Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
In deinem Unternehmen soll mehr passieren – aber im Moment hängt zu viel an dir? Willkommen bei Faktor Führung – Verantwortung, Ergebnisse, Freiheit.
Dieser Podcast richtet sich an Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte, die verlässliche Ergebnisse wollen, ohne dass sie selbst zum Flaschenhals werden.
Du erfährst, wie du:
- Verantwortung bei Mitarbeitern verankerst, damit weniger nachgehakt, korrigiert und „gerettet“ werden muss,
- ein Führungssystem etablierst, das Verbindlichkeit, Tempo und Qualität in die Umsetzung bringt,
- dich selbst so führst, dass du Klarheit gewinnst, deine Energie schützt und dein Stresslevel steuerst,
- deinen Alltag strukturierst (Prioritäten, Delegation, Routinen), sodass du am Ende des Tages mehr Steuerung und bessere Ergebnisse hast.
Jede Folge ist kurz, direkt und praxisnah – für Führung, die entlastet und Wirkung erzeugt.
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Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
#272 - Warum sie den weißen Kittel gegen ein Online Business getauscht hat - Dr. Christina Sternbauer
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Dr. Christina Sternbauer hat alles erreicht, wovon viele träumen und dann alles hinter sich gelassen. In diesem inspirierenden Interview erzählt sie, wie sie ihren sicheren Job als Ärztin aufgegeben hat, um als Unternehmerin ein neues Leben zu beginnen.
Erfahre, was sie wirklich dazu gebracht hat, das System zu verlassen, welche Ängste sie überwinden musste und wie sie heute Frauen (und Männer) weltweit inspiriert, ihre wahre Berufung zu leben.
➡️ Wenn du gerade an einem Wendepunkt in deinem Leben stehst – dieses Interview wird dich tief bewegen.
Wer ist Dr. Christina Sternbauer?
Christina ist Mentorin, Unternehmerin und Speakerin. Nach Jahren als Ärztin entschied sie sich für ein selbstbestimmtes Leben als Unternehmerin – mit dem Ziel, Frauen in ihre volle Kraft zu bringen.
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Herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge des Podcastes Umsetzungsschampchen. Ja, heute habe ich eine ganz spannende Frau aus Österreich im Podcast, und zwar die Dr. Christina Sternbauer. Und das Außergewöhnliche ist eigentlich an ihrer Karriere oder an ihrer Laufbahn, die sie genommen hat, nämlich vom Weißen Kittel als Ärztin zur Unternehmerin. Und das in sieben Jahren nicht nur gestartet, den Mut gehabt zu starten, sondern mittlerweile 15 festangestellte Mitarbeiter und wie ich gelernt habe, 30 Personen, die Geschenke kriegen. Also nochmal die gleiche Anzahl an, ich sage es jetzt mal, Freelancern. Und von daher freue ich mich riesig. Christina, heute auf unser Gespräch. Herzlich willkommen.
SPEAKER_01Danke, lieber Timo. Ich freue mich auch auf unser Gespräch.
SPEAKER_00So, ja, jetzt müssen wir natürlich gleich über diesen Wandel reden, oder den ich ja total spannend finde. Du hast zehn Jahre als Ärztin gelebt. Und ich meine, das ist ja ein Beruf, den man mit sehr viel Leidenschaft und, glaube ich, auch Berufung macht oder viele. Also ich denke jetzt an meinen Vater, der ist selber Arzt. Was war dann der Auslöser, dass du so einen ganz anderen Weg irgendwann eingeschlagen hast?
SPEAKER_01Also der Auslöser war tatsächlich in einem Nachtdienst. Ich habe in der Psychiatrie gearbeitet und hatte zu der Zeit quasi als Assistenzärztin Nachtdienst. Und ich weiß noch, wie ich so um drei Uhr nachts in so einem Krankenhausflur saß und mir gedacht habe, das ist nicht das, was ich wollte. Das ist nicht das, was ich wollte. Ich wollte nicht Menschen. In der Nacht musste ich ein paar Menschen aufnehmen und auch dann medizieren und fixieren und ihnen wie auch ihre Freiheit nehmen. Ja, zum Schutz und ja aus der Notwendigkeit heraus. Aber das sind so Situationen, die waren immer unschön, wenn du einen psychisch kranken Menschen oder einen lierenden Menschen wirklich so versorgen musst auf diese Art und Weise und ihn gegen seinen Willen festhalten musst. Und ich war in dieser Nacht irgendwann an einem Punkt, wo ich gesagt habe, das war nie mein Wunsch. Ich wollte immer wissen, was macht uns Menschen eigentlich glücklich macht und habe ja deshalb auch die Psychiatrie und Psychotherapie gewählt als Fach, weil ich wissen wollte, wie funktioniert das mit der Seele und mit dem Herz und warum gibt es glückliche und warum gibt es unglückliche Menschen. Aber ich habe die Antworten halt nicht gefunden im medizinischen System. Und habe dann entschieden, oder durch Zufall lag da so eine Zeitschrift in diesem Flur, und die habe ich so durchgeblättert in der Nacht um drei Uhr. Und in dieser Zeitschrift stand so eine Kolumne, also es ist wirklich so, wo eine Coachin erzählt hat, dass in diesen Zeiten, wo alles digital wird, man sein Coaching-Business aufbauen kann. Und zwar von überall auf der Welt. Und mich hat das da mitten ins Herz gespült und gesagt, das ist mein Calling, das will ich eigentlich machen. Ja, und dann habe ich gelernt, wie das geht. Und sieben Jahre später oder siebeneinhalb Jahre später ist das draus entstanden, was ich heute leben darf. Und das ist sehr, sehr schön.
SPEAKER_00Wow. So, das hört sich natürlich wunderbar an. Und jetzt ist natürlich für mich so die große Frage: so einfach von A nach B geht es ja gar nicht. Als du diese Nacht hattest, gab es irgendwann morgen, also du doof gefragt, wie ging es dann weiter? Also hast du am nächsten Morgen deine Kündigung geschrieben, hast gesagt, ich bin hier durch und ich starte jetzt mal das andere Business oder wie hast du das geschafft?
SPEAKER_01Das habe ich so nicht ganz. Es war so, dass ich während, also ich bin ein sehr sicherheitsbedürftiger Mensch, wenn es ums Versorgen, um Finanzen geht in Wirklichkeit. Also ich bin sehr mutig in vielen Bereichen, aber ich wollte einfach immer safe sein. Und vor allem war ich damals die Hauptverdienerin und habe quasi mit meinem Gehalt, da hat meine Familie davon gelebt. Und ich habe, nachdem ich ein Webinar besucht habe und man mir gezeigt hat, wie man denn eigentlich einen Online-Kurs und wie vermarktet man das, habe ich das nebenbei gemacht. Und ich bin ein Mensch, der sehr effizient arbeiten kann und sehr performant ist. Und ich habe mir dann meine Hauptarbeit so strukturiert, dass ich in meiner Arbeit, weil ich hatte zwei kleine Kinder, die waren zwei und fünf Jahre alt, dass ich in meinen sechs Stunden Arbeitszeit, die ich hatte, oder in den Nachtdiensten, die dann obendrauf kamen, dass ich da tatsächlich 80 Prozent meines Business aufgebaut habe. Oder eben abends, wenn die Kinder wieder ins Bett gegangen sind, nach der Arbeit war Familienzeit und abends habe ich dann ab 8 Uhr bis elf mein Business aufgebaut. Und das ist, wenn du schon sagst, es geht nicht von heute auf morgen, oder das ist ja kein gerader Weg, das war schon eine Zeit, die sehr fordernd war und sehr intensiv. Ich habe ja 40 Stunden gearbeitet, zwei kleine Kinder, aber diese Leidenschaft dafür, in dieser Welt was zu verändern und Menschen zu helfen, glücklich zu werden, war so groß und ich hatte so einen Spaß daran, dass ich das einfach gemacht habe. Und zwar so lang, bis ich den Gehalt, den ich als Ärztin verdient habe, quasi ersetzt hatte durch meine Selbstständigkeit, die ich dann quasi auch angemeldet hatte nebenbei. Und habe dann gekündigt, als klar war, okay, irgendwann kommt man an den Punkt, wo man sagen muss, so, wenn ich jetzt weiter wachsen möchte mit meiner Selbstständigkeit, dann brauche ich mehr Zeit. Das ging dann nicht mehr. Und dann habe ich entschieden, ich kündige. Und das war dann 2019 habe ich einen weißen Kittel an den Nagel gehängt. Und da war aber noch eine Situation, die sehr ausschlaggebend war, die für dich oder für die Zuhörer ja wahrscheinlich bekannt ist. Und zwar hatten wir ein Urlaubsantrags-Genehmigungsmeeting. Ich weiß nicht, ob es das schon mal jemand gehabt hat, wo dann der Chef kommt mit diesen ganzen Zetteln, die man Monate vorher ausgefüllt hat und dann quasi sagt, genehmigt, genehmigt. Und bei mir hat er halt gesagt, Sternbauer, für Sie habe ich heute keinen Urlaub. Und ich habe gesagt, mir ist alles, ich meine, what kann jemand über meine Lebenszeit bestimmen? Wie kann jemand mir sagen, ich kann im Sommer nicht auf Urlaub fahren? Wie kann das passieren? Wo bin ich hier gelandet? Und in mir war dann wirklich so dieses Gefühl, wie kam ich überhaupt hierher? Das wollte ich nicht. Und das war am Ende der ausschlaggebende Punkt. Da habe ich wirklich kurz danach gekündigt und gesagt, nee, ich will nie wieder bestimmt werden von irgendjemandem, sondern ich bestimme ab jetzt, wann, wie und was. Und ja, das war 2019 im Juni, und danach habe ich seitdem mache ich nur mehr meine Sachen.
SPEAKER_00Und das ist ja sehr, sehr erfolgreich, wie ich weiß. Jetzt, bevor wir über das alles, ich sag mal über die Jetzt-Zeit reden, nimm uns nochmal so ein bisschen mit. Also wir haben uns ja vor ein paar Wochen erst in Kenia getroffen, da weiß ich, kann ich mich daran erinnern. Da haben wir uns ja auch intensiv unterhalten. Und da hast du gesagt, unter anderem, naja, also du hast beides kombiniert. Also du warst in Anführungszeichen im Krankenhaus und hast nebenbei Online-Kurse geguckt oder sowas, wenn ich das so richtig in Erinnerung habe. Also erzähl nochmal, wie war das? Weil das ist ja auch nicht selbstverständlich.
