Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit

#268 - So organisierst du erfolgreiche Events - Interview mit Lisa Gier

Timo Pommer

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Heute habe ich eine ganz besondere Dame zu Gast - Lisa Gier!
Lisa ist Eventmanagerin und weiß wie ein Event zum vollen Erfolg wird. Sie meistert wirklich jede Herausforderung. 

Ihre verrücktesten Stories und worauf es wirklich ankommt erfährst du im Video!

Ich wünsche dir viel Spaß beim zusehen!

Mehr zu Lisa: 
https://lisagier.com/

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SPEAKER_00

Herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge des Podcastes Umsetzungsschampion. Ja, heute freue ich mich, eine besondere Frau im Podcast begrüßen zu dürfen, und zwar die Lisa Gier, mit der ich heute das Geheimnis lüften will, wie man richtig gute Veranstaltungen macht, produziert, kreiert, wie man auch immer das sagen will. Herzlich willkommen, Lisa. Hallo Timo, schön hier zu sein. Freut mich. So, wir haben ja schon das ein oder andere Event zusammen bestritten. Du hast es vor allen Dingen organisiert, von daher kenne ich deine Künste. Und ja, wenn man zu großen Veranstaltungen ja geht, dann sieht das häufig immer ganz toll aus. Ich weiß aber, dass die Arbeit sehr groß ist, die dahinter passieren muss. Und du bist die absolute Expertin ja dafür. Dankeschön. Was würdest du denn sagen? Wann ist denn ein Seminar, eine Veranstaltung, eine Mastermind-Runde, wann ist das denn eine gute Veranstaltung aus deiner Sicht?

SPEAKER_01

Uh, das ist eine sehr, sehr spannende Frage. Ich glaube, da gibt es ganz, ganz verschiedene Ansichten, aber die einfachste ist wahrscheinlich zu sagen, wenn die Teilnehmer glücklich sind. Weil mir fällt ganz oft auf, dass ich vielleicht selbst nicht glücklich bin, weil ich weiß, dass deine Kleinigkeit schief gelaufen ist oder weil ich viel umplanen musste oder weil man vielleicht doch mal irgendwie Ärger hatte. Aber das bekommen die meisten überhaupt nicht mit. Und das ist irgendwie ganz schön zu sehen, je öfter man Events macht, merkt man, es geht immer irgendwas schief oder es funktioniert immer irgendwas nicht. Aber dass ganz oft die Teilnehmer das einfach nicht mitbekommen dürfen. Und wenn die am Ende glücklich sind, heimgehen, die Erwartungen erfüllt sind, dann ist es mittlerweile für mich ein erfolgreiches Event.

SPEAKER_00

Und wie muss ich mir das vorstellen, wie läuft das bei dir ab? Also läuft dann da so eine To-Do-Liste ab, wo du sagst, oh Mist, das hätte, das hätte, das hätte, aber hat keiner gemerkt, so ungefähr?

SPEAKER_01

Ich glaube, das ist sehr unterbewusst wahrscheinlich mehr. Also natürlich stockt sich das über den Tag so auf, man steht morgens auf, da ist vielleicht der Teppich nicht gesaugt, dann ist vielleicht der eine nicht pünktlich da und schon denkt man, oh je, jetzt funktioniert schon wieder alles nicht. Was für mich ein ganz besonderer Moment immer ist, ist der Abschluss. Also der Moment kurz bevor das Seminar endet. Und wenn man so durch das Seminar durchgeht, dann ist es für mich auch immer ganz, ganz wichtig, einen besonderen Moment am Ende zu haben. Also immer irgendwas zu haben, was es nochmal ausmacht. Und ganz oft sind das vielleicht eine Feier oder dass Menschen zusammenkommen, vielleicht wird auch was Besonderes übergeben. Also nochmal am letzten, ja, den letzten Moment nochmal emotional auskosten und dann vielleicht so ein Stück zurückzugehen, sich das Ganze mal vielleicht zwei Sekunden in Ruhe anzuschauen und zu merken, dass Menschen erfüllt sind, dass sie glücklich sind, dass sie vielleicht auch, wenn wir jetzt von einem Business-Seminar reden, einfach happy sind, die Infos bekommen zu haben, die sie wollten. Und diesen Moment kurz zu schauen und das zu merken, da kommt dann immer ein ganz, ganz großer innerlicher Frieden für mich auf, wirklich zu sagen, okay, alle anderen sind gerade glücklich, egal was passiert ist, jetzt bin ich auch glücklich.

SPEAKER_00

Und das ist mir immer ganz wichtig. Spannend. Jetzt nehme ich mal mit in den Film. Also jetzt hatten wir ja gar nicht so lange her, ist es das Vergnügen in Kenia. Mit Jochen Schweitzer und Hermann Scherer und 25 verrückten Unternehmern. Ich glaube, eine Woche waren wir da, ne? Abenteuer pur, ein Highlight nach dem anderen, muss man wirklich sagen. Jetzt nehme ich mal mit, wie bist du an dieses Thema überhaupt reingegangen? Also irgendwann hieß es, okay, Lisa, mach mal Kenia klar. Wann hast du angefangen und wie lief das überhaupt mal ab? Also, wir sind noch nicht da, dass wir, also dass es losgeht, dass sie vor Ort sind, sondern alles, was so vorstellen. Die Vorbereitung, ja, weil klar, die Erwartungen sind natürlich gigantisch gewesen.

