Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
In deinem Unternehmen soll mehr passieren – aber im Moment hängt zu viel an dir? Willkommen bei Faktor Führung – Verantwortung, Ergebnisse, Freiheit.
Dieser Podcast richtet sich an Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte, die verlässliche Ergebnisse wollen, ohne dass sie selbst zum Flaschenhals werden.
Du erfährst, wie du:
- Verantwortung bei Mitarbeitern verankerst, damit weniger nachgehakt, korrigiert und „gerettet“ werden muss,
- ein Führungssystem etablierst, das Verbindlichkeit, Tempo und Qualität in die Umsetzung bringt,
- dich selbst so führst, dass du Klarheit gewinnst, deine Energie schützt und dein Stresslevel steuerst,
- deinen Alltag strukturierst (Prioritäten, Delegation, Routinen), sodass du am Ende des Tages mehr Steuerung und bessere Ergebnisse hast.
Jede Folge ist kurz, direkt und praxisnah – für Führung, die entlastet und Wirkung erzeugt.
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Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
#269 - Warum moderne Führungskräfte KOMPLETT versagen?
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Heute möchte ich mit dir über etwas sprechen, was ich immer wieder in Betrieben erlebe.
Und glaub mir: genau DAS ist der Grund, warum so viele Führungskräfte es nicht schaffen die PS auf die Straße zu bringen!
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Herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge des Podcastes Umsetzungstempion. Ich bin fassungslos, wenn ich teilweise sehe, was Führungskräfte oder Unternehmer als eigenes Rollenbild haben. Und zwar von der Aufgabe, Menschen zu führen. Also ich bin wirklich fassungslos, ich bin überrascht, ich bin entsetzt, wenn ich das teilweise erlebe, was da für ein Selbstverständnis ist. Und ja, der Grund für mein Podcast ist jetzt wieder so ein Kundenerlebnis im wahrsten Sinne des Wortes. Und zwar, worum geht es? In dem Fall um Führungskräfte und um die Geschichte, dass sie Mitarbeitergespräche führen sollen. Und ich hoffe, wenn du das jetzt nicht hörst, sagst du nicht, was ist das denn? Und hier ist es so: größeres Unternehmen, wo von der HR-Abteilung ja der Auftrag kam, okay, ihr müsst Mitarbeitergespräche führen. Also, um es mal gleich vorneweg zu nehmen, in meiner Welt eine Selbstverständlichkeit. Ja, mein Gott, also wenn du Unternehmer bist oder Führungskraft bist, ja, dann musst du Menschen führen. Und führen heißt natürlich, ich muss mich mit denen auseinandersetzen, ich muss mit denen reden, ich muss mit denen kommunizieren. Und ja, natürlich muss ich auch ein Mitarbeitergespräch führen. Und in diesem Fall war wirklich, also ich könnte schon fast sagen, ich habe ein traumatisches Erlebnis daraus gezogen, war wirklich das Entsetzen groß, weil was kam? Oh, wann soll ich denn das noch machen? Ich habe gar keine Zeit. Und das zeigt mir immer wieder, wie völlig falsch das Bild ist bei den meisten Führungskräften oder Unternehmern, wie sie zu führen haben. Also was ist denn die Aufgabe? Ja, oder was ist denn die wesentliche Aufgabe, wenn ich Führungsaufgaben habe? Ich habe es eben schon gesagt, Menschen zu führen. Und wenn ich dann höre, ich habe keine Zeit dafür, weil ich in irgendeinem operativen Mist rumhänge und mein Tag voll ist mit irgendwelchen Aufgaben, aber ich keine Zeit habe zum Führen, dann mache ich etwas falsch. Und ich weiß, je nachdem, wo du gerade drin steckst oder du gerade stehst mit deinem Selbstverständnis von Führung, dass ich dann häufiger manchmal und auch in dem Fall so