SPEAKER_01Ja, also heute darf ich es ja sagen, mir kann ja keiner mehr was, aber ich habe damals wirklich, ich bin immer von halb acht bis halb zwei in der Arbeit gewesen oder plus dann 24 Stunden obendrauf. So waren meine Arbeitszeiten. Und ich habe immer alles, was ich für meine ärztliche Tätigkeit machen musste, habe ich einfach in den ersten zwei Stunden des Tages ratzfatz, total schnell und effizient erledigt, so das möglich war. Ich war eine von denen, die nie über Stunden gemacht haben. Das ist vielleicht Glück, Talent, whatever. Ich war sehr schnell in dem, ich bin sehr schnell in dem, was ich tue. Und habe dann die restlichen vier Stunden mich in meinem Arztzimmer verkrochen, war natürlich immer erreichbar. Und wenn es was zu tun gab, habe ich das schon gemacht. Aber ich habe dann Business gemacht tatsächlich. Irgendwann habe ich mir dann überlegt, ich würde eigentlich auch gerne schon coachen, als ich dann Kunden hatte, am Vormittag, damit ich nachmittags für meine Kinderzeit habe. Und habe mir dann eine Dienstwohnung genommen, dort am Gelände, und bin halt dann, nachdem ich alles auf der Station erledigt habe, mit meinem Telefon darüber marschiert, war ja immer erreichbar und habe dann dort in meinem Krankenhaus, illegalerweise natürlich, aber war mir wurscht, warum mir das wurscht war, weil ich mir dachte, mein Weg ist das, und habe dann mein Laptop aufgeklappt und habe dort, habe den Kittel da wirklich neben, der hing nebendran. Und ich habe auf die Station hinschauen können und da habe ich dann gecoacht und mich fortgebildet und Videos geguckt und mich ausgebildet im Thema Marketing, im Thema Verkaufen, im Thema Social Media Sichtbarkeit. Das heißt, die ersten zwei Jahre, ja, kann man ja jetzt sagen, war ich ein bisschen, habe ich halt die Grauzone ausgenutzt und habe es dort gemacht und das war schon cool, weil so habe ich überhaupt mein Leben unter den Hut gekriegt. Weil du als, ich musste ja zu Hause trotzdem für die Kinder da sein. Oder ich wollte es auch. Das war mir auch wichtig. So habe ich das gemacht.
SPEAKER_00Genau, also ich würde jetzt mal in meinen Worten sagen, du warst absolut committed, ja. Also einen Weg zu finden. Wenn du jetzt zurückblickst, gibt es da für dich irgendwie einen Grund, warum du das so geschafft hast? Weil ich meine, auch in deinem jetzigen Job oder wenn ich jetzt überlege, glaube ich, gibt es viele Menschen, die sind in ähnlichen Situationen wie du. Sagen, okay, mein Job passt mir nicht, ich fühle mich hier nicht wohl, ich will dann frei haben, wann ich frei haben will. Die schaffen es aber nicht. Was würdest du sagen? Was waren vielleicht der Grund oder die Gründe, warum du es dann auch so durchgezogen hast mit dem Commitment und auch, ich sag jetzt mal, mit der Kreativität zu sagen, okay, vielleicht kann ich auch die Zeit noch besser nutzen.
SPEAKER_01Ich glaube da das, was du schon ansprichst, ist ja der erste Punkt. Dieses hundertprozentige Commitment zu einer Zukunft, die es noch gar nicht gibt. Weil wenn du im Hier und Jetzt bist und was erreichen möchtest, dann wettest du ja eigentlich auf dich selber. Und ich habe einfach wirklich in mir geschworen, ich mache das so lange, bis es erfolgreich ist. Und ich wette auf mich selber und ich gehe diesen Weg. Es gab gar nicht. Viele Leute haben so einen Plan B. Den hatte ich nur insofern, dass ich gesagt habe, ich mag nicht diesen Druck Geld verdienen zu müssen haben. Also ich möchte einfach sicher sein und spielen können, aber ich hatte keinen Plan B für mein Leben damals. Ich wusste, entweder bin ich Ärztin und dann wäre ich das auch geblieben, oder ich werde jetzt das Coach, was meine Leidenschaft war. Ich war ja schon ausgebildet, ich hatte schon ganz viele Coaching-Ausbildungen, Seminare immer besucht. Also es gab aber keine weitere Option. Und das eine war mir klar, das Arztsein hätte ich schon weitermachen können, aber es hätte mich viel gekostet. Ich wusste damals, du weißt ja, als Ärztin sehr genau, zwei Jahre später fällst du in das Gehaltsschema, fünf Jahre später in das. Es ist so vorhersehbar. Du weißt ganz genau, wie der Weg ausschaut oder eine eigene Praxis. Und dann war mir klar, diesen Weg könnte ich gehen, aber den will ich nicht. Und das heißt, dieses Commitment zu der Zukunft, die es noch nicht gibt. In dem Ausmaß habe ich übrigens auch nie wieder gehabt danach. Das war sicher ein ausschlaggebender Punkt. Und wirklich, und das Zweite, was dann dazu kommt, ist eine enorme Disziplin. Ich glaube, dass viele Menschen glauben, dass Erfolg, was easy peasy, fällt über Nacht vom Himmel. Und ich glaube auch, dass Disziplin absolut unterbewertet ist als Wert in unserer Zeit, sondern dass viele Menschen viel höher werden, Flow oder es muss leicht gehen oder muss ich gut anfühlen. Und ich habe viel Leistungssport gemacht früher und mir war schon klar, wenn ich gewinnen will, dann muss ich auch durch Phasen gehen, wo es nicht angenehm ist und die Dinge so lange üben, bis das Ergebnis da ist. Das sind, glaube ich, die Hauptzwei, wenn man mich heute fragt, wie wird man erfolgreich, dann sind das die zwei ausschlaggebenden Eigenschaften, die man kultivieren darf. Und die dritte vielleicht noch ist, Erfolg heißt ja immer nur oder ist die Folge von etwas. Und wenn ich ein Ziel erreichen möchte, dann muss ich halt das lernen, was ich dazu brauche, um dieses Ziel zu haben. Also auf der Fähigkeiten-Ebene, aber auch auf der Mindset-Ebene. Und wenn ich das Ziel noch nicht erreicht habe, dann habe ich halt vielleicht noch nicht genug gelernt. Es fehlt noch eine Fähigkeit oder ein Belief System oder ich habe es noch nicht oft genug geübt. Also es gibt kein Geheimnis und es gibt kein Glück, sondern es gibt ein, ich mache es so lange, bis ich da bin und ich lerne und tue das. Ich glaube, das, das habe ich jetzt ausführlich beantwortet, aber das ist das, wo ich heute zurückschaue und sage, krass, ja. Und es war wirklich so, dass ich Monate am Anfang, gab es kein Netflix, gab es kein Fernsehen, wenn die Kinder ins Bett gegangen sind, habe auch auf Freunde verzichtet. Also ich habe tatsächlich auch, wenn wir eingeladen waren, habe ich damals mit meinem Geschäftspartner oft gesagt, nee, uns ist jetzt das wichtiger. Dieses Invest in diese Zukunft, die es noch nicht gibt. Und diesen unerschütterlichen Glauben, dass das erlebbar wird, hat am Ende den Erfolg ausgemacht.
SPEAKER_00Okay, also du bist committed, du hast Disziplin, du sagst Termine up. Jetzt unterstelle ich dir was und sagst, ob ich da richtig liege oder nicht. Of this gab es doch bestimmt so ein Moment where du vielleicht gefragt hast, Mensch, hey Christina, ist das richtig, was du machst? Oder gab es diese Moment? Gab es diese Zweifel, and wie bist du mit diesen Zweifeln umgegangen? Und augenscheinlich hast du sie ja in Anführungszeichen besiegt. Also wie hast du das gemacht?
SPEAKER_01Also, das hast du mir ganz richtig unterstellt. Es gab viele Zweifel, es gab viele schlaflose Nächte, es gab viele Momente, wo ich hinschmeißen wollte, und die gibt es auch immer noch. Auch das ist ein Mythos, dass das jemals aufhört, was sich verändert jetzt, um dann die Frage zu beantworten, ist, der Umgang damit ist ein souveränerer geworden. Man kennt sich und seine Zweifel und seine Phasen kennen. Und was ich damals gemacht habe, war, ich habe klar, ich glaube, dass ich schon damals sehr gut war, mich selber zu führen. Wie gesagt, ich war ausgebildete Psychotherapeutin, ich habe Coaching-Ausbildungen gehabt, ich war schon ganz gut im Leben stehend und ich bin damit umgegangen. Wenn Zweifel kamen, habe ich die reflektiert und habe manchmal, Zweifel kommen ja immer dann, wenn du, also aus meiner Sicht, mein Framing dazu ist, dass Zweifel dann kommen, wenn du eigentlich genau auf dem richtigen Weg bist, weil du aus dem Gewohnten, aus der Komfortzone rausgehst. Da, wo du dich auskennst und wo es bequem ist, kommen keine Ängste und keine Zweifel für normal. Das heißt, ich habe Angst und Zweifel und oh Gott, ich weiß gar nicht, wie es geht, immer als Anzeichen genommen, du bist auf dem richtigen Weg.
SPEAKER_00Okay, das ist eine schöne Interpretation. Ja?
SPEAKER_01Ich habe sozusagen diese Zweifel immer, die waren da, ich habe sie registriert und ich habe ihnen irgendwann aber keine Aufmerksamkeit geschenkt, sondern mir war immer klar, je größer ich werde, das bedeutet ja auch, je mehr Sichtbarkeit, je größer, je mehr Familie von außen ankommt und sagt, was machst du da jetzt eigentlich? Wie? Du willst nicht mehr Ärztin sein? Jetzt haben wir dich studieren lassen, haben alles bezahlt, jetzt schmeißt du den sicheren Job hin, das kannst du doch nicht machen. Desto klarer wurde ich eigentlich, dass dieser Weg richtig ist. Und man kann ja auch den Spieß umdrehen und das Alte dann auch anzweifeln. Ein Zweifel, ist das der richtige Weg? Ich wusste sehr klar, dass dieser alte Weg der nicht der richtige Weg ist. Und ich glaube, dass es Ängste und Zweifel, wenn man neue Wege geht, dass die immer da sind. Diejenigen, die aber am Ende damit, die am Ende erfolgreich sein werden und ihre Ziele erreichen, die lassen sich davon halt nicht stoppen. Oder zumindest nicht lang. Auch ich hatte mal eine Woche, wo ich dann halt voll im Zweifel war. Aber dann habe ich mich wieder erinnert, was will ich wirklich und wo will mein Herz hin und wo bin ich committed und dann bin ich wieder weitergegangen. Also dieses, ich glaube, wer sich stoppen lasst davon, der verliert.