SPEAKER_01

Ja, tatsächlich ist Kenia, wenn man so alle Events anschaut, die ich in den letzten Jahren gemacht habe, irgendwie nochmal ein ganz, ganz spezieller Fall. Es ist so, wenn Events im Ausland passieren, ist meistens eine sehr, sehr große Vorplanung einfach nötig. Das liegt zum einen daran, dass es manchmal auch Länder sind, in denen ich selbst noch nicht gewesen bin, man vielleicht die Kultur nicht kennt, die Sprache nicht kennt. Das heißt, der erste Schritt, den ich eigentlich immer mache, ist, mich erstmal mit dem Land vertraut zu machen. Und da fängt es wirklich an, dass ich mal vier Abende Dokus anschaue oder Freunde in meinem Umfeld frage, wie warst du schon mal dort? Wie hast du das empfunden? Wie war das so für dich? Manchmal schaue ich auch irgendwelche Serien an, die dort stattfinden. Also ich versuche mich erstmal mental sozusagen auf dieses Land einzustimmen und dann ist es egal, ob das Kenia ist oder vielleicht Madeira. Also ich habe jetzt die letzten Monate eine Reise nach Madeira organisiert. Auch dort bin ich selbst noch nicht gewesen. Und manchmal braucht man so ein Gefühl für einen Ort. Und da bin ich wirklich auch zu Verwandten oder zu Freunden gegangen und habe gesagt, hey, wie war das damals für euch? Wie ist das? Was würdet ihr empfehlen? Was würdet ihr nicht empfehlen? Also erstmal ein Gefühl für das Land zu bekommen, ist mir immer ganz wichtig. Und dann auch Rahmenbedingungen abzustecken. Also für Kenia gab es natürlich auch ganz viele wichtige Punkte. Was braucht man an Impfungen? Wie sieht die Sicherheit vor Ort aus? Was ist möglich, was ist nicht möglich? Wie wird dort mit Geld umgegangen? Wie teuer sind auch Dinge? Also besonders wenn man im Ausland ist, es natürlich auch immer die Frage, findest du gute Dienstleister, die vielleicht auch zu teuer sind oder zu günstig sind und deswegen die Qualität nicht mehr stimmt. Also vieles davon, ich würde erstmal sagen, so die ersten ein, zwei Monate ist wirklich erstmal so kennenlernen. Wie eigentlich in jeder guten Beziehung, man lernt sich erstmal kennen, man schaut, wie ist der andere so. Und dann ist für mich immer das erste Wichtige, die Location. Also zu schauen, wo findet das genau statt. Wir hatten damals uns darauf geeinigt, dass wir so eine Kombination aus Hauptstadt machen wollen, aber auch in die Masaimara, um wirklich dort das Tierreich zu erleben, ganz besondere Erlebnisse zu schaffen. Und deswegen war das auch so ein Punkt, wo ich sagen muss, wo Kenia zum ersten Mal eine große Herausforderung war. Es ist immer ein bisschen schwierig, die perfekte Location zu finden. Es ist jede Menge Arbeit, irgendwie so das zu analysieren und herauszufinden. Aber in Kenia war das tatsächlich so, dass ich nach drei Monaten gemerkt habe, dass ich alleine nicht mehr weiterkomme und dann mir eine Agentur als Hilfe genommen habe vor Ort, weil wir einfach sehr besondere Herausforderungen hatten, mit dem Tierreich Plus eine Lodge zu finden, die groß genug ist. Wir wollten die auch wirklich für uns selber haben, die Möglichkeit zu haben, mitten im Park zu sein, genug Fahrer zu haben, die dann wirklich auch von dort aus genug Aktivitäten machen können.

SPEAKER_00

Das hat ja geklappt, muss ich sagen.

SPEAKER_01

Das hat ja dann zum Glück auch geklappt. Das war auch sehr schön. Und sobald ich den Ansprechpartner vor Ort hatte, auch wirklich eine große, große Erleichterung. Ich habe auch immer den Tipp, es gibt einfach gute Organisationen, gute DMOs, die manchmal auch einfach helfen können, wenn man vielleicht vor Ort mal nicht weiterkommt. Und deswegen hat es Kenia auch was zu einem besonderen Touch gehabt.

SPEAKER_00

Lisa, jetzt muss ich ja fragen, ich meine, jetzt kannst du es ja verraten. Also Kenia war ja gigantisch. Also für mich auch mehrere, ich sag mal so, Once-a-Lifetime-Erlebnisse. Oder ich sage immer ganz gerne zu Lagerfeuermomente. Wenn man in fünf oder zehn Jahren irgendwo im Lagerfeuer sitzt, ja, und irgendwas zu erzählen hat und gesagt, ja, in Kenia Wahnsinn, dies und das und jenes. Was ist denn in Kenia schiefgelaufen?