einen entsetzten Blick bekomme, irritierten Blick, ja, so nach dem Motto, ich habe gerade da eine virtuelle Backpfeife verteilt. Ja, wie soll das denn funktionieren, was ich hier alles zu tun habe, was ich alles machen muss? Nein, also bitte. Ja, ich weiß, es gibt viel zu tun. Die To-Do-Liste ist meistens länger als der Tag lang ist. Das kenne ich. Und ich kenne auch die Situation, dass man morgens irgendwie einen klaren Plan hat und mittags gar nicht mehr weiß, wo unten nur oben und unten ist. Das weiß ich alles. Aber trotzdem, Führungsaufgabe ist nicht teilbar. Führungsaufgabe ist dein Job, wenn du Menschen hast. Wenn jemand dir Menschen anvertraut hat, das heißt, du musst die führen. Und so etwas Banales wie ein Mitarbeitergespräch. Und dann kenne ich das ja aus Unternehmen auch immer, dann heißt das irgendwie Jahresgespräch. Dann wird einmal im Jahr unterhält man sich mit seinem Mitarbeiter. Und ich gucke da manchmal wirklich in Augen von Führungskräften in dem Fall, die dann schon stöhnen und sagen, hey, da muss ich mich ja darauf vorbereiten. Ach du Liebe Zeit. Und dann gibt es manchmal noch so Bewertungsgespräche, also Jahresgespräche, inklusive Bewertungsgespräche. Muss ich die auch noch bewerten, da muss ich mir noch Gedanken machen. Um Gottes Willen, da muss ich mir überlegen, was die den ganzen Tag machen. Und ich muss deren Arbeit bewerten und ich muss mir noch Beispiele überlegen. Was sage ich denn dann zu denen, warum ich die für gut oder für nicht so gut bewertet habe? Hallo? Wo sind wir denn? Das kann doch nicht wahr sein. Also nochmal, ich habe Menschen zu führen und dann weiß ich nicht, was die machen. Dann kann ich nicht belegen, warum die einen guten Job machen oder keinen guten Job machen. Also ich kann nur dazu sagen, also da hat jemand überhaupt nicht seine Aufgabe verstanden. Überhaupt nicht verstanden. Und die Mitarbeiter sind ja auch keine Maschinen, wenn ich dann immer höre, sie müssen funktionieren. Ja, was heißt denn funktionieren? Das sind Menschen. Das ist keine Maschine. Eine Maschine funktioniert. Die Frage ist, ob der Mitarbeiter den Job macht, den er machen soll. Aber das hängt natürlich auch im Wesentlichen mit demjenigen zusammen, der diesen Menschen führt. Und für mich ist es wirklich ein Rätsel, das nicht zu sehen, das nicht zu erkennen. Also dieses Bewusstsein nicht zu haben. Ich meine, klar, jetzt komme ich natürlich aus dieser Welt, wo ich anderen Leuten Führung beibringe. Was ist Führung? Wie geht Führung? Wie führt man Teams, Mitarbeiter, dass sie ihre Performance steigern, dass es nach vorne geht. Und ja, da müssen wir mal ganz vorne anfangen, aus meiner Sicht wirklich bei Punkt und Strichrechnung, bei dem Selbstverständnis, was ist eigentlich mein Job als Führungskraft? Was muss ich da eigentlich machen? Und Ausgangspunkt für diesen Podcast war ja dieses Thema, naja, Mitarbeitergespräch. Ja, natürlich ist es mein Job, Mitarbeitergespräche zu führen. Und wenn du nicht weißt, was deine Leute machen, dann ist das noch grausamer. Denn wer muss denn ihnen den Rahmen vorgeben? Wer erklärt ihnen denn, was Ihr Job ist? Wer gibt Ihnen denn Feedback? Und wenn ich dann wieder höre, wie auch in diesem Fall, ja, ich mache irgendwie, alle sechs Wochen mache ich ein Teammeeting. Anderthalb Stunden, Teammeeting. Ja, was ist das denn? Das ist ja nett. Ich meine, wenn wir mal irgendwie verstanden haben, wie so Teams funktionieren, wie Menschen funktionieren, ja, und jetzt habe ich selbst schon das Wort Funktionieren gesagt, Menschen ticken, das ist eigentlich