SPEAKER_00Ja, sehr schön. Also gefällt mir sehr, sehr gut diese Umwandlung. Also häufig sehen wir das ja so: das sind Zweifel und ich lasse mich da tendenziell stoppen. Und wie du es gesagt hast, okay, ich kann ja auch aus einer anderen Sicht da drauf schauen und sagen, okay, die Zweifel sind eigentlich Wegweiser, ich bin richtig unterwegs, weil ich bin auf dem Weg zu etwas Neuem. Jetzt habe ich verstanden, okay, viel Disziplin, du hast ja deinen Weg gefunden und jetzt gleichzeitig denke ich immer noch darüber nach. Also ich habe noch das Bild, so ein 24-Stunden-Dienst ist ja jetzt auch nicht so easy peasy Urlaub, sondern ist ja auch richtig anstrengend, gerade wenn man dann vielleicht auch in der Nacht öfters wach war, nicht richtig schlafen konnte. Wenn du dann noch mit einem Auge gucken konntest, hast du nochmal zwei Videos dir reingezogen, dann bist du nach Hause. Dann so zwei Kids in dem Alter, drei, fünf Jahre, die sind jetzt auch nicht unbedingt, sitzen auch nicht wie Buddhas auf dem Sofa und sagen, okay, Mama, ich meditiere die nächsten acht Stunden, bitte nicht stören. Also, da ist ja auch Leben, beziehungsweise die wollen dann ja auch Mama, Mama, Mama. Wie ging es dir mit deiner Energie? Also warst du auch mal richtig erschöpft oder hast du, wo hole ich die her? Und wie hast du es dann trotzdem hingekriegt?
SPEAKER_01Also, natürlich war ich auch mal richtig erschöpft, klar. Also das braucht man nicht beschönigen. Es gab auch Nachtdienste, wenn ich heimkam in der Früh oder eben erst am, manchmal habe ich ja 36-Stunden-Dienste gemacht, um Zeit zu sparen, nicht hin und her fahren zu müssen. Da ist man schon müde und fertig und dann habe ich halt an dem Tag nichts gemacht. Aber ich glaube zu sozusagen, dass ich eine hohe Regenerationsfähigkeit habe, auch jetzt noch. Also die Frage, wieso hast du immer so viel Energie hast, die kriege ich auch jetzt noch oft. Und ich glaube, dass man sehr viel im Leben machen kann und viel Energie generiert, wenn man so grundsätzlich in einem Art, ich sage dazu, Grundtonus ist. Also die Dinge einfach in Ruhe macht. Und das habe ich damals schon gemacht. Und das mache ich auch heute noch, wenn ich schlafe, dann schlafe ich. Und wenn ich keine Lust habe, jetzt irgendwas, oder wenn die Energie nicht da ist für mein Business, dann höre ich da auch auf mich. Aber dann, wenn sie da ist, mache ich halt, was es braucht. Ich bezeichne mich ja eigentlich als faul, weil ich wirklich gerne auch einfach im Pyjama und in der Jogginghose gar nichts tue. Aber wenn ich es dann tue, dann hocheffizient. Und das ist so mein persönlicher Weg. Ich versuche immer zur richtigen Zeit das Richtige zu tun und nicht im Übermaß. Und ich bin keine Perfektionistin, das ist ja bei vielen auch so ein Ding. Ich habe die Dinge halt einfach gemacht und da habe mich da an das Motto gehalten, beginne bevor du bereit bist auch. Ich hatte ja keine Ahnung von gar nichts, von Social Media nicht, von Verkaufen nicht, von Rechnungsschreiben nicht. Ich war eine Ärztin, die alles vorgekaut wird in einem System. Das heißt, ich habe alles mir selber beibringen müssen oder gelernt. Und habe aber tatsächlich halt nie unnötiges Zeug gemacht. Ich glaube, ich mache wenig unnötige Dinge in meinem Leben. Auch jetzt noch. Und ich folge sehr der Energie und dem Flow einfach.
SPEAKER_00Genau, du hast ja eben gesagt, die richtigen Dinge tun. Jetzt kann ich mir vorstellen, da hören jetzt viele zu und sagen: Super, Christina, finde ich einen guten Ansatz, die richtigen Dinge tun, bin ich d'accord. Aber ich stelle mir immer die Frage, was sind denn die richtigen Dinge? Also hast du da irgendwie so eine Idee oder Tipp, wie finde ich heraus, was sind die richtigen Dinge, was sollte ich tun?
SPEAKER_01Ich habe einen Tipp, aber der ist ja ein bisschen, ich bin ja so eine Energietante auch manchmal, so ein bisschen spiere energetisch. Und ich kann nur sagen, es hat mir sehr viel gebracht. Ich habe eine kleine Technik, die ich sehr früh angewendet habe, wenn mir auch vieles zu viel war. Man hat ja eine To-Do-Liste, die ist ja unendlich lang. Die hört auch nie auf.
SPEAKER_00Kenne ich nicht. Nein.
SPEAKER_01Du hast die nicht und alle anderen hier nicht. Also bei mir war es so, ich hatte gefühlt eine To-Do-Liste, die unendlich lang war. Und was ich dann immer gemacht habe, erstens habe ich die To-Do-Liste umbenannt in to manifest-Liste zu manifestieren. Weil das für mich schon mal eine andere Energie hat, weil ich immer für mich das Gefühl habe, manifestieren tue ich ja nicht nur alleine, als kleine Christina, sondern da gibt es ganz viele, das kann ja irgendwie passieren. Und dann habe ich einen Glaubenssatz für mich entwickelt oder ein Weltbild, wo ich gesagt habe, also mein bester Mitarbeiter, mein bestes Teammitglied ist eigentlich das Universum. The Universe. Und das Universum weiß immer ganz genau, was richtig ist und was es jetzt zu tun gibt. Und dann bin ich also immer hergegangen und wenn ich jetzt, sagen wir mal, zehn To-Dos zu tun hatte und wusste, schaffe ich eh nicht alle, ich schaffe drei, dann habe ich die Frage gestellt, was will denn heute gemacht werden? Oder was will jetzt umgesetzt werden? Genau jetzt. Und wenn man es jetzt mal wirklich vielleicht energetisch betrachtet, kommt sofort eine Antwort erstens. Und in meinem Weltbild habe ich mir dann quasi erklärt, ja gut, dafür ist wie ein Kanal offen oder der Support ist da, die Energie ist da, und dann habe ich das gemacht. Und dann habe ich weitergefragt, was ist denn jetzt dran? Was will denn heute durch mich in die Welt? Was will denn heute erledigt werden? Jetzt, in der Stunde, die ich jetzt habe. Und dann habe ich das gemacht und habe mich da sehr führen lassen, ohne aber zu prokrastinieren. Also die Dinge, die dann zu tun waren, die habe ich dann auch gemacht. Und das ist für mich eine, vielleicht klingt das für den einen oder anderen hier crazy, aber ich kann nur sagen, für mich hocheffizient, weil ich immer dem Flow gefolgt bin. Und ich glaube, das kennt jeder. Man nimmt sich vor, ja, heute schreibe ich an meinem Buch von 10 bis 12. Und dann ist überhaupt nicht das Gefühl da, dass das jetzt geil ist. Und dann macht man es trotzdem und eigentlich denkt man sich, um zwölf hätte ich gleich bleiben lassen können.
SPEAKER_00Ja, jetzt habe ich aber eine Frage, weil das ist ja spannend. Auf der einen Seite hast du ja gerade gesagt, also Disziplin ist ja ganz, ganz wichtig und bring dich voran. So jetzt sehe ich gerade denjenigen, der gerade versucht, ein Buch zu schreiben und der gerade von zehn bis zwölf sich das eingetaktet hat und hat jetzt die ersten zehn Minuten gehört und hat gesagt, naja, ich habe von Christina gelernt, Disziplin, also zehn bis zwölf, ich muss leider den Podcast jetzt unterbrechen, weil Disziplin, ich muss jetzt erstmal ein Buch schreiben. Er hat das Buch geschrieben, zwei Stunden, hört weiter, merkt, okay, hat keinen Spaß gemacht, Käse, ich hätte jetzt erstmal mit wem auch immer sprechen sollen, und dann wäre vielleicht was anderes dran gewesen. Wie würdest du dieser Person jetzt helfen oder wie kann er das so machen wie du auch? Also wie nimmt man jetzt wahr oder wie kommuniziert man mit dem Universum oder wie nimmt man Energien wahr oder wie spürt man, was jetzt da dran ist? Oder also für alle, die jetzt gerade zwei Stunden Buch geschrieben haben, leider.
SPEAKER_01Also ich will nicht, dass es jetzt zu crazy klingt, aber ich glaube, wenn man eine Frage stellt und ein bisschen achtsam ist auch auf seinen Körper, dann fühlt man die Antwort. Und für mich schließt sich sozusagen Disziplin und zu fragen, was will jetzt, wofür ist jetzt die Energie richtig, nicht aus. Sondern wenn ich da zehn Dinge habe und eins davon ist, ich habe, keine Ahnung, heute von 8 bis 14 Uhr freie Zeit, die ich mir einteilen kann. Da ist Buchschreiben drin, da ist Podcast-Aufnehmen drin, da ist, also eigene, nicht jetzt Interviewtermine, da ist YouTube-Videodrehend drin, da ist sonst was drin, dann zu fragen, was will jetzt genau gemacht werden. Jetzt, was ist das Erste, was jetzt gemacht werden will? Dann habe ich über vielleicht auch meinen Körper oder die Wahrnehmung, okay, das YouTube-Video, habe ich eine Antwort bekommen. Und oft, wo dann die Disziplin reinkam, war dann schon oder ist jetzt auch noch so, wenn ich dann schon ein YouTube-Video gedreht habe, und ich habe noch drei weitere Themen, die ich drehen möchte, dann habe ich schon die drei weiteren auch noch gemacht. Weil das Ding ist, viele Menschen glauben, der Flow von Flow passiert von alleine, aber Flow passiert, wenn du gestartet hast. Also Flow kommt nicht vorher und dann starten wir unsere Tasks, sondern ich habe gefragt, was will heute gemacht werden? Und ich habe nicht gefragt, worauf habe ich Lust. Auch das ist noch ein Unterschied. Sondern ich habe gefragt, was will gemacht werden? Und dann waren da auch manchmal Dinge, wo ich dachte, boah, nee, da habe ich überhaupt keine Lust drauf, aber gut, dann mache ich das halt jetzt.