SPEAKER_01

Das will ich gar nicht alles verraten. Nein, aber erstmal, ich finde den Ausdruck Lagerfeuermomente unglaublich schön. Ich sage auch immer Marmeladenglasmomente. Also ich hatte auch ganz viele Momente, wo ich wirklich da gesessen bin in Kenia und selbst gedacht habe, ach, das würde ich jetzt gerne irgendwie einpacken. Aber natürlich im Hintergrund läuft nicht immer alles gut. Also ich glaube, ich habe wirklich noch nie erlebt, dass ich sagen kann, das war wirklich alles super duper. Wir sind, um ein Beispiel zu nennen, wir sind ja zum Glück drei Tage vorher angereist und ich hatte die Location vorher noch nie gesehen. Und am zweiten Tag habe ich dann gemeint, auch jetzt würde ich mal gerne einen Meetingraum sehen. Und ich hatte vorher schon Bilder bekommen und wusste, dass es ein Zelt ist und dass das alles in Ordnung ist. Dann sind wir aber dort in dieses Zelt gekommen und ich habe einen kompletten Schock bekommen, weil es war halt wirklich ein nacktes Zelt. Auf dem Boden waren Fliesen, es war eine total kalte Stimmung. Alle Lichter haben nicht funktioniert und du wirst dich erinnern, wir hatten ja doch öfter auch mal wirklich plötzlich Regen, dunkle Wolken. Und genau in dem Moment, als ich dort in das Zelt gekommen bin, waren alle Lichter aus. Wirklich, es hat eine total kalte Stimmung gehabt. Es standen so ein paar vereinzelte Tische und Stühle da. Es hatte halt so gar keinen Charme. Und dann denkst du dir im Moment so, ja, okay, ich bin jetzt mitten in der Masemara, hier kommt man nur mit dem Flugzeug hin. Hier funktioniert gerade überhaupt gar nichts. Und das sind dann schon so Schockmomente, wo du im ersten Moment denkst, ja, okay, das funktioniert hier alles nicht. Wir haben es dann aber einigermaßen gut, glaube ich, noch hinbekommen. Wir haben das komplette Lodge leer geräumt, Lampen zusammengesucht, Teppiche zusammengesucht, das Ganze einfach ein bisschen so einen afrikanischen Touch gegeben. Das Hotel war auch super oder die Lodge war super hilfreich, da zu helfen. Aber das sind halt so die kleinen Momente, man versucht von zu Hause aus alles perfekt zu planen, aber vieles funktioniert halt nicht. Und dann kommt es natürlich darauf an, wie du vor Ort reagierst und wie du damit klarkommst. Und damit natürlich dann auch umzugehen. Ja, und natürlich, das ist ein Punkt, den konnten wir natürlich auch vor allen Teilnehmern nicht geheim halten. Wahrscheinlich wirst du es dich auch noch gut erinnern an unseren letzten Tag. Wir sind mit den Flugzeugen zurückgeflogen. Unsere Koffer wurden schon, glaube ich, fünf Stunden vorher abgeholt in die Transporter und zu der Zeit war es einfach so, wir hatten ja sehr, sehr viel Regen plötzlich, eigentlich in einer Zeit, in der es überhaupt keinen Regen gab. Und die Autos sind auf der Strecke so oft stecken geblieben, so oft in Schlammlöchern gewesen, dass unsere Koffer einfach nicht pünktlich angekommen sind. Und das ist natürlich so ein Moment, du kommst ins Hotel, alles sind müde, alle sind fertig, es ist warm, man will einfach nur ins Hotel, man will wirklich duschen, für den Abend fertig machen. Wir hatten ja noch einen besonderen Abend vor uns. Ich wollte gerade sagen, wir hatten ja die Pflicht, wirklich mit Anzug, langen Kleidern, Hohe Schuhe, also es war ja wirklich Dresscoat Hochzehn und wir wussten alle, wir dürfen dann nur hin, wenn wir komplett gut angezogen sind und dann kommst du zu Hotel zwei Stunden, bevor es losgehen soll und keine Koffer sind da. Und das sind halt so Momente, wo du auch wirklich nichts machen kannst. Und wo natürlich auch die Laune bei allen dann nicht mehr die beste ist, weil man sich denkt, so habe ich mir das hier nicht vorgestellt. Aber du kannst halt nichts machen. Also gegen Regen und irgendwie kann man nichts tun. Wir haben ja dann auch Bilder und Videos bekommen, wie die versuchen, zu fünf diese Autos aus den Schlammlöchern zu ziehen. Und ja, das war wild.

SPEAKER_00

Lisa, aber was mich jetzt interessieren würde, okay, also du weißt eigentlich schon, du fährst nach Kenia und du weißt eigentlich noch nicht, was schief geht, aber du weißt, dass es schief geht. Und jetzt hast du diese Momente, ne? Ich komme ins Zelt, wo ja einige stattfinden soll und eigentlich gibt es nur die Hülle des Zeltes, aber kein Innenleben oder wir haben da jetzt das große Date am Abend und es gibt keinen Anzug. Es gibt gerade auch für die Frauen ja nochmal, also wir Männer sind da ja dann einfacher gestrickt, Hemd an, Anzug drüber und irgendwie geht's los und dann kommen die Koffer nicht. Wie gehst du damit um oder wie schaffst du es dann halt nicht auch auszuflippen und in Panik zu geraten?

SPEAKER_01

Also was man natürlich ehrlich sagen muss, manchmal klappt es manchmal klappt es besser, auch mit einem selbst unter Kontrolle zu haben und manchmal passt das schlechter. Was ich aber immer merke, ist, dass ich meistens, wenn eine schlechte Nachricht kommt oder wenn irgendetwas passiert, was nicht sein sollte, dass ich versuche, mir einen Moment für mich selbst zu nehmen. Und der kann natürlich manchmal länger sein und manchmal kürzer, weil natürlich gibt es auch Momente, wo man wirklich sagen muss, jetzt musst du reagieren. Aber die meisten Zeiten hast du zumindest, mal sagen wir mal, 20 Sekunden. Und ich versuche dann doch immer einmal kurz, mich von der Situation zu entfernen. Besten ist natürlich, wenn man es jetzt mit dem Meetingraum vergleicht, ich hatte jetzt im Meetingraum stehen, können erstmal das ganze Hotel irgendwie blöd anmachen, total schlecht gelaunt sein, sagen, oh Gott, jetzt funktioniert gar nichts mehr und will die Tische hin und her schieben und versuchen irgendwie da mein Ding durchzusetzen. Aber sich einmal kurz aus der Situation zu entfernen, dort kann ich natürlich einen Moment zurückgehen, einmal durch die Natur laufen, einmal sagen, okay, was ist jetzt die Lösung? Und das ist vielleicht auch das Wichtige, nicht immer zu überlegen, oh Gott, der hat das gemacht, das ist schiefgelaufen, damit kann ich nicht umgehen, sondern einfach lösungsorientiert zu denken, zu sagen, okay, die Situation ist jetzt so, was kann ich tun, damit es jetzt weiterläuft? Und zum Beispiel mit den Koffern, da konnte man nicht viel tun, aber zu sagen, ihr checkt jetzt alle ein, ihr geht ins Hotel, ich habe mit dem Hotel geredet, wenn die Koffer da sind, werden die ins Hotel gebracht. Das heißt, ihr könnt schon duschen, ihr müsst nicht rauslaufen. Also so diese Kleinigkeiten zu finden, die man vielleicht dann am Ende machen kann, hilft dann schon mal. Aber das ist natürlich eine stressige Situation und die merkt man.

