Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
In deinem Unternehmen soll mehr passieren – aber im Moment hängt zu viel an dir? Willkommen bei Faktor Führung – Verantwortung, Ergebnisse, Freiheit.
Dieser Podcast richtet sich an Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte, die verlässliche Ergebnisse wollen, ohne dass sie selbst zum Flaschenhals werden.
Du erfährst, wie du:
- Verantwortung bei Mitarbeitern verankerst, damit weniger nachgehakt, korrigiert und „gerettet“ werden muss,
- ein Führungssystem etablierst, das Verbindlichkeit, Tempo und Qualität in die Umsetzung bringt,
- dich selbst so führst, dass du Klarheit gewinnst, deine Energie schützt und dein Stresslevel steuerst,
- deinen Alltag strukturierst (Prioritäten, Delegation, Routinen), sodass du am Ende des Tages mehr Steuerung und bessere Ergebnisse hast.
Jede Folge ist kurz, direkt und praxisnah – für Führung, die entlastet und Wirkung erzeugt.
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Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
#275 - Vom Tellerwäscher zum Millionär: Gunnar Kesslers unglaubliche Erfolgsgeschichte
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Vom Tellerwäscher zum Millionär: Gunnar Kesslers unglaubliche Erfolgsgeschichte
In diesem exklusiven Interview trifft Timo Pommer auf Gunnar Kessler - den Mann, der aus dem Nichts kam und sich ein Millionenvermögen aufbaute.
Gunnar Kessler spricht offen über seinen Weg aus finanzieller Not, die größten Herausforderungen auf dem Weg zum Erfolg und welche Schritte wirklich den Unterschied gemacht haben. Diese Geschichte inspiriert jeden, der an mehr glaubt: an finanzielle Freiheit, Selbstbestimmung und ein Leben ohne Limit.
💡 Das erwartet dich im Video:
– Gunnars Start bei null: ohne Geld, ohne Perspektive
– Der Wendepunkt: Wie er die Kontrolle über sein Leben zurückgewann
– Die besten Learnings für Unternehmer & Freiheitsliebende
– Welche Fehler er heute nie wieder machen würde
– Warum jeder heute mit Online-Business durchstarten kann
📌 Jetzt ansehen und inspirieren lassen, denn echte Erfolgsgeschichten schreiben keine Ausreden, sondern Entscheidungen.
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Timo ist Unternehmer, Speaker und Leadership-Experte. Er zeigt, wie du mit Klarheit und Umsetzungskraft Ihr Unternehmen neu aufstellen und dabei mehr Freiheit und Wachstum erlebst.
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Der Inhalt des Podcasts wurde durch folgende Menschen inspiriert: Tony Robbins, Dr Joe Dispenza, Brendon Buchard, Christian Bischoff, Bodo Schäfer, Lars Amend, Bison Kattilathu, Greator, Gedankentanken, Laura Marina Seiler, Mel Robinson, Kurt Tepperwein und vielen mehr!
Inhaltlich geht es um folgende Themen in diesem Podcast:
Mut, Liebe, Erfolg, Glücksgefühle, Motivation, Bewusstheit, Inspiration, Unternehmerinnen, Unternehmer, Meditation, Ziele, Angst, Vertrauen, Partnerschaft, Erfolgsgeschichten, Umsetzungstechniken und das Leben an sich.
Herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge des Podcastes Umsetzung Champion. Herzlich willkommen zu einer ganz, ganz, ganz besonderen Folge. Warum? Weil ich heute meinen Freund Gunnar Kessler endlich in den Podcast bekommen habe. Wir kennen uns schon seit 2009 und wir müssen darüber sprechen, wie man in Anführungszeichen vom Tellerwäscher zum Millionär wird. Herzlich willkommen, Gunni, dass du da bist.
SPEAKER_00Ja, hi Timo, hi an alle, die zuhören. Da hast du ja schon gut vorgepitcht mit dem Tellerwäscher zum Millionär. Interessant. Ich freue mich drauf, was du für Fragen mit hast, was du mehr aus der Nase ziehen wirst. Hab ja auch schon vieles zusammen erlebt und ja, du, let's go.
SPEAKER_03Let's go, genau. Also, machen wir gleich mal Butter bei die Fische vom Tellerwäscher zum Millionär. Für alle, die jetzt hier uns bei YouTube oder so sehen. Ich sehe hinter dir schon Minimum 20 Millionen Umsatz bei Digistore, die du gemacht hast. Ich weiß, die Plakette, die ist schon ein bisschen älter, da ist schon wieder einiges dazugekommen. Jetzt sag doch mal, was ist das Geheimnis, bevor wir dann auch drüber reden, wie es bei dir mal früher ausschaute, aber wie wird man vom Tellerwäscher zum Millionär?
SPEAKER_00Wenn du sinnbildlich sprechen willst, dann musst du auf alle Fälle Teller waschen. Und die meisten denken, sie könnten ein Geschirrspieler nehmen und würden damit zum Millionär werden. Das heißt aber nicht vom Geschirrspüleinräumer zum Millionär, sondern vom Tellerwäscher. Das Sinnbild dahinter ist ja, dass derjenige gearbeitet hat, viel geschuftet hat und dann den Weg gefunden hat. Nicht, der hat irgendeinen Shortcut genommen, irgendeinen Automaten, irgendeine Abkürzung und ist dadurch groß reich geworden. Wobei, verstehe mich nicht falsch, ich bin immer ein Freund davon, wenn man sehr effektiv ist und Dinge automatisiert und schnell, also in wenig Zeit viel Wert erreichen kann, bin ich immer ein Freund davon, aber gerade diese Analogie des Tellerwäschers zum Millionär, die trifft es eigentlich echt gut.
SPEAKER_03Ja, jetzt lass uns mal so schlanke 20 Jahre zurückfliegen, weil seit 20 Jahren bist du ja schon aktiv in deinem Business. Ich kann mich daran erinnern, du hast ja mal auch im Auto geschlafen, in Anführungszeichen. Also da sah es ganz anders aus und mit Essen war es auch knapp. Also hol alle mal ab, die uns zuhören, wie sah da dein Leben aus?
SPEAKER_00Ja, das müssen wir wirklich zurück in die Geschichte von 20 Jahre ein Stückchen weiter zurück. Du hast angesprochen, ich habe eine Zeit lang tatsächlich im Auto schlagen müssen, weil ich damals war natürlich alles nicht meine Schuld. Das war natürlich die Schuld von meiner Mutter, die mich rausgeschmissen hat, als ich 18 war, das war die Schuld von meinem Chef, der mir in der Lehre viel zu wenig Geld gezahlt hat. Das war die Schuld vom Sprit, der zu teuer war, das war die Schuld von der Miete, die zu teuer war. Es waren alle Schuld, noch ich nicht. Und letzten Endes hat das dahin geführt, dass ich, wie gesagt, im Auto geschlafen habe, weil ich kein Geld für Sprit mehr hatte, um irgendwie nach Hause zu fahren. Hätte auch nichts gebracht, weil dort war der Kühlschrank leer und die Heizung kalt, beziehungsweise Heizung. Ich hatte damals noch eine Ofenheizung, kein Geld für Kohle, keine Kohle für Kohle, ne? Und habe daraufhin dann auf Arbeit, quasi vor Abford im Arbeitsgebäude, wo ich meine Lehre gemacht habe zum Bürokaufmann, habe dort im Auto geschlafen. Und das war eine sehr beschissene Zeit, aber auch eine sehr interessante, eine sehr prägende Zeit. Weil in der Zeit habe ich eigentlich all das gelernt, was mich dann später erfolgreich gemacht hat. Ich habe unter anderem gelernt, dass es, weißt du, wenn du Hunger hast, wenn du richtig hungrig bist, ich hab Knast, ich hab Hunger, ich brauche was zu essen. Und du weißt, warum oder wer schuld ist, an dem, dass du nichts zu essen hast. Das ist die Schuld von deinem Chef, der zahlt zu wenig, deswegen hast du kein Geld. Das ist die Schuld von deiner Mutter, die hat dich rausgeschmissen, deswegen hast du nichts zu essen. Du hast einen Haufen Schuldigen, einen Haufen, heute nenne ich das Ausreden, damals waren es Begründungen. Beschreib das gleiche. Und du hast einen Haufen Ausreden und du kannst allen erklären, warum das so ist. Nur eins passiert nicht. Der Hunger geht nicht weg. Der Hunger bleibt. Solange du erklärst, warum Dinge so sind und warum du etwas nicht geschafft hast, warum du etwas nicht kannst, ist ganz nett. Vielleicht glauben dir, dass die Leute auch und die haben vielleicht auch Mitleid mit dir, aber dein Hunger geht nicht weg davon. Da habe ich also damals gelernt, dass wenn ich was will, dann zählen nur Resultate. Du kannst zum Beispiel bei Porsche auch nicht damit bezahlen, dass du sagst, ja, ich habe das Geld für das Auto nicht, was die Schuld von meinem Chef. Da geben dir dir kein Auto für.