SPEAKER_00Da kommt die Disziplin dann, ne?
SPEAKER_01Genau. Wenn die Antwort ist, das will gemacht werden, dann wurde das gemacht. Wenn Chef Universe sagt, das ist jetzt dein Job, und vielleicht, das kommt vielleicht, also um es jetzt mal in pragmatischeren Worten auszudrücken, ich habe als Ärztin zum Beispiel eine der blödesten Arbeiten ist, Arztbriefe schreiben. Wenn dein Patienten auf der Psychiatrie eineinhalb Jahre, zwei, drei Jahre zum Teil forensik, also die Straftäter, man musste einen Dreijahres-Brief schreiben. Das sind 100 Seiten, wo du alles zusammenfassen musst. Das ist was, was wirklich unangenehm ist. Als das aber dran war, weil der entlassen wird, dann habe ich das nicht diskutiert mit mir. Und viele Menschen diskutieren dann, oh, ich habe keine Lust, ich mach's morgen. Und sondern es war, das ist jetzt dran, der will in einer Woche entlassen werden, das muss fertig sein. Und dann habe ich es einfach gemacht. Ich habe diese ganzen inneren Diskussionen mit meinem inneren Schweinehund nicht mehr. Sondern was will jetzt gemacht werden? Okay, da ist gut, dann wird es gemacht. Und das macht es ja effizient. Und trotzdem im Flow, also das ist jetzt eine weibliche Art, vielleicht in den Flow zu kommen, dass ich das ja gar nicht alleine machen muss. So, meine Ansicht ist, ich bin hier in der Welt für etwas und ich muss das nicht alleine machen. Ich bin nicht im Tun die ganze Zeit, ich muss, ich muss, ich muss, sondern ich bin ja gar nicht. Wenn mein Auftrag das ist, was ich jetzt hier mache in der Welt, dann bin ich nicht allein. Das ist mein Auftrag. Und dann gibt es aber einen Auftraggeber. Wer ist denn das dann?
SPEAKER_00Das ist eine gute Frage, ne? Also die muss wahrscheinlich jeder für sich selber beantworten. Aber jetzt vielleicht doch nochmal eine Frage, oder ich höre es gerade hier in meinem rechten Ohr von einem Buchschreiber, der jetzt zwei Stunden Buch geschrieben hat, und der gesagt hat: Ja, Christina, okay, habe ich verstanden, aber da gibt es noch diesen Quatsch in meinem Kopf. Und dieser Quatschi hat mir jetzt aber noch eine wahnsinnig gute Story erzählt, das ich gerade falsch gefühlt habe. Hättest du da für diesen Fall auch noch ein Rezept, sage ich mal. Also dieses Wahrnehmen auf der einen Seite intuitiv, okay, das ist jetzt dran, und dann gibt der Kopf halt der Quatsch im Kopf halt auch nochmal so seinen Kommentar ab oder ist das bei dir nicht so gewesen?
SPEAKER_01Doch, das war schon so bei mir und den Quatsch habe ich immer noch, weil Unternehmer werden heißt auch, viele Dinge machen, die zu nichts führen. Wir sehen ja immer nur den Erfolg, wir sehen das Buch, wir sehen die Social Media Präsenz, wir sehen, hören so ein Podcast-Interview, aber wie viele Fails da dabei waren, das sieht man ja nicht. Das kann ja auch gar nicht gezeigt werden. Wir sehen ja das Ergebnis. Diesen Quatsch, den hatte ich auch, den habe ich auch. Und da ist ein bisschen so dasselbe wie mit den Ängsten und den Zweifeln, wie viel Aufmerksamkeit gebe ich denn dem, weil am Ende des Lebens wissen wir doch erst, was richtig und falsch war.
SPEAKER_00Das stimmt.
SPEAKER_01Und ich kann ja jetzt heute, ich gebe mal ein Bild, weil du kann heute ja noch gar nicht wissen, welche Abzweigung richtig und falsch ist. Und oft fühlen sich Wege falsch an und wir rebellieren dagegen und sagen, warum ist mir das passiert und wie doof. Und ich möchte die Entscheidung rückgängig machen. Und am Ende war es aber genau der richtige Weg. Ein Jahr später, wir verstehen ja das Leben immer nur im Rückblick und nicht nach vorne. Und das ist quasi diese Haltung, ich wette auf meine Zukunft, die es noch nicht gibt. Bin mir vollkommen bewusst, dass ich auf diesem Weg viele Fehlentscheidungen treffen werde und Fehler machen werde und Rückschläge erleiden werde, aber ich weiß, ich komme an. Und am Ende weiß ich nicht als kleiner Mensch, ob nicht all die Fehler, Rückschläge, Falschabzweigungen nicht doch exakt genau dorthin geführt haben. Das kann ich erst im Rückblick wissen. Also ich weiß heute viele Dinge, die ich natürlich nicht mehr machen würde, wo ich aber gar nicht weiß, die ich nicht mehr machen würde, wo ich aber gleichzeitig eine Dankbarkeit empfinde, dass sie so waren, wie sie waren, weil sonst wäre ich hier nicht.
SPEAKER_00Jetzt hast du mich natürlich neugierig gemacht, wenn wir jetzt mal auf die letzten sieben Jahre deines Unternehmerbusiness gucken. Was wären denn so ein, zwei Punkte, wo du sagst, wenn ich da heute nochmal stehen würde, definitiv anders machen.
SPEAKER_01Definitiv würde ich sehr gut hinschauen, mit wem arbeite ich zusammen. Von Anfang an würde ich hergehen und die Menschen, die in mein Team kommen oder mit mir zusammenarbeiten, würde ich sehr viel klarer sein. Aber auch da, Timo, kann ich dir sagen, das weiß ich jetzt erst, weil ich Erfahrungen gemacht habe. Ganz pragmatisch vielleicht, ich würde alles vertraglich regeln, das darf man aber auch lernen. Auch das wusste ich ja nicht in meiner Naivität, die kleine Christina wird jetzt hier Online-Coach und erobert die Welt. Heute weiß ich, heute mache ich nichts mehr ohne Verträge oder fast nichts mehr, und ohne NDAs und solche Dinge, um mich zu schützen, auch. Das ist zum Beispiel etwas, wo ich sehr klar jedem rate, von Anfang an rechtlich gut aufgestellt zu sein. Was ich nicht mehr machen würde, sind so manche Investitionen, wo ich nicht so viel rausgenommen habe. Aber auch da sage ich dann, vielleicht war es nur ein Puzzlestein, den ich da mitgenommen habe, den ich heute brauche. Und ich habe gerade eine Geschichte, die kann ich auch hier gar nicht erzählen, so genau, aber ich wurde um sehr viel Geld betrogen und das ist noch nicht ausgesessen. Aber ich wette in zwei Jahren, sage ich dir, wenn du mich nochmal fragst, bereust du es und wahrscheinlich nicht. Wahrscheinlich würde ich sagen, es war so notwendig, um dieses Level zu erreichen, diese Erfahrung zu machen.
SPEAKER_00Jetzt würde mich mal interessieren, also ich gebe da in allem total recht. Und jetzt genau so rückblickend das so zu erzählen und auch, ich sage mal, das Geschenk da drin zu sehen oder den Mehrwert oder die Entwicklung oder was auch immer, das ist ja das eine. Das andere ist ja, man ist gerade mittendrin in der Soße, ja. Und dann ist er meistens jetzt nicht irgendwie Wohlfühlphase, sondern eher emotional in die andere Richtung. Wie gehst du damit um? Also wenn irgendwas passiert, diese Art, oder wenn du vielleicht nochmal zurückblickst an so eine Situation, wie gehst du damit um, um dann auch diesen Weg zu gehen oder zu schaffen? Weil, ich meine, ich erlebe auch immer wieder Menschen, die haben auch solche Erlebnisse, die sind aber dann eine Woche, einen Monat, ein Jahr, zehn Jahre und manch ein ganzes Leben lang hängen die noch in der Situation fest und bezeichnen die Situation als das Gegenteil von Geschenk, sondern als das Übel, was das Leben vielleicht kaputt gemacht hat.
SPEAKER_01Also der erste Satz, der tatsächlich trainiert werden darf, den mal vielleicht zu lapidar sagt, aber der eine enorme Bedeutung hat, wenn du den wirklich durchfühlst und integrierst. Und den kennst du auch, lieber Timo, weil der ist von unserem gemeinsamen Mentor von Tony Robbins, oder weiß ich nicht, ob es von ihm ist, aber das ist ein Satz, den ich wirklich zutiefst verstanden habe und prozessiert habe in mir. Das Leben ist immer für mich. Das Leben ist immer für mich. Und den hole ich mir zum Beispiel in schwierigen Situationen her. Das zweite, was ich mache mit den Emotionen, ist, ich lasse die Emotionen halt Emotionen sein und prüfe die aber auch immer wieder, sind die wirklich wahr? Ist es wirklich wahr, dass ich sterben werde? Und ich habe zum Beispiel eines festgestellt, als ich auch in einer schwierigen Situation war, dass es mir gar nicht so sehr darum geht, dass ich Angst habe, davor alles zu verlieren, sondern ich habe festgestellt, ich habe ein bisschen in der Zeit Angst gehabt, dass mein Lebensstandard sich verschlechtert und dass ich den verliere, dass ich halt nicht mehr fünf Sterne im Business Class und tolles Auto und whatever. Und dann habe ich mich erwischt dabei, weil die Wahrheit ist, selbst wenn der Lebensstandard schlechter wird, kann ich trotzdem glücklich sein. Das Fünf-Sterne-Hotel macht mich ja nicht glücklich. Das Geld macht mich auch nicht glücklich, sondern ich habe mich da sehr tief dann mit mir beschäftigt. Was macht mich denn eigentlich glücklich?