SPEAKER_00

Ja, ja. Ich meine, jetzt bin ich ein bisschen neugierig geworden. Was sind denn deine in deiner Karriere, ja, als Eventmanagerin, deine Top drei Fuck-Up-Storys, ja?

SPEAKER_01

Die fallen mir tatsächlich, glaube ich, relativ leicht. Es ist, oder was würde ich dir. Ah, oh Gott. Ja, also ich glaube, so der schlimmste Moment für mich und mit dem ich am Anfang nicht wusste, umzugehen, war während der Corona-Zeit. Wir hatten das große Glück. Damals war ich auch noch angestellt, dass wir weiterhin Veranstaltungen machen durften. Was natürlich toll war. Ich konnte meinen Job weiter ausführen. Und wir haben auch sehr viel in der Zeit gelernt, weil du natürlich ganz andere Regularinnen hast. Du musst ganz anders mit Menschen umgehen. Du hast natürlich Menschen, die die Sachen gut finden, dann schlecht finden, du hast Menschen, die Abstand nehmen wollen, welche, die keinen Abstand nehmen wollen. Also es ist natürlich eine ganz besondere Situation und ich glaube, wir haben das damals auch sehr, sehr gut gelöst. Und dann gab es eine Zeit, die sehr, sehr streng war. Und zu dieser Zeit mussten wir jeden Morgen Tests mit den Teilnehmern durchführen. Was natürlich immer auch für Aufruhr gesorgt hat. Und am letzten Tag morgens ist die letzte Person getestet worden und war plötzlich positiv.

SPEAKER_00

Oh nein.

SPEAKER_01

Und man muss sich vorstellen, jetzt würde jeder denken: Oh mein Gott, ist doch völlig egal. Also, egal wie man denkt, das ist ja mittlerweile voll egal. Aber zu dieser Zeit war das halt einfach so, du wusstest nicht, was das bedeutet, du hattest keine Ahnung. Und ich weiß noch, wie ich in diesen Bus reingehe und der Tester mich anguckt, wir schauen uns so in die Augen, dann schauen wir beide so auf den Test runter und denken beide so, ja und jetzt? Und da habe ich halt wieder gemerkt, wie wichtig es eigentlich immer ist, diesen Plan B zu haben, weil wir waren so in unserem Tun und wir waren uns so sicher, dass alles gut läuft, dass wir gar nicht daran gedacht haben, dass irgendjemand positiv getestet werden könnte. Und in dem Moment waren wir alle so, was machen wir jetzt? Und das ist natürlich einfach so ein Moment gewesen, der einfach schade war. Also, es ist jetzt vielleicht für jemanden, der zuhört, gar nichts Schlimmes. Aber für mich in dem Moment konnte die Veranstaltung nicht so weiterlaufen. Man musste irgendwie Menschen irgendwie sagen, sie müssen nach Hause gehen. Man hatte nicht diesen großen Abschluss am Ende, den ich immer so wichtig finde und so. Also ich glaube, das war einfach für mich ein sehr, sehr bedeutsamer Moment, der vielleicht nach außen gar nicht so schlimm wirkt. Und das zweite war eine Veranstaltung in New York. Wir hatten die bereits, jetzt kommt wieder das Thema vor Corona gebucht, alle Dienstleister gehabt, alles fertig gehabt, dann konnte sie nicht stattfinden und wir haben sie auf zwei Jahre später geschoben. Und natürlich haben wir damals alle Dienstleister behalten wollen, die wir auch vorher hatten, weil die waren ja bereits bezahlt, die waren dann so nett und haben gesagt, sie verschieben es und so weiter. Aber gerade in Amerika sind einfach sehr viele Dienstleister oder auch Restaurants sehr verschlechtert über die Zeit. Und wir hatten dann halt Dienstleister, die wir Jahre davor immer wieder gebucht haben, die total toll waren, die auf einem aber sehr, sehr schlecht waren. Und dann standen wir eben vor Ort, hatten Limousinen, ich glaube, wir hatten fünf Limousinen gebucht, wo normalerweise 19 Leute reinpassen. Es hätten eigentlich 16 reingesollt, aber die haben uns nur welche für 14 Personen geschickt. Oder dann hätte Champagner dort sein sollen, dann war der da, aber es gab dann Eiswürfel, weil sie es nicht geschafft haben, die zu kühlen. Oder wir sind in ein Restaurant und ich schicke normalerweise immer jemanden vor. Also wenn wir jetzt in ein Restaurant gehen und vorher alle sammeln, dann sage ich immer, einer geht vor, schaut schon, dass alles schön aussieht. Was ich auch immer gerne mache, ist schon mal die Vorspeisen auf den Tisch machen, dass Wasser dasteht und so weiter. Und ich stehe da und wir wollten 20 Minuten später dort sein. Und auf einmal ruft mich mein Kollege an, Lisa, wenn du jetzt nicht sofort hierher kommst, dann gehe ich einfach. Du musst hierher kommen. Ich so, ja, okay, wenn du so einen Anruf bekommst, dann bin ich dorthin und dann haben die mir gezeigt, ja, da ist der Bereich für euch. Und dann sage ich, ja, wir kommen mit 60 Leuten, die so, ja, ja, ja. Dann sage ich, ja, aber es gibt keine Sitzplätze. Also in einem ganz normalen Restaurant. Und dann sage ich, ja, aber wenn ich abends, also Abendessen buche, dann sind doch die Stühle dabei. Nee, das muss man angeben.