SPEAKER_03Absolut. Good, gab es irgendwie eine Situation, also du hast es ja wunderbar beschrieben, wir verfallen ja immer ganz gern so in diese Opferhaltung. Die Umstände sind schuld, dass es uns so geht, wie es geht. Gab es eine Situation oder Moment, wo es bei dir so ein bisschen Klick gemacht hat, zu sagen, ey, ich muss mich jetzt hier in Anführungszeichen beim Schopfe packen und selber aus dem Schlamm ziehen?
SPEAKER_00Da gab es genau genommen zwei wirkliche Würfelmomente. Und der eine war zum Beispiel, dass ich mit meinem damaligen Nissan Mikra mit leerem Tank auf die Tankstelle geollt bin und hab gedacht, tja, du hast kein Geld einstecken, aber du gehst jetzt mal für 20 Mark tanken und erklärst dem Tankwort, dass du das Geld nächste Woche vorbeibringst, wenn du es hast. Gesagt, getan, 20 Mark da reingetankt, zum Tankwort gelaufen, du hab jetzt das Geld nicht. Dann kam wieder die Liste mit Gründen, warum das so ist. Ich bring dir das nächste Woche. Und da sagte dieser Tankwort, Junge, dein ganzer Bullshit, den du erzählst, interessiert mich nicht. Interessiert mich nur eins. Hast du die 20 Mark? Hast du diese 20 Mark nicht? Bleib deine Karre hier stehen und du läufst nach Hause und kriegst dein Auto wieder, wenn du die 20 Mark bringst.
SPEAKER_03Hast du einen Coach gehabt quasi schon?
SPEAKER_00Das war so ein richtiger Archengel-Coach tatsächlich. Ich bin natürlich losgestiefelt, hab ihn verflucht bis zum Umfallen. Weiß auch noch, bin durch den Regen gelaufen, klatschen hast, pitchen nass, hab gemault, hab geflucht, aber innerlich gewusst, dass er recht hat. Und naja, ich bin dann kreativ geworden, ich habe tatsächlich 20 Mark zusammengekriegt an diesem Tag. Bin zurück, habe sie ihm gegeben und bin gefahren. Und dort ist mir das erste Mal klar geworden, dass all unsere Begründungen, Ausreden, Schuld zuweisern, alles Bullshit, ist alles Schall und Rauch. Das Einzige, was interessiert, sind die Resultate, die wir schaffen. Haben wir das Geld verdient oder haben wir es nicht verdient? Wenn wir es nicht verdient haben, ist das unsere Schuld. Punkt. Und der zweite Moment war dann, das war kurz darauf. Ich habe dann wieder in meinem Nissan Mekra geschlafen. Es war ein Novembermorgen, es sind 3 Grad, es regnet, ich wache auf, im Auto, steifernacken, da so halb geschlafen auf diesem Sitz, steifernacken, durchgefroren. Und in dem Moment kommt mein Chef auf Arbeit gefahren. Der kommt mit einem Audi angefahren. Damals Audi A6. Unsagbar. Weit weg für mich. Und ich wusste, der hat eine Standheizung. Und in dem Moment habe ich mir gedacht, Mensch, weißt du, wie bequem du schlafen kannst in dem Audi A6 mit einer Standheizung? Und da habe ich gesagt, ich muss Chef werden. Okay. Ich muss Chef werden. Das war mein Gedanke damals. Und so bekloppt wie der war, der hat mich viele, viele Jahre nicht losgelassen. Und das waren so die zwei Schlüsselmomente. Einmal dieses durchgefrorene, kalte, ich habe die Schnauze so gestrichen, vor hier muss was anderes werden.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_00Und einmal das, ey, es interessiert nicht, was du erzählst, sondern nur die Resultate, die du geschaffen hast. Und von da an habe ich mich auf Resultate im Leben konzentriert, nicht mehr auf Geschichten.
SPEAKER_03Ja, wunderbar. Und was war dann der Auslöser? Oder du hast dich dann so ein bisschen auf die Suche gemacht, so nach dem Motto, ich schaue mal, wo und wie kann ich jetzt Geld verdienen oder Resultate produzieren, sag ich mal. Wie ging es dann weiter? Oder was hat dich dann wirklich zu diesem eigenen Business gebracht? Weil es gibt ja viele Möglichkeiten, um Geld zu verdienen.
SPEAKER_00Das erste, was ich gemacht habe, war auf einem saudummen Rat gehört zu hören. Das war der dümmste Rat, den ich je gekriegt habe. Der hieß damals, mach dein Hobby zum Beruf und du musst nie wieder arbeiten. Mein Hobby war damals Diskothekenbeleuchtung, wir haben alles beleuchtet in Diskotheken, auf Events und so weiter und so fort. Und das habe ich dann quasi, da haben wir eine Firma gegründet mit drei Freunden, war ein völliges Kopfschussunternehmen, völliger Schwachsinn. Sind auch schön auf die Nase gefallen damit. Und dann saß ich quasi wieder auf der Straße und hab mir so überlegt, was kann, was, was, was, was willst du denn jetzt machen? Hab dann Umwege gedreht über so Gelegenheitsjobs im Mediamarkt, hab, sag schon, im Außendienst gearbeitet, lauter so eine Geschichte gemacht, um irgendwie da so ein bisschen an Geld zu kommen. Hat auch so leidlich funktioniert. Und dann gab es noch einen Schlüttelmoment. Ich war dann irgendwann im Außendienst angekommen, hab schon ganz gut Geld verdient, und da hatte ich einen Kollegen im Außendienst. Das war so der Held, der Große, der Silberrücken im Team, der den meisten Umsatz gemacht hat, der am längsten dabei war und so weiter, den alle so bewundert haben, das Vorbild. Und er hat immer gesagt: Ey, in drei Jahren habe ich es geschafft. In drei Jahren kaufe ich mir ein Wohnmobil und fahre mit meiner Hilde um die Welt. Heißt, der geht in Rente. Dann habe ich mir gedacht, Mensch, der hat's gut. Der hat nur noch drei Jahre, dann hat er es geschafft. Ich muss noch über 30 Jahre. War jetzt nicht so, juhu, geil. Keine Perspektive, ne? Ja. Aber ich wollte trotzdem so sein wie er, weil er war ja der King da, der Silberrücken. Und dann war ich auf einem Tony Robbins Event. Das ist plus minus die Zeit gewesen, die wir uns kennengelernt haben. Das war ein bisschen vorher wahrscheinlich. Und da hat Tony fragt, Mensch, wo bist du in deinem Leben? Wo bist du in 30 Jahren? Wo führt dich dein Lebensweg hin? Da hatte ich keine Antwort auf diese Frage. Und ich sitze so im Auto, bin auf dem Weg zum Kunden, sinne so nach. Mensch, wo führt es mich hin? Wo bin ich in 30 Jahren? Und wie das Leben manchmal so spielt, in dem Moment klingelt mein Telefon. Da ist ein Kollege dran aus dem Außendienst. Und der erzählt mir, dass eben jeder, der mit seiner Hilde um die Welt fahren wollte, leider den Herzinfarkt hatte. Ganz blöderweise bei 180 auf der linken Spur. Also Einschlag in den Brückenpfeiler, vorbei, Schluss aus Ende. Und das war mega schockierend für mich, weil A hatte ich einen Kollegen verloren, einen Freund verloren. Und B, hatte ich augenblicklich in dem Moment die Antwort auf meine Frage, wo bin ich in 30 Jahren? Weil wenn ich den gleichen Weg gehe wie er, ich mache den gleichen Auftrag oder Job, nenne es wie du willst, ich bin im gleichen Business unterwegs, ich arbeite genauso viel wie er, ich mache alles wie er, weil ich da hinkommen will, wo er war.