SPEAKER_03Verrät so ist das?
SPEAKER_01Ja, tatsächlich, Menschen. Also ich liebe es, mit Menschen in Verbindung zu gehen. Ich liebe es, schöne Gespräche zu führen bei Spaziergängen oder auch so hier im Podcast. Ich bin glücklich, wenn ich tolle Beziehungen habe. Wenn ich meine Familie um mich habe, wenn ich neue Menschen kennenlerne, wenn ich mich inspirieren lasse. Das ist das. Und dafür brauche ich kein Geld und dafür brauche ich auch kein Fünf-Sterne-Hodell, dafür brauche ich gar mich. Und mich gibt es immer. Also das war eine wichtige Erkenntnis, diese Angst loszulassen, wieder alles zu verlieren. Und ich glaube heute sogar, dass man bereit sein muss, alles zu verlieren, um am Ende alles zu gewinnen. Weil das Anhaften an diesem Besitz dann Druck und Kontrolle und ich muss und so weiter erzeugt. Aber der Besitz macht nicht glücklich. Ich sammle ein bisschen sowas wie Uhren, ich mag schöne Uhren. Aber nach der dritten oder vierten Uhr habe ich mir auch gedacht: ganz ehrlich, jetzt kostet halt 30.000 Euro was. Ich habe dann keine mehr gekauft, weil es uninteressant war. Das heißt, das war, das hilft mir in diesen Zeiten. Was macht mich glücklich? Das kann ich immer haben. Dafür brauche ich keinen Besitz. Und das Dritte, was ich tatsächlich dann auch ganz bewusst mache, ist, dass ich mir erzähle, dass ich jetzt gerade eine nächste Heldengeschichte schreibe, die ich dann erzählen kann. Also quasi, ich bin mittendrin gerade in meiner eigenen Heldengeschichte. Und ich weiß, irgendwann kommt der Mentor, wenn man sich eine klassische Heldengeschichte anschaut und man weiß nicht weiter und man ist verzweifelt, und dann kommt die Hilfe von außen und dann schafft man drei, vier Hindernisse, und irgendwann hat man seine Probleme und seine Herausforderungen gelöst. Und ich stelle mir dann wirklich vor, im Sinne der Manifestation, wie ich nächstes Jahr diese Geschichte meinen Kunden erzähle, was ich gemacht habe, wie ich es gemacht habe, wie ich mich durchgeführt habe und verhalte mich aber auch so, wie diese Held oder diese Heldin in dieser Geschichte. Ich schreibe jetzt gerade sozusagen die Heldengeschichte. Und die schreibe ich aber so, dass sie gut ausgeht, dass sie ein Happy End hat und dass ich dann eine Geschichte wieder erzählen kann, die andere Menschen inspiriert.
SPEAKER_00Super, ja, also sehr schön. Also super Beispiele, wie du es eben immer wieder, sag ich mal, die Münze von der negative Seite auf die positive Seite bringst. Und natürlich dieser Satz von Tony Life happens for you, also Leben is for dich. That's nature sehr, sehr machtvoll, wenn man es schafft, den sich dann hervorzurufen. Wenn wir jetzt nochmal zurückgehen, nochmal zum weißen Kittel, in Anführungszeichen. Dann gab es ja, wie du gesagt hast, dann so diesen Moment, wo du gesagt hast, irgendwie ich hänge den mal an den Nagel und ich gebe mich jetzt ganz dem Coaching-Business hin. Wie hast du das gemacht? War das klar für dich, wann es diesen Punkt gibt oder gab es einen Auslöser dafür?
SPEAKER_01Ja, das fand ich, war auch eine spannende Geschichte. Ich wusste, ich muss kündigen und ich wollte kündigen, ich wollte nicht mehr arbeiten gehen müssen in meinem Brutjob. Und dann wurde es sehr schwer und anstrengend. Wann mache ich das? Wann bin ich sicher genug? Wann was, wenn ich es zu früh mache? Da kamen viele Zweifel. Und irgendwann habe ich dasselbe gemacht, was ich immer mache, wenn ich überfordert bin und selber keine Lösung in mir finde. Dann habe ich gesagt, okay, liebes Universum, und ich weiß, es klingt jetzt wie das Spooky für vielleicht hier die eher pragmatischeren Zuhörer, aber so mache ich es halt. Dann habe ich gesagt, Universum, mach es so sonnenklar, gib mir es ein, zeig mir, gib mir ein Zeichen, aber das muss so wirklich so richtig dodelsicher sein. Also so, das muss mir ins Gesicht und habe es voll losgelassen, weil ich die Antwort eh nicht in mir finden konnte.
SPEAKER_00Christian, bevor du jetzt weitererzählst, jetzt für alle, die das Wort manifestieren schon mal gehört haben, es interessant finden, magisch finden, kannst du uns kurz noch mitnehmen, wie manifestierst du? Also, was ist dein Manifestationsgeheimnis?
SPEAKER_01Kurz soll ich das machen.
SPEAKER_00Natürlich, kurz, aber so lang, wie es nötig ist.
SPEAKER_01Also, ich habe extrem viele Manifestationstechniken und Kurse gelernt. Und tatsächlich habe ich für mich festgestellt, weil ich ja ein bisschen faul und effizient bin, dass mir das meiste zu kompliziert ist. Und die Grundaussage von Manifestieren oder Realität gestalten, Zukunft gestalten, ist ja alles, woran du glaubst, ist wahr. Und sozusagen, wie willst du es haben? Glaube daran und fühle das. Und das heißt, ich habe dann irgendwann gesagt, naja, aber wenn ich nur glauben muss, dass es so geht mit einem Fingerschnips, dann mache ich jetzt up so farm nur mehr Fingerschnips manifestieren und habe dann mir trainiert, dentrainiert, dass it reicht, that I say, so will it have. And I have then a build day, but I've been very visual and set a Pflanze in a garden. Also, stell mirror, there is a Pflanze, died in my hand, this is this, what I have möchte. Da kommt sofort ein Bild von das so oder so aus. Dann nehme ich die, habe ich ein Bild von meinem persönlichen Zukunftsgarten und dann pflanze ich die da ein. Das dauert 10 Sekunden, dann mache ich auch keine Meditation, sondern das will ich haben. Okay, pflanze in den Garten ein und dann lasse ich es wachsen. Fertig. Und dann gebe ich dem so Aufmerksamkeit in IMS, when the Pflanze wächst and when I earn, or when the Frühmed drawing, or when they blind and so. But then let me lose. And we're going to use it. Also ich weiß that happen, when the Leben sagt, this is for dich. And when it comes, then Irgendwas, was ich halt wollte, was aber nicht für mich war. Und dann ist es auch okay. So, das ist jetzt die echte Kurzversion, weil da steckt natürlich mega viel Theorie dahinter. Die, wenn man jetzt anders sagt, glaub halt einfach dran, da scheitern ja schon viele Menschen, weil dieser Prozess, an den Punkt zu kommen, zu sagen, ich glaube einfach dran. Zu 100% bin ich mir sicher, dass ich alles haben kann, was ich möchte. Das ist die eigentliche Arbeit. Das ist die eigentliche Manifestationsarbeit, passiert in der Persönlichkeitsentwicklung da, wo du dich innerlich so frei machst von Limitierungen und Glaubenssätzen, dass irgendwas nicht möglich wäre. Und die Arbeit hat Jahre gedauert. Ich mache das seit 20 Jahren. Und heute kann ich einfach sagen, okay, cool, hätte ich gerne. Klingt gut, fühlt sich gut an, zack, eingepflanzt, fertig, wird kommen.
SPEAKER_00Das klingt natürlich sehr, sehr schön, sehr verlockend. Jetzt habe ich noch eine kurze Nachfrage, bevor wir wieder zum weißen Kittel kommen. Du hast gesagt, du hast dir ja antrainiert, diese Fingerschnipsmanifestation, so hast du es genannt. Wie hast du das hingekriegt? Also, dass du sagst, jetzt muss da nicht irgendwie jeden Tag meditieren oder dran glauben oder was weiß ich was machen oder irgendwelche Vision Sport angucken, fühlen. Wie hast du den Fingerschnipser hingekriegt?
SPEAKER_01Eine gute Frage, ich habe noch nie darüber nachgedacht. Ich glaube, so genau darüber nachgedacht. Also entstanden ist es wirklich aus dem Wunsch heraus, dass es unanstrengend ist. Ich mag, ich kann Anstrengungen sehr, sehr gut, aber ich mag es nicht unbedingt. Und ich habe mir dann gedacht, oder was heißt gedacht, natürlich durch viele meiner Ausbildung, ich glaube, dass alles instant passieren kann. Ich glaube nur, dass wir Menschen die Limitierung sind, nicht daran zu glauben, ich meine, du bist ein Dispenser-Fan, wie viele Menschen werden da geheilt von unheilbaren Sachen, wo jeder Schulmediziner sagen würde, das geht's nicht. Und das habe ich auch schon erlebt.
SPEAKER_03Absolut.
SPEAKER_01Warum geht es beim Menschen und warum geht es nicht? Das ist nur der Glaube.
SPEAKER_03Absolut.
