sagen und dass das alles wirklich funktioniert.
SPEAKER_01Wow. Und hast du da irgendwie, also wenn du gemerkt hast, du bist aufgeregt oder okay, du hast jetzt gesagt, du könntest mich jetzt coachen, also keine Ahnung, an welcher Wahl ich da teilnehmen sollte. Bei der, keine Ahnung, fortgeschrittenen Dorfwahl, hätte ich jetzt fast gesagt. Aber jetzt bin ich da ganz aufgeregt. Also man könnte das ja jetzt auch mal symbolisch vergleichen mit, ich habe einen Vortrag oder ich muss in der Firma eine presentation halten oder was, was auch immer. Also ich bin ein bisschen nervös. Oder kannst du mir da einen Tipp gesehen, wo du sagst, Mensch, Timo, so kriegst du vielleicht deine Nervosität in den Griff oder so kannst du besser durchschnaufen oder einen besseren Auftritt hinlegen.
SPEAKER_00Ja, es ist immer schwierig. Ich glaube, es kommt natürlich von Mensch zu Mensch immer drauf an, aber grundsätzlich sage ich immer, umso besser du vorbereitet bist, desto weniger brauchst du nervös sein, weil desto mehr Sicherheit hast. Das ist mal Punkt Nummer eins, das ist ganz grundlegend. Das fängt schon an mit dem Kleid, dass du dir wirklich eine Strategie zurechtgelegt hast. Ich habe zum Beispiel einmal selber ein Coaching gemacht, vor, ich glaube, das war sogar 2021, bevor ich damals zur sozusagen Feedemiss Universe Germany gewählt wurde. Und das war wirklich sehr, sehr spannend, denn mein Coach hat damals so ausgedrückt, wie wir haben vier verschiedene Missen. Also wir haben sozusagen einmal die Feuermiss, die Wasser, Luft und Erde Mist, und je nachdem haben wir verschiedene Kleider, wir haben eine verschiedene Ausschuss, also Ausdrucksweise auch, wir haben einen verschiedenen Gang oder einen unterschiedlichen Gang. Und das ist wirklich alles aufeinander aufgebaut. Deswegen, umso besser man sich vorbereitet, desto weniger braucht man nervös sein. Punkt Nummer eins. Und dann ist es natürlich so, kann man auch sagen, wenn man sich gut vorbereitet hat, c'est la vie, man muss es, glaube ich, auch gehen lassen und da einfach so ein bisschen Vertrauen haben. Wenn es sein soll, dann soll es sein. Wenn nicht, dann ist es auch in Ordnung. Und vielleicht Punkt Nummer drei oder Tipp Nummer drei, man kann ja gewisse Übungen machen, um so ein bisschen die Nervosität auch runterzubekommen. Und ganz klassisch mit Atmung zum Beispiel arbeiten oder ja, das geht jetzt vielleicht nochmal in eine andere Richtung, aber zum Beispiel, dass man Neurocoaching mit dazu nimmt. Zum Thema EMDR, also so eine Links-Rechts-Bewegung. Was super funktioniert ist, dass man einfach, das sieht jetzt total blöd aus, aber hinter der Bühne oder was auch immer, wenn man nervös ist, dass man zum Beispiel einfach so hin und her tippt, weil es sieht total blöd aus, aber es hat tatsächlich nachweislich einen sehr, sehr, sehr guten Effekt, um die Nervosität runter zu bekommen.
SPEAKER_01Ja, cool. Ja, also ich glaube aber, das sind ja genau diese kleinen Geheimnisse, wie du gerade sagst, also mit so einer Klopftechnik oder was auch immer oder Atentechnik, was man immer gar nicht so mitkriegt. Man denkt immer, naja, also die Leute, die sind alle so cool da, aber das ist gar nicht so, wie du ja auch gesagt hast, das Herz schlägt dann manchmal höher, oder?
SPEAKER_00Also im Gegenteil. Es ist. Wisst ihr was? Silla, ich habe die Geschichte noch nie erzählt, aber was weiß ich, ich mach das jetzt gerne. Also, es ist total witzig, weil manchmal, wenn wir auf der Bühne stehen, wir müssen ja wirklich die ganze Zeit lächeln. Manchmal stehen wir da einfach nur zehn Minuten, müssen anderen Mädels zuhören, wenn die gerade ihre QA's haben, gefragt werden und so weiter. Und wir stehen wirklich praktisch wie angewurzelt, weil wir wollen uns ja auch nicht besonders bewegen, weil das ja auch wieder irgendwie was anderes dann zeigt. Wir grinsen die ganze Zeit und irgendwann fängt dein Mundwinkel an zu zittern, weil du einfach nicht mehr lächeln kannst. Punkt Nummer eins. Punkt Nummer zwei, beim Paar Mädels, ich weiß das. Wenn wir nervös sind, wir haben die Scheinwerfer, es ist unfassbar heiß auf der Bühne. Und du merkst wirklich, wie du anfängst zu schwitzen, du kannst einfach nichts machen. Du stehst einfach wirklich nur da und kannst nichts ändern. Es sind jetzt wirklich Inside-Stories, die habe ich noch nie erzählt. Aber ja, so ist das bei uns.
SPEAKER_01Wow, also das hört sich an. Also quasi vom Lächeln einen Krampf zu bekommen, so ungefähr.
SPEAKER_00Definitiv.
SPEAKER_01Wow, okay. Also ja, das ist, genau, also es sieht einfacher aus, als es dann ist. Gibt es irgendwo was, wo du sagst, Mensch, weiß nicht, gerade bei diesen Fragen, da ist dir mal so ein Forpas passiert oder wo du so dachtest, super Frage, keine Ahnung, was ich jetzt antworten soll?