SPEAKER_03Er war Vorbild ja für dich dazu.
SPEAKER_00Er war ja mein Vorbild, genau. Dann habe ich gesagt, gut, wie dumm muss ich sein, um anzunehmen, etwas genauso zu machen und woanders rauszukommen? Das heißt, wenn ich diesen Weg gehe, führt mich das irgendwo zu einem imaginären Brückenpfeiler. Ob der jetzt durch einen Herzinfarkt kommt, durch einen Krebs, durch weiße Geierbrüche, irgendwas, ist erstmal zweitens. Das war mein Weg. Und dann wusste ich, okay, wo führt dich dein Lebensweg hin in 30 Jahren? Das ist meine Antwort. Sterben am Brückenpfeile, bevor ich jemals gelebt habe. Weil das ist das, was er immer gemacht hat. Er hat immer alles aufgeschoben, wenn ich in Rente gehe, fahre ich mit meiner Hilde um die Welt. Der ist nicht in jungen Jahren um die Welt gefahren.
SPEAKER_03Der hat es nie gemacht. Also war für dich dieses Schockerlebnis, so ein Wake-up-Call, wie man so schön sagt. Absolut. Zu sagen, okay, ich muss jetzt was verändern oder ich muss jetzt radikal was anders machen. Und ich erinnere mich ja, du, irgendwie die Liebe zum BMW, irgendwie, glaube ich, hat dich ja dann auch zu deinem ersten Online-Business geführt.
SPEAKER_00Ich habe damals nach diesem Anruf, 90 Sekunden später, habe ich gekündigt.
SPEAKER_03Wow, das ist mal eine.
SPEAKER_00Das war mein letzter Tag. Und dann war ich zu Hause und dachte, okay, geil, ich weiß auf alle Fälle, was ich nicht will. Ich weiß, wo ich nicht hin will im Leben. Ja. Aber was zum Geier will ich denn?
SPEAKER_03Ich glaube, eine der kompliziertesten und tiefgründigsten Fragen, die wir uns so im Leben stellen können. Was will ich denn?
SPEAKER_00Ja, und ich war damals relativ jung und naiv und mir ist nicht viel mehr eingefallen, als, naja, ich will reich sein, ich will frei sein und ich will glücklich sein. Reich, frei und glücklich.
SPEAKER_03Das ist ein interessante Kombi.
SPEAKER_00Ja, das fand ich cool. Und dann kommen natürlich alle, die dir sagen, ja, ja, reich und glücklich. Haha, Geld ist die Wurzel allen Übels. Geld macht auch nicht glücklich, bla bla bla. Habe ich übrigens immer nur von Leuten gehört, die keins hatten.
SPEAKER_03Ja, ist ja komisch.
SPEAKER_00Hat mir nie einer erzählt, der welches hatte. Da hat gesagt, du, ich bin so unglücklich mit meinen 8 Millionen auf dem Konto, das ist furchtbar. Mach das bloß nicht. Hat keiner erzählt. Naja, und da habe ich dann gesagt, okay, ich muss ja auch nicht den Pleitegeiern zuhören, sondern auf welchem Weg sind die denn? Wo sind die in 30 Jahren? Die mir gerade den Tipp geben, in Rat geben, wo sind die denn in 30 Jahren? Und irgendwie alle, die gesagt haben, das kannst du doch nicht wachen und such dir einen Job und bla bla bla, die waren irgendwie alle sinnbildlich auf dem Weg zum Brückenpfeiler. Und ich wollte lieber sein, du, ich sitze am Ende meines Lebens in Florida auf einer Veranda, blicke auf das Meer, in meinem Schaukelstuhl, halte Händchen mit meiner Liebsten, denke über mein Leben nach und denke, was für eine geile Scheiße. Bitte nochmal genauso. Wenn ich nochmal darf, dann nochmal ganz genauso. Das war meine Vorstellung vom Leben.
SPEAKER_03Ja, und ich weiß ja, Florida, Kalifornien und so weiter, da hast du durchaus den einen oder anderen Abstecher schon gemacht in deinem Leben. Viele für die Monate, ja. Ja, aber was würdest du denn jetzt sagen? Also, jemand, der in einer ähnlichen Situation ist oder anders formuliert, mal jetzt rückblickend von heute, was sind so für dich so die drei Qualitäten, die jemand mitbringen muss? Weil da, wo du damals ja standest und wo du heute stehst, das ist ja nicht mit einmal Fingerschnipsen und einmal im Kreis drehen passiert. Was sind so die drei Qualitäten, wo du sagst, auf die kam es an bei mir?
SPEAKER_00Qualitäten? Auf der einen Seite muss die Qualität eine Klarheit im Kopf sein. Was will ich? Wo will ich hin? Wo will ich hin? Was ist mein Ziel?
SPEAKER_03Wie führst du das hin, Gunni? Ich treffe ja viele Leute, die sagen, naja, also diese Klarheit, ja, das ist irgendwie so einfach und dann, meine Antwort ist immer, schreib mal auf und dann kommt nichts aufs Papier, weil die Frage doch tiefgründiger ist. Wie hast du das immer wieder geschafft?
SPEAKER_00Naja, sagen wir mal so, ich bin schon mal in Urlaub gefahren. Da kann das jeder von uns. Wir wissen ziemlich genau, bevor wir losfahren, wo wir hinwollen. Wo wollen wir hin? Wann wollen wir dort sein? Wie soll es dort sein? Also zum Beispiel, die meisten, die hier zuhören oder zuschauen, bin ich der Meinung, die haben den nächsten Urlaub schon geplant. Die wissen, die fliegen am 3.8. um 8.45 Uhr vom Berlin Airport mit, was weiß ich, EasyJet so und so nach dort und dorthin. Also die wissen das. Die haben das jetzt schon geplant. Die wissen jetzt schon, ey, Urlaub machen wir dann und dann, dort und dort geht's hin mit dem und dem Verkehrsmittel. Na, das wissen die, ein halbes Jahr vorher, ein Jahr vorher. Und dann frage ich mich, wenn sie den Urlaub so planen können, warum können sie dann ihr Leben nicht planen? Es ist ja auch niemand zum Urlaub gekommen und hat gesagt, naja, Urlaub, du musst jetzt dort und dort Urlaub machen. Sondern haben sie sich ausgedacht. Da haben sie gesagt, Mensch, ich hätte mal Bock auf Singapur. Ich habe jetzt Bock auf Singapur. Okay, wo ist denn Singapur? Wie komme ich denn da hin? Und so weiter, bla bla bla. Und dann haben sie angefangen zu planen und einen Reiseplan zu entwerfen. Und genauso ist es mit allem, was du willst im Leben. Du willst Millionär werden, du willst finanziell frei sein, weißt du geil, was das ist. Leg doch mal fest, okay, wann bin ich denn finanziell frei? Wie viel Geld brauche ich? Wie muss das investiert sein? Und was ist finanzielle Freiheit für mich eigentlich? Die meisten Menschen denken, finanzielle Freiheit ist, ich bin frei von Finanzen. Das ist völlig falsch. Finanziell frei bedeutet nicht, ich bin frei von Finanzen, sondern ich bin frei von der Notwendigkeit für Geld zu arbeiten.
SPEAKER_03Ist das deine Definition? Oder wie würdest du es für dich beschreiben, finanzielle Freiheit?
