Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
In deinem Unternehmen soll mehr passieren – aber im Moment hängt zu viel an dir? Willkommen bei Faktor Führung – Verantwortung, Ergebnisse, Freiheit.
Dieser Podcast richtet sich an Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte, die verlässliche Ergebnisse wollen, ohne dass sie selbst zum Flaschenhals werden.
Du erfährst, wie du:
- Verantwortung bei Mitarbeitern verankerst, damit weniger nachgehakt, korrigiert und „gerettet“ werden muss,
- ein Führungssystem etablierst, das Verbindlichkeit, Tempo und Qualität in die Umsetzung bringt,
- dich selbst so führst, dass du Klarheit gewinnst, deine Energie schützt und dein Stresslevel steuerst,
- deinen Alltag strukturierst (Prioritäten, Delegation, Routinen), sodass du am Ende des Tages mehr Steuerung und bessere Ergebnisse hast.
Jede Folge ist kurz, direkt und praxisnah – für Führung, die entlastet und Wirkung erzeugt.
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Faktor Führung: Verantwortung - Ergebnisse - Freiheit
#282 - Exklusive Einblicke in die geheime Welt der Diamanten mit Marco Dörr
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Was macht Diamanten so besonders, nicht nur als Schmuckstück, sondern auch als Investment?
In diesem faszinierenden Interview spricht Timo Pommer mit Marco Dörr über die verborgene Welt hinter dem Diamantenmarkt:
💎 Warum werden Diamanten als krisensichere Anlage geschätzt?
💎 Was müssen Investoren wissen, bevor sie in Edelsteine investieren?
💎 Welche Rolle spielt Transparenz und Herkunft bei der Bewertung?
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Herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge des Podcastes Umsetzungstempien. Was für ein Podcast und vor allem auch was für ein Ort, wo wir ihn aufgenommen haben. Ja, ich habe Marco Dörr interviewt. Mit dem Namen wirst du nichts anfangen können. Ich habe ihn vor einigen Wochen kennengelernt und beim Abendessen gefragt, Mensch Marco, was machst du beruflich? Und er sagt er, ich bin Diamantenhändler und er hat der noch maßlos untertrieben, denn er ist nicht nur seit fast drei Jahrzehnten der Diamantenhändler in Deutschland. Er ist auch derjenige, der einem ganz exklusiven Club auf der Welt angehört und der einzige Deutsche, der seit den letzten 30 Jahren Mitglied ist. Und wir haben uns in Anverpen getroffen. Und für alle, die keine Ahnung haben, so wie ich von Diamanten, da gibt es die Schubstraße, die Pelikanstraße und da werden jeden Tag Diamanten hin und her geschoben im Wert von 150 Millionen. Also so einer Kleinigkeit. Und wir haben uns da getroffen in einem spannenden, schicken Hotel. Warum? Weil ich einfach mal Diamanten sehen wollte. Und er hat wirklich seinen Schatzkästchen mitgebracht, hatte da Diamanten im Wert zwischen 5 und 6 Millionen Volumen dabei. Deswegen auch in Antwerpen, weil, das muss man wissen, diese beiden Straßen, diese Schubstraße und Pelikanstraße, sind die mit bestbewachtesten Straßen der Welt. Also da kann keine Fliege verloren gehen, weil dementsprechend natürlich richtig viel gehandelt wird. Und wie das Ganze funktioniert, wie man damit mit Diamanten, was ich auch alles nicht wusste, 10, 20% Rendite pro Jahr machen kann, wie man in so einen exklusiven jüdischen Kreis kommt, das noch als Deutscher, also alles so Dinge, die eigentlich gar nicht gehen, die verrät er uns in dem Podcast-Interview. Also ich wünsche dir ganz viel Spaß. Ich habe sehr, sehr viel damit genommen. Herzlich willkommen, Marco. Hallo Timo, grüß dich. Ja, freut mich riesig, dass wir es geschafft haben. Jetzt verrat mir mal, was ist aus deiner Sicht so die Magie bei Diamanten?
SPEAKER_00Die Magie von Diamanten ist einfach nur die Farbe dieses außergewöhnliche Funkeln.
SPEAKER_01Also, das heißt so, dass, ich meine, wenn, oder wenn du jetzt im Lai das so ein bisschen sagst, also ich habe ja in Anfang noch keine Ahnung, das kriege ich ja jetzt gleich von dir so ein bisschen. Wie unterscheidet man das? Für mich war immer Diamanten, ja, die kosten viel Geld, aber man kann auch for 200 Euro einen Diamanten irgendwo nebenan, im Diamanten-Shop, hätte ich fast gesagt, erwerben. Kannst du da so ein bisschen Licht für mich ins Dunkel bringen? Was macht den Unterschied aus?
SPEAKER_00The Unterschied macht wirklich der Kohlenstoff aus. Die Lichtreflektion im geschliffenen Diamanten oder im Fachjargon sagst du ja dann Brillant, das ist ja das geschliffene Objekt, welches eine Lichtbrechung hat wie kein anderer Rohstoff der Welt, welches dieses Feuererzeug. Diese Regenbogenfarben. Und wenn du natürlich dann von weißen Diamanten noch zu Fancy Diamonds rübergehst, also zu farbigen Diamanten, hast du ein Feuer, wie das keinen Rohstoff dieser Welt reproduzieren kann. Und das ist das Beeindruckende.
SPEAKER_01Wahnsinn. Also ich habe ja schon auch von Leuten gehört, die wirklich, ich sage mal, verliebt in ihre Diamanten sind, ja. Also die immer wieder rausholen, sich angucken. Wie ist das bei dir? Ist da auch so eine Leidenschaft, Verliebtheit in Diamanten entstanden?
SPEAKER_00Absolut. Die Entstehung, da war letzten Endes am Anfang prinzipiell diese Grundbegeisterung, ja. Und diese Grundbegeisterung, die höre ich seit 26, 28 Jahren durchgehend. Egal, ob du mit Interessenten zusammensitzt oder einfach wirklich auch Investoren, die selbst nicht erahnen konnten, wie Diamanten funkeln können, welches Feuer sie haben, ja, was sie für eine magische Ausstrahlung auf jeden Einzelnen haben. Und selbst die, die es am allerwenigsten bei 1 Prozent trotzdem immer irgendwie gefesselt, geben es aber manchmal nicht so zu, weil ich merke ja selbst, wie sie dann mitarbeiten. Und nach jetzt 28 Jahren muss ich immer noch sagen, es holt mich immer wieder bei jedem neuen Einkauf in Antwerpen ab, weil egal wie oft ich es tue, wie lange ich es schon tue, egal wie viele Tausende von Diamanten oder man muss ja mittlerweile schon sagen, über 100.000 durch meine Hände gegangen sind, die ich schon begutachtet habe, die ich mir angeguckt habe, ich habe ja immer eine riesen Auswahl, aus der ich für mich persönlich selektiere, was sind die Lukrativsten und schönsten Diamanten für unsere Kunden. Und mir begegnen immer wieder Diamanten, die ein Farbschema haben, welches ich aus der Expertise, die jetzt jedem Diamant mitgeliefert wird, die auch sagt, was das für eine Farbe ist, dachte, ich müsste, was es ist. Und wenn du dann Diamanten auspackst und sagst, wow, was ist denn das für ein abgefahrener Farbton und gucke in die Expertise und bin oft überrascht, dass es den normalen Farbton, den ich immer dachte zu kennen, doch wieder sprengt und ich immer wieder Diamanten sehe, wo ich sage, sowas habe ich in meinem Leben vorher noch nie gesehen. Wow. Und das ist begeisternd. Immer wieder das Abenteuer nicht zu wissen, was wird der nächste Kauf, was werde ich als nächstes in Antwerpen abholen.
SPEAKER_01Genau, also wir werden jetzt nachher unbedingt darüber reden, wie funktioniert, sage ich mal, dieses Diamanten-Business, mal so ein bisschen behind the scenes gucken. Das ist ja, wir haben im Vorgespräch schon ein bisschen philosophiert, das ist ja hochspannend. Eine, ich sag mal, Arbeitswelt, Zusammenarbeitswelt, die man sonst gar nicht kennt. Wir werden mal darüber reden, wie man Geld vielleicht anlegen in Diamanten, wie kann man auch Geld verdienen. Aber jetzt sind wir uns nochmal so ein bisschen zurück, 28 Jahre. Weil, das kann man glaube ich schon sagen, ins Diamanten-Business is so ein bisschen closed job, da kommt man nicht rein.
SPEAKER_00Wie bist du zu diesen Diamanten gekommen? Ja, letzten Endes, entweder durch eine Gegebenheit, man sagt, das Leben wäre schon vorgeschrieben. Das wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Aus der heutigen Sicht, vielleicht ist da wirklich was dran. Nee, aber jetzt mal ganz natürlich. Im Endeffekt bin ich durch eine Person reingekommen. Das ist jetzt nicht, dass du da eh aus einer Familiendynastie kommst, die schon in Diamanten wie die Juden seit 200 Jahren quasi in dem Diamantgeschäft tätig sind, nicht als Familienmitglied, als Sohn eines Diamanthändlers da quasi reinrutsche. Entschuldigung, das ist der normale Weg, ganz genau. Nein, ich bin quasi letzten Endes wirklich jemand, der in der Diamantbranche von meinem Stand, von meiner Erziehung, von meiner Familie, da hätte niemals reinkommen können, dürfen sollen, ja. Das war wirklich ein reiner Zufall, der dazu geführte, dass ich heute nach 28 Jahren in dieser Branche in Europa einen der erfolgreichsten Fernsehexperten bin, die es gibt.