SPEAKER_00

Wow.

SPEAKER_01

Und dann habe ich gesagt, nein, das muss man nicht angeben, weil man ein Abendessen bucht, dann gibt es Stühle, wo man sitzen kann. Ja, und so Sachen können natürlich dann auch passieren. Ich glaube, das ist so der zweite Punkt gewesen. Und der dritte Punkt war, ich glaube, vorletztes Jahr hatten wir eine Mastermind in Vietnam. Und wir waren ganz viele Tage in Hanoi und dort war es eigentlich total aufregend, weil wir hatten ganz viele Aktionen geplant und es gab ganz viel Aufregung. Und ich dachte oh Gott, wenn was schief geht, dann geht auf jeden Fall dort was schief. Und dann hat alles geklappt. Und dann sind wir mit Wasserflugzeugen in die Halongbuch geflogen und sollten dann dort noch zwei Tage auf einem Schiff sein, dass wir für uns gemietet haben, mit Meetingraum, aber auch eben halt jeder sein Hotelzimmer. So, und ich dachte, ab dem Moment, wenn wir auf dem Boot sind, kann ja gar nichts mehr schief gehen. Wir müssen nirgendwo hin, wir kriegen dort alles geregelt. Das ist doch eigentlich die perfekte Situation. Ich weiß noch, ich habe das immer so, wenn ich dann diesen Moment habe, dass dann plötzlich so ganz viel Last von mir abfällt, weil man ist ja doch unter Anspannung. Es läuft so, alle sind auf dem Boot, alles sind angekommen, alle Koffer sind da, ich laufe auf dieses Boot und ich merke so richtig, wie ich so durchatme.

SPEAKER_00

Diesmal läuft nichts schief, ja.

SPEAKER_01

Diesmal läuft nichts schief. So ein Event im Ausland, das super gut funktioniert und dann sehe ich nur, wie von weitem so einer zu mir kommt, Lisa, Lisa, Lisa, und ich so, oh Gott, oh Gott. Also, ja, also wir haben jetzt eine Typhoon-Warnung. Wir fahren jetzt einmal kurz zu dem Boot, dann können alle Mittagessen und dann müssen wir aber wieder vom Boot runter und ich weiß nicht, wann wir da wieder hochkommen.

SPEAKER_00

Okay.

SPEAKER_01

Ja, wir mussten dann vom Boot runter haben, dann aber ein tolles Hotel bekommen, sind am nächsten Tag wieder dahin und es hat schon alles funktioniert, aber es ist natürlich auch ein riesen Hackback, wenn du plötzlich eigentlich Zeiten hast, in denen irgendwas geplant ist. Wir wollten auf das Boot, wir wollten ein Nachmittagsmeeting machen, es war noch ein Gastvortrag geplant und so weiter. Also es ist natürlich dann auch, gerade wenn man wir von Seminaren sprechen, ist natürlich das, was ich drum herum plane, wichtig. Aber trotzdem kommen die Menschen ja wegen dem Inhalt oder wegen dem, was gesagt wird. Und wenn du dann plötzlich aber sechs Stunden im Bus sitzt, um irgendwo zu einem Hotel zu kommen und du dich dort nicht auskennst, nicht weißt, wie alles funktioniert, dann kriegt so ein Event natürlich auch so einen kleinen Knacks. Zumindest wieder für mich. Alle anderen waren glücklich, weil das Hotel gut war, es gab einen Sparbereich, alle waren so, oh, schön, entspannt und ich war so, ah!

SPEAKER_00

Katastrophe. Wie, oder hast du da irgendwie so einen Plan oder ein Geheimnis, weil, genau, wenn solche Dinge schieflaufen und du hast ja immer viele Menschen, ich sag immer, wo viele Menschen sind, hast du dann auch unterschiedliche Charaktere. Also die einen sagen, hey cool, es geht ins Barbereich, die nächsten sagen, ja mein Gott, da kommen meine Koffer halt nicht an. Ist ja bei den anderen auch so. Und dann gibt es ja immer noch so diese Kategorie. Du musst jetzt schon lachen, ja, die Kategorie, die dann, also für die das jetzt so, die Welt bricht gerade zusammen. Und weißt du was ich, ich habe dafür bezahlt, das kann nicht wahr sein, alles scheiße hier. Wie gehst du dann mit diesen Menschen um? Hast du da einen Plan, eine Idee? Wie kriegst du das wieder eingefangen?