SPEAKER_01In Wahrheit ist alles, wenn man sich das nicht esoterisch, sondern wirklich quantenphysisch erklärt, Quantenphysik erklärt das und findet es immer mehr raus, alles ist Energie. Und Energie ist Licht an, Licht aus. Ich kann jetzt hier nicht aufstehen, aber Licht an, Licht aus. Da braucht es keine Ewigkeiten. Und in dem Moment, wo wir uns selber schulen, so geschult sind, dass wir Energie sofort erzeugen können und dann auch aktivieren können, glaube ich, geht alles ganz schnell. Und nein, bei mir geht nicht alles ganz schnell, weil ich ja auch Limitierungen habe, aber vieles erlebe ich schon als im Vergleich zu anderen als sehr schnell. Und das ist halt ein Weg dahin. Ich habe schon, ähnlich wie du, wie gesagt, ich war mit, ich bin jetzt 43, ich war mit 27 das erste Mal auf einem Seminar zum Thema, damals hat man nicht manifestieren gesagt, sondern Realitätsgestaltung. Da gab es noch keine YouTube- und Dispenser-Meditationen, sondern das war ein deutscher Trainer, der sich einfach wirklich damit auseinandergesetzt hat, wie wird man glücklich, wie erschafft man seine Realität des Wunsches. Und ich habe nie wieder aufgehört, das auf eine Art zu studieren und zu lernen, und da schult man sich, sodass ich da heute irgendwie an dem Punkt bin, dass ich nicht mehr glaube, ich muss stundenlang meditieren und ich muss journalen. Das kann ich auch gar nicht, weil meine Gedanken sind schneller, als ich schreiben kann, zum Beispiel. Für mich ist Journal gar nichts, weil ich mir tut die Hand weh nach fünf Minuten und ich bin noch lange nicht mit meinen Gedanken fertig. Das heißt, ich denke und ich rede darüber. Für mich ist Denken und Reden, das wie ich Prozesse gestalte.
SPEAKER_00Super, spannend. Okay, jetzt reisen wir nach einer kleinen Ausflug-Manifestation wieder in die Situation, als du den weißen Kittel hängen gelassen hast. Was ist da passiert? Oder wie hast du, du hast ja eben beschrieben, dieser Absprung, also wann gehe ich, wann ist der richtige Zeitpunkt, wann verlasse ich auch diesen sicheren Hafen, weil das war ja immer noch, ich sag mal, jeden Monat ein sicheres Gehalt.
SPEAKER_01Ja, ich habe tatsächlich dann gekündigt, als es logisch nicht mehr anders ging, als ich tatsächlich war es ganz leicht, weil es manche Dinge werden ganz leicht, wenn die Zeit halt reif ist. Ich glaube so ein bisschen dran, dass wenn es, ja, da muss ich jetzt wieder aufpassen, was ich sage, weil dann viele Leute denken, ja, wenn es schwer ist, dann ist es nicht richtig. Ich glaube auch, dass man durch Anstrengungen durchgehen muss und durch Schwere, um Sachen zu erreichen. Und es gibt trotzdem eine andere Qualität, wo es so klar ist. Also es ist die Frage nach der Klarheit. Und ich war dann irgendwann war die Angst so viel kleiner als die Gewissheit, dass es jetzt notwendig ist zu gehen. Und die Waage ist gekippt und dann habe ich gekündigt. Und dann kam dazu im Außen, dass wir umgezogen sind als Familie und dann hätte ich mir hier am Bodensee eine neue Stelle suchen müssen und dann habe ich immer gesagt, ja, mach ich dann schon in drei Monaten oder in vier, jetzt mache ich mal nur das. Und dann habe ich halt nie wieder, habe ich halt nie wieder begonnen und habe das einfach nicht mehr fertig gemacht, meine Fachärztausbildung. Also ich bin nicht Fachärztin, ich hätte jetzt noch vier Monate oder so im Krankenhaus arbeiten müssen und eine Prüfung. Und dann habe ich mir gedacht, wozu denn eigentlich? Wozu brauche ich diese Prüfung? Dann habe ich halt, Ärztin bin ich, also ich habe die Approbation, aber ich bin halt nicht Psychiaterin. Und da habe ich einfach nicht mehr gemacht. War dann, ich glaube, Timo, dass wenn man Wege geht, am Anfang ist es holprig und steinig und zweifle, aber irgendwann ist sein Weg auch sehr klar. Und das passiert nicht im Kopf, sondern wenn man Wege geht. Es gibt einen schönen Satz, der heißt, neue Wege entstehen beim Gehen. Und beim Gehen wird ein Weg klar. Und bei mir war das so.
SPEAKER_00Ja, glaube ich. Also alles das, was du jetzt so erzählt hast, was ich von dir weiß, also trifft dieser Satz, also den Nagel auf den Kopf. Also wirklich sehr, sehr gut. Jetzt brauchen wir noch eine Sache. Du hast ja gesagt, du hast ja diesen Abgang, wolltest du ja so manifestieren, dass der Zeitpunkt dir ins Gesicht springt, so sinngemäß. Was war denn das?
SPEAKER_01Das war tatsächlich eine Geschichte, auch eine, wo ich heute sage, währenddessen keine schöne Geschichte und im Nachgang richtig. Es gab da einen ziemlichen Bruch mit meiner Familie, ohne da näher einzusteigen drauf, mit meiner Ursprungsfamilie, bei der wir damals im Haus gewohnt, oder es war so ein Mehrgenerationenhaus. Und es gab einfach einen Bruch und ich wurde quasi gebeten oder ausgeladen, nicht mehr da zu wohnen. Und das war keine schöne Zeit. Aber heute weiß ich, dass es richtig war. Im Rückblick bin ich dankbar, dass es so klar wurde, dass ich dort weggehen muss von diesem Ort, auch nicht am Besitz anzuhaften. Es war mein Haus, das habe ich dann verkauft, sondern mich wieder frei zu machen für das, was ich eigentlich möchte. Und da habe ich schon Rotz und Wasser geheult und alles und war wirklich tief verletzt auch in der Zeit. Aber auch da ist dafür dann, wenn man Dinge bewusst nimmt, ist, weil du hast vorher gesagt, viele bleiben Jahre, Monate in solchen Sachen drinnen. Ich glaube, wenn man bewusst hinschaut und sich damit auseinandersetzt, dann passiert halt auch sehr viel Heilung. Und heute weiß ich, dass ich ein besserer Coach, eine bessere Mutter, eine bessere Partnerin, ein besserer Mensch bin, weil da in der Zeit ich nicht einen Kopf in den Sand gesteckt habe, sondern hingeschaut habe und mit meiner Familiengeschichte aufgeräumt habe, mit dem Abschluss, dass ich da weggezogen bin, im Frieden war. Also ich bin mit meiner Familie in Frieden gekommen. Und das war so sonnenklar, dass es damals keinen anderen Weg gab. Das war das Universum, oder was auch immer. Also, ich hätte nicht anders, als da zu kündigen und wegzuziehen.
SPEAKER_00Also man könnte sagen, das Universum hat das geliefert. Ich habe jetzt gerade gedacht, an anderer Stelle auch schon so erlebt, ja, auch beim Manifestieren muss man sehr klar sein, in welcher Art und Weise man dann bestimmte Botschaften manchmal haben will. But dann bist du ja, also quasi der Bodensee-Neustart gewesen. Und dann bist du ja voll in this Coaching-Business eingestiegen. Was würdest du jetzt jemand sagen, der irgendwo einen weißen Kittel anhat? Ob in der Bäckerstube oder im Krankenhaus, or ich weiß nicht, wo sonst noch weiße Kittel gibt, aber sagt, Mensch, this is so inspirierende story from Christina. Was wären jetzt so deine drei Tipps, die jemand umsetzen müsste?
SPEAKER_01Ich glaube, das erste ist wirklich sich mal die Zeit zu nehmen aus dem, wo man jetzt drinsteckt und ja schon merkt, das will ich nicht mehr, weil sonst wird man sich ja nicht die Frage stellen, was will ich eigentlich will. Wirklich hinzufühlen, aber vor allem mal Freiraum zu schaffen. Weil Klarheit und fühlen und sich selber wahrnehmen passiert normalerweise nicht im Hamsterrad, weil oft Hamsterrad überdeckt ja die wahren Bedürfnisse. Das heißt, das Erste, wenn man einfach sagt, ich möchte mein Leben verändern, ist wirklich sich mal selber die Zeit zu nehmen, sich selber in die Augen zu schauen. Was will ich denn eigentlich? Wer bin ich eigentlich wirklich? Oder wofür bin ich hier auch in dieser Welt? Und wenn man da auf dem Weg geht, dann mein zweiter Tipp wäre, wirklich dieses Vertrauen zu entwickeln, nicht alles alleine lösen zu müssen. Wir haben vorher die Heldengeschichte angesprochen. Klassische Heldengeschichte nach Campbell ist eine Geschichte, wo ein Held niemals alleine alles löst, sondern er bekommt Hilfe und er holt sich Hilfe. Es kommt ein Mentor, es kommt ein Weiser, es kommt irgendeine Flaschenpost von mir raus. Und wir Menschen tendieren dazu, gerade sehr taffe Menschen, zu glauben, ich muss die Dinge immer alleine lösen. Und das, glaube ich, ist nicht richtig, sondern sich auch mal darauf einzulassen, über Gespräche, über Podcasts, über Videos sich inspirieren zu lassen. Und inspirieren heißt ja auch, begeistert sein und sich wieder begeistern für sich selber und für das, was vielleicht gerade noch unentdeckt in einem steckt. Und das dritte ist, ich habe in meiner Psychotherapieausbildung in Heidelberg, das weiß ich noch bis heute, da habe ich einmal in einem Airbnb geschlafen und da war eine wunderschöne Altbauwohnung und ein wunderschönes Himmelbett. Und hinten am Kopfende vom Bett stand ein Satz, der mich, den ich euch geben möchte. Und der ist von Hilde Domin, das ist eine deutsche Lyrikerin, und der heißt, der war so auf die Wand gepinselt, und zwar, ich setzte den Fuß in die Luft und sie trug. Und der begleitet mich seit eben jetzt 15 Jahre, dieses innere Vertrauen zu haben und dass, wenn man am richtigen Weg ist, dass man auch getragen wird. Dass man supported wird, dass immer Hilfe, Wegweiser, Hilfe, die richtigen Gespräche, die richtigen Podcasts, die richtigen YouTube-Videos, die richtigen Bücher, die richtigen Nebensätze zu einem kommen, die wieder einen Schritt einem weiterbringen. So lebe ich das.
SPEAKER_00Also ich glaube, dieses Vertrauen zu haben, aufzubauen, zu fühlen, ist, glaube ich, wie eine Schatzkiste. Es ist wie eine Beruhigungstablette, so in Anführungszeichen. Weil es eben so einen ganz festen Glauben hat. Jetzt hast du gesagt, okay, das hast du oder diesen wunderbaren Satz. Hast du noch so einen pragmatischen Tipp oder Tipps für Leute, die sagen, ja, habe ich jetzt mal hier oben zwischen den beiden Ohren rational verstanden. Schön, dass ihr beide darüber geredet habt, verstehe ich. Aber wenn ich jetzt morgen wieder durchs Leben ziehe, tue ich mich schwer. Oder wird meine Vertrauensqualität immer wieder in Frage gestellt und ich kippe immer wieder weg und dann kommen wieder von mir aus die Zweifel oder Ängste oder mein Quatsch erzählt mir irgendwelche lustigen Geschichten, dass das eh nichts wird. Oder, oder, oder. Was würdest du da der Person raten?