SPEAKER_00Ich hatte da eigentlich Gott sei Dank wirklich immer Glück. Ich hatte immer gute Fragen. Ich glaube, einmal wurde ich bei der Missdeutschlandwahl war, das ist 2017, bin ich auch Vize-Miss Deutschland geworden, wenn ich mich jetzt. Ja, doch, genau, Vize-Miss Deutschland. Und da hatte ich, glaube ich, die Frage, bin ich zum Beispiel dafür, dass am Flughafen weiterhin diese Bodyscans gemacht werden sollten, oder ist es irgendwie ein Eingriff in die Privatsphäre und wir sollten das eigentlich aufhören. Also das war zum Beispiel so eine Sache, wo du jetzt auch ein bisschen vorsichtig sein musst, weil du weißt zum Beispiel nicht, was die Meinung in der Jury sozusagen ist. Und dann musst du natürlich gucken, dass du auch gut diplomatisch antwortest, aber trotzdem final auch deine Antwort rüberbringst, weil es bringt auch nichts, wenn du nur sagst, A ist gut und B ist auch gut. Also entscheidet selber, sondern du solltest ja auch, und das ist eine Sache, für die müssen definitiv stehen, wir müssen eine Meinung haben. Wir müssen die vertreten und wir müssen vor allem auch andere Menschen damit begeistern und mitreißen können. Und natürlich das im Sinne von der Allgemeinheit.
SPEAKER_01Wow, okay, also das ist richtig anspruchsvoll. Also ich meine, das ist ja schon auch eine interessante Frage. Ja, die nicht so ganz einfach zu beantworten ist.
SPEAKER_00Entschuldigung, viele Fragen sind natürlich auch polarisierend, weil gerade wenn du jetzt zum Beispiel in die Politik reingehst und das dann einfach ganz klassisch heißt, also vor der letzten Kandidatur, nee, vor der vorletzten Kandidatur von Trump zum Beispiel, war damals die Frage, Trump ja oder nein? Und dann musstest du wirklich ganz klar sagen, wählst du ihn oder wählst du ihn nicht und warum? Und das dann natürlich von einem Millionenpublikum teilweise zu sagen, beim Miss Universe beispielsweise, das ist schon, da musst du dir Gedanken gemacht haben.
SPEAKER_01Wow, ja. Oder du stehst dann da lächelnd und denkst so, zum Glück zittert irgendwie die Wange und ich habe aber die Frage nicht bekommen, ja? Ja, das ist was. Das kann auch sein. Jetzt, wie ist das für dich? Also ich meine, ich glaube, über diese ganze Branche gibt es tausend Meinungen, tausend Ideen. Wie wichtig ist das für dich, sag ich mal, so ein Wert, eigene Werte zu haben und irgendwie sich treu zu bleiben? Spielt das eine Rolle für dich?
SPEAKER_00Ja, für mich unfassbar wichtig. Also ich habe gewisse Werte, die bleiben einfach, die sind hundertprozentig fest, da lasse ich auch nicht mit mir diskutieren. Und es gibt natürlich andere Sachen, wo ich eine Meinung dazu habe. Wenn jemand mit guten Argumenten kommt, dann höre ich mir natürlich auch die andere Seite an. Das kann auch ab und an mal sein, selten aber ab und an, dass man mich von der anderen Meinung dann auch zum Beispiel überzeugen kann. Grundsätzlich sind ja auch genau die Werte das, wieso ich mittlerweile keine Missfahlen mehr mache. Ich habe das früher gemacht und das war wirklich ein so großer Teil meines Lebens. Ich habe wirklich, ich habe es einfach geliebt. Es war wirklich alles, wofür ich so gelebt habe a gewisse Zeit. Weil ich natürlich auch die Bühnen liebe und die Auftritte und wimpern, solange du den Wind spüren kannst und glitzer überall. Also das war wirklich, und ich mag das immer noch, aber das Ding ist, dass das Wertesystem von Misswahlen sich leider so sehr verändert hat, dass ich persönlich mittlerweile nicht mehr dahinter stehen möchte und diesen ganzen Apparat nicht mehr unterstützen will.
SPEAKER_01Was ist denn für dich jetzt so ein wichtiger Wert? Oder wo hast du dich jetzt umorientiert? Was ist für dich jetzt stimmiger?