SPEAKER_01Wow. Ja, du hast ja auch, glaube ich, irgendwelche Auszeichnungen oder wurdest im irgendwie Club aufgenommen. Sag mal, was ist das? Und wie kommt man da rein? Also ich glaube, ich kann nicht reinkommen, habe ich verstanden.
SPEAKER_00Das dachte ich damals auch noch in jungen Jahren, jeder, dem ich das erzählt hätte, der hätte mich dafür ausgelacht in der Branche, weil, wie du gerade sagst, es ist nicht möglich, rein theoretisch reinzukommen. Ich kann natürlich aus meiner Perspektive heute sagen, natürlich kannst du nicht rein, aber ich widerspreche dem, weil ich bin ja auch drin. Also geht nicht, gibt es nicht, aber die Chance da reinzukommen, die ist eigentlich schon wirklich fastgehend bei null. Weil da kommst du nicht rein, weil du jemand bist, da kommst du nicht rein, weil du einflussreich bist, weil du Vermögen bist oder weil du Geld hast, das interessiert diese Kreise gar nicht. Die haben mich alles das.
SPEAKER_01Die haben alles, also hast du auch erzählt, also jetzt hier, ich kaufe mich mal ein, kriegst lösen ein müdes lächeln, weil Geld haben die alle, ne? Also in der Schwester.
SPEAKER_00Sie suchen kein Geld, weil sie genug Geld haben, sondern sie suchen der vertrauenswürdige Partner. Und da als Neupartner reinzukommen, ich weiß, wir suchen alle nach neuen Kunden, ja. Und es ist die Existenz von uns, die brauchen das nicht. Die haben ihren festen Kundenstand, da kauft der Urgroßvater, der Großvater, der Vater, jetzt kauft der Sohn da ein. Man kennt die Familiendynastien, alle sich untereinander sind miteinander verbunden und jeder kennt jeden und das reicht ihnen. Die drehen dieses Milliardenrad, da reden wir weit von über 150 Milliarden. 150 Milliarden. Ja, ist auch immer eine schöne Statistik, die hatte mal ich vor vielen Jahren in der Zeitung gelesen, die war mir selbst nicht bekannt, dass der drittgrößte Wirtschaftszweig unserer Welt der Diamanthandel ist. Nein zu glauben, aber ist es.
SPEAKER_01Echt? Wow, absolut. Das ist, ich meine, 150 Milliarden ist das nicht eine Hausnummer, ja.
SPEAKER_00Und damit haben die natürlich alle Geld. Also Geld brauchen die nicht. Die brauchen vertrauenswürdige Partner und im Endeffekt, wenn du dir die Kürzen schaust.
SPEAKER_01Genau, jetzt muss ich wissen, das hast du mich natürlich so neugierig gemacht. Wie bist du reingekommen? Also, weil normalerweise ist die Tür zu und geht auch nicht auf.
SPEAKER_00Genau. Wie ich reingekommen bin, ist ganz einfach. Ich habe damals jemanden kennengelernt, privat, hatte mit dem über einen gewissen Zeitraum engeren Kontakt. Und die hatte mich dann quasi der Familie vorgestellt, der Privatier, Bank Privatier ist in Frankfurt mit einer Diamantbank. Und da hat mir einen Mutter schönen Abend miteinander verbracht und war ein schöner Abend, dann sind wir wieder gefahren und dann ist der Kontakt zu der Person abgebrochen. Und auf einmal zwei, drei Wochen später ging ich in mein Telefon, wo dann der Privatier dieser Bank am Telefon war und sich die Nummer hat geben lassen und wie mich betreffen wollte. Und fand den ganzen Abend ganz cool, ganz lustig. Im Telefonat war mir noch gar nicht bewusst, was da im Hintergrund gerade passiert. Als ich dann aber dann später noch zu diesem Kaffee trinken, zu dem ich dann eingeladen worden bin, so sind wir auch verblieben an dem Abend, dass er sagte, hey, pass mal auf, das ist ja alles ganz cool, du bist lustig, hey, du hast eine coole Eigenschaft, gute Personality, ich würde gerne mit dir nochmal Kaffee trinken gehen, wir können im Männerkreis was Cooles starten. Ich habe da ein paar Couillons, da könntest du gut reinpassen. Und daraufhin hat er dann auch angerufen, hat sich die Nummer geben lassen. Und erst beim Treffen geschäftlich in der Firma ist mir dann erst bewusst geworden, was dann das Ziel von ihm war, nämlich zu sagen, hey, pass mal auf, ich habe ja lange niemanden mehr gesehen, der, ich war 23, 24 Round gebaut, ja. War natürlich gar nicht in dieser Welt drin, wo er drin ist, sondern finde, ich war das alles cool, entspannt. Hat auch einen mega guten Job schon gehabt. Und er sagte, hey, ich habe sehe in dir eine verkäuferische Gabe, Talent, die einen sagen, sowas gibt es, sowas gibt es nicht. Was er so noch nie gesehen hat, er würde aus mir einer der erfolgreichsten Diamant-Proker machen, die es gibt. Und klar, in dem jungen Jahren habe ich das belächelt, ich wusste keinen Schluss, aber eigentlich. Das sehen wir hier, was wir hier reden. Und das ist eigentlich so der Ursprung der Geschichte, dass ich jetzt nicht da reingeboren bin oder dass es da Ausbildung dafür gibt, sondern durch eine Begegnung mit einer Person, die mich da reingebracht hat.
SPEAKER_01Das war eine Tür öffnet. And then weiß ich, dass manchmal tun, wieder aufgehen, gib doch mal so einen Einblick. Wie funktioniert this diamantwork? Du hast das schon so ein bisschen angedeutet. Gib mir mal so ein paar Infos. Also, wie muss ich mir das vorstellen? Is this a monopoly besitzt a family, 10 families? What is this organisation?
SPEAKER_00Also, it is. In fact, in the year 1888, dort wurde Debeas gegründet von Ernest Oppenheimer, Cecil Rodes and Bernie Bonato. Das heißt, die sind die Gründer von Debeas, die damals auf Geschäftsreisen in Afrika waren und die hatten jetzt gar keinen Trieb für Diamanten. Der eine war ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann, der andere unvorstellbar reich und gut vernetzt. Und die hatten auf der Geschäftstour auf einer Diamantmine damals Rass gemacht, hatten da ein, zwei, drei Tage geschlafen und haben sich dann so mit dieser Diamantbranche das erste Mal beschäftigt. Und während diesem Aufenthalt sind die auf die Idee gekommen, diesen Holländer, dem diese Diamantmine damals damals gehört hat, abzukaufen. Und haben damals diese Diamantmine gekauft. Daher kommt der Name die Beas, weil der Eigentümer von dieser Diamantmine damals, der die Beas war. Deswegen gab es wirklich. So, dann haben die dann beide gesagt, okay, jetzt sind wir mal Besitzer von einer Diamantmine. Jetzt muss man immer ganz kurz zurückgehen. Wir reden von 1888. Das war ja technisch eine ganz andere Fördervorgehensweise als heute. Heute ist das ja alles industriell, Hocheffizienz. Früher bist du ja mit kleineren Werkzeugen ins Erdreich. Hast versucht, Diamanten auszusieben. Und die hatten aber Geld. Die waren sehr einflussreich, hatten sehr viel Geld und haben sich gesagt, komm, jetzt investieren wir mal richtig in unsere Diamantmine. Und da ist der Erfolg entstanden. Die Geschichte DPA ist eine der spektakulärsten Firmengeschichten der Welt, überhaupt bis heute, ja. Und haben natürlich extrem viel Geld investiert und waren unvorstellbar erfolgreich. Also, dass diese Mine so ertragreich war, spring immer zurück zu einer meiner Parallelwelt. Ich hatte mal eine Managerausbildung bei McDonalds gemacht und die Geschichte ist ja die gleiche, ja. Da geht ein reicher Kaufmann, fährt durch die Welt, kommt in Kentucky, geht zu McDonalds rein, eine einzelne Person, die so ein McDrive McDonalds betrieben hat, fand das Konzept gigantisch, haben es aufgekauft, heute einer Zeit der größten Konzern der Welt aufgebaut. Aber der Gründer, der Erfinder von McDonalds ist ja relativ arm gestorben.
SPEAKER_01Ja, das stimmt.
SPEAKER_00So ist die Geschichte letzten Endes aber auch bei Debeas. Also die Familie ist dann weitergezogen, ist relativ arm dann auch verstorben. Und Debeas ist so eine zu den erfolgreichsten, reichsten Familien als auch Konzernen der Welt geworden. Also Familie Oppenheim erzählt heute, glaube ich, zu den zehn oder neun reichsten Familien der Welt.
SPEAKER_01Wahnsinn. Das heißt, die haben dann auch immer die nächsten Minen gekauft oder gibt es noch mehrere.
SPEAKER_00Also, Strategic, wie du gerade sagst, die waren ja selbst überrascht von diesem gigantischen Vorkommen auf diesem kleinen Stück Land. Und was würden wir beide machen, wenn wir in so einer Situation waren? Wir würden ganz schnell auf die Idee kommen, Moment mal, wenn doch auf unserem Land so viele Rotdiamanten gefunden werden, wir noch reicher werden. Also das hat ein Volumen angenommen, das war für die selbst überfordernd, haben die sich gesagt, was wird erst beim Nachbarn sein, beim Hans, beim Werner. Und dann haben die angefangen, in der Nachbarschaft nacheinander alle Grundstücke aufzukaufen und haben sich dann über die Jahrzehnte einen Marktanteil in Afrika alleine bis heute von 100% gesichert. Das heißt, DB ist 100% in Afrika gehört alles DBS. Und wenn heute ein Land gefunden werden würde, wo man jemanden drauf findet, gibt es Abkommen in den Regierungen, dass das automatisch DBS übergeben wird.