SPEAKER_00Finanzielle Freiheit ist, ich muss nicht arbeiten, sondern das Geld arbeitet für mich. Ich kann arbeiten, aber ich muss es nicht. Mein Lebensunterhalt, meine Lebenskosten, mein Lebensstil, nenn es wie du willst, wird finanziert von Systemen oder von Geld. Systeme, die ich gebaut habe, die Geld verdienen, oder von Geld, das ich habe und investiert habe und vom Ertrag leben kann. Das ist für mich finanzielle Freiheit. Und die meisten Menschen, ja, ich möchte gerne finanziell frei sein. Ich sage, okay, wie viel Geld brauchst du? Wie investiert? Keine Ahnung. Das ist ungefähr so schlau wie ich will in Urlaub fliegen. Ja, wohin denn? Ja, keine Ahnung. Beim Urlaub wissen sie das alle ganz detailliert. Aber für Ihre Zukunft, dann trauen sie sich, das nicht festzulegen.
SPEAKER_03Also das. Ja, also das heißt ja, also die erste Qualität ist eben diese Klarheit, ein klares Zielbild zu haben. Wo will ich hin? Jetzt bildlich mal gesprochen, im Urlaub oder mit meinem Leben. Sprich, wie viel Geld brauche ich, um finanziell frei zu sein? Wo, wie will ich leben und so weiter. Also das ist so die erste Qualität. Erste klar, richtig. Was waren noch so zwei Qualitäten von dir, wo du sagst, die braucht jemanden, die sind wichtig? Ich glaube, eine gesunde Fakio-Einstellung.
SPEAKER_00Oh, da müssen wir drüber reden. Was meinst du mit Fakio-Einstellungen? Den Rebellen in dir. Wenn du sagst, ich will was, da fängt es ja an, die meisten Menschen definieren Wollen mit Ich bin daran interessiert, das zu kriegen, wenn ich jetzt nicht allzu viel dafür tun muss? Das ist das, was die meisten Menschen mit Wollen definieren.
SPEAKER_03Okay.
SPEAKER_00Wenn ich sage, wenn ich sage, ich will was, dann meine ich, ich bekomme das. Kostet, was es wolle.
SPEAKER_03Kannst du kannst uns mal so mitnehmen, so ein Beispiel? Also was waren so richtige Zeiten oder wie sah das bei dir aus, dieses Ich will was? Weil ich weiß ja, ich kann mich ja auch an viele Situationen erinnern, wo wir dann zusammen auf meiner Wohnung hockten und so weiter. Es läuft ja nicht von alleine. Also man muss ja manchmal ein bisschen die Extra-Meile gehen.
SPEAKER_00Du absolut richtig. Naja, eins, also so ein schönes plakatives Beispiel war damals mein erster Lamborghini. Ich will einen Lamborghini. Ich gucke auf mein Konto, mein Konto sagt, sei froh, wenn es ein alter Golf wird. Da könnte ich jetzt sagen, ja, ich möchte ja gerne, ich hätte ja gerne einen Lamborghini, aber mein Konto sagt nein. Und okay, da bin ich so ein Typ, der sagt, Neudeutsch, fuck you-Konto stand. Ich werde es dir zeigen. Ich werde sehen, dass ich einen Weg finde, das Geld zu verdienen, um mir diese Karre zu kaufen. Punkt. Und nicht zu leasen, nicht zu finanzieren, zu kaufen. Und dann geht es halt los, okay, fangen wir wieder an zu planen. Was brauche ich denn, um da hinzukommen? Wie viel Geld brauche ich? Was kostet mich der Lambo? Wie viel Geld muss ich verdienen, damit das Nachsteuern hängen bleibt und ich nicht ein Lambo habe und kein Geld zum Tanken? Also einen intelligenten Finanzplan, wie ich das immer nenne. Ich sage immer, wenn du ein Auto kaufst, sollte das nicht mehr als, also auf keinen Fall mehr als 10% deines Vermögens ausmachen. Umso mehr Vermögen du hast, desto kleiner muss der Purzzle auch noch werden. Aber wenn du jetzt zum Beispiel, du willst einen Lamborghini für 200.000 kaufen, dann solltest du mindestens 2 Millionen haben. Ja. Okay, also Aufgabe erkannt, 2 Millionen Euro verdienen. Und behalten.
SPEAKER_03Nicht nur verdienen, sondern behalten. Behalten, ja. Also ich höre da ganz viel raus, so diese Klarheit, ja, und dann wirklich in so eine Umsetzungsstärke dann reinzugehen, sagen, okay, also ich mache.
SPEAKER_00Ja, und vor allem, was ich mit dieser Fuck-Yo-Einstellung meine, ist, wenn immer irgendjemand oder etwas kommt und dir erklären will, warum du das nicht haben kannst, dann so eine Fuck-Y-Einstellung. Können wir das hier in deinem Podcast sagen? Kann ich das sagen? Fick dich. Ich krieg's trotzdem. Ich finde einen Weg.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_00Halt' Maul, ich krieg das hin. Weißt du? Mir doch scheißegal, was alle anderen sagen, mir doch egal, wie es gerade aussieht, ich krieg das trotzdem hin.
SPEAKER_03Ich zeig's dir. Ja, da müssen wir noch mal ein bisschen intensiver drüber reden, weil, also jetzt kennen wir uns ja schon ein paar Tage und ich weiß, dass du auch diese Mentalität, so nenne ich es mal, in dir hast, zu sagen, ist mir jetzt ja mal egal, was die anderen denken, ich mache mein Ding. Was würdest du jetzt jemand raten, der da, dem das vielleicht nicht so leicht von der Hand geht wie dir? Also du hast ja jetzt auch viele schon gecoacht oder begleitet oder kennengelernt, wo manchmal Menschen sich ein bisschen schwerer tun damit.
SPEAKER_00Naja, das beste Training dafür ist, einmal zu hungern. Also, was mache ich zum Beispiel, wenn ich wirklich eins zu eins Sachen mache, Coaching mache, und ich merke, dem fehlt der Biss, dem fehlt der Hunger, etwas zu wollen, dann lasse ich den vier Tage hungern. Und weißt du, was ich am dritten Tag mache? Ein Steakbraten vor seiner Nase und sagen, das kriegst du nicht. Und wenn der sich's dann holt, dann weiß ich, der hat Hunger. Also dieser innere Hunger als Antrieb auch haben, ne? Genau, genau. Und auch so dieses, was ich auch gern dann mache, zum Beispiel mit Männern stell dich einfach mal gegenüber und schubst den so ein Stück. Wenn der einen Schritt zurück macht und dann stehen bleibt und du schubst ihn nochmal und mach einen Schritt zurück, dann weiß ich, ey, der wird im Business nie Erfolg haben. Sondern der muss diesen Schubs aushalten oder wenn er einen Schritt zurück macht, ganz schnell wieder auf seinen alten Standpunkt. Und dann so nach dem Motto, du schubst mich, pass auf. Dieses Kompetitive, diesen Widerstand, sich nicht rumschubsen lassen, sondern an seinem Standpunkt stehen. Und da steht man. Die Onkels hatten früher mal einen Musiktitel, den ich als Kind sehr viel gehört habe, der hieß, lieber stehen, sterben, als Knien leben. Ah, okay. Und die Einstellung brauchst du, wenn du erfolgreich sein willst. Punkt. Wenn du dich auf die Knie zwingen lässt und rumschubsen lässt, kannst du keinen Erfolg haben umleben.
SPEAKER_03Also einfach dein Ding da machen, durchzuziehen und gab es da Momente, wo du selbst vielleicht so ein bisschen ins Wanken gekommen bist oder gezweifelt hat, also nach dem Motto, ey Gunni, macht das jetzt hier alles Sinn, klappt das wirklich?