SPEAKER_00Also für mich persönlich ist es so, dass Missweilen, die Geschichte der Misswahlen, ganz ursprünglich, kommt das aus Osteuropa, wo damals die Männer geschaut haben, welche Frau für sie am schönsten ist, und das hat man dann genutzt für den Heiratsmarkt. Und da hat der Mann sich dann eine Frau rausgesucht. Die schönste natürlich, die, die dann auch gewonnen hat, der beste Mann hat die beste Frau bekommen und die wurde dann geheirat. Das ist der Ursprung der Misswahlen, wie das eigentlich alles entstand. Und dann ging das ja weiter, klassisch, wie man das auch kennt, mit Amerika und Bling Bling und Groß. Und das fangen die Kinder schon im Kindesalter an. Was teilweise auch nicht unbedingt gut ist, ich hätte es immer sehr gerne gemacht, weil ich war mit Reichen auf der Bühne gestanden und das wäre für mich das allergrößte gewesen. Man muss immer, glaube ich, von Kind zu Kind auch gucken. Aber für mich waren früher einfach die Werte da, es hieß ganz klar beispielsweise Miss, wie es ja auch im Englischen heißt, Miss ist unverheiratet, sie hat keine Kinder in der Regel, sie ist in einer gewissen Altersspanne, also zum Beispiel zwischen 18 und 28. Das ist eigentlich so die klassische Spanne. Und dann war das aber mit der Woken-Bewegung, dass sich das alles so ein bisschen verändert hat, im Sinne von, dass plötzlich auch Mütter mitmachen können bei Misswahlen, dass Verheiratete nicht mehr bei Mrs. Wahlen, sondern auch bei Misswahlen jetzt mitmachen können und da einsteigen können. Dass nicht biologische Frauen teilweise auch, oder was ist das teilweise, dass die auch mitmachen dürfen, das sind alles so Dinge, die für mich einfach nicht funktionieren. Zu dem Thema Mütter, viele Zuhörer oder Zuschauer sagen jetzt vielleicht, ja gut, aber jede Mutter sollte das da auch machen dürfen. Ja, definitiv. Zum Beispiel Mrs. Wein. Der Hintergrund dessen, wieso sie in meinen Augen zum Beispiel keine Misswahl machen sollte, ist, wenn sie die Misswahl gewinnt, international, muss sie eigentlich ihr Kind alleine lassen und muss den Job angehen. Weil es ist ja, es geht ja nicht nur darum, dass du die Wahl gewinnst, sondern dahinter steht ja praktisch ein Job, den du dann ein ganzes Jahr lang machst. Und wenn du eine große Wahl gewinnst, dann ist es praktisch ein 24-7-Job, wo du vielleicht deine Tochter oder dein Sohn einmal alle, weiß ich nicht, zwei, drei, vier Wochen oder sowas sehen kannst. Aber ich finde halt, das sollte keine Mutter sein. Und dann, wenn die Mutter das macht, frage ich mich, ist das jetzt aber so ein gutes Vorbild für die Frauen? Oder sollte es doch anders sein? Und deswegen finde ich zum Beispiel, dass eine Mutter keine Misswahl mitmachen sollte, sondern gerne eine Misses-Wahl. Zu dem ganzen Transgender-Thema brauche ich gar nichts sagen, weil das kann ich sparen. Also, ja.
SPEAKER_01Ja, schwierig. Okay, jetzt hilf mir mal, was ist dann der Job oder wie sieht da so der Job aus? Was passiert da alles?
SPEAKER_00Gut, also wenn du international zum Beispiel, also für eine internationale Wahl gewinnst, dann beispielsweise Miss Universe ziehst du in die USA, normalerweise nach New York. Du hast jeden Tag ganz klassisch ganz viele Pressetermine, du bist bei verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen, du suchst dir im besten Fall auch eine Organisation aus, für die du selber arbeitest, für die du selber brennst. Das kann ganz klassisch zum Beispiel eine Organisation für krebskranke Kinder sein. Oder das könnte jetzt zum Beispiel auch viele missen beim Miss Universe, haben zum Beispiel diesen Cut, was die Kinder an der Lippe sozusagen oder am Mund hatten. Das war ein ganz, ganz großes Projekt für sehr, sehr viele. Wirklich, man kann sich alles rausholen, aber man sollte immer ein Projekt haben, für das man eben steht. Klar, wenn man bei der Miss Earth-Wahl gewinnt, dann sollte man sich natürlich irgendwas für Earth-Klima in diesem Bereich aussuchen, wenn man das möchte. Wohingegen zum Beispiel bei Miss Grant, wo ich ja eben auch war, ist das Hauptthema eigentlich gegen War and Violence, also gegen Krieg und Gewalt. Und dann sollte man sich dort ein Hauptthema oder eine Organisation aussuchen, die man eben unterstützt. Wie gesagt, es ist ein 24-7-Job und man reist extrem viel in anderen Ländern.
SPEAKER_01Okay, wow, ja, da ist man gut unterwegs. Jetzt stelle ich mir vor, man ist ja ständig und überall unterwegs, so wie du schon gerade gesagt hast, lernt tausend Leute kennen. Ich hätte jetzt mal fast gesagt, da lernt man das Netzwerken fast von alleine. Also wie wichtig ist da Netzwerken, um auch da irgendwie unterwegs zu sein und weiß nicht, was wären so deine zwei, drei super Netzwerkhacks?
SPEAKER_00Hacks. Ja, also erstmal, um vielleicht die Frage zu beantworten, ja, natürlich, wenn du bei einer internationalen Wahl mitmachst, dann hast du aus nahezu jedem Land mindestens einen Kontakt, also eben die jeweilige Mist, die du dann kennst, zuzüglich vielleicht noch deren NDs, also deren National Director, die Organisation, die dahinter steht. Das heißt, du bist wirklich weltweit schon ganz gut vernetzt, dass wenn irgendwie was wäre in einem Land, dass du dann deine Pageant Sister sozusagen, dass du die fragen kannst. Grundsätzlich ist es wichtig, netzwerken zu können, bevor man zu einer Misswahl geht. Für mich war es unfassbar gut, weil ich bin durch mein Netzwerk damals zu den Misswahlen gekommen. Und ohne das Netzwerk, was ich damals hatte, hätte ich das auch niemals geschafft. Ich habe ohne das Netzwerk davor schon so viele Jahre probiert, da überhaupt reinzukommen. Und das war zu meiner Zeit noch so unfassbar schwierig, weil wirklich die Informationen so schlecht waren, die es im Internet gab und man hat irgendwie gar keinen Zugang. Ich weiß nicht, wie das jetzt mittlerweile ist. Ich denke, es ist mittlerweile besser. Genau, und wie gesagt, deswegen bin ich meinem Netzwerk da auch unfassbar dankbar, weil die mir sehr, sehr, sehr viel ermöglicht haben. Also von Unterstützung hin zu Coaching, hin zu Kleider und Ausstattung und so weiter. Grundsätzlich, was sind meine allgemeinen Netzwerktipps? Also, ich glaube, Netzwerken ist wahrscheinlich neben dem Mindset das Wichtigste, was wir brauchen, um erfolgreich zu sein. Zumindest beruflich erfolgreich, weil es kommt ja auch immer so ein bisschen drauf an, wie wir Erfolg definieren.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_00Ja, also deswegen definitiv sich weiterzubilden, aus seiner Komfortzone rauszugehen. Ich habe sehr früh gelernt, regelmäßig aus meiner Komfortzone zu gehen, weil das ist der einzige Ort, wo wir Wachstum haben.