SPEAKER_01Nein, einfach. Also das heißt, also mehr Monopol geht nicht.
SPEAKER_00Nein, es ist ja aber kein Monopol. Das ist das größte Syndikat der Welt. Weil das ist ein Monopoly-Begriffe. Ja, aber es ist ganz cool zu erklären, weil ein Monopol bedeutet, du hast eine marktbeherrschende Position, die so viel Prozent, also über 80 Prozent, nämlich keinem anderen, die Möglichkeit gibt, überhaupt Fuß zu fassen. Das ist eine Monopolstellung. Monopole werden zerschlagen und man gesagt, auch wenn die Beas eine Monopolstellung wäre, wäre die Gefahr sehr groß, dass sie zerschlagen wären. Aber da sie kein Monopol sind, haben sie alles überlebt. Weil sie sind nur das größte Syndikat. Und Syndikat heißt ja, du hast diese marktbeherrschende Position, aber du bist nicht Eigentümer davon. Das heißt also, wenn man das mal jetzt global in der Welt sieht, mit Kanada, Australien, das sind ja auch Weltförderländer, ja, gehört die Bias keine 30% an den Eigenanteil der Diamanten. Okay. Und der Rest wäre frei oder ist frei. Aber 50% der weltfreien Minen und Betreiber haben sich gesagt, wir binden uns an die Bias. Und damit hat die Bias ja dann doch wieder 80% erreicht, aber aus freien Stücken der Minenbetreiber und der Konzerne.
SPEAKER_01Okay, damit ich es verstehe, die Minen gehören privat, aber am Ende die Steine laufen alle zu TBAs. Laufen alle zu TBAs. Okay. Jetzt hast du im Vorgespräch auch so ein paar Geschichten erzählt, was ich hochspannend finde, wie dieses Business funktioniert. Also wir leben in einer Zeit, wo Anwälte viel Geld verdienen, Kopfschmerzen bereiten, wenn sie irgendwie Verträge über 20 Seiten ausarbeiten, man das alles nicht versteht. Und dann geht es dann vielleicht irgendwie um 100.000 Euro oder vielleicht um eine Million. Jetzt bist du in einem 150 Milliarden Business super erfolgreich unterwegs. Wie viele Verträge werden da geschrieben? Kein Einzigster. Yeah, das heißt, wie soll ich das?
SPEAKER_00Kein Einzigste, aber es gibt auch keine Juristen, das ist schön.
SPEAKER_01Yeah, that is schön, es spart viel Geld. Es gibt keine Jones. Du brauchst auch nicht. Aber jetzt nehme ich mal mit in so eine Story oder auch für alle, die zuhören, wie läuft das ab? Also wenn ich jetzt, also ich bin ja total begeistert, die glitzern mich alle an, mich kribbels in den Fingern. Ich überlege jetzt, ob ich morgen auch ins Diamanten-Business einsteigen.
SPEAKER_00Ja, aber ich war sehr schönes für dich. Hab ich schon was vorbereitet?
SPEAKER_01Hab ich schon was vorbereitet, genau. Und ich fahre jetzt morgen, ich habe gehört, Anverpen ist eine gute Adresse für Diamanten und fahre jetzt fröhlich gut gelaunt nach Anverpen. Das geht, also nach Antwerpen komme ich, aber nicht ins Diamantzentrum. Aber nicht ins Diamantzentrum, ja. Also warum komme ich da nicht rein? Und wie kommt man rein und am Ende des Tages auch, wie bist du reingekommen?
SPEAKER_00Also reinkommen tut man natürlich, wie du sagst, schon. Du kannst nach Antwerpen, du kannst auch ins Diamant Viertel, dann haben die ihre Ladengeschäfte. Das macht dann aber keinen Unterschied mehr zu Frankfurt, Hamburg, Berlin, New York, Topio, Singapur. Shanghai, egal wo das ist. Dubai gerade aktuell bin ich sehr stark engagiert, da macht das keinen Unterschied, wenn du die Ladengeschäfte siehst. Aber sobald du in den Handel einsteigst, musst du in einen gewissen Kreis gehören oder musst sie Zulassung haben und und. Und dadurch, dass ja die Schubstraßen, die Pelikanstraße, die zwei berühmtesten Straßen der Welt sind und die reichsten, weil da ja das gesamte Handelsvolumen in Investment-Diamanten jeden Tag den Besitzer wechselt, befinden wir uns in der höchsten Sicherheitszone der Welt. Das heißt, du hast eine Kameraanzahl in der Schubstraße, in der Pelikanstraße wie nirgends auf der Welt. Und diese Stützpunkte, diese Straße sind vom Stützpunkt von beiden Seiten nur begehbar, wie so eine Schlange, wo du durchläufst. Und an beiden Seiten ist nochmal abgeriegelt alles von der Polizei.
SPEAKER_01Okay, okay.
SPEAKER_00Damit es gesichert ist, weil spektakulär ist, wenn du da als Besucher durchläufst, siehst du trotzdem die ganzen Diamanthändler auf der Straße, wie sie ganz öffentlich, ohne Angst, Diamanten auspacken, sie sich gegenseitig anschauen, ins Licht halten und anfangen auf der Straße Diamanten zu handeln. 100 Euro, 100.000 oder Millionen.
SPEAKER_01Okay, also das heißt, die stehen dann da fröhliches Mama und halten ihren 5-Millionen-Stein da ins Licht, ob der irgendwie was taugt oder nicht.
SPEAKER_00Ja, oder tauschen aus, was sie gerade wieder cooles fertig geschliffen haben. Schau mal, es ist ja endlich fertig. Also es ist Volksgang gäbe, dass auf der Straße dann auch da über Diamanten spricht und sie sich anschaut.
SPEAKER_01So, okay, jetzt könnte ich da kaufen, aber wie du sagst, also da brauche ich gar nicht, kann man einen Sprit sparen. Was die magie?
SPEAKER_00Die magie ist einfach nur that it is centriental. Der Diamantmarkt hat sich ja auch verändert in den letzten Jahrzehnten. The Schmuckbranche is abgewandert aus Kostengründen. Aktuell arbeiten in Surat, this is ja in Indien, 900.000 Diamantschleifer. Die verarbeiten aber die gesamte Weltfördermenge an Schmuck-Diamanten. Was sind Diamanten von 100 Euro, 500 Euro, vielleicht auch 2.000, 3.000, das ist ein sehr wertvoller. Aber die Investment Diamonds, Fancy Diamonds, wo wir ja von 10.000, 20.000 über Millionen gehen, die werden alle noch in Handarbeit in Antwerpen geschliffen. Das heißt, Antwerpen ist einmal das größte Welthandelszentrum für Diamanten, für Fancy-Diamanten. Wenn sie Lukratisch sind, sagt man heute neu modernen Investment-Diamanten, den Austritt gestern neu, den gab es noch nie. Und da spielt alles ab. Also wer dort platziert ist, der kriegt die wertvollsten, die teuersten, die lukrativsten Diamanten, die es auf der ganzen Welt so nicht geht. Die kriegst du nur in Antwerpen.
SPEAKER_01Und jetzt komme ich ja nicht rein da. Also wie bist du reingekommen oder wie läuft das ab? Du hast gesagt, du hast keinen Vertrag unterschrieben.
SPEAKER_00Bei den Juden zählt ja, und das ist das Wertvolle, und ich würde mir wünschen, dass wir alle danach wieder leben, das Handschlagsgeschäft. Was wäre, wenn du nach diesem Handschlagsgeschäft, nach deinem kaufmännischen Ergebot, ungeachtet, wie es ausgegangen ist, zu deinem Board stehst, glaube ich, würden wir alle deutlich mehr Geschäfte machen, wenn wir uns untereinander wieder vertrauen könnten, wenn wir untereinander aufeinander zählen können und zusammenhalten. Und das ist bei den Juden das oberste Gebot, deswegen sind sie ja so erfolgreich. Deswegen sind die Juden ja durch die Diamanten so unvorstellbar reich geworden. Weil am Ende des Tages handeln die ja kein Päckchen Schrauben, die handeln auch keine Uhren, sondern die handeln Diamanten. Und jedes Mal, wenn du einen Deal abschließt, der einen Wert von einer Million, fünf Millionen, 10, 30, 50, 100 Millionen hat, ein Deal, ja, dann muss der ja mit dem Vertragspartner 100% stehen. Du kannst ja keinen Schaden, keinen Ausfall erlauben.
SPEAKER_01Also verstehe ich kurz mal. Also wir reden jetzt von einem Deal 100 Millionen. Da gibt es kein Papier, keinen Anwalt, kein Notar, keinen Siegel, keinen Stempel, sondern nur den fröhlichen Handschlag.
SPEAKER_00Und die Branche, die hinter dahinter steht, die quasi dafür verantwortlich ist, dass das auch eingehalten wird.
SPEAKER_01Okay, das heißt, übersetzt für mich, derjenige, der einmal irgendwie, ich sag mal, 5000 Euro nicht bezahlt, um mal über 1000 Euro mal so ein Verhältnis einen Kleckerbetrag zu nennen, dann bin ich, dann ist Feierabend.