SPEAKER_00Du kannst dir sagen, das gibt es täglich, das gibt es heute noch. Die Sache ist nur, weißt du, die Menschen denken immer, wenn ich nur aufhören würde zu zweifeln, dann wäre ich viel erfolgreicher. Die Frage ist nicht, ob du wirst nie aufhören zu zweifeln, es kommen dir immer Zweifel auf. Die Frage ist, wie sehr gehst du auf deine eigenen Zweifel ein? Es gibt den Glauben in dir und es gibt den Zweifel in dir. Und die Stimme von beiden, die dir lauter werden lässt, die gewinnt. Und die bestimmt dein Leben. Und wenn der Zweifel kommt, dann habe ich wieder dieses, du merkst, das kommt bei mir öfters, dieses fuck you. Fuck that little voice.
SPEAKER_03Kannst du es irgendwie so konkret mal machen oder so einen Tipp geben, wenn jemand auch merkt, Mensch, also A habe ich jetzt mal gelernt, und das weiß ich auch von vielen anderen oder auch von mir, egal wo du stehst, auf der Erfolgsleiter, die Zweifel bleiben ja immer, und hört man ja auch von, ich sag mal, ganz großen Sportlern oder Künstlern auch, die irgendwie vor Hunderttausenden schon gesprochen haben, aber trotzdem irgendwie Angst haben, auf die nächste Bühne zu gehen oder ihre Zweifel überwinden müssen. Hast du da irgendwie so ein, zwei ganz konkrete Tipps oder du hast es eben schon so mit dem Fakju angesprochen?
SPEAKER_00Das habe ich auch wieder, das ist auch von Tony Robbins eine schöne Aussage gewesen. Er verhandelt nicht mit seinem Verstand. Wenn ich mir etwas vorgenommen habe, was auch immer es ist, ein Eisbad, ein Business aufzubauen, irgendwas. Und plötzlich kommt diese kleine Stimme, ach nee, mach doch nicht, das ist zu gefährlich, das ist ne, ja, nee, und was ist, wenn das jetzt das passiert und was ist, wenn jenes passiert? Und dann habe ich von Toni gelernt, eben nicht mit dieser Stimme zu verhandeln, sondern zu sagen, fuck you, das dreht sich bei mir wahrscheinlich alles drum, fuck you. Ich habe mir vorgenommen, das zu machen, und ich tue es jetzt auch. Das fängt bei so kleinen Sachen an, wie der Wecker klingelt morgens. Und wozu tendierst du, auf die Snooze-Taste zu drücken? Und einfach nach fünf Minuten, nach zehn Minuten. Aber nein, du verhandelst nicht mit deinem Körper und nicht mit deinem Geist. Du hast dir vorgenommen, um 6.30 Uhr aufzustehen. Nicht um 6.35 Uhr. Sondern heißt, fuck it. Ja, der Teil von mir will jetzt diesen Snoos-Button drücken, aber no. Fuck that little voice. Lasst sie nicht gewinnen. Sondern sagt ihr, ja, Toni sagt dir, now I am the voice. Und das ist genau das. Ich bin jetzt die Stimme, ich sag dir, wo es lang geht. Und nicht all dieser Zweifel, dieses Ningeln, diese Ausreden, Schluss damit. Und das kann man nur machen, indem man sich dabei erwischt und sich vorher eine Strategie überlegt hat, wie hau ich dieser kleinen Stimme, diese Zweiflerstimme in meinem Kopf auf die Mütze. Und ein schönes Beispiel davon, was ich gemacht habe, ist zum Beispiel, es gab eine Zeit lang, wie ich schon gesagt habe, da habe ich nichts zu essen gehabt. Welches Muster ist daraus entstanden? Friss so viel du kannst, wenn du was hast. Ja, umso, wenn du dann doch ein bisschen mehr hast, stopfst du viel in dich rein, was war, du wirst fett. Aber das Muster nimmst du halt mit. Und das habe ich irgendwann realisiert und denke, ey, dieses Muster ist so viel du kannst, wer weiß, wann es wieder was gibt, ist nicht mehr dienlich. Ich habe jetzt einen Zwischen, ich kann mir was zu essen kaufen inzwischen. Also musste ich dieses Muster unterbrechen. Ich musste dieses Muster zerstören. Was habe ich gemacht das nächste Mal, als ich in einem Restaurant saß und gemerkt habe, ich stop schon wieder zu viel in mich rein. Ich bin aufgesprungen, habe auf meinen Stuhl gezeigt und habe im gesamten Restaurant, so dass es alle hören, gebrüllt, du fettes Schwein frisst schon wieder zu viel. Quasi auf mich selbst gezeigt. Ja, ja, logisch. Und in dem Moment stand ich da, alles guckt mich an, ich dachte, jetzt fliegst du raus. Scheiße, die denken, du bist ein absoluter Freak. Du bist total wahnsinnig, die stehen dich alle an. Oh shit. Und glaub mir, mein Gehirn und diese kleine Stimme, die mir gesagt hat, ach komm schon, ein bisschen dessert geht nach. Eins geht nach. Von einem wirst du jetzt nicht dick. Das nächste Mal, als die kam, hat diese kleine Stimme sich gedacht, oder mein Gehirn sich gedacht, ey, hör auf, wenn wir das jetzt wieder durchziehen, springt der Typ wieder auf, stellt uns hier völlig blöde hin vor allen Leuten, ist eine scheiß Idee, wir lassen das. Und das wird zum Automatismus. Wenn du den Schmerzhebel dort ansetzt, dann tut dir das nichts mehr. Dann kommen diese Zweifelstimmen und so weiter. Die gehen davon weg, die kommen nie wieder. Dein Gehirn kommt nie wieder auf diese blöde Idee, dir so einen Zweifelgedanken zu schicken.
SPEAKER_03Ja, genau, den hast du damit schön einmal zerstört und den Schmerz schön aufgebaut. Jetzt haben wir erst Klarheit, ein gutes Zielbild haben, dann die Fakuo-Einstellung. Die Gunnar Kessler-Faku-Einstellung. Was ist so die dritte Qualität, die du sagen würdest?
SPEAKER_00Das nenne ich eine Intelligenz. Und zwar Intelligenz in dem Bereich, nicht alles selber machen zu wollen, sondern einfach zu sagen, okay, ich weiß, wo ich stehe. Das ist übrigens auch ein ganz wichtiger Punkt für jede Navigation, wenn du nicht weißt, wo du bist, kannst du nie errechnen, wo du hin willst. Also ich weiß, wo ich bin, ich weiß, wo ich hin will. Und ich bin auch ehrlich über das, wo ich bin. Nicht das, was ich gerne hätte, wo ich gerne bin, sondern das, wo ich möglich bin. Finanziell, körperlich, geistig, mental, alles, da, wo ich wirklich bin, da wo ich hin will. Und dann bitte, schau doch mal in die Welt, mach die Augen auf, anstatt jetzt von selber zu probieren, irgendwie dahin zu kommen. Wer zum Geier ist diesen Weg schon mal gegangen? Wo gab es einen, dem es genauso ging wie mir, oder noch schlechter, der heute das hat, was ich will, und welchen Weg ist der gegangen? Wie hat der das gemacht? Was hat der getan? Und dann guck dir das an und das nenne ich intelligent. Du kannst alles selber durch versuchende Irrtum rausfinden oder du schaust an, was jemand gemacht hat, der es schon gemacht hat, holst dir sein Rezept, kaufst ihm das Rezept ab in Form eines Buches, eines Coachings, eines Kurses, eines irgendwas und machst genau das, was er sagt. Ohne zu zweifeln, ohne zu irgendwas besser zu machen, sondern du machst ganz stumpf und dumm, was der dir sagt. Wenn der deinen Weg schon gegangen ist, dann kennt der deinen Weg. Dann kann der dir sagen, wo du stolperst, dann kann der dir sagen, was du beachten musst. Und dann gehst du diesen Weg im Bruchteil von der Zeit, als wenn du ihn hättest alleine gehen wollen. Also das ist das Nächste, diese Intelligenz, zu sagen, ey, ich frage jemanden, der sich auskennt. Die meisten Menschen fragen nur jemanden, den sie kennen. Aber sei nicht so, frag nicht jemanden, den du kennst, sondern frage jemanden, der sich auskennt. Angenommen, dein Ziel ist, du willst ein eigenes Online-Business starten. Was machst du? Gehst zu deinen angestellten Freunden oder zu deinen arbeitslosen Freunden, zu deinen Arbeitskollegen oder zu deiner Familie, die kennst du alle. Keiner von denen hat jemals ein Online-Business gestartet. Da haben die keine Ahnung von. Und du gehst dahin, du, ich will gerne Millionär werden, ich möchte ein Online-Business starten. Ja, was meinst du, was diese Menschen, die du kennst, dir raten, das ist alles Blödsinn, das kannst du vergessen, das geht sowieso nicht. So. Okay, das sind die Menschen, die du kennst. Wenn du jetzt aber zu jemandem gehst, der hat schon mal ein erfolgreiches Online-Business aufgebaut, der ist damit selbst-made-Millionär geworden. Wenn du den fragst, sag, ey, pass auf, ich habe das und das Ziel, ich will das und das erreichen, was soll ich machen? Der wird dir mit Sicherheit nicht sagen, das geht nicht, das ist Blödsinn, wenn das so einfach wäre, würden es alle machen. Sondern der wird dir sagen, wenn du es schlau genug fragst, wie er es gemacht hat. Das heißt, die Antwort wird bestimmt dadurch, wen du die Frage stellst. Und deswegen sage ich immer, frage jemanden, der sich auskennt, nicht jemanden, den du kennst. Wenn du natürlich jemanden kennst, der sich auskennt, ist das perfekt. Aber auskennen überkennen.