SPEAKER_01Da bin ich komplett bei dir. Wenn du jetzt sagst, auch Mindset ist super wichtig, wie würdest du es beschreiben? Oder wie würdest du vielleicht dein heutiges Mindset, also auch aufgrund der ganzen Erfahrung, die du ja in diesem ganzen Business gemacht hast, also wie würdest du dein heutiges aktuelles Mindset jetzt ist gerade 17.33 Uhr hier beschreiben?
SPEAKER_00An einem Donnerstag, Donnerstag ist heute. Ja, also ich würde sagen, du kennst mich auch ein bisschen, Timos.
SPEAKER_01Das stimmt.
SPEAKER_00Ein bisschen kennst du mich. Du weißt, ich bin immer jemand gewesen, weil ich vor den ganzen Misswahlen ja schon immer sehr viel Leistungssport auch gemacht habe. Mein Mindset war immer programmiert auf Erfolg. Erfolg bedeutet für mich, nach wie vor, weiterzugehen, also ein Ziel zu haben und sich konstant dem Ziel praktisch anzunähern. Das bedeutet nicht, dass ich 100 Sachen schon erreicht habe, aber es bedeutet, dass ich vielleicht das ein oder andere schon erreicht habe und jeden Tag einfach Schritte in die richtige Richtung gehe. Und das war das Einzige, was mich angetrieben hat. Sonst gab es tatsächlich nichts. Das ist wirklich einfach nur der Erfolg gewesen. Es gab jetzt nicht dieses eine Auto, für das ich jetzt gearbeitet habe oder diesen einen Titel, den ich unbedingt haben wollte, sondern es war einfach dieser regelmäßige Erfolg. Mittlerweile ist das zwar immer noch ähnlich, ich kann es nicht leugnen. Aber es ist tatsächlich auch so, dass ich gelernt habe, im Moment noch mehr glücklich zu sein. Und dass mir das mittlerweile auch sehr, sehr, sehr wichtig geworden ist. Und das war es zum Beispiel früher gar nicht. Und was auch mittlerweile noch dazu kommt, ich liebe es, teilweise mein Wissen weitergeben zu können, dass andere Menschen auch eben auf den Weg gehen können, um ihre potenziellen Ziele, die sie eben erreichen, wollen, um denen näher zu kommen. Das mein mein Sinn.
SPEAKER_01Wow, ja, sehr schön. Ja, das klingt super. Gibt es irgendwas, also was, was diesen Switch ausgelöst hat von Erfolg, Erfolg, Erfolg hin zu ich muss vielleicht Erfolg nochmal neu definieren oder anders definieren? Also weil du hast gerade auch gerade das gesagt, so glücklich sein und also gab es da so einen Moment oder Ereignisse, wo du gesagt hast, Mensch, vielleicht noch etwas anders?
SPEAKER_00Also ich würde nicht sagen, dass sich das, dass sich das verändert hat, wie ich Erfolg mittlerweile betrachte. Das ist nach wie vor dasselbe. Es ist nur so, dass mittlerweile das Glücklichsein dazugekommen ist. Das war mir davor egal. Also ob ich davor unglücklich war oder nicht, das war mir völlig wurscht. Hat das ver. Hat bestimmt irgendwas ausgelöst, aber ich muss dir ganz ehrlich sagen, ich glaube, ich habe da noch nicht drüber genug nachgedacht, um dir das jetzt sagen zu können, was das war.
SPEAKER_01Ja, das ist fair. Vielleicht beim nächsten Podcast dann. Ja, genau. Wie integrierst du das denn? Oder ich sag jetzt mal, wie schaffst du das auch, dass du mehr Glücksmomente in deinem Leben hast? Oder gibt es da irgendwas, worauf du achtest?
SPEAKER_00Weißt du, ich glaube, das Ding ist, diese Glücksmomente, die hatte ich auch in der Zeit, wo ich unglücklich war und in der Zeit, wo ich aber auch vielleicht den Erfolg in dem Moment hatte und so. Es geht nicht darum, mehr Glücksmomente zu kreieren, weil ich glaube, die Glücksmomente, die sind schon da. Das Ding ist, wir müssen die erkennen. Ich würde auch sagen, dass ich sie zwar erkannt habe damals, aber das dritte Ding, was wir brauchen, ist, wir müssen sie halt auch wertschätzen und annehmen können und praktisch nicht wie so ein, wie sagt man da, Dampfwalz, sagt man Dampfwalz, ich weiß gar nicht, da so drüber zu rollen und praktisch das einfach zu überlaufen, sondern wir müssen wirklich, also oder ich darf, zumindest, ich kann ja nur für mich sprechen und das halt anderen auch weitergeben, wenn sie das annehmen wollen. Wir müssen gucken, dass wir auch mal stehen bleiben und Dinge wertschätzen. Und ja, das einfach wirklich mal genießen sozusagen und danach wieder weitermachen.