SPEAKER_01Da gibt es auch wieder einen gescheiden Satz.
SPEAKER_00Sehr gut.
SPEAKER_01Ja, Vertrauen ist eine Entscheidung. Vertrauen ist nicht etwas, was man einfach hat oder nicht hat, oder dann kommt die Angst, sondern es ist dieses Permanente, sich zu entscheiden an die Veränderung, an die Möglichkeit, an die Zukunft, die es noch nicht gibt, zu glauben. Und das ist eine bewusste Entscheidung. Ich kann mich bewusst entscheiden und die Angst kommt. Ich sage, oh, ich höre der Angst zu und oh Gott, oh Gott, und ich lasse mich in so einen Negativstrudel rein und sage, ich stop. Ich switche den Fokus aufs Vertrauen.
SPEAKER_00Kannst du, also ja, ich bin komplett bei dir. Ich sage jetzt mal wieder so ganz banal, so weit zur Theorie, jetzt für alle Anwender, Pragmatiker. Wie macht die Christina das? Also vielleicht hast du irgendwie so ein Beispiel, wo du vielleicht selber so mal hin und her gesprungen bist oder das Vertrauen weg war. Also wie kriegst du es dann hin? Weil am Ende hat es ja auch was mit Emotionen zu tun, die das Ganze so ein bisschen, ich sag mal, das Salz in der Suppe sind dann, ja.
SPEAKER_01Pragmatisch drehe ich mir Musik auf und tanze eine Runde und verändere meinen körperlichen State tatsächlich. Im Tanzen zum Beispiel schütteln. Schütteln ist ja auch eine Methode, um Trauma loszuwerden. Wir wissen von Tieren, die schütteln sich, wenn ein Schock oder Schreck war. Also man muss sich mal Hunde anschauen, wie oft die sich schütteln nach Aufregung. Ganz pragmatisch geht es darum, dass man jeden Tag Inseln erschafft, im Kleinen, weil die großen Ziele sind oft zu weit weg und die erschlagen uns ja, weil der Weg nicht bekannt ist. Und der Mensch will ja immer genau wissen, wie geht es. Aber was jeder jeden Tag tun kann, ist, im Kleinen zum Beispiel zu tanzenden Körper zu verändern. Körper kann, man kann nicht unglücklich sein, wenn man gerade wild tanzt. Geht nicht. Das ist zum Beispiel was, was ich viel gemacht habe, was ich auch viel gemacht habe. Weniger jetzt ist, meinen Fokus auf die Dinge zu legen, für die ich dankbar bin. Und ich habe Dankbarkeit durch Freude ersetzt, weil ich Freude besser spüren kann als Dankbarkeit. Also ich habe da für mich irgendwann festgestellt, okay, ich schaue auf die Dinge, die mich freuen und lege einen Fokus dahin. Und das habe ich gemacht. Dann habe ich immer viel wirklich mit Menschen gesprochen, die schon solche Wege gegangen sind. Also ich habe mir ein Umfeld erschaffen, und am Anfang kennt man solche Menschen nicht. Aber dann habe ich YouTube-Videos geschaut oder eben Podcasts gehört, wo Menschen auch erzählt haben, dass sie da waren. Was haben die gemacht? Und dann habe ich das gemacht. Also ich glaube, es geht nicht um diese Idee der großen Veränderung von heute auf morgen, sondern es geht um die Summe der kleinen Veränderungen. Und das kann jeder. Und wenn mir da einer sagt, das kann ich nicht, ich kann nicht einen Podcast anhören von einem coolen Gespräch, dann sage ich, das stimmt nicht. Ich kann nicht dankbar sein. Doch, das stimmt, weil du hast ein Dach über dem Kopf. Du hast einen Kühlschrank, wo ein Käse drin liegt oder eine Flasche Wein drinsteht. Das ist das, was so gemeint ist mit das ist eine Entscheidung. Es ist eine bewusste Entscheidung, worauf fokussiere ich mich. Und den Körper mitzunehmen, den Fokus auf die Freude und die Dankbarkeit zu legen und dann in kleinen Schritten eine Veränderung zu initiieren, das kann jeder. Und zwar immer. Auch wenn es schwer ist.
SPEAKER_00Absolut. Jetzt kommt mir gerade ein Satz von Joder Spencer im Kopf, der dann immer sagt: Do the work. Also mach die Arbeit. Und das ist ja aus meiner Sicht das, was du gerade beschrieben hast, nichts anderes. Also, und da sind vielleicht auch manchmal Babyschritte dabei. Das ist nicht immer gleich ein Riesenschritt. Aber ein Schritt nach dem anderen führt dann zum Ziel. Man muss es halt dann nur tun und machen. Jetzt bist du seit sieben Jahren erfolgreiche Unternehmerin. Ja, mit 15 Angestellten unterstützen.
SPEAKER_01Seit sieben noch nicht, aber der Erfolg kam nicht über Nacht. Er ist schon gewachsen. Und ich habe nicht 15 Angestellte, sondern wir sind insgesamt 15 Vollzeitequivalente.
SPEAKER_00Okay.
SPEAKER_01Ungefähr. Aber es ist ja, genau.
SPEAKER_00Und 30 Geschenke, sage ich jetzt mal.
SPEAKER_01Ja, also unsere Geburtstagsliste sind 30 Päckchen, die rausgehen im Jahr.
SPEAKER_00Ja, sehr gut. Genau, jetzt hast du ja auch gesagt, okay, es ist nicht immer spielerisch einfach und Erfolg. Was würdest du sagen, was sind so Stand heute aus deiner Sicht so die drei Qualitäten, Fähigkeiten, die eine erfolgreiche Unternehmerin in deinem Fall entstehen lassen? Oder die helfen, dass man erfolgreich wird.
SPEAKER_01Ich glaube, die inneren Qualitäten, da waren schon ganz viele genannt worden. Jetzt als Unternehmerin sage ich ganz klar, jedes Unternehmen braucht ein Produkt. Also was ist dein Angebot? Die Haltung dazu, das Angebot muss Menschen dienen. Das muss irgendein Leben verbessern, verändern, leichter machen. Dann lerne Marketing und dann lerne verkaufen. That's it. Jedes Business besteht aus diesen drei Komponenten. Irgendein Produkt oder eine Dienstleistung, Marketing und Verkauf. Und das muss halt trainiert werden. Und die inneren Dinge, die wir schon besprochen haben, die kommen halt für mich als Person dazu. Ich habe ein personenzentriertes Business, ich bin eine Personenmarke, das ist was anderes, als wenn man ein Produkt hat, aber ich glaube trotzdem, dass diese Disziplin, das Urvertrauen, meine persönliche Manifestationshaltung, das sind die inneren Dinge. Und wie gesagt, im Außen geht nichts über gutes Produkt, gutes Marketing und gut verkaufen können.
SPEAKER_00Jetzt hilfst du ja genau ganz vielen Menschen dabei, eben, ich sag mal, auch diesen Weg zu finden, für sich ein gutes Produkt zu finden, Marketing zu machen und Verkauf oder es dann auch zu verkaufen. Was würdest du jetzt sagen, was ist so ein Kriterium, wo ich sagen kann, okay, ich habe ein richtig gutes Produkt? Oder gibt es da irgendwas, wo du so die Messlatte hast, auch in deinem Business, wenn du da Menschen begleitest, wo du sagst, das macht ein richtig gutes Produkt aus? Also, du hast eben schon gesagt, klar, es muss irgendwem dienen. Gibt es da noch weitere Kriterien?
SPEAKER_01Eigentlich nicht. Eigentlich, wenn du mit deinem Produkt und Angebot das Leben eines Menschen deutlich verbesserst, dann ist es gut. Die Frage, die du stellst, würde ich wie folgt beantworten. Viele gute Produkte werden so scheiße vermarktet, dass kein Mensch mitkriegt, dass sie gut sind. Also der Schwerpunkt, also da draußen gibt es unfassbar viele Menschen, Mit ähnlichen Produkten und Angeboten. Die einen vermarkten es gut und die anderen schlecht. Und deshalb werden die einen erfolgreich und die anderen nicht. Das heißt, wenn das Produkt grundsätzlich eine Lösung ist für etwas, ein Leben verbessert, dann ist der Schwerpunkt eigentlich aufs Marketing zu setzen.
SPEAKER_00Okay, wunderbar. Also wir haben jetzt ein mega cooles Produkt. Jetzt habe ich Marketing-Schweißperlen auf Verstören. Und frage die Christine, okay, was sind deine zwei bis drei super duper Marketing-Hacks, die man auf jeden Fall machen muss.
SPEAKER_01Ja. Jetzt bringst du mich bald in Verlegenheit, Timo, weil da wird da könnte ich jetzt Stunden reden, also zwei bis drei.
SPEAKER_00Der Akku ist voll.
SPEAKER_01Also.
SPEAKER_00Deinen aller allergrößten Diamanten.