SPEAKER_01

Also ich glaube, erstmal ist es wichtig zu akzeptieren, dass sie auch Recht haben. Also wenn sich jemand bei mir über sowas beschwert, dann habe ich nicht diese Abwehrhaltung und denke mir, oh, muss das jetzt sein? Also klar, man denkt schon so, ach, muss es jetzt sein, aber trotzdem haben sie ja Recht. Und ich glaube, diese Einstellung auch demjenigen erstmal gegenüber zu bringen, zu sagen, ja, du hast recht, es tut mir leid, ist schon ganz anders, wie ich es manchmal auf Veranstaltungen helfe, die dann halt sagen, ja, ist halt jetzt so, komm halt damit klar. Also ich glaube, es ist manchmal so eine innere Einstellung, die ganz wichtig ist. Und was man natürlich auch sagen muss, ist, je mehr man in Vorleistung geht, umso mehr werden einem auch Fehler verziehen. Also was ich ganz schön finde, und das ist mir auch auf Events ganz wichtig und das habe ich auch einfach gelernt, ist, es gibt die Erwartung von den Menschen und mir ist es immer ganz wichtig, ein bisschen über diesen Erwartungen zu agieren. Also immer zu überlegen, was kann ich tun, dass nicht nur die Erwartung erfüllt wird, sondern einfach so dieses kleine bisschen mehr noch da ist. Und dieses kleine bisschen mehr kann natürlich auch im Nachhinein dafür sorgen, dass vielleicht ein Fehler oder ein Problem verziehen wird oder natürlich anders gesehen wird. Und so der dritte Punkt, und das finde ich ist dann immer auch eigentlich ganz interessant, ist, man kann aus Fehlern auch manchmal was Positives machen. Also es geht gar nicht darum, dass Fehler gut sind oder dass es immer funktioniert, aber wenn etwas Schlechtes passiert und du schaffst, gut damit umzugehen und dem Menschen so gut es geht zu helfen oder ihnen vielleicht im Nachhinein sagst, okay, dafür machen wir jetzt das und das oder dafür bekommst du das oder du gehst zum Beispiel in einer Wartesituation in den nächsten Laden und kaufst für jeden einen Snack und ein Wasser, um zu zeigen, hey, ich gebe mir gerade Mühe, das Beste aus dieser Situation zu machen. Oder du sagst, hey, dafür, dass ich meine, manchmal sind es Sachen, dass deine Bilder nicht gut gegangen sind, kriegst du noch ein Video. Oder dafür, dass dein Gepäck jetzt gerade nicht angekommen ist, gehen wir los und besorgen dir irgendwas. Also es sind ja manchmal so Kleinigkeiten, zu zeigen, ich sehe die Situation, es ist jetzt meine Aufgabe als Dienstleister, das Beste daraus zu machen, es tut mir leid. Und danach auch wieder Gas zu geben, ist, glaube ich, so dieses Mischmasch, den man dann irgendwie versucht. Und ja, ich glaube, das beschreibt es irgendwie ganz gut. Und manchmal funktioniert es gut und manchmal funktioniert es halt nicht so gut.

SPEAKER_00

Ja, ja. Wie ist das dann eigentlich dann für dich, wenn du jetzt so ein Event hattest? Brauchst du dann selber erstmal irgendwie zwei Tage Wellnishotel, um irgendwie deinen Akku wieder aufzuladen? Oder wie gehst du damit um?

SPEAKER_01

Ja, auf jeden Fall. Also ich glaube schon, dass selbst wenn ich Events liebe und währenddessen, glaube ich, super viel Spaß habe und auch da total drinstecke. Und wenn mich jemand fragen würde, Lisa, wie ist dein Stresslevel, würde ich manchmal sagen, auch alles in Ordnung, es ist einfach hoch. Man muss das wirklich sagen. Man steht halt wirklich bei dem einen oder anderen Event wirklich 24 Stunden unter Anspannung. Also selbst wenn du ins Bett gehst, hast du natürlich noch die Gedanken im Kopf, hast du für morgen alles erledigt, kannst du gerade noch was tun, hast du was vergessen? Und wenn diese Anspannung abfällt, dann merkt man schon, dass man müde ist oder dass man vielleicht einfach mal einen Tag Pause braucht. Aber ich glaube, dass viele von uns ja in ganz vielen Bereichen haben. Dass es einfach immer wieder Zeiten gibt, in denen man besondere Anstrengungen hat oder besonders viel über Dinge nachdenkt oder sehr investiert ist. Und ich glaube, wenn man seinen Job liebt und auch immer wieder gerne 100 Prozent gibt, oder wie man immer schön sagt, die 120 Prozent, dann glaube ich, geht es jedem von uns mal so. Und manchmal, bei manchen merkt man, dass sie zum Beispiel körperlich vieler gearbeitet haben und deswegen müde sind. Manchmal ist es eine geistliche Sache. Und ich finde so, sich den ein oder anderen Spartag zu gönnen, ist ja auch nicht schlecht. Und wenn man das mit Begründung macht, dann ist das doch umso schöner.

SPEAKER_00

Ja, absolut. Ich glaube, das darf und soll man, also ich, beziehungsweise jetzt mal so aus meiner beruflichen Sicht essentiell. Also, wir merken das ja häufig gar nicht. Und ich bringe mal dieses Beispiel, wenn dein Akku leer ist, dann ist er halt leer. Dann kannst du die besten Pläne haben, aber dann machst du gerade mal gar nichts. Und ich glaube, bei vielen ist das eben gar nicht so präsent. Man macht immer weiter, der Kalender ist voll. Nach dem Event ist vor dem Event und irgendwann, ja, dann fehlt halt die Energie. Also von daher, glaube ich, ist ein Spartag super. Oder zwei.

SPEAKER_01

Obwohl vielleicht da ich auch noch ein bisschen vielleicht Glück habe, weil bei mir das ja immer so einen Abschluss nimmt. Also ich mache eine Eventvorbereitung, dann hast du, keine Ahnung, vier harte Tage vor Ort und dann kommst du heim und dann gibt es so wie so einen Abschluss. Und ich glaube, dann hat man auch mehr so im Kopf so, oh, ich habe es jetzt geschafft, vielleicht gönne ich mir was dafür oder vielleicht nehme ich mir einen Tag Pause. Vielleicht gibt es auch ganz andere Branchen, wo das ein bisschen schwerer fällt, weil man so mehrere Dinge vielleicht gleichzeitig macht und es nicht immer dieses Aufbäumen und Fertigstellen in irgendeiner Art und Weise gibt. Ich weiß nicht, wie das bei dir ist, aber das ist halt das Schöne bei Events, dass du immer so einen Anfang und einen Abschluss hast, der sehr, sehr klar ist.