SPEAKER_03Ist, glaube ich, der Unterschied. Und ich meine, wir haben ja auf viele Events gemeinsam gemacht. Also ich weiß ja, du bist ja genauso ein Weiterbildungsfreak wie ich und investierst da immer gerne auch in deine Persönlichkeit. Und da steckt ja auch das drin, was du gerade schon auch beschrieben hast. Also immer auch da zu Leuten zu gehen, die ein bisschen schlauer sind oder ein paar Erfahrungen schon vor einem gemacht haben und einem den Weg dann zeigen können. Jetzt hast du gerade gesagt, ja, es gibt manchmal Stolpersteine. Magst du mit uns vielleicht so zwei, drei Fuckab-Storys teilen und vielleicht deine Learnings daraus? Also, weil ich glaube, das ist immer eine große Illusion. Wenn man mal viele Leute sieht und die erfolgreich sind, auch so wie du, dann denken immer viele, bei denen ist das ja immer eins geklappt und das läuft und easy peasy, tralala. Und immer wenn ich dann mit den Leuten spreche, dann hört man schon, dass es manchmal geruckelt hat und dass nicht jeder Schuss gesessen hat. Wie war das bei dir?
SPEAKER_00Also ich kann sagen, die ersten drei Jahre, als ich dann begonnen habe, nachdem ich dann meinen Außendienstjob gekündigt hatte und mein Online-Business gestartet habe, die ersten drei Jahre sind jeweils ein Jahr Arbeit gewesen bis zu einem Totalzummerzusammenbruch des Businessmodells. Wow. Also ich hab einmal im Jahr war alles, was ich getan hatte, völlig umsonst und ich musste bei null starten. Das waren meine ersten drei Jahre. Was hat mir da geholfen? Hab meine Geschichte gehört, der liebe Thomas Edison, der die Glühlampe erfunden hat, der hat wohl 10.000 Fehlversuche gehabt, bis er das geschafft hat. Und ich habe mir dann gedacht, naja, ich habe ja erst drei. Da liegen noch ein paar vor mir. Also habe ich einfach weitergemacht. Und das ist auch jetzt immer noch, es gibt immer wieder Sachen, die schief gehen. Vielleicht sogar mehr als die, die funktionieren. Ich weiß nicht, wenn ich zum Beispiel eine YouTube-Anzeige, wie ich viele vielleicht von kennen, wir haben jetzt über 500 Millionen Views auf meinen YouTube-Anzeigen. Wahnsinn, total. Bei 80 Millionen Deutschen.
SPEAKER_03Jeder hat den Grund schon mal gesehen.
SPEAKER_00Mehrfach sogar, statistisch zumindest. Und weißt du, da habe ich so viele Anzeigen getestet und ich habe mit Sicherheit viel mehr Anzeigen getestet, die nicht funktioniert haben, als die, die am Ende funktioniert haben. Aber das ist doch, wir alle haben das doch schon mal durch, wir haben ja offensichtlich alle laufen gelernt, bis auf ein paar Ausnahmen. Und wir sind doch öfter hingefallen, als dass es funktioniert hat. Und trotzdem haben wir irgendwie weitergemacht. Warum? Weil bei all das, was ich jetzt beschrieben habe, diese drei Dinge, dass du weißt, was du willst, dass du eine Fuckio-Einstellung hast und dass du dir jemanden suchst, der es kann. Das haben wir alle schon mal gemacht. Das ist ja jetzt kein Hexenwerk. Wir haben das alle schon mal gemacht, als wir angefangen haben, zu laufen. Wir hatten ein Ziel, wir wollten so sein wie Mama und Papa, weil die sind auf dem Weg auf zwei Beinen unterwegs, nicht auf vier. Okay, wir sind hingefallen. Wir haben gesagt, fuck it, ich versuche es trotzdem wieder, auch wenn es wehtat. Und wir haben uns angeguckt, wie machen die das denn? Wie stehen die da auf den zwei Beinen? Das haben wir uns schon als Einjährige oder Zweijährige angeschaut und gemacht. Das ist kein Hexenwerk. Wir alle können das. Nur haben wir es irgendwie verlernt, wenn es darum geht, im Leben was zu erreichen.
SPEAKER_03Absolut. Und ja, einmal mehr aufstehen, als man hinfällt, so nach dem Motto. Gibt es auch so eine zweite, ich sag mal, fuck-up-Story so aus jüngerer Vergangenheit, wo du sagst, Mensch, da habe ich mir was vorgenommen und das hat gar nicht so richtig geklappt. Oder ich habe da einen richtigen Bock geschossen und da steckt ein großes Learning dahinter.
SPEAKER_00Da fällt mir was ein aus dem Investmentbereich. Ich habe privat investiert in so einen Trading-Roboter, der Währungen gegeneinander handelt, was auch sehr gut funktioniert. Und weil das habe ich mir von einem Menschen, der das sehr erfolgreich macht, zeigen lassen. Also ich wusste, was ich will, ich habe es mir zeigen lassen, hab's genauso gemacht. Naja, und was kommt dann? Dann kommt, ey, das funktioniert so cool, können wir das nicht ausweiten? Na, jetzt habe ich gedacht, wenn wir jetzt, warum denn Währungen gegeneinander handeln damit, warum nicht Gold dagegen, Gold gegen Dollar handeln? Haben wir uns das alles angeguckt, haben das gerechnet, haben das gemacht, das sah super aus. Wir haben das gestartet. Wir, sage ich, weil ich das mit einem Freund zusammen gemacht habe, haben das zusammen gestartet. Lief super. Und anstatt das so laufen zu lassen, wie es lief, haben wir dann gedacht, Mensch, was wäre denn, wenn wir das noch ein bisschen verändern, dass es noch mehr Profit bringt? Naja. Die Gier war da. Die Gier war da, oh, die war riesig, die Gier. Wir haben 15% im Monat eingefahren. Wow. War genial. Hat auch eine ganze Weile gut funktioniert. Bis zu dem einen Punkt, wo eben, wie du sagst, dieser Fuck-Auf kam, wo wir eine Sache eben doch nicht berechnet hatten. Und dann ist leider das Investment verloren gegangen. Ich hatte vorher mehr gewonnen, weil ich war schlau genug, Gewinne rauszunehmen. Aber dann kam halt, ja, wenn man es genau berechnet hätte, hätte man das sehen können. Haben wir aber nicht. Also es war so ein Fuck. Da waren halt mal an dem Augustmorgen, da waren einfach mal 280.000 Euro, die sich in Luft aufgelöst haben. Auch das gibt's. Gehört dazu. Habe ich deswegen aufgehört zu investieren? Nein. Habe ich dadurch schlauer investiert? Intelligenter? Ja.