SPEAKER_01Ja, absolut, absolut. Bin ich bei dir. Gerade in dieser schnelllebigen Zeit, in der wir ja unterwegs sind, wo alles ja höher, schneller, weiter und Inhalten eher selten vorkommt.
SPEAKER_00Was würdest du denn sagen, wie definierst du denn Glücksmomente?
SPEAKER_01Naja, ich glaube, Glücksmomente sind total individuell. Also ich kann einen Glücksmoment haben, wenn ich mit meinem Sohn zwei Kugeln Eis irgendwie noch abends um halb acht schnell esse, ja, und wir noch zur Eisziele fahren. Ja, genau, ich oute mich. Natürlich ist ja nur mein Sohn dran schuld, weil der immer dahin will. Und ich komischerweise immer Ja sage, weil ich denke, oh, so zwei Kugeln Eis wäre noch nicht schlecht. Aber auch genauso, ich glaube, in der Natur sein, ja, kann, also ist für mich einfach auch ein total schöner Glücksmoment. Aber es kann auch sein, wie starte ich in den Tag hinein? Also höre ich jetzt Radio und hau mir die Nachrichten, die Bad News aufs Ohr oder mache ich irgendwie coole Musik an mit irgendeiner Musik, die ich, die ich, die ich toll finde, die mich einfach schon happy macht, ja, wo ich vielleicht dementsprechend fröhlich grinsend vorm Spiegel stehe beim Szeneputzen, weil die Musik im Hintergrund läuft, ja. Also das sind, das sind, glaube ich, viele kleine Momente. Das kann aber auch sein, dass ich in die Therme fahre und mich freue, dass ich irgendwie in der Sauna jetzt schwitze und hoffe, dass ich bald raus kann, dass der Aufbruch vorbei ist, ja, weil ich mich ganz oben hingesetzt habe. Also, glaube ich, ganz, ganz unterschiedlich. Und von daher total individuell, ja.
SPEAKER_00Weißt du, das eigentlich, was du jetzt eben gesagt hast, absolut muss ich hundertprozentig zustimmen. Ich habe mir vor ein paar Wochen, habe ich mir gedacht, ich lag halt auf der Couch und ich hatte wirklich relativ wenig, also wirklich eine Woche lang sehr, sehr wenig zu tun, was relativ selten vorkommt. Und ich habe mich dann gelangweilt und ich dachte mir, oh, ich habe irgendwie wirklich keinen Bock, jetzt hier noch weiter auf dieser Couch zu sitzen und irgendwie so nichts machen zu müssen. Also ich konnte 100 Dinge tun. Es ist ja nicht so, als hätte ich nichts zu tun. Ich kann immer irgendwas machen. Aber es hat mich gelangweilt, nichts zu tun zu müssen. Und erst vor kurzem, weil im Moment ist gerade wieder so eine richtig stressy Zeit sozusagen bei mir, wo unfassbar viele Dinge praktisch gleichzeitig ablaufen. Und dann war ich vor wenigen Tagen auf der Couch und dachte mir so, oh Gott, ist das toll. Und das war wirklich dann auch nur so 10, 15 Minuten, aber ich habe das so sehr genossen und ich glaube, das ist auch so ein Schlüssel oder vielleicht so ein Trick, um noch mehr Glücksmomente wirklich haben zu können, dass wir lernen, Dinge machen zu müssen, um dann wieder in das Gegenteil schwenken zu können, dass wir wieder diese entspannte Zeit haben oder diese, egal was es ist, es kann ja auch sein zu dem Thema, was du eben gesagt hast, Sauna. Wir können uns auch ganz oben in die Sauna setzen, es ist unfassbar heiß. Und danach gehen wir praktisch raus und es ist einfach so ein Relief, so eine Erleichterung, wieder im Kalten zu sein. Oder andersrum. Wir sind im Kalten draußen, super crazy und gehen dann schön ins Wärme rein. Also wirklich diese Gegensätze machen, glaube ich, die Glücksmomente aus.
SPEAKER_01Absolut natürlich, immer Gegensätze. Zum Thema müssen, ja, halte ich gerade mal meine Tasse rein, ne?
SPEAKER_00Ich muss gar nichts außer glücklich sein.
SPEAKER_01Ja, genau, das ist ja der Titel meines neuen Buches.
SPEAKER_00Ich wollte gerade sagen.
SPEAKER_01Ja, genau. Und klar braucht man natürlich auch eine Tasse zur Erinnerung dran, ja. Weil ich glaube, dieses eben, ich muss, ich muss, ich muss. Also das ist ja fast schon so ein Grundglaubensmuster von den Deutschen oder von vielen Menschen eben dieses Ich muss, ich muss, ich muss. Anstatt mal erstmal zu gucken, also was macht mich denn glücklich oder was macht mir denn Spaß, oder was gefällt mir denn und natürlich dann auch diese Gegensätze zu erleben. Also genau wie du gesagt hast, vielleicht nur Couch ist irgendwie auch doof. Aber ab und zu Couch kann herrlich sein. Also nur oben in der Sauna spitzen wird ziemlich heiß, ja, aber mal rein und wieder raus kann dann doch schon ganz, ganz cool sein. Also natürlich auch dieses Abwechslungshafte, sage ich jetzt mal, ist, glaube ich, was ganz schick ist. Aber ich glaube, das ist ja auch was, was du liebst. Also du tust ja auch durch die Weltgeschichte, hätte ich fast gesagt. Also schön, dass ich dich heute hier zu Hause so antreffe und nicht irgendwo in Dubai oder New York, ne?