SPEAKER_00

Ja, das glaube ich. Das ist natürlich nochmal so ein Unterschied, ne? Genau, diesen klaren Anfang und Ende. Und dann hast du auch erstmal dieses Event, ne? Also du hast dann ja nicht drei Events gleichzeitig parallel laufen, weil das gar nicht funktioniert. Ja, ist mit Sicherheit nochmal ein guter Punkt, ja. Jetzt, wenn wir mal da reingehen, um ein Event zu planen. Wir haben eben auch gerade im Vorgespräch über ein Event geredet, wo du gerade noch in Amerika warst, was da so spannend dran war. Du hast eben das Thema Erwartungen auch erwähnt. Was würdest du denn jetzt sagen, wenn du jetzt ein Event planst oder jemand zu dir auch kommt und sagt, hey, ich möchte jetzt ein Event machen. Also es gibt natürlich tausend Events von, ich sag mal, einem Seminar oder eine Reise, so eine Mastermind-Reise oder vielleicht auch nur den 50. Mega-Geburtstag, I don't know. Wie gehst du da dran? Oder hast du so ein Konzept für dich? Also was so ein bisschen die Storyline ist, du hast das ja so ein bisschen mit Erwartungen, mit Highlight, mit Abschluss schon gemacht. Also wie gehst du da vor? Oder worauf achtest du, wenn jetzt jemand zu dir kommt und sagt, ja, wir machen das so und so, dass du dann sagst, ja, hier fehlen aber die Raketen irgendwie.

SPEAKER_01

Ja, eigentlich total spannend. Also mir fällt gerade selbst auf, dass ich das sehr, sehr ähnlich zu dem, was ich vorher sage, vergleichen könnte. Was mir immer wichtig ist, ist, meinen Kunden erst einmal kennenzulernen. Also egal, ob es ein Business-Event ist, ob es eine Hochzeit ist, also das mache ich alles nicht, aber es ist völlig egal. Ein Event sollte ja immer den Charakter oder die Botschaft diejenigen irgendwie widerspiegeln, der es natürlich veranstaltet. Es kann eine Firma sein, es kann aber auch eine Person sein. Und je besser du es schaffst, die Person kennenzulernen, umso mehr weißt du auch, was sie will oder wie so ein Event auszusehen hat. Und gerade da kommen natürlich auch die ersten Ideen und viele gehen davon aus zu sagen, ja, okay, da mache ich Location, da, da, da, da, da, handeln diese typischen Sachen ab. Aber jemanden kennenzulernen, hilft manchmal schon ganz, ganz viele Entscheidungen zu treffen. Also wenn du mit einer Person sprichst, die unglaublich Abenteuer liebt, dann will die nicht in ein Luxushotel gehen, vielleicht. Also das ist jetzt vielleicht mal sehr stereotypisch gesagt, aber dieses Kennenlernen, Fragen stellen, also es fängt wirklich immer erstmal mit einem Zoom an. Und bei dem Zoom stelle ich gar nicht erstmal die Fragen, sind es 30 Leute, sind es 40 Leute, wann findet der Termin statt, sondern es ist so, wer bist du, was machst du, was willst du mit deinem Event erreichen? Also das ist dann so der nächste Punkt, weil es gibt ganz, ganz viele verschiedene Arten von Events. Du kannst ein Event machen als Marketingzweck, um neue Kunden zu gewinnen. Du kannst ein Event machen, um derzeitig Kunden zu betreuen, du kannst ein Seminar machen. Es kann aber auch sein, dass du einfach Lust hast zu feiern. Ist ja völlig egal am Ende. Aber den Grund zu haben und die Person zu kennen, löst schon mal ganz, ganz viele Entscheidungen, die du in der Zukunft treffen musst. Und dann fange ich eben an, diese ganzen typischen Sachen zu machen, also Location, Zeiten, Dienstleister, so, alles, was so ein bisschen, ja, diese typische Abfolge hat. Ich glaube, das, woran jeder denkt, wenn er erstmal an ein ganz normales Event denkt von der Planung her. Und wenn dann die Rahmen gesteckt sind, dann gehe ich auch mehr so in die Details zu, was kann man jetzt noch tun, um das Ganze so ein bisschen speziell zu machen. Es kann sein, dass man über ein Lichtkonzept nachdenkt. Vielleicht denkt man aber auch darüber nach, dass man einen Fotografen engagiert, um den Kunden noch Bilder zu geben. Vielleicht ist es aber auch eine ganz bestimmte Deko, die nochmal nach vorne kommt. Oder man überlegt vielleicht am Abend vorher noch ein, also manchmal ist auch am Abend vorher noch ein Abendessen zu machen, damit die Kunden sich schon mal kennenlernen. Da fängt man dann so ein bisschen an, die Details oder die Kleinigkeiten herauszuarbeiten.

SPEAKER_00

Das Gewürz für die Events.

SPEAKER_01

Das ist schön, ja.

SPEAKER_00

Ja, spannend. Vielleicht Frage, wenn jetzt jemand sagt, Mensch, ich mache gerade ein Event oder ich plane eins und das macht total Sinn, was die Lisa da alles erzählt hat. Und genau so eine Lisa brauche ich eigentlich. Wo kann man die finden?