SPEAKER_03Also es war eine etwas teurere Ausbildung, könnte man sagen. Korrekt.
SPEAKER_00Das war sehr viel Lehrgeld. Sehr viel Lehrgeld.
SPEAKER_03Aber es war wertvoll. Es war wertvoll, genau. Immer die Frage, was man dann draus macht. Jetzt meine Frage, du hast als, ich sag mal, Einzelkämpfer angefangen. Mittlerweile bist du, sag ich mal, ins Unternehmertum übergegangen, wenn man das so sagen darf. Also Unternehmertum heißt für mich, dass es da noch ein paar andere gibt, die mitwerkeln und man nicht immer ganz so involviert sein muss. Was wären so da für dich so die drei großen Tipps? Also jemand, der, ich sag mal, vom Selbstständigen zum Unternehmer geht oder vielleicht zum Kleinunternehmer ist, was sind so da deine drei Key Learnings, wie man es so schön sagt.
SPEAKER_00Ein ganz großes Learning für mich war eins der ersten, wenn man jetzt jemanden neu ins Team holt, dann haben die meisten den Anspruch, der muss das genauso gut machen wie ich. Und deswegen, ähm, deswegen haben die meisten auch keine Leute im Team, weil sie halt, keiner macht das so gut wie ich. Wenn es gut werden soll, muss ich das machen. Und ich habe damals gelernt, bei jemandem, der das so gut konnte wie ich, den gab es nicht. Das Lied aller Selbstständigen, keiner macht das so gut wie ich. Na logisch. Der lässt das Ego gar nicht zu. Richtig. Und es wäre auch schlimm, wenn das einer so gut könnte wie ich. Dann wäre ja mein Selbstwert schon wieder ganz im Keller. Aber ich habe damals gelernt, wenn ich jemanden ins Team hole, der diesen Teil meiner Arbeit übernimmt, der muss das gar nicht so gut machen wie ich. Da gibt es eine neue Formulierung, die ich damals gefunden habe, ist, er muss es gut genug machen, damit das Ziel erreicht wird. Heißt nicht, der macht halt irgendwelchen Schwachsinn und die Kunden sind dann unzufrieden, sondern der macht das nicht so gut wie ich. Aber der macht es gut genug dafür, dass die Kunden zufrieden sind.
SPEAKER_02Ja.
SPEAKER_00Und das war eine erste Wendung von weg von so gut wie ich hin zu gut genug, um das Ziel zu erreichen. Das hat sich übrigens auch durch alles gezogen, wo mich der Perfektionismus gebremst hat. Kann ich diese Webseite jetzt online stellen? Kann ich dieses Video hochladen? Ist das, das kann ich eigentlich besser? Das muss ich nochmal neu machen. Und dann hängen sie drin und machen jahrelang Kurse neu, kurse neu, kurse neu, die nie einer gesehen hat.
SPEAKER_02Ja, klar.
SPEAKER_00Das muss nicht perfekt sein. Das muss gut genug sein, um das Ziel zu erreichen. Und das ist auch eins meiner großen Geheimnisse. Meine Verkaufsvideos, meine Werbeanzeigen, die sind nie perfekt. Aber die sind immer gut genug, um das Ziel zu erreichen, dass der Kunde die gewünschte Conversion ausführt.
SPEAKER_03Das reicht ja. Und ich meine, das, was du gerade schilderst, erlebe ich bei so vielen Unternehmern eben dieses, ich muss drüber gucken, ich muss es im Zweifelsfall machen. Auch dieses Muster, ich erkläre es jetzt dem Mitarbeiter gar nicht, sondern ich mache es dann halt jetzt schnell. Und dann wundern die Lieblinge sich immer, dass sie eben aus dem Hamsterrad des Tagesgeschäftes nicht rauskommen und da kleben bleiben als Unternehmer.
SPEAKER_00Und da ist der Punkt gut genug, um das Ziel zu erreichen. Das tut weh, am Anfang. Das ist echt hart. Aber wenn man sich einmal damit angefreundet hat, ey, das war nicht perfekt, das war nicht so gut, wie ich es gemacht habe, aber es war gut genug, wir haben den Auftrag erfüllt, der Kunde ist happy. Dann ist das doch völlig in Ordnung. Und das war das eine Learning, also das ist gut genug, um das Ziel zu erreichen. Und das zweite ist, wann stelle ich denn jemanden ein oder wann hole ich mir jemanden ins Team, wenn er mich dadurch entlastet, wenn ich dadurch weniger zu tun habe. Also, was weiß ich, ich habe einen Stunden, einen 8-Stunden-Tag und ich hole jemanden ins Team, der nimmt mir, der arbeitet zwar acht Stunden, aber ich habe dadurch zwei Stunden weniger Arbeit. Und wenn ich in diesen zwei Stunden, die ich jetzt frei habe, andere Dinge machen kann, die mir mehr bringen, als ich für seine acht Stunden bezahle, habe ich eine unternehmerisch super Entscheidung getroffen. Absolut. Und das ist das, man sagt, okay, wer kann das für mich machen, wer kann mir das abnehmen? Das ist eins. Und das Dritte ist, wenn man zum Beispiel vor einer Business-Herausforderung steht, die man selbst nicht meistern kann. Mist, das kann ich nicht. Wen kann ich einstellen, der besser ist in diesem Bereich als ich? Wer kann das besser als ich? Ich kann mich jetzt zum Beispiel hinsetzen und sagen, Mensch, ich muss jetzt hier lernen, wie ich so eine Webseite programmiere oder im WordPress einrichte. Oder ich sage mir, ey, wer kann das denn besser als ich? Wer macht das für mich besser, als ich es kann?
SPEAKER_03Definitiv.
SPEAKER_00Und die Sache ist, es hat Henry Ford damals schon immer gesagt, du musst nicht alles wissen. Du musst noch jemanden kennen, der es weiß und den fragen können. Henry Ford wusste so gut wie nichts, will ich nicht sagen, aber sehr wenig über Automobilbau. Aber er hatte eine Menge Ingenieure, die auf Knopfdruck an seinem Schreibtisch standen und ihm diese Fragen beantwortet haben, wenn er sie hatte.
SPEAKER_03Definitiv, ja. Und das ist ja ganz erfolgreich. Jetzt kennst du ja auch viele Unternehmer. Was würdest du sagen? Was sind deren, ich sag mal so, ein, zwei Denkfehler oder fehlerhafte Muster oder was wird da häufig falsch gemacht?
SPEAKER_00Naja, das, was ich am meisten sehe, ist das, was auch die Angestellten hatten und was der Typ beim Außendienst bei mir da hatte, die arbeiten sich zu Tode und leben nicht. Also, ich weiß nicht, mein Gedanke war damals, der war anfangs sicherlich etwas naiv, aber später habe ich den gut umgesetzt. Ich habe mich selbstständig gemacht, um mehr Zeit zu haben, mehr Freizeit zu haben. Ich glaube, mit der naiven Vorstellung gehen viele rein. Aber stellen dann fest, dass sie noch weniger Zeit haben und noch mehr arbeiten müssen. Und das mag am Anfang so sein, das gehört einfach dazu. Aber man kann ja dann den Fokus behalten und sagen, ey, ich wollte ja weniger arbeiten, ich wollte weniger zu tun haben und mehr Geld verdienen. Was muss ich denn tun, um da hinzukommen? Also behalt das Ziel im Auge. Auch wenn du anfangs mehr arbeiten musst, du kannst ja darauf hinarbeiten, dass es anders wird. Und das vergessen die meisten. Die meisten Unternehmer, die ich kenne, sind absolute Sucherzellhasen, die permanent dauerhaft rennen, rennen, rennen und meist gar nicht mehr wissen, warum, ihr eigentliches Ziel aus den Augen verloren haben. Plötzlich ist das Ziel, irgendwelche Umsatzzahlen, nicht mehr die persönliche Lebensqualität.
SPEAKER_03Goodie, das ist ein ganz spannender Punkt und ich erinnere mich, also wir haben ja auch viele Gespräche über die Jahre geführt und ich weiß, dass wir auch immer mal darüber diskutiert haben, wo du darüber gesprochen haben, okay, wie geht es bei dir weiter? Und ich dir auch immer wieder diese Frage gestellt haben, okay, wie weit willst du denn wachsen? Und das war für mich immer so ein Punkt, wo du dann schon, ich sage es jetzt mal aus meiner Sicht, schlauer oder reflektierter als viele Unternehmer warst und auch gerade in der Branche, die du da tätig warst, nicht gesagt hast, okay, ich muss der größte, schönste, Dolste sein und Wachstum um jeden Preis, sondern du hast mir damals auch schon gesagt, naja, du hast so ein paar Hobbys, ne? Also Autos magst du ja ganz gern. Wo du gesagt hast, nee, ich möchte auch gerne mal mit meinem Porsche oder Lamborghini oder was auch immer du gerade wieder in einer Garage hast, ich frage ja immer neugierig, durch die Gegend fahren und nicht Sklave meines Unternehmens sein auf einmal.
SPEAKER_00Korrekt. Ja, das ist definitiv, also das war für mich schon immer der Fokus, ich will verdammt nochmal leben. Ich bin ja aus meinem Außendienstjob ausgestiegen, um zu leben, nicht um zu hacken und dann zu sterben.
SPEAKER_03Was würdest du denn jetzt sagen? Also aus Unternehmersicht und vielleicht auch aus deiner Sicht, was wäre so die perfekte Relation? Also wie kann man es am perfekten umsetzen, also dieses Unternehmerdasein, aber auch dann das private Leben oder das Leben einfach.
SPEAKER_00Ja, arbeite gerade so viel wie nötig ist und genieße ansonsten dein Leben.
SPEAKER_02Ja, ja.
SPEAKER_00Die meisten wollen immer arbeiten, arbeiten, arbeiten, arbeiten und wenn dann mal Zeit bleibt, dann genieße ich mein Leben. Aber ich bin nun Ende 40 und ich habe viele Leute in meinem Umfeld, gleiches Alter, jünger, älter, ziemlich spontan aussteigen sehen. Ob das ein Krebs war, ein Schlaganfall, ein Unfall, Westergeil, die sind ziemlich tot zur Zeit. Und die haben sich mit Sicherheit nicht gewünscht, sie hätten noch mehr gearbeitet und noch mehr Geld verdient. Jetzt verstehe ich mich nicht falsch, ich bin keiner, der sagt, verdiene gerade mal so viel Geld, dass du über die Runden kommst und dann genieß das Leben. Das gibt es ja auch, ne? Ja. Nee, nee, ich bin der Meinung, dass ich sage, verdiene in so kurz wie möglicher Zeit, so viel wie möglich und nutze den Rest deiner Zeit zum Leben. Mit deinen Kindern, mit deinen Hobbys, mit deinem Spaß, mit Urlauben, mit Memories, mit Erlebnissen.
SPEAKER_03Absolut bin ich 100% bei dir. Das sind schon fast perfekte Schlussworte. Ich habe aber nochmal so eine Abschlussfrage für dich. Jetzt hast du ja auch eine wundervolle Tochter und jetzt hast du ja auch schon gesagt, irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo wir gehen müssen, auch als Väter, also wir beide Väter. Und wenn du jetzt mal vorstellst, okay, alles das, was du mal gesagt hast, gemacht hast, Videos und so weiter, alles ist weg. Und du könntest der Jilly noch ein bis zwei oder sagen wir mal drei Tipps geben. Was wären so die drei Tipps, die du ihr hinterlassen würdest?
SPEAKER_00Das Größte wäre wahrscheinlich, kümmere dich um deine Gesundheit, und zwar schon in den jungen Jahren, dass du fit, gesund, wach im Kopf und energiegeladen bist. Das ist eine absolute Grundlage für alles. Und das wird einem klarer und wichtiger, umso älter man wird. Das hätte ich auch gern in viel jüngeren Jahren schon verstanden. Und dann wisse, was du willst, anstatt was du nicht willst. Also ganz klares festlegen, das will ich. Und das wird geschehen, das ist geschehen. Das ist so klar. Meine Mutter hätte früher gesagt, klar wie Klosbrühe. Das ist so klar, dass das in Stein gemeißelt ist, da gibt es überhaupt keinen Zweifel dran. Und ansonsten habe ich viel gelesen anders, dass wir Menschen immer die Dinge bereuen, die we nicht getan haben, selten die, die we getan haben. And deswegen mehr testen, mehr probieren, mehr schauen, was geht. Viel näher an die Grenzen rangehen. Nur wer eine Grenze überschreitet, weiß, wo eine Grenze war. Absolut. Und wir alle haben so viele Grenzen in unserem Kopf. Und dort einfach mal weiterzugehen, glühende Kohlen vor dir zu haben, einfach mal drüber laufen. Feststellen, nein, ich verbrenne nicht. Ich kann da ganz normal drüber laufen. Was sonst noch alles in meinem Leben, dachte ich, ist unmöglich und geht trotzdem. Genauso immer wieder so Sachen machen, die sich stretchen. Dinge, vor denen du Angst hast. Deal the fear and do it anyway. Also fühle die Angst und mach's trotzdem. Dich immer wieder darauf trainieren. Falls umspringen, Feuerlauf, Scherbenlauf. Was ist der Geier? Alles, was es ist, wovor man so Angst hat. Die Frau deiner Träume, den Mann deiner Träume, einfach mal ansprechen. Einfach mal hingehen. Hi, ich bin so und so, wie geht's? Das Gespräch beginnen. Als Verkäufer nach dem Abschlussfragen. Alles, was wir haben im Leben, ein Nein haben wir schon. Das Einzige, was passieren kann, ist, dass es bei dem Nein bleibt oder wir kriegen ein Ja. Und Ja sind in der Regel besser als Neins.
SPEAKER_03Absolut, absolut. Gutti, ja, nochmal ganz starke Worte zum Abschluss. Ich meine, da steckt ganz viel drin. Das ruft fast nach Teil 2. Ich sage jetzt erstmal ganz herzlichen Dank für diesen super spannenden Podcast. Für alle, die dich irgendwie erreichen wollen, wo kann man dich erreichen?
SPEAKER_00Also ihr findet mich auf alle Fälle auf den Socials überall. Achtung, dort bitte genau gucken, Gunnar Kessler Official. Es gibt einen Haufen Fake-Accounts, die meinen Namen nutzen und euch dann irgendwas verkaufen, das bin nicht ich. Immer die bei Instagram, bei Facebook, Gunnar Kessler Official mit dem blauen Haken. Den Account nehmen. Und ansonsten, Timo, was meinst du? Wir haben jetzt so viel gesprochen hier und viele werden wahrscheinlich schon abgeschaltet haben und werden denken, ja, Kessler, der hat eine Vollmeise. Und alle, die noch dabei sind, ich habe all das, was ich jetzt hier beschrieben habe, noch ausführlich so, dass man es wirklich anwenden kann als Schritt-für-Schritt-Formel. In meinem Buch mit dem Titel Geld in drei Schritten zu Reichtum, Freiheit und Glück. Das, was ich nämlich werden wollte, was ich geworden bin, was ich super gerne an die Menschen weitergeben will, den Weg zu Reichtum, Freiheit und Glück. Das steht in meinem Buch Geld. Und für alle, die hier zugehört und zugeschaut haben, lass uns denen doch so ein Buch schenken.
SPEAKER_03Wunderbar, also verlinken wir alles unten in den Shownotes oder im YouTube-Video und dann kann jeder da mal sehen, wie er zu Geld und einem glücklichen, erfolgreichen Leben kommt. Wunderbar. Super Gudi. Ich sage herzlichen Dank und es war fantastisch. Sehr gerne. Bis zum nächsten Mal. Danke.
SPEAKER_00Danke dir.
SPEAKER_03Wenn du noch Menschen kennst, die diese Folge hören müssten, dann empfehle diesen Podcast gerne weiter oder bewerte ihn. Ansonsten hören wir uns wieder in der nächsten Folge.