SPEAKER_00Ja, ich freue mich auch. Also tatsächlicherweise dieses Jahr ist um einiges ruhiger. Hat tatsächlich den Hintergrund bei mir, weil ich einige Sachen nochmal zusätzlich neu angefangen habe. Unter anderem noch zwei Sprachen, die ich jetzt, oder was heißt zwei, eineinhalb. Eine kann ich schon so halb und die mache ich jetzt, baue ich sozusagen aus, die andere ist komplett neu. Deswegen bin ich natürlich jetzt aktuell viel zu Hause, bin viel am Lernen, bilde mich auch viel weiter, also nicht nur da, ich habe noch ein paar andere Projekte, die neu dazugekommen sind. Deswegen ist mit Reisen gerade relativ wenig. Ich glaube, es waren weniger als sechs Länder dieses Jahr oder ich glaube fünf, sechs, sieben Länder um den Dreher. Da war ich letztes Jahr weitaus drüber, also bei weitem.
SPEAKER_01Ich wollte gerade sagen, was ist eine Rekordzahl? Also ich meine, sechs Länder, da schluckt ja jetzt der eine oder andere schon.
SPEAKER_00Ja, ich glaube, meine Rekordzahl waren elf oder so, oder zehn, elf, zwölf, irgendwie sowas um den Dreh. Und dann teilweise auch mehrmals in einem. Also das zähle ich jetzt nicht dazu, sonst wären das wahrscheinlich so 15, 16, 17 oder so, ja.
SPEAKER_01Ja, wow, ja, so bist du schon gut unterwegs. Vielleicht, um nochmal so eine Klammer, um das Model-Business zu machen oder das Mist-Business, vielleicht so. Gibt es denn für dich so ein Learning oder wo du sagst, wenn du jetzt so ein bisschen da zurückblickst, das sind sowieso zwei, drei Dinge, die du mitgenommen hast, die du so gelernt hast, Erkenntnisse.
SPEAKER_00Timo so viel, wirklich unfassbar viel.
SPEAKER_01Also ich habe Zeit, ne? Also wir können auch.
SPEAKER_00Ja, ich glaube, wir müssen noch zwei Folgen machen. Nee, also das klingt jetzt vielleicht sehr oberflächlich, aber vielleicht an alle, die zuhören, vielleicht wollt ihr das erstmal sacken lassen, bevor ihr das jetzt irgendwie judged. Hübsche Menschen haben viele Dinge leichter als nicht so hübsche Menschen. Und das ist eine Sache, die ich gelernt habe. Und das Ding ist, ich persönlich gehöre zum Beispiel zu den Menschen, die früher gemobbt wurden wegen des Aussehens. Und ich gehöre zu denen, die echt wirklich nicht hübsch waren. Also wirklich überhaupt gar nicht hübsch. Und das Spannende ist aber, ich bin zu 100% der Meinung, dass jeder Mensch hübsch sein kann. Aus zwei Gründen. Wir können einmal, was ich ganz am Anfang von der Folge gesagt habe, oder was du ja auch schon meintest, diese innere Einstellung, die teilweise wirklich schön sein kann, dieser Charakter, wenn wir dann einen schönen Charakter ausbauen, dann kann sich der praktisch nach außen ausweiten und wir strahlen das aus und das ist bei so vielen Menschen unfassbar schön. Und das zweite ist aber auch, es gibt so einfache Dinge, wie jeder einfach besser aussehen kann. Und das ist wirklich teilweise nicht schwierig. Das sind einfache Dinge wie die Haare wirklich vielleicht mal clean zu haben, also im clean im Sinne von gebürstet, clean, gewaschen. Das sind ja so, also ich meine, das sind einfache Dinge und viele denken sich, ja, ja, jetzt weiß ich, viele wissen das nicht. Oder auch dieses Thema Klamotten, wenn ich denke, und viele, die mich kennen, wissen das noch sehr lange von mir oder haben das sehr lange mitbekommen, wie oft ich eigentlich mit ungebügelten Klamotten rumgelaufen bin, aber nicht ungebügelt im Sinne von, man sieht die Falt nur so ein bisschen, sondern man sieht sie richtig. Das sind alles so Kleinigkeiten, die so viel ausmachen. Oder wie zähle ich mich an von der Farbe? Was möchte ich damit aussagen? Wie ist vielleicht das Make-up gerade bei den Männern mit Bart, ohne Bart? Das sind so kleine Nuancen, die Nägel sind die gemacht oder sind die praktisch dreckig noch von der Gartenarbeit von vorgestern. An denen wir wirklich arbeiten können, wie wir so viel schöner wirken. Und hübsche Menschen, also schöner und hübscher, und hübsche Menschen und auch schöne Menschen haben es so viel leichter, so oft.