mein Wort. Wenn ich verstehe, wie Teams Menschen ticken, dann weiß ich, dass in so einem Teammeeting ich nie als Chef irgendwie alles rausfinde und weiß, wo der Hase begraben liegt. Weil manche Menschen, die reden, manche Menschen reden nicht im Team. Manche Menschen wollen sich im Team profilieren. Die sind ganz anders, als wenn ich ein Vier-Augen-Gespräch mache. Außerdem will ich natürlich auch als Chef nicht unbedingt die Leute bloßstellen vor anderen. Das ist manchmal total ungünstig. Und ich weiß, das gibt es natürlich in der Praxis, ja, wo dann der Herr Müller den Herrn Meier erstmal vorführt vor allen anderen. Aber dann braucht man sich doch auch nicht wundern, wenn der Mitarbeiter dann völlig deprimiert und demotiviert ist und innerlich kündigt und seine Zeit einfach nur absetzt. Ist doch völlig logisch. So, also das sind alles so Themen, wo ich sage, was man da teilweise erlebt auf Führungsebene, das ist eine Katastrophe. Und ich glaube, es wird Zeit, dass wirklich hier ein ganz anderes Mindset entsteht und entstehen muss. Wie führe ich? Und gleichzeitig bin ich 100% überzeugt, dass die größten Produktivitätssteigerungen in einem Unternehmen in dem Thema Führung liegen. Wir brauchen nicht über Prozesse oder sonstige Sachen uns im ersten Schritt zu unterhalten, sondern es geht immer um Führung. Es geht immer um Führung, weil eben Menschen arbeiten und miteinander arbeiten, miteinander kommunizieren oder eben nicht kommunizieren, woraus dann häufig die größten Probleme entstehen. Aber es ist immer Führungsarbeit. Und um das auch nochmal ganz klar hier zu sagen: Führung ist nicht teilbar. Also die Verantwortung liegt ganz klar beim Chef. Natürlich hat auch jeder Mitarbeiter seine Verantwortung. Also wie komme ich hier zu meinem Job, wie interpretiere ich meine Aufgaben, wie arbeitswillig bin ich auch vollkommen klar. Da bin ich 100% dabei. Aber wenn wir jetzt mal das ganze Thema durch die Brille der Führung beleuchten, dann ist die Verantwortung hier auch ganz klar verteilt. Meine Verantwortung als Führungskraft ist es, meine Mitarbeiter zu führen. Und zu führen heißt, aktiv zu sein, mich aktiv mit den Mitarbeitern auseinanderzusetzen, zu verstehen, wie ticken die Mitarbeiter, mit ihnen proaktiv zu kommunizieren und nicht zusammen zu zucken, wenn ich dann einmal im Jahr, weil es total lächerlich ist, einmal im Jahr ein Mitarbeiter oder Bewertungsgespräch zu führen. Also das ist wirklich der Scherz in Tüten. Und ja, also du merkst vielleicht, ich habe da so ein Erlebnis gehabt, wo ich mich einfach aufregen musste. Und mein Plädoyer, also wenn du Chef bist oder Chefin bist, dann bitte, bitte sorge dafür, dass du proaktiv kommunizierst und es kann nicht sein, dass du nur einmal im Jahr ein strukturiertes Gespräch hast. Und ich weiß auch, um das jetzt auch nochmal zu sagen, ich kenne auch und es sind gerade Unternehmer, die häufig in ihren Job erst reingewachsen sind, die fragen mich dann oder gucken mich mit großen Augen an, wie Mitarbeitergespräche, strukturierte Mitarbeitergespräche gibt es bei mir nicht. Sondern da finden dann immer Gespräche statt, wenn es brennt. Also wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist und das ist natürlich auch immer zu spät. Also, Fazit: sei proaktiv unterwegs und kommuniziere regelmäßig mit deinen Mitarbeitern und mach optimalerweise regelmäßig Mitarbeitergespräche. Wenn du noch Menschen kennst, die diese Folge hören müssten, dann empfehle diesen Podcast gerne weiter oder bewerte ihn. Ansonsten hören wir uns wieder in der nächsten Folge.