SPEAKER_00Also bei Kleinsrum wäre es so, du würdest deine Kreditwürdigkeit verlieren. Du kriegst natürlich trotzdem immer was Kleines, aber die großen Deals, die sind genauso, wie du sagst. Das heißt, wenn du einmal einen Deal nicht einhältst, wenn du einmal nur einen Tag zu spät bezahlst, ist das ein Ausschlusskriterium. Einen Tag also. Das ist alles ganz strikt geregelt. Du hast dein kaufmännisches Ehrenwort. Es gibt diese ruhig Regularen, unter denen wir sagen, es wird alles im Vorfeld besprochen. Es wird alles mündlich festgehalten. Und wenn du darauf deinen Handschlag gibst, dann gibt es auch keinen Grund, warum du ein Zahnungsziel als Beispiel von vier Wochen um einen Tag überschreiten solltest. Wenn doch besprochen ist bis zum 31. Dann hat das Geld am 31. auf dem Konto zu sein.
SPEAKER_01Ohne Wenn und Aber.
SPEAKER_00Ohne Wenn du und Aber. Und dann ruft auch keiner an. Das ist eine Sahnung. Das sind ganz andere Wege. Und das ist, wie du gerade sagst, sobald sowas bekannt wird, spricht sich das in der Diamantbranche rum. Die Leute teilen, weil das ist das Schöne, diese Community, diese Diamant-Community, die halten zusammen. Das heißt, wenn du mit einem eine negative Erfahrung gesammelt hast, dann wird das weitergetragen, weil man will, die hat seine Freunde, weil die sind alle Freunde, ja. Es geht zwar um hartes Business, aber irgendwann halten sie dann doch zusammen und sagen, hey, pass auf, mit dem haben wir eine schlechte Erfahrung, da laufen wir immer noch drei Millionen hinterher. Mach das nicht. Und es hat in den letzten 30, 40 Jahren einige große Diamanthändler ihre Existenz gekostet. Weil es gibt keine zweite Chance.
SPEAKER_01Du hast nur einen Schuss und einen einzigsten. Das heißt also, nehme ich mal mit in den Film, du fährst jetzt nach Anwerben, willst neue Diamanten holen, beziehungsweise du hast vielleicht auch mit dem Kunden gesprochen, sage ich mal, der will jemanden für 5 Millionen anlegen. Oder weiß ich nicht, welche Summe, aber du fährst da jetzt hin. Wie läuft das dann ab? Du triffst dann deinen Verkäufer, den, keine Ahnung, Wolfgang, keine Ahnung, denken wir das aus. Und nimm mich mal mit, wie, wie, schieß mich mal mit in den Fingern. Ich den Mucke packe.
SPEAKER_00Also im internen Kreis, da gehören auch viele Stufen davor, um erstmal da zu sein, wie du sagst, wo ich heute bin. Weil so einfach ist es gar nicht, dass du da einfach noch hinfährst, sondern das sind viele Punkte, die quasi erst dir die Möglichkeit geben, nämlich wenn du in den Basis. Also dich dran zu kommen. Dazu gehört einmal die World Federation of Diamond Burses, wo du als Mitglied quasi eine Akzeptanz in der gesamten Diamantwelt hast. Das heißt, diese World Federation of Diamond Burses ist der komplette Zusammenschluss von Minenbetreibern, von Diamantschleifern und Händlern, die sich permanent treffen, updaten, wo es Konferenzen gibt, Sachen beschlossen werden, wo ich sofort erfahre, wie sieht die Fördermenge aus, was wird gerade gefunden, was wird weniger gefunden, was ist sehr selten, was wird teuer. Da ziehe ich die Informationen her, an die du nicht rankommst, weil das steht ja nicht in der Zeitung.
SPEAKER_01Also das ist sozusagen ein Club. Nee, der kommt jetzt.
SPEAKER_00Das ist so wie so ein Verband der ganzen Diamantung. Händlersleife rein.
SPEAKER_01Das heißt aber. Die ganze Branche ist da irgendwie beeint, die trifft sich da. Also okay, ich kann mich jetzt nicht anmelden, sagen, hier Anmeldepurgen. Anmelden kann man sich auch mit abgelehnt.
SPEAKER_00Der kann ich erst beantwortet.
SPEAKER_01Oder gar nicht beantwortet. Okay, also da bist du reingekommen, so wie du andeutest schon auch, also da wird man eingeladen. Genau. Also da gibt es dann jemanden, okay, der sagt, okay, der Marco, der kenne ich seit sehr, sehr langer Zeit, vertrauenswürdig, hat immer pünktlich gezahlt und.
SPEAKER_00Das ist der Zusammenschluss. Es gibt ja zwei Parts. Es gibt den Verband, wie du gerade sagst, das ist aber nur der reine Diamanthändlerkreis. Und die World Federation ist ja wirklich der Gesamtverband von Minenbetreiber über die Diamantschleifereien und die Diamanthändler. Aber der Diamant Kring, das ist eine ganz eigene, es ist different World. Das heißt, das ist der Checkpot, das ist die Königsklasse des Diamantes. Der Diamant Kring ist die oberste Liga der Welt. Wer da drin ist, hat es geschafft, ist fertig, ist durch. Und was aber viel interessanter ist, hat den genauen und den wichtigsten Zugriff auf das, was in der Welt nur noch unter sich verteilt wird. Okay, die werden die heute seltensten.
SPEAKER_01Jetzt hast du meine Aufmerksamkeit, ja. Ich bin da, ich bin da, ja. Wie kann ich hochgepacken? Kannst du mich in den Rucksack fangen nächstes Mal? Also, okay, wie kommt man da rein?
SPEAKER_00Doch gar nicht. Also, der Diamantkring ist, das muss ich jetzt wieder aus dem Jahr 1900 zusammenbauen, seitdem die quasi gegründet worden sind. Es ging ja vorwiegend darum, damals als Diamanthändler ein Stück weit Vertrauen zu schaffen und eine Art Verbindung zu schaffen, einen Club zu gründen, in dem alle, die sich kennen, alle Urgroßväter sagen, come, wir machen einen Club. And jeder, der hier drin ist, genießt blindes Vertrauen in der Welt. Und es ist auch nicht wichtig, dass wir uns kennen, weil wer da drin ist, verbirgt sich für die Loyalität untereinander, für das Vertrauen, für Ehrlichkeit. Es gibt eher einen Codex, dass du keine Geschäfte machst, die dem Diamantmarkt schaden. Also den unterlegst du auch, ja. Und da kommst du nicht rein, weil er ist ja, wie gesagt, schon vor über 100 Jahren gegründet worden. Und die haben ihr Agreement an. Aber jeder wusste, wer sich dort einbinden lässt, wer dazugehört, bestimmt den gesamten Welthandel. Das heißt, es sind die reichsten, erfolgreichsten Diamanten der Welt. Aber jeder wusste auch, wir können aufeinander vertrauen. Und dort letzten Endes reinzukommen, musst du berufen werden. Damit zwar bei dem Punkt, den du gerade gesagt hast, du musst berufen werden. Aber mit der Berufung ist es ja nicht nur getan, sondern jemand aus dem Diamantkring, der höchsten Diamantliga der Welt, muss sich einer vorschlagen, der ja schon Mitglied erstmal ist.
SPEAKER_01Okay.
SPEAKER_00Frage: Wie sinnvoll ist es, einen Fremd noch zu berufen? Eigentlich das gar nicht, gell? Ja, fällt mir gerade nicht so. So deswegen, das war schon überhaupt für mich die Königsklasse zu sagen, Ritterschlag. Ich wurde berufen. Das ist ja schon mal eine Auszeichnung, auch wenn ich abgelehnt werde. Ja, so habe ich damals gedacht. Aber wie gesagt, das war ja schon eine ganz. Also in der Privatbank, der ich damals gelernt hatte, 98, 99, 2000 für Diamanten, war mir schon damals bewusst, die Chance, da jemals in Anwerpen in diesen Diamantkrieg reinzukommen, ist nicht nur bei Null, sondern die ist wirklich bei 0,00. Ich hatte damals mitbekommen, dass mein Chef mit sehr viel Einfluss und sehr viel Kapital versucht hat, dort Fuß zu fassen, sich einzukaufen. Und mehrmals in Anlauf von Adwerpen versucht hat, da reinzukommen, er wurde nett freundlich immer wieder rausgeworfen, weil du hast da keine Möglichkeiten. Du kommst da nicht rein. Also war das Thema für mich damals, in jungen Jahren, kommst du aus dem Sehn nicht rein. Das ist das Universum, das ist unmöglich. Jetzt kam da mein Diamanthändler damals, mit dem ich ein sehr enges Vertrauensverhältnis habe, kam der auf mich zu und fragte mich so, außer in Antwort? Nee, in Antwerpen dann. Bevor ich vorher, wie du gerade sagst, habe ich dir noch in Europa eingekauft. Außerhalb von Antwerpen, weil ich ja nicht reingekommen bin. Aber als ich dann in Antwerpen war, mit meinem Partner zusammengearbeitet habe und sehr eng in die Familie aufgenommen worden bin, der fragte mich dann damals, hey Marco, pass mal auf, was könnte ich denn für dich Gutes tun? Wir machen jetzt seit drei Jahren ein gutes Business, seit 2017, was könnte ich für dich Gutes tun, was sich von den anderen abhebt, ja. Und dann dachte ich mir, wo könnte er mich bereichern, wo ich nicht schon selbst der Beste bin? So sinngemäß, ja. Top Service, Dienstleistung, Know-how, alles. Ich hatte eigentlich alles, was du brauchst, ja. Und wo könnte er mich noch bereichern? Und dann ist mir so rausgerutscht abends beim Abendessen, wo ich sage, ach weißt du, der Diamantkling, der wäre ja ganz cool und nett. Das war jetzt aber ohne, das war so ein Frotzeln eigentlich. So locker, vloggig, ich habe locker vlogg immer so einen dummen Spruch gehauen. Und er sagte dann wirklich so allen ernstes, Marco, denkst du, dass dich das bereichert, wenn es das hilft? Und dann sage ich, wie bitte? Mich bereichert, mich hilft, das wäre der Olymp. Und diesen Diamantkling aufgenommen zu werden, das ist für mich die Königsklasse, ja. Und dann sagt er, weißt du was, ich guck mal, was ich für dich tun kann. Also war für mich irritierend, weil ich konnte mir nicht vorstellen, dass das jemals so weit was tun. Genau, ja. Und naja, ein Dreivierteljahr später, ein Jahr später, sind wir nochmal auf die Thematik gekommen, wo ich wieder dabei war. Er liebt es ja auch, wenn ich dann immer drei, Viertel Tage dann da bin. Und er sieht in mir so seinen Verbündeten, weil er sagt, die anderen ist immer schwierig, aber er sieht in mir so diesen Partner, weil er sagt, so geil, wenn du da bist, du hast dieses gleiche Feeling, mit dir passt, du hast eine, du hast er versucht auch immer mich einzubeziehen in seine ganzen Käufe, weil er merkt, dass ich dieses Auge dafür habe, und dieses Feeling, wo es geht. Und dann sagt er noch so: Entschuldigung, es tut mir leid, ich habe mich um den Diamant gar nicht gar nicht gekümmert. Und ich sage so, mach dich jetzt mal nicht verrückt, alles cool, weil ich ja wusste, es geht. Echt, ja? Und alles gut. Ein halbes Jahr später kam er zu mir, als ich mein Video anwerfen war, sagte er, hey, ich hab dir einen Gefallen getan, Marco. Ich hab mich mal umgehört, weil jetzt kommt der nächste Zyklus. Du musst ja nicht nur die jemanden haben, der hinter dir steht, der dich dafür beruft, sondern du musst ja auch jemanden haben, der letzten Endes für dich und er braucht noch Partner, die für mich bürgen. Oh, okay. Du brauchst, wenn du im Diamanten kriegen bist, zwei Bürgen, die für dich bürgen, dass wenn du bei einem Ausfall hast aus dem Diamantkrieg, die sofort für dich einspringen.