SPEAKER_01Wow, ja, das kann ich mir sehr, sehr gut vorstellen. Vielleicht nochmal, weil ich finde deine Aussage sehr schön und ich stimme dir komplett zu, dieses, jeder kann auf seine Art und Weise hübsch und schön sein. Und ich glaube, eine der stärksten, ich wollte schon sagen, Waffen, wobei das passt jetzt gar nicht, aber der stärksten Möglichkeiten ist eben diese innere Schönheit, die du eben auch erwähnt hast. Hast du da noch irgendwie ein, zwei Tipps? Also das ist ja eben schon sehr schön gesagt. Also ich meine äußerlich jetzt mal auf die Basics zu achten, würdest du wahrscheinlich sagen, mal zum Friseur zu gehen, Haare zu waschen, zu gucken, dass man die Fingernägel irgendwie gemacht bekommt, etc. Aber wie kann ich irgendwie für meine innere Schönheit sorgen? Oder wie machst du das?
SPEAKER_00Also für mich persönlich, ich habe wirklich unfassbar großes Glück, weil ich schon immer so erzogen wurde, dass meine Mama immer gesagt hat, dass ich wertvoll bin und unabhängig davon, ob ich mich jetzt für schön oder nicht schön gehalten habe anders, ob ich mich jetzt für hübsch oder nicht hübsch gehalten habe, wusste ich, dass ich den Wert praktisch habe. Und ich glaube, um die innere Schönheit auszubauen, ist das Wichtigste, mit sich im Reinen zu sein. Und weißt du, oft ist es, Beispiel. Oft ist es so, dass wir vielleicht Dinge gemacht haben oder gesagt haben in der Vergangenheit und wir würden die jetzt aber nicht nochmal öffentlich wiederholen oder wir wollen die vielleicht sogar ein bisschen geheimhalten, verstecken, dass es nicht so viele Menschen mitbekommen. Das Ding ist doch aber, wenn wir jetzt Dinge anfangen zu verstecken und uns schämen für den Menschen, der wir sind oder für den Menschen, der wir waren, dann sind wir doch nicht ehrlich zu uns selber. Und das Problem ist das Große, dass viele Menschen das nicht nur mit anderen machen, sondern auch mit sich selber. Die tun dann Dinge einfach wegschieben, verkleinern. Das Ding ist, wir müssen das, glaube ich, alles auflegen, alles einmal auf den Tisch legen. Und das war ganz am Anfang, wo ich angefangen habe zu modeln, habe ich mir die Frage gestellt, wenn ich das wirklich mal schaffe, dass ich mal irgendwie berühmt bin, dass ich Interviews habe, dass ich vielleicht in Zeitungen erwähnt werde, im Fernsehen oder sowas, und irgendwas rauskommt und ich diese Frage gestellt bekomme, muss ich ehrlich antworten können. Und ich werde niemals irgendein Geheimnis haben, was ich nicht bereit bin, auch öffentlich zu sagen. Einfach aus dem Grund, weil ich selber zu mir ehrlich sein möchte. Und ich glaube, wenn jeder da an sich arbeitet, dann haben wir die Schönheit. Weil dann sind wir moralisch auch korrekt.
SPEAKER_01Ja, das finde ich gerade super schön. Also dieses, ja, ich bin, ich bin wertvoll oder ich bin genug. Also dieses Selbstverständnis von einem selber, ne? Also wie wichtig das ist. Oder ich sag mal ganz gerne: Der Endgegner, den triffst du auch morgens im Spiegel. Wir sind unser größter Feind, in Anführungszeichen, oder größter Kritiker, ja, nicht die Menschen da außen, aber also ich sag's jetzt mal Mindset Arbeit. Oder hättest du auch noch so einen Tipp oder aus der Branche, wo du sagst, Mensch, das begegnet dir häufig, das machen die Frauen da oder das hast du schon mal gemacht und das hat dir geholfen?
SPEAKER_00Fürs Mindset meinst du jetzt an sich?
SPEAKER_01Ja, für das eigene Mindset, für die für die eigene Schönheit, sozusagen, der sich von innen nach außen strahle.
SPEAKER_00Oh, ich schwierig. Also weißt du, was ich sagen würde, dass der beste Tipp wahrscheinlich ist, gute Ernährung. Das klingt jetzt, jetzt hole ich hier wahrscheinlich schon wieder ein ganz anderes Thema rein und jetzt sagen viele, ja, was hat das die Ernährung mit dem Mindset zu tun? Das Ding ist, alles, was wir in unseren Körper aufnehmen und reinnehmen, sowohl an Essen als auch an Informationen, formt uns her. Und ich glaube, wenn wir bewusster damit umgehen, was wir essen, was wir trinken und was wir aufnehmen an Informationen und mit wem wir uns auch unterhalten beispielsweise. Und wenn wir wissen, dass das uns alles formt, jedes einzelne, jeder Einzelschluck, jeder Einzelwissen, jede Einzelkonversation, dann glaube ich, sind wir bewusster oder gehen wir bewusster damit um. Und wenn wir das Bewusstsein dahin schaffen, dann wissen wir auch gleichzeitig, wer wir sein wollen und wer wir nicht sein wollen. Und ich glaube, es ist wichtig, und das vielleicht abschließend noch zum Mindset, dass wir auch loslassen von Versionen, die wir waren, aber die wir nicht mehr sein wollen. Wenn das Sinn macht.
SPEAKER_01Ja, das macht aus meiner Sicht macht das 100% Sinn und das ist ja auch ein Prozess, ein sehr bewusster Prozess, ne? Also zu sagen, was will ich denn nicht mehr sein oder wo will ich denn jetzt hin? Und das bringt mich jetzt zu der Frage zu dir. Also jetzt, du hast gesagt, okay, keine Mist mehr. Jetzt liegst du aber ja nicht nur auf dem Sofa rum, wie wir gerade gelernt haben, weil du das ziemlich langweilig findest. Bist noch erfolgshungrig auch. Was treibt dich jetzt an und was machst du jetzt? Oder wo willst du vielleicht hin?