SPEAKER_01Ja. Ich versuche es runterzubrechen. Ich glaube, das erste ist mal die Haltung, die ich hier wieder reingeben möchte. Also mein Beliefsystem, was Marketing eigentlich ist, weil, wie du es auch so schön gerade gesagt hast, viele kriegen ja Schweißperlen auf der Stirn, wenn es um Marketing geht. Ich bin selber zutiefster Überzeugung, dass Marketing nichts anderes ist wie in Wahrheit Beziehungsgestaltung. Ich beginne einen Menschen, den ich nicht kenne, über Social Media zum Beispiel, über Google-Werbung oder irgendwo, wo ich sichtbar bin, oder auch über Netzwerken. Ich beginne Beziehung herzustellen. Und Beziehung bedeutet, dass man sich wie auf eine Art kennenlernen darf und dass man Vertrauen aufbauen darf. Marketing hat ja nur einen Zweck, dass, also tatsächlich jetzt mal pragmatisch gesprochen, dass am Ende ein Verkauf stattfindet. Und wann kaufen Leute? Leute kaufen, wenn sie innerlich die Entscheidung getroffen haben, okay, das Produkt dient mir, ich kriege eine Verbesserung oder ein Problem wird gelöst, und der Mensch, der es mir verkauft, ist der Richtige. Da fühle ich mich gut, da fühle ich mich sicher, da fühle ich mich aufgehoben und der ist kompetent genug. Das heißt, das ganze Vorlauf, Vorspiel sozusagen vor dem Verkauf ist in Wahrheit Marketing. Und wenn man das mit Beziehungen oder Freundschaften vergleicht, da ist es ja auch normalerweise nicht so, dass wir uns irgendwo in der Bar treffen und dann sagen, hallo, bitte Christina, zu dir oder zu mir, sondern da passiert ja ein, also bei mir ist es nicht so, ich weiß nicht, wie es bei den anderen ist, aber normalerweise nicht, sondern da passiert ja einanderfühlen und abtasten und kennenlernen und ein Miteinander zusammenwachsen. Und das ist nichts, also wenn man das überträgt, as nur mal als Haltung, das ist der erste Tipp, als Haltung, was marketing und am Ende verkaufen eigentlich ist. Das zweite ist, es gibt einen Effekt, der heißt Mare Exposure Effect or Mirror. That heis, je öfter man dich sieht, desto sympathischer wirst du. Du kannst ein Voll honk sein, but wenn man dich oft sieht, fangt im Gehirn des Menschen, das ist was Neurobiologisches an, ah ja, okay, na gut, so schlimm ist es nicht, da schaue ich mal hin. Das heißt, tatsächlich gilt im Marketing die Regel Quantität über Qualität. Das klingt jetzt krass, ist aber so, weil auch hier, wenn du mal zehn Postings schreibst, dann ist es vielleicht eine oder zwei, die richtig gut sind. Aber die zwei kriegst du nur raus, weil du zehn geschrieben hast. Wenn du nur einen oder zwei schreibst oder auf den perfekten wartest, wird es nichts. Also im Marketing, Quantität vor Qualität, auch wenn man Werbung schaltet. Und das dritte ist, das ist jetzt aber ganz speziell mein Steckenpferd, ist, die Neurobiologie des Menschen zu kennen. So was zahlt auf unser Reptiliengehirn ein, sodass dieses Vertrauen, von dem ich gesprochen habe, schneller hergestellt wird. Welche Bilder und welche Worte darf ich verwenden, dass der Teil unseres Gehirns, der eigentlich die Kaufentscheidung trifft, und das ist das Reptiliengehirn, das sozusagen Vorräte hergeben muss. Also Geld sind Vorräte. Wenn du jetzt deine gejagten Mammuts eintauschen müsstest gegen ein Produkt, in dem Moment, wo du das bejahen kannst über deine Kommunikation, wird der Teil in uns, der eigentlich Schiss hat, Vorräher zu geben, wird Ja sagen. Das heißt, da geht es sehr stark um das Thema Neurobiologie und Neuropsychologie, sodass das Ja erfolgt zu dem, was du anzubieten hast.
SPEAKER_00Okay, also ich habe mal ein geniales Produkt. Ich habe jetzt endlich Marketing verstanden. Meine Schweißperlen sind weg. Dank dir. Jetzt gibt es aber noch einen dritten Baustein: Verkauf. Und da bin ich jetzt schockgefrostet. Weil das ist ja was ganz Schlimmes, Furchtbares. Böses. Was sind da deine drei golden Nuggets? Wie kann ich alles verkaufen? Nein, natürlich nur mein Produkt, was total wertvoll ist.
SPEAKER_01Das ist aber schon das Erste. Dieses eigene Bewusstsein über den Wert des Produktes zu haben und nicht über den Preis des Produktes zu haben. Wenn du ein Produkt hast, das das Leben eines Menschen verbessert, verbessert es normalerweise auch das Leben seiner Kinder, seiner Partner, seiner Familie, seiner Arbeitnehmer, seiner Arbeitgeber, was auch immer. Das heißt, die meisten fokussieren sich, die meisten, die nicht gern verkaufen, fokussieren sich auf den Preis. Oh Gott, sagen wir mal, wenn du jetzt eine Dienstleistung kostet, 5000 Euro krass. Anstatt sich auf den Wert, der gestiftet wird, zu fokussieren und den ganz klar in sich zu tragen. Das ist das Erste. So gehst du in ein Verkaufsgespräch, was ich stifte, ist unfassbar wertvoll. Das zweite ist, ganz klar lerne verkaufen. Es gibt verkaufspsychologische, es gibt Verkaufspsychologie, die muss man lernen. Da geht kein Weg dran vorbei, weil es wird nicht verkauft, einfach durch ein nettes Gespräch, sondern ganz klar, man darf Verkaufspsychologie lernen und das ist auch kein Manipulieren, wenn der Wert vollkommen klar ist, den du stiftest. Weil warum sollte ich jemandem nicht sein Leben verbessern und der zahlt für eine unfassbare Lebensverbesserung halt einen Ausgleich. Das ist das Geld. Also ich tausche Lebensveränderung gegen Geld. Das ist was total Legitimes. Jetzt mein Beispiel, ich bin jetzt siebeneinhalb Jahre in diesem Markt, ich habe, glaube ich, eine Dreiviertelmillion in Coachings investiert in diesen sieben Jahren, was ich für ein Wissen, für eine Erfahrung, für eine. Nur in meine eigenen Ausbildungen habe und dann verkaufe ich was für 10.000 Euro, damit die Leute Zugriff auf diese 750.000 Euro haben. Das ist so legitim und dazu stehe ich zu 100%. Und wer das halt nicht möchte, ist total okay. Und das ist auch schon der dritte Schritt. Meine Haltung zum dann zu einem Verkauf ist, dass ich den Menschen im Ganzen sehe und dass ich jemanden nur dann was verkaufe, wenn ich wirklich Punkt 1 und 2 ganz klar habe, nämlich ich stifte für dich wert. Mein Team und ich, wir verkaufen oft Menschen nichts, weil wir sagen, dass da bist du noch nicht oder du musst noch das vorher lernen oder oder oder, weil ich von dem Geld nichts habe. Weil meine Haltung ist, mein Erfolg als Business Coach ist ja in Wahrheit nur dann geil, wenn meine Kunden erfolgreich sind. Ich will gar keine Kunden, wo ich nicht von vornherein sehe, das wird was. Und wenn du mit dem dann in ein Gespräch gehst, den anderen siehst, dem anderen auch seine Geschichten wegnimmst, der Angst, weil wir haben immer Angst vor dem Investieren. Auch ich, wenn ich heute Geld ausgebe, kommt noch ein blödes Gefühl, brauche ich das wirklich. Wenn ich aber weiß, dass das, was ich bekomme, sowieso gut ist, dann ist es doch umso besser, sich diese Geschichten wegnehmen zu lassen. Und dann eine Atmosphäre und ein Gespräch zu führen, in dem eine Win-Win-Situation entsteht. Eine Win-Situation natürlich für mich als Anbieter, weil der andere sagt, ich arbeite mit dir, aber auch eine Win-Situation für den Käufer. Weil der was entschieden hat, was auf diese Zukunft einzahlt, auf die er jetzt wettet. Ein Kauf von einer Hilfsdienstleistung ist ja immer nur die Entscheidung, ich lasse mir jetzt helfen bei der Wette auf meine schönere, bessere, glücklichere Zukunft. Und das ist sozusagen meine, so verkaufe ich allen alles.
unknownNein.
SPEAKER_01Super, super.
SPEAKER_00Genau, Christina, jetzt große Frage. Also wenn jetzt jemand zugehört hat und gesagt hat, wow, also ich habe schon das fertige Produkt oder ich habe so 50% von dem Produkt. Und naja, Marketing habe ich noch ein bisschen Schweiß. Beim Thema Verkaufen ist es ziemlich kalt. Wo können die hingehen, damit sie mehr Hilfe von dir da bekommen? Wo finden die dich da?
SPEAKER_01Ja, am allerbesten über die Webseite. Da kann man sich ein Newsletter eintragen und einfach auch sich beraten, kostenfrei mal schauen, mit einem von meinen Kundenberatern sprechen, ob die Zeit reif ist, ob man muss auch noch kein Produkt haben bei uns. Wir helfen auch bei der Produkterstellung, bei der sogenannten Positionierung in unseren Kursen, weil viele das gar nicht selber können. Also ich glaube, die Webseite ist die beste Adresse oder halt Instagram, Social Media, Facebook, da.
SPEAKER_00Wunderbar, machen wir die Shownotes rein, verlinken wir. Ja, die Zeit ist ehrlicherweise verflogen, aber ich habe noch eine Frage für dich. Und zwar, wir müssen ja, du hast das irgendwann mal angesprochen vorhin, irgendwann müssen wir ja mal alle von dieser Welt gehen. Und jetzt weiß ich, du hast natürlich Buch, Videos, also es gibt tausend Sachen von dir. Aber Wunder, auf einmal ist irgendwie alles gelöscht mit dem Tag, wo du auch gehst. Jetzt hast du aber zwei Kinder. Welche drei Botschaften würdest du deinen beiden Kindern hinterlassen, wenn du nur drei hinterlassen darfst?
SPEAKER_01Erstens, du bist so, wie du bist, genau richtig und wundervoll und geliebt und genug. So. Ganz klar. Das zweite ist, lass den Mut immer größer sein als die Angst. Und das dritte ist, tatsächlich, du bist nicht allein. Du bist hier geführt und das Leben ist für dich. Also vertraue. Vertraue ins Leben, vertraue in deine Führung. Du bist immer umgeben von wie auch immer, Hilfe. Du bist nicht allein.
SPEAKER_00Wow. Sehr schön. Christina, ich sage ganz herzlichen Dank für den gesamten Podcast, aber auch für die beiden oder die drei Edelsteine, die du jetzt hier noch, oder Diamanten besser gesagt, die du jetzt eben noch hergezaubert hast. Herzlichen Dank.
SPEAKER_01Ich danke für die Einladung.
SPEAKER_00Wenn du noch Menschen kennst, die diese Folge hören müssten, dann empfiehl diesen Podcast gerne weiter oder bewerte ihn. Ansonsten hören wir uns wieder in der nächsten Folge.