SPEAKER_01Also die deinen Spieler.
SPEAKER_00Die sofort. Und zwar sofort. Die Chance, jemanden zu finden, bei Null. Also du brauchst dann auch Zustimmung. So, das heißt, dann war der nächste Schritt gegeben. Er sagte, ich habe mal deine Unterlagen zusammengestellt und die mal abgegeben. Und ich habe mal zwei, drei Freunde angerufen, die haben sich für dich verbirgt. Da war dann für mich schon so der erste Moment, wo ich sagte, wow, was passiert denn hier gerade? Ja, das ist doch hier unmöglich. Und dann kam ja wieder dieser lustige Talk, weißt du, Marco, wir probieren es. Und ich sage, das wird doch gar nicht klappen. Und er lacht nur und sagt, natürlich wird es nicht klappen, aber du hast mich ja gefragt. Also wieder so das Thema erstmal erledigt, also es war nie präsent.
SPEAKER_01Ja, ja, es war immer so, ja, es ist ein guter Joke.
SPEAKER_00Ganz genau, so eigentlich mehr so ein Joke. So, und dann kam der erste große Step, in dem der Brief vom Diamant Kling kam, wo ich diese Einladung zum Interview hatte. Das habe ich also dann schon so dieser erste Mund, wo ich sage, oh nein, jetzt wird das auch noch ernst, ja. Eigentlich habe ich da wirklich nichts drin zu suchen, weil ich bin zu klein, ja. Und dann kam dieser Talk zum Interview und das hat er mir so eine schöne Geschichte. Wir hatten aber Weihnachtsgeschäft. Die Einladung kam vor Weihnachten, so sechs Wochen vor Weihnachten. Also Interview. Das Interview. Ja, aber an Weihnachten habe ich ganz andere Sorgen, als eigentlich ein Interview in Antwerpen zu füllen, auf das du dich vorbereitet. Um deine Termin aber bis Heiligabend fall, weil du musst es ja trotzdem alles bewältigen. Und dann saß ich so da anderer, oh my God, what do you think? Da is the Eintrittskarte zum Olympic. Es wird der gigantische Zeit. But it has the Terminal vulnerable, and I'm echt erlaubt, Anverpen anzurufen and to say, Here, I can deny my Kundentermine stehen. This is my hauptgeschäft. Ich kann nicht. Ich kann nicht in Olympic. Das fanden die überhaupt nicht lustig. Die fanden es so unlustig, dass sogar mein Händler mich dann Tage später angerufen hat und hat gesagt, hast du sie noch alle? Du hast einen Termin bekommen, du sagst ab, du erlaubst es abzusagen. Und dann sagte ich zu ihm: Ja, kein Problem, wir können es ja so machen, ich gehe zum Termin und ich krieg ein Zahlungsziel von sechs Monaten. Können wir auch gerne machen, dann zahle ich meine Rechnung erstmal nicht. Dann hat er selbst gelacht, ja. Und er sagte, ob das gut geht, kann ich ja nicht sagen. So etwas erlaubt man sich nicht. Aber anscheinend war das trotzdem so dominierend und vielleicht ist das, was sie dir auch noch hören wollen, dass sie gemerkt haben, ich hinter meinen Kunden stehe und hinter meinem Geschäft. Und dann kam dann die Ansage beim Telefon, ja, sie würden sich nochmal melden, so nach dem Motto, das war es dann jetzt. Also du warst nieder für mich geistig, erstmal abgehackt. Ich weiß nicht, das waren noch zwei wichtige Entscheidungen, die anstanden, warum ich nicht konnte. Und dann kam ein neuer Brief drei Wochen später, wo dann die Einladung für Anfang Mitte Ende Januar war. Nochmal eine Einladung. Da bin ich natürlich, das habe ich mir dann kein zweites Mal mehr erlaubt, um abzusagen. Und da bin ich natürlich an so diesem Interview hingefahren und das Interview, das war schon heftig. Also das war genau das, wie ich es immer gehört habe. Das ist die Realität. Die wollen nichts mit uns zu tun haben, die wollen niemanden Neues, die sind für sich, die sind safe und da haben Fremde und andere nichts zu suchen. Und so lief es dann auch, das heißt, die erste Viertelstunde im Interview, also mal ganz kurz, du kommst in so einen richtigen alten Raum rein mit alten Möbeln, alles von 19, 110, 120, das waren die Lampen. Und dann sitzen natürlich die drei aus dem Gremium vor dir. Und dann geht es natürlich richtig zur Sache. Wer bist du? Was wollen Sie hier? Was glauben Sie, wer Sie sind, dass sie sich bewerben können? Was denken Sie, was hier zu suchen haben, wie können sie uns bereichern. Also es ging dann richtig so zur Sache, dass ich so nach einer Viertelstunde, 20 Minuten schon gemerkt habe, wie es von den Hals zuschnirt und wie ich so richtig eingehe letzten Endes. Und auch nass geschwitzt, weil ich so unter Druck geraten bin. Und da ist dann so in mir diese Bombe geplatzt, wo ich für mich gemerkt habe, nee. Also so will ich nicht, dass man mit mir redet, so geht man mit mir nicht um. Und dann habe ich mich so richtig so gehen lassen und habe gesagt, nee. Also wer so mit mir redet, der kann es dann auch wohl wegstecken. Und habe dann aber genauso auch gekonnt hat, habe genauso meine Sprüche gewissen. Und ich glaube, das hat es denen aber wieder imponiert, dass ich Farbe bekenne, zu mir stehe. Weil es hat einen Moment gedauert, bis sie dann gemerkt haben, oh, der wehrt sich, der dann steht wie eine Eins. Und dem ist es jetzt auch gar egal. Der ist bereit, jetzt aufzustehen und zu gehen, weil es nämlich nicht so wichtig ist. Deswegen unbedingt. Und dann war das cool, und dann haben die echt mit mir so eine halbe Dreiviertelstunde, das war doch so wechselbar der Gefühl, ja, so eine halbe Dreiviertelstunde echt auf so einer sehr tollen, coolen Ebene gesprochen, sodass ich das Gefühl in mir hatte, so viel zum Thema Gefühle, dass ich dachte, da geht was.
SPEAKER_01Okay, okay. Das ist das erste Mal gekippt.
SPEAKER_00Genau, und dann ist es wiedergekippt, indem sie nach 30 Minuten dann danach gesagt haben, dass es ein ganz tolles Gespräch war, dass es noch zwei weitere Bewerber gibt und dass ich mir keine Chancen machen muss. Es wird jetzt ein Gremium geben, wo alle zwölf oder 16 Stimmberechtigte abstimmen und jetzt könnte ich mich vom Hof machen und zwar ZZ. Ja, so richtig und jetzt verkrümmelt dich.
SPEAKER_01Also auf Wiedersehen. Das ist doch zu freundlich. Das war nur zu freundlich.