SPEAKER_00Also das Schöne ist tatsächlich, ich habe ein großes Glück, weil ich habe mir vor ganz vielen Jahren überlegt, was so meine Vision eigentlich ist und die teile ich tatsächlich nicht, weil die ist wirklich so, das ist so private Sache.
SPEAKER_01Schade, ich dachte.
SPEAKER_00Nein, aber das würde jetzt eh relativ wenig bringen. Das ist halt einfach ein gewisse Wohnmöglichkeit, die ich sehe in einem gewissen Land. Und ich kann tatsächlicherweise nicht mal sagen, in welchem Land das ist, weil ich sehe das, ich kenne den Ort, ich weiß aber nicht, in welchem Land der ist. Also es wird sowieso jetzt nicht großartig was bringen. Die wäre natürlich alles noch bei mir und so weiter. Das ist halt alles so meine Vision. Und das ist mein Kompass, da wo ich hingehe. Alles, wo ich mich so da rechts, links hin und her schlänge, das ist alles in Ordnung, es muss nur alles in die Richtung gehen. Es ist richtig, Misswahlen mache ich tatsächlich keine mehr. Und solange das so bleibt mit den Themen, die wir vorher angesprochen haben, und ich denke leider, dass es wahrscheinlich sich auch nicht mehr so schnell ändern wird, werde ich auch nach wie vor bei den Misswahlen drausbleiben. Natürlich coache ich trotz allem immer noch wieder Mädels, die sagen, okay, wir wollen das trotzdem machen. Ich coache natürlich auch Models, die eben sagen, okay, ich habe noch nie gemodelt, aber ich würde das total gerne mal ausprobieren und möchte da vielleicht auch Geld damit verdienen. Das heißt, das Coaching ist ein ganz großes Thema mittlerweile bei mir und ich gebe so gerne Wissen weiter, was ich habe, gehe natürlich auch gerne ins Mentoring an der Stelle. Und ja, sonst neue Erfahrungen sammeln, reisen, neue Dinge lernen und mich weiterentwickeln und viele schöne menschliche Erfahrungen machen, ich sag's mal so.
SPEAKER_01Klasse, klasse. Ja, also Muna, was soll ich sagen? Das ist quasi ja schon fast eine Blaupause, die wir über alle übernehmen können. Also gerade diese schönen menschlichen Erfahrungen, Momente einsammeln, ist, glaube ich, auch was für uns alle. Und was ich jetzt gerade nochmal so mitgenommen habe von dir, dieses klare Zielbild zu entwickeln. Wo will man hin? Und mal zu wissen, wie soll es sein, das ist, das ist schon ganz, ganz wichtig und ist dann ja wie so ein Leuchtturm, an dem du dich immer wieder ausrichten kannst, oder?
SPEAKER_00Weißt du, das Schöne ist, es geht ja auch nicht nur darum, wo will ich sein und mit wem will ich da sein, sondern auch, wer will ich halt selber sein von meinem Charakter und von meinen Moralvorstellungen. Und das Ding ist, wenn ich heute Dinge tue, die nicht mit dem übereinstimmen, der ich oder die ich in X Jahren zum Beispiel sein möchte, dann darf ich lernen, die Dinge eben jetzt genau loszulassen. Und ich weiß, weil wir das ja vorher auch gerade gesagt haben, ich weiß, dass es so oft gar nicht so einfach ist, weil wir die Version, die wir jetzt sind, ja irgendwo mögen. Und vor allem auch unabhängig davon, ob wir sie mögen oder nicht, wir sind vor allem an sie gewohnt. Das ist die Version, die wir jeden Tag im Spiegel sehen. Das ist die Version, mit der wir jeden Tag einschlafen, jeden Tag aufwachen. Und die uns wirklich immer begleitet. Und es ist wirklich, ich hab das manchmal. Manchmal sage ich, okay, jetzt ist es Zeit, einen Teil von mir absterben zu lassen. Und das tut mir manchmal wirklich auch weh. Aber es ist halt Zeit, diesen Teil loszuwerden und dann praktisch wieder neue Habits, neue Moral, neue Werte aufzunehmen und sich wieder weiterzuentwickeln.
SPEAKER_01Die neue Mona zu werden.
SPEAKER_00Ja, genau.
SPEAKER_01Wunderbar, Mona, das waren jetzt, ich hatte eigentlich noch eine Frage vorgesehen, aber es sind eigentlich jetzt die perfekten Schlussworte von dir, dass wir uns alle da auch ein Stück weit weiterentwickeln dürfen und du wirst wieder die neue Mona, ich werde der neue Timo, jemand der neue Markus oder die neue Susanne. Und ich glaube, dass wir uns alle nach vorne entwickeln dürfen oder wie mein Sohn immer so schön sagt, es geht nur nach vorne nie zurück.
SPEAKER_00Oh, das ist toll.
SPEAKER_01Ja, ja. In dem Sinne ganz lieben Dank für deine Zeit und für den wunderbaren Einblick in die Model-Welt und in deine Mindset-Welt.
SPEAKER_00Danke, Team und dich. Danke natürlich an die Zuschauer, Zuhörer. Schön, dass ihr da wart und vielen Dank, dass ich da sein durfte heute.
SPEAKER_01Wenn du noch Menschen kennst, die diese Folge hören müssten, dann empfehle diesen Podcast gerne weiter oder bewerte ihn. Ansonsten hören wir uns wieder in der nächsten Folge.