SPEAKER_01

Also ich habe eine Webseite, lisagier.com, ganz einfach. Mit dem Namen kann man das immer gut finden. Und da gibt es ein Kontaktformular und immer gerne melden. Ich freue mich auch immer, einfach erstmal über Events zu sprechen, weil was ich immer merke, ist, dass viele Unternehmen, aber besonders auch Personenmarken ein Event als ganz, ganz hohe Hürde sehen. Gott, so viele Investitionen, ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll, wo ist ein Start, wo endet das. Also ein Event kommt einem manchmal ganz, ganz groß vor. Und es muss aber manchmal gar nicht so groß sein. Und gerade ein Anfang zu finden, ist manchmal ganz wichtig. Und manchmal kann auch ein Event mit zwölf Leuten schon schön sein. Und da vielleicht einen kleinen Startpunkt zu finden und nicht immer zu denken, man muss jetzt groß starten, es muss erst das Riesige sein. Da kann ich manchmal auch ganz gut helfen und, glaube ich, auch so ein paar Blockaden nehmen, die dann auch dazu führen, dass gute Events entstehen.

SPEAKER_00

Also die, wie soll ich sagen, die große Panik vor einem Event entzauberst du und machst es ganz, ganz einfach. Nochmal zum Abschluss, die große Frage. Jetzt hast du ganz viele Events erlebt, ganz viele Event-Tage gemacht. Was sind so vielleicht deine zwei, drei größten und völlig allgemein gesprochen, Erkenntnisse, die du für dich gewonnen hast?

SPEAKER_01

Das ist eine sehr, sehr gute Frage. Ich will mich eigentlich nicht wiederholen, deswegen war ich jetzt so am überlegen, aber wirklich für mich die Haupterkenntnis war, zu erkennen, was sind die Erwartungen von den Menschen, die zu einem Event kommen und wie schaffst du es, diese Erwartungen so ein ganz, ganz kleines bisschen zu übertreffen.

SPEAKER_00

Das ist der für dich der Schlüsselpunkt.

SPEAKER_01

Von wirklich von den Menschen, weil das einfach ein gutes Konzept ist, um auch erstmal nachzudenken, okay, was sind denn die Erwartungen? Weil viele gehen natürlich auch in die Eventplanung, denken, oh, ich habe Lust darauf, ich habe Lust darauf, dann machen wir das noch und hier. Aber was ist das wirklich, was die Menschen brauchen, was ist das, was sie wollen? Und wie schaffe ich es irgendetwas zu tun, was die Menschen noch mitnimmt? Und das ist der eine Punkt. Und das andere ist die Emotionalität bei Events. Wir legen bei Events, und ich rede jetzt mal, weil das eigentlich mein Hauptfokus ist, sagen wir mal, von Seminaren oder von Business-Veranstaltungen. Wir legen immer viel Wert darauf, dass die Menschen ganz viel Wissen mitbekommen und dass sie genau das bekommen, was wir auf der Landingpage angekündigt haben. Und das ist wichtig. Wie wir auch vorhin gesprochen haben, ist es gut, all das rauszugeben, was man natürlich geben will. Aber was wir merken, ist, dass Menschen auch immer begeistert werden wollen. Sie wollen was erleben. Events sind nicht einfach nur noch Seminare, zu denen du gehst und Wissen aufsaugst, sondern du triffst dich mit anderen Menschen, du willst was erleben. Und dieser emotionale Faktor, und wenn es nur Musik in der Pause ist, der ist mittlerweile einfach sehr wichtig geworden, damit Menschen ja eine gewisse Weise angeheizt werden. Man muss es auch gar nicht übertreiben. Also wir kennen es natürlich, wir hatten auch vorhin darüber gesprochen, sehr stark aus Amerika, dass dann vor jedem Teil gehüpft wird und Musik und darum geht es mir gar nicht. Aber es kann sein, dass du vielleicht reinkommst und einfach ein Blatt darlegt mit schön, dass du da bist. So, dann läuft vielleicht Musik im Hintergrund oder zum Abschluss gibt es einen kleinen Sekt. Also es sind manchmal so die ganz kleinen Feinheiten, die eine Emotionalität schaffen, die aber vor allem dann bei dem Kunden in Erinnerung bleiben.

SPEAKER_00

Cool, klasse. Die Abschlussfrage der Abschlussfrage. Was ist dein persönlich größte Erkenntnis, also für dich als Mensch oder Entwicklungsschritt, wo du sagst, Mensch, das war's für mich?

SPEAKER_01

Ich würde sagen, dass man durch Events mit ganz, ganz vielen unterschiedlichen Menschen zusammenkommt. Und man von ganz vielen unterschiedlichen Menschen sehr viel lernen kann und auch sich selbst dadurch total kennenlernt. Also ich habe das Gefühl, dass ich die letzten Jahre ganz viel durch Events auch über mich selbst herausgefunden habe. Also wie eng bin ich gerne mit Menschen zusammen? Wie gut bin ich mit Smalltalk? Welchen Smalltalk mag ich, welchen nicht? Arbeite ich lieber morgens, arbeite ich lieber abends? Wann mache ich gerne Dinge? Also ich habe das Gefühl, dass wenn man auf Events geht oder auch wenn man sie organisiert, dass man viel über sich und auch so über andere Menschen so herausfindet.

SPEAKER_00

Ja, also die Menschenkennerin quasi.

SPEAKER_01

Das würde ich nicht sagen, aber es ist ein guter Schritt in die Richtung.

SPEAKER_00

Super, super. Lisa, ich sage ganz herzlichen Dank für das spannende Gespräch mit dir. Und ja, also jeder, der irgendwie irgendwas in die Richtung im Kopf hat, kann ich nur sagen, unbedingt die Lisa kontaktieren. Aus eigener Erfahrung, aus Teilnehmersicht weiß ich, dass du einen exzellenten Job machst. Also herzlichen Dank.

SPEAKER_01

Vielen, vielen Dank, Timo, für deine Worte und für alles. War ein schönes Gespräch. Danke.

SPEAKER_00

Danke. Wenn du noch Menschen kennst, die diese Folge hören müssten, dann empfehle diesen Podcast gerne weiter oder bewerte ihn. Und ansonsten hören wir uns wieder in der nächsten Folge.