SPEAKER_00Aber das ist ja den ihre Mentalität. Darf ich vergessen, die drei Herrschaften man alle, 70, 80, 90, ja, die kommen aus einer anderen Zeit, die haben einen anderen Ton. Jetzt kommt dann jemand wie ich aus Deutschland natürlich, mit der Vorgeschichte, und denkt, er kann sich erlauben, hier zu sitzen, ja. Und in diesem Interview, und dann sagten die mir auch, du hängst jetzt in Antwerpen, in Tel Aviv und in New York an den großen Handelszentren der Welt aus und jetzt darf jeder für dich stimmen. Das heißt, das ist der nächste Prozess. Das heißt, du wirst mit Bild, mit deinem Lebenslauf, wer du bist, überall an den großen Handelsbörsen der Welt ausgehängt. Und da wird dann abgestimmt und du darfst abstimmen. Gute Erfahrungen, negativ, gut, negativ. Die wollen also erstmal hören, welche Erfahrung hat.
SPEAKER_01Also im Circle wird, wer kennt DeMarco, der hat mit ihm Geschäfte gemacht, wie sie die Erfahrung ist der seriös, der Typ.
SPEAKER_00Und das hängt genau neben der Wand, so sinngemäß, neben der Wand, wo die stehen, die rausgeworfen sind, mit denen keiner mehr Geschäfte machen soll. Also diese Wand gibt es auch, ja? Es wird ganz öffentlich preisgegeben, mit dem du keine Geschäfte mehr machen solltest, wo man quasi schlechter hat.
SPEAKER_01Auch der Steckbrief.
SPEAKER_00Auch der hängt dort, genau. So, also es wird in diesem Klino in zwei Wochen abgestimmt und die Chancen sind fast bei null und auf Wiedersehen, ja. Interessant war, dass ich dann an diesem Tag natürlich zurück ins Hotel bin und war nervlich, echt mal, weil es ja ein Wechselbad der Gefühle war. Und das Schöne war, es hatte mich damals der Herr Schneider mit begleitet. Oliver Schneider, also mit mein bester Freund, Namensgeber und damaliger Partner, meine damalige Frau oder heutige Frau, damalige Freundin. Und die sind natürlich total aufgeregt. Hey, wie war's? Und ich sage, das war für den Arsch. Das war richtig für den Arsch. Das war die schlimmste Blamage, dass sie diesen Termin nicht mehr sparen können. Ich war so richtig müde auf mich selbst quasi. Ich bin raus. Ich habe es versemmelt. Ich habe es versemmet. Genau so war es. Und damit war das Thema tot. Damit war das wirklich tot. Man kennt ja diesen Spruch aus dem Auge, aus dem Sinn. Und drei, vier Wochen später hatte ich eine Sendung aus Antwerpen bekommen mit einer Ware für die in der Inogen in München, die ist immer Mitte Februar. Und da waren Diamanten im Wert von 50.000 Euro mit drin und einer von 100, die für einen Kunden auf der Messe in München waren. Und diese Ware kam und kam nicht bei in Antwerpen, dann haben die per Express zu mir nach Hause geschickt, damit ich sie auf München auf die Tour mitnehmen kann. Und natürlich, weil alles so knapp war an dem Tag, wo ich losfahren musste. Jetzt wissen wir, wie es ist. Wenn du die nicht brauchst, dann ist die morgens um 9 Uhr an der Tür. Wenn die so um 9 Uhr brauchst, kommt die erst um 12 Uhr.
SPEAKER_01Ja, logisch.
SPEAKER_00So, und so saß ich zu Hause mit vollgepacktem Auto auf grünen Kohlen. Dann kam dieser Wertbrief an, aus Anfärben mit den Diamanten. Und weil ja wir alle wissen, dass es alles so safe ist, du guckst nicht mehr rein. Das muss ich nicht. Keiner würde sich erlauben. Also 1000 Prozent weiß jeder immer, wenn alles besprochen ist, dann ist auch alles safe. Die alles wusste, die Waren sind da drin, ich muss nicht reingucken, ich habe die Tüte geschnappt und mit uns Auto und auf die Autobahn. Es war Nürnberg, ich werde es nie vergessen, Nürnberg auf die A neu. Auf der A9 klingelt mein Telefon, ruft mein Händler an und sagt, ja Marco, grüß dich, ich hab noch alles geklappt. Und ich habe natürlich total gegangen gesagt, ey, das Ben, das nervt mich. Die Ware kam drei Stunden zu spät, ich bin zu spät der Kunde, sollte in anderthalb Stunden beliefert werden. Es nervt. Die Ware war nicht wie besprochen. Da, hey, sorry, die sind ja da auch immer so ein bisschen, ja, sorry, tut mir leid. Und sag ich, ja, mit Leid hilft mir jetzt auch nicht weiter. Für mich ist das ein hohes Volumen damals gewesen. War halt nicht so begeistert. Er sagte, hey, es tut mir so leid, könntest du mal die Tüte reingucken. Jetzt wieder aus dem Verständnis, wenn du weißt, welche Kreisen du verkehrst, sage ich, warum soll ich die Tüte gucken? Ich fahre da jetzt nicht draußen, halt noch an, ja. Mir läuft eine Zeit, mir läuft die Zeit weg, ja. Und er dann wieder, ey, tu meinen Gefallen und ich kannte die Reaktion von ihm nicht. Ich sage, jetzt wird es aber langsam nervig, sage ich. Sagt er, hey, geh mal bitte, fahr mal bitte nebenan. Und bin ich natürlich dann nebenan gefahren, ich werde es nie vergessen, so ein Haltebucht, BC, also kein Rasthof, ja. An Kofferraum, Tüte aufgemacht, reingeguckt, ihn wieder an, wieder ein Hörer an die Hand kommt, weil er ist nicht ganz dran geblieben. Und ich sage, ja, ist alles drin, alles super, dann wollte ich schon auflegen. Und dann sagt er, ja, super, klasse, hast du auch den Umschlag gesehen. Jetzt denkst du ja wieder aus dem Verständnis, das wird der Lieferschein sein. Und sagt wieder, ja, Ben, was ist denn jetzt doch? Ja, hast du mal den Brief, sag ich, nein, natürlich nicht, ja. Ja, kannst du mal bitte reingucken. Ich war wirklich schon an Explodieren, weil ich das nicht verstanden habe, ja. Und ich reiße diesen Brief auf und ziehe den Brief raus und denke nur wirklich, ich habe wirklich gesagt, fuck, was ist denn das? Und dann stand dann erstmal der Diamantkring mit der Überschrift. Ich ziehe raus, mach ihn auf und dann steht es im Belgischen Deutsch. Jetzt habe ich es aber nicht auf Englisch gelesen, sondern erst im Belgisch, ich kann ja gar kein Belgisch und denke, oh fuck, das war die Ablehnung so sehengemäß. Und er sagt, und, und, und. Da sage ich, es steht auf Englisch. Auf Belgisch, was soll ich jetzt machen? Ich sagte, dreh mal um, dreh mal um. Und ich drehe um und dann steht auf Englisch dort, dass das Gremium am 14. Juli, Februar, getagt hat und einstimmig zugestimmt hat, dass er mich in Diamant Kling aufnehmen. Einstimmig. Einstimmig. Und ich lese das und ich merke, wie so eiskalt mir den Rücken runterläuft, wie mir sich mein Magen dreht. Und ich hatte echt Tränen in die Augen bekommen, weil das war so für mich dieser wirklich, jetzt bist du im Olymp. Also immer noch, wenn du Jahrzehnte doch weißt, das wird niemals passieren. Niemals. Dann hast du von Oktober, November, Dezember mit diesen Gesprächen schon ja vorher, komm, schmel dich an, wir machen das schon. Und ich denke, wie will der mich da reinkiegen? Das ist schon. Dann sagt er, hey, ich habe zwei Bürgen für dich, wo ich denke, was ist denn das überhaupt schon für eine Geste? Dankeschön, ja, zu sagen, ey, du bist ein treuer Pater, du bist zuverlässig, du bist seriös, wir können auch dich zählen, du bist sogar zur Familie mittlerweile, ja. Und das war ja schon so für mich so, wo ich sage, wow, was Geschäfte für Spaß machen können, wenn man zusammenhält, wenn man ein gemeinsames Ziel hält. Weil hierhin war das die ganzen Jahre ja so in Antwerpen, zu Antwerpen, zu Deutschland oder auch vor Zeit, wo du dann in Diamanten auch kaufen kannst unter Umständen. Jeder hamstert ja für sich die Besten hier. Jeder will ja dir die Schlechten geben, damit er die Besten verkäuft. In Antwerpen dürft es genau andersrum. Die Juden schauen, dir die Besten der Besten zu geben, damit du immer der Beste in deiner Branche bleibst. Die anderen ausbautest die anderen Händler, damit du immer wieder schön dabei nachkaufen wirst. Also eine ganz andere Strategie. Und so werde ich in Antwerpen immer wieder versorgt mit Diamanten, die wir in Europa gar nicht mehr bekommen. Die gehen ja alle nach Amerika, nach China. Das sind die zwei größten Absatzmärkte der Welt. Das heißt Amerika, also Amerika 40 Prozent der Weltfördermenge. China 70% der Weltfördermenge, da weißt du, was übrig bleibt für die restliche Welt und aber auch für Europa, ja. Ja, und dann ziehe ich halt diesen Brief raus und ich habe das auch wirklich, ich glaub sowas, realisierst du nicht nach Tagen, nicht nach Wochen, vielleicht sogar erst nach Jahren, was da passiert ist, ja. Weil es ja dieses Wechselbad der Gefühle war, dann sitzt du auf einmal da, du bist in einer Situation, bist unter Druck, du merkst, du bist ja nicht gewollt, die machen sich gerade einen Spaß aus dir, so sinngemäß und du gehst dann nach Hause und du hast es für dich schon geistig abgehackt. Und du hast es dann auch nicht mehr im Kopf, weil du bist ja im Alltag trainiert. Meine damalige Freundin oder heutige Frau sagte noch, sagte noch, Schatzi, was ist denn, wenn du abgelehnt wirst? Und das ist aber nicht so cool, dass ich mein Leben schon immer begleitet habe, warum ich auch da bin, wo ich bin, weil ich oft gefragt werde. Weil ich was ändert denn? Ich habe gesagt, das, was wir bis jetzt erreicht haben, and da wo wir doch hingehen, ist das nicht lebensnotwendig. Es wäre zwar nett, es wäre nice to have, aber es verändert doch unser Geschäft nicht. Nur weil wir nicht reinkommen, wir doch nicht morgen alles zusammenbrechen. Weil du bist ja so relativ cool und sag ich, yeah, but es ist doch die Realität, oder? Am Ende hat es an unserem erfolgreichen Business überhaupt nichts verändert. Bis zu diesem Zeitpunkt, wo ich dazu sage. Danach ist natürlich der kommendenhafte Aufstieg entstanden. Ja, und dann bin ich halt auf die Messe gefahren und das war so einer der krassesten Tage in meinem Leben dann auch, in dieser branchen Zeit, wo ich jetzt drin bin, dass ich dann auf die Inogenta fahre und sowas spricht sich ja dann doch teilweise rum. Und da wurde schon von zwei, drei Leuten, weil du bist ja dann als Diamant-Kling-Mitglied, war ich der einzige, der auf dieser Messe, das ist ja ein ganz anderes Slapname drin bist, ja, der die Messe da besucht. Also da wurden schon zwei, drei Stänzen um mich veranstaltet auf einmal, wo man mir gratuliert hat, dass sich das rumgesprochen hat. Es geht wie ein Lauffeuer. Jeder kennt jeden. Das ist ja das Schöne und Gefährliche in der Branche, warum man sich keinen Fehltritt erlauben darf, oder wenn du seriös bist, wie schnell aber auch deine Seriosität sich rumspricht. Und auf einmal viele Juweliere mich anrufen und sagen, hey, wir würden ja bei den Kunden werden, weil das, was ich da geschaffen habe mit der Benennung in den Diamanten kriegen und dann in die World of Federation, das gab es seit dem Zweiten Weltkrieg nach meinem Bissen nur zweimal bis heute.
SPEAKER_01Dass es jemand das geschafft hat. Das geschafft jetzt in Deutschland.
SPEAKER_00Als Deutscher, ja. Du kannst da irgendwie eine Diamant in die World Federation reinkommen, du kannst auch in andere kleine Familienverbände reinkommen, wo man dann zusammenhält. Aber der Diamant-Kring mit in Verbindung der World Federation, das ist deutschlandweit. In den letzten 20, 30 Jahren nicht passiert. Da bin ich der Erste, da habe ich Geschichte geschrieben.
SPEAKER_01Okay, wow, also herzlichen Glückwunsch. Klasse. Also das ist, ja, wie soll ich sagen, ein Ergebnis von Loyalität und Treu. Ja, Loyalität, treu, aber über Jahre, wenn ich Jahrzehnte, kann man ja auch sagen. Also das ist.
SPEAKER_00Man ist ja bekannt. Also, die sind ja, wie gesagt, wie du gerade gesagt hast, man ist in Antwerpen trotzdem im Gespräch, wenn du hier was bewegst und Umsätze machst, dann weiß man von dir. Ich habe heute einen Einblick von oben nach unten. Habe ich immer nach oben geschaut. Heute sehe ich ja die Gesamtbranche selbst von oben und erlebe Dinge, sehe Dinge, die außergewöhnlich sind, die in keiner Zeitung stehen, die man auch nicht erzählt, sondern das ist alles, wie du sagst, so in diesem verschlossenen Kreis der Diamanthändler. Und Juden nach wie vor immer noch.
SPEAKER_01Wie viele Leute kannst du das sagen, sind da in diesem Diamant? Ich glaube 132, ich wollte es so schon mal nachfragen.
SPEAKER_00132 nur. Ja, die ganz oben angesessen sind, dann gibt es noch eine zweite Riegel von Untergeordneten. Das sind, glaube ich, vielleicht nochmal 100, aber ich kann es nicht konkret sagen. Ich wollte schon zwei, dreimal nachfragen, aber.
SPEAKER_01Also das heißt, also das ist ja wirklich, also weltweit, das ist ja nichts. Also es ist ja wirklich, also exklusiv, exklusiv, nochmal exklusiv, ja. Hoch drei. Absolut. Wirklich, da kennt jeder jeden mit Vornamen. Und wie ist das? Wie oft trifft man sich dann da? Oder wie sieht das denn aus?
SPEAKER_00Treffen tust du dich natürlich meistens eigentlich nur, wenn du dort einkaufen würdest. Aber bei uns hat es schon wieder einen ganz anderen angenommen. Und zwar durch diese Benennung und durch dieses Volumen, was wir bewegen, plus was diese Fähigkeiten und unser Netzwerk, wurde uns dann sogar auch ein Büro in der Schubstraße angeboten von unserem Händler, unserem Partner. Das heißt, du kriegst auch gar keine Büroräume. Diese ganzen Bereiche, die ganzen Gebäude, das sind Hochsicherheitstracks, wo du nur mit Gesichtserkennung Finger abguckst, mit Karten, nämlich von der World Federation oder dem Diamantkrieg, ich habe diese Ausweise, dagegenhalten muss, dann wird dein Gesicht gescampt und nur dann kommst du in diese Gebäude rein. Also da kommt keiner rein, da kommt kein Besucher rein, da kommt niemand rein, der keinen Ausweis hat oder nicht gemeldet ist. Also die ganzen Diamanthändler in diesen Gebäuden sitzen, du kommst schon gar nicht rein, weil ja unten die Sicherheitssperren sind. Also du kannst ja nicht denken, komm, ich gehe mal Klinken putzen, topf mal, wenn mir Diamanten verkaufen, keinen Kaffee trinken, gehe unten gar nicht rein. Und heute ist das Schöne, ich habe mit Antwerpen jetzt nicht so viel zu tun, dazu bin ich viel zu viel in der Welt unterwegs. Aber durch mein Gesicht und durch meine permanente Präsenz, durch mein Büro nehme ich jetzt, dass ich doch regelmäßig dort arbeite, permanent unten auf der Straße und langläuft, grüßen mich Menschen, die kenne ich gar nicht, aber man kennt dieses Gesicht und dann verbeugt man sich so ganz freundlich und dann beobachten die, welche Tiere du reingehst, wo du wohl hingehörst. Also heute ist man Gesichtsmäßig natürlich schon bekannt. Und deswegen durch das Office, weil am Ende des Tages ist es in Adverten ein sehr schnelllebendes Geschäft. Du musst vor Ort sein. Nur wenn du vor Ort bist, kriegst du, man denkt immer heute per WhatsApp, ich krieg immer dann gesagt, wie handelt man denn Diamanten? Wie kommen sie denn?
SPEAKER_01Ja, an und greifst mir das Krage ab.
SPEAKER_00Du kriegst natürlich immer wieder WhatsApp-Bilder mit Daten, wo du siehst, hey, ich habe gegen die Pakete, willst du das haben? Dann hast du relativ schnell Zeit zuzuschlagen. Offen bist du auch manchmal zu spät, weil ein anderer schnell ist. Das heißt sehr, sehr schnelllebig. Also man muss nicht denken, dass da Millionen Pakete eine Stunde liegen. Das sind Sachen von Minuten. Oder auch einzelne Millionen Steine, ja. Das sind Minuten, die teilweise, wo so Steine sind. Also du gucken musst, so ganz genau hast du gar nicht so viel Zeit. Ansonsten, aber weil es ja so schnelllebig ist, haben mir mittlerweile viele auch dieses Online-Stellen per WhatsApp oder oder mit Signal, wie sie alle heute heißen, die ganzen Messenger, eingestellt. Die meisten, die besten Geschäfte machst du vor Ort. Deswegen bin ich regelmäßig mindestens einmal am Monat für einen Tag, zwei Tage, manchmal eine ganze Woche, das ist ja das Schöne heute, durch Zoom-Calls, durch unser Telefon. Wir sind ja heute multi-marketingmäßig unterwegs, kommunikationsmäßig. Das heißt, ich kann ja virtuell heute meine ganzen Kunden von der ganzen Welt betreuen. Und dann sitze ich wirklich auch manchmal eine ganze Woche in meinem Office in Antwerpen und ruft die Kunden an, die denkt, wie ich jetzt in Frankfurt im Euro, aber in Wirklichkeit sitze ich in der Quelle. Sitze ich direkt an der Quelle und da kann ich in dieser einen Woche ziehen und abziehen und sagen, nehme ich, nehme ich, nehme ich.
SPEAKER_01Wie ist das? Also dann, dann hast du mir ja auch vorhin erzählt, es gibt dir nur, und das ist auch per Handschlag, du kannst nur bei einem Partner kaufen. Also du kannst jetzt nicht durch die Straße gehen und sagen, oh, wer hat heute das beste Angebot, sondern das ist auch per Handschlag ganz klar, es gibt einen, mit dem du handelst.
SPEAKER_00Ja, also ich war mal in so einem Verband drinnen, in dem ich mich verpflichtet habe für die Lieferung, mich ihm verpflichtet habe, das war ein deutscher jüdischer Händler, nur noch bei ihm zu kaufen. Dafür hat er die wahre Kommissionsweise zur Verfügung gestellt, dem ich im Übrigen auch heute natürlich diesen Erfolg mir zu verdanken habe, weil er war ja mit der Förderer, nachdem ich aus dieser Privatbank für jemanden ausgestiegen bin. Da war ich verpflichtet bis 2011 auf 2012, bis der Sohn es übernommen hat, dann wurde ich quasi freigelassen, freigegeben. Heute ist es in Antwerpen so, dass ich eigentlich frei bin und doch aber so loyal bin, dass ich meinen einen Partner habe, bei dem ich alles bestelle, bei dem ich alles kaufe, in dem ich alles verhandle. Und weil er aber weiß, dass ich so treu bin und keine Gegenangebote reinhole, nicht ausweichen, nicht woanders dahin gehe, habe ich natürlich dieses Open Limit, dass ich Diamanten für 20, 30, 40 Millionen morgen abholen kann, wenn ich die bräuchte mit dem Handschlag. Und entweder ich sie verkaufe und das Geld dann vorbeibringe, überweise, oder ich bringe die Waren wieder zurück. Das ist wie das Privileg dieses Diamantkrings, dass du diese Freiheit hast, dieses ungeschränkte Handlungsverbind.
SPEAKER_01Dann drück dir die 50 Millionen Steine hin und sagt, Handschlag 40 Millionen.
SPEAKER_00Und wenn du sie immer natürlich nach Absprache, ist das jetzt Kommissionswahre, weil jemand will die sehen und sucht sich was aus der Augen.
SPEAKER_01Aber ist es verkauft? Würdest du jetzt so kriegen, zu sagen, hey, Kommission will sich angucken? Und wenn nicht, bringe ich die nächste Woche zurück, dann sagt er, hier nimm das die 40 Millionen und. Richtig. Also das ist eigentlich, ich finde das mal, um diese Dimensionen mal so klar zu machen. Also wenn man sich überlegt, worüber sich manchmal die Leute hier so streiten und vertreten und hier wirklich diese Qualität des Vertrauens, wirklich, worüber man sagt, okay, dann ist es jetzt ein Handschuh, wir gucken uns die Augen und damit ist alles so.
SPEAKER_00Zu hören und zu lesen war ja schon überhaupt spannend, dass es sowas gibt, wie du sagst, als externer. Heute in diesem Kreis, aber verkehren zu dürfen, ein Teil davon zu sein, Mitglied sein zu dürfen, das ist eine Geschäftstätigkeit, ein Gefühl, ein Spirit. Das kannst du in Worte nicht fassen, weil ich gehe nochmal einen Schritt weiter. Ich habe ja nicht nur beim Händler, dieses Limit, sondern ich habe ja meinen Diamantkring-Ausweis mit meiner Nummer, mit meinem Bild. Und dieser Ausweis berechtigt mich weltweit an den großen Diamantbörsen, bei allen Kring-Mitgliedern mir Angebote zu zeigen. Also ich kann jetzt nach New York fliegen. Ich bin in Dubai bei Händlern, ja, und sage, zeigt mir, was ihr habt. Weil er sagt, er kriegt sich nicht, ich kann nie woanders da besorgen. Also da ist er auch. Wer sich nicht besorgt, dann sagt er, hey, flieg da hin, guckt bei dem. Der hätte eine Auswahl da liegen, weil er weiß auch, wenn er sie nicht besorgt, mache ich kein Geschäft, ja. Und dann fliege ich da hin und schlägt, wir haben es noch nie vorher gesehen. Er legt mal die Ware, also ich lege meinen Ausweis hin, er überprüft mich und dann schießt du den Sonnenschein in seinem Gesicht, weil er weiß, jetzt ist Open Limit, das sind die besten Verkaufstermine, die er haben kann, weil er weiß, wenn ich jetzt zuschlage, dann haben wir einen Deal. Das heißt, dann legt er mir Ware vor, ungeachtet des Volumens. Wir machen ein Zahlungsstil aus, ich sage, was ich möchte, wir machen einen Preis fest und dann machen wir das Handschlagsgeschäft und dann gehe ich mit der Ware. Dann wird er mich nie wieder sehen. Das heißt, dieser Diamantkring, diese Mitgliedschaft, gibt mir natürlich ein uneingeschränktes Volumen in der Welt aufzutauchen, zu sagen, mein Name ist Marc Routeur, ich bin Diamantmitglied im Diamantkring, hier ist mein Ausweis, er notiert, kommen Sie rein, nehmen Sie Platz. Dann weiß ich, okay, der ist sehr gut. Und das ist natürlich ein Verband und eine Geschäftspraktik, die wagen. Das ist unglaublich.
SPEAKER_01Eigentlich unvorstellbar, ne?
SPEAKER_00Ich muss heute immer noch so lachen, weil ich so hochsensibel bin. In meinem Leben allgemein. Also jedes Mal, wenn ich so Situationen habe, da hinzufliegen und wieder zu wissen, wo ich bin, dann muss ich immer in mich so selbst reingrinsen, reinladen. Unfassbar. Ich komme da sehr selten dazu, mal drüber nachzudenken, wo du eigentlich gerade gelandet bist und was ich alles erreicht habe. Und ich dachte immer, so meine Ausbildung zum Diamantgutachter, zum Sachverständigen für Diamanten 2018, das war ja schon so für Deutschland in meiner Branche mehr als was alle anderen tun. Ich wollte immer besser sein, ich wollte erfolgreicher sein, ich wollte mehr Know-how haben als alle anderen. Und das waren ja schon so coole Gadgets, wo ich mal sagst, wo als Diamantgutachter heute aufzutreten, Sachverständiger war ja schon schön, aber das ist jetzt das höchste Level, was du jemals in der Diamantenbranche erreichen kannst.
SPEAKER_01Ja, Wahnsinn, Wahnsinn. Jetzt lassen wir mal einen Schwenk machen. Wie geht's de Diamantenbranche? Also, grundsätzlich, jetzt mal so, wenn we jetzt mal so die Investmentbrille aufsetzen. Weil letzten Endes ja auch das Syndikat das ja auch steuern kann wahrscheinlich. Die würden sich ja selbst in ein Eigentor schießen, wenn sie sagen, okay, wir fluten den Markt, weil dann sinkt der Preis, das heißt, weniger Spaß für alle. Kann man so sagen. Ja, oder? Ehrlich.
SPEAKER_00Also geschichtlich gesehen, um die Frage mal so zu beantworten, ist der Diamantmarkt der einzigste Markt und das ist auch immer wieder schön, die Leute sagen, Herr Dörr, warum machen Sie das nach 28 Jahren immer noch diese Gespräche führen? Ich fahre ja heute noch zu Interessenten raus, ich besuche Kunden. Ich erzähle immer gerne die Geschichte von Debeas und ihrer Gesamtstrukturen, weil sie die einzigartigste Geschichte der Welt ist. Und wenn du die Diamantbranche mal anguckst, kann der Diamantmarkt als einzigste Branche der Welt nachweisen, dass Debeas es geschafft hat, die Preise von 1888 so stabil zu halten, dass sie trotz zwei Weltkriege und Weltwirtschaftskrisen stetig, aber langsam gestiegen sind. Das heißt, der Diamantmarkt ist der einzige Markt der Welt, der von Debas her noch nie einen Einbruch hatte. Das hat keinen Markt der Welt geschafft. Wenn wir aber heute lesen, ich hatte heute Morgen noch, bevor wir unseren Termin hatten, wie du sagst, war ja schon eine Herausforderung, einen Termin zu enden, wo wir uns treffen, weil der Termin ist einfach voll. Ich komme jetzt gerade von der Invest von Stuttgart von Freitag, Samstag mit einem gigantischen Erfolg, ja, mit über 1200 Leuten am Stand in zwei Tagen, ja. Ich hatte also Freitagabend dann schon keine Stimme mehr. Meinen Real, den ich machen wollte, den habe ich dann schon abgebrochen, weil es kam schon nichts mehr raus, ansonsten abloren. Und aus der Sicht heraus des Investmentbereichs natürlich absolut gigantisch gerade, ja. Weil die Fancy Diamonds sind die seltensten, die wertvollsten der Welt. Und wenn du dann aber wieder nochmal kurz auf diesen, der Kunde, der heute Morgen da ist, der gesagt hat, Herr Dör, ich habe gelesen, dass die Diamanten eingebrochen sind um 20, 30 Prozent, dann ist die faktische Analyse ja und es ist leider nur die halbe Wahrheit, weil es ist ja Journalist, der das schreibt. Aus dem Branchenbereich ist es immer, wo ich so ein bisschen zähnik, aber wir erwarten vielleicht auch zu viel von unseren Mitmenschen, auch vom Journalisten, weil der hat ja gar keinen Einblick in die Branche, der hört nur beim Juwelier aus, es geht uns schlecht, geht Preise gehen runter. Im Endeffekt ist es aber nur eine Halbwahrheit, weil am Ende des Tages ist es ja momentan wie in der Autoindustrie, ja, die gesamte Branche hat einen katastrophalen Einbruch, ob das Audi ist, ob das BNW ist, ob das Mercedes ist. Wenn du diesen Artikel so lesen würdest, würdest du ja denken, es geht allen schlecht. Wie würde gerade Porsche reagieren, wenn du sowas sagst? Die würden nicht auslachen, sagen wir, was hätte ich den Sie im Fünf Blödsinn? Wir haben gerade die besten Zahlen aller Zeiten. Wenn sie einen 9-11 haben wollen, sehr gerne. Der kommt aber erst 26, weil die ausgebucht sind, ja. Ferrari veröffentlicht die besten Umsatzzahlen aller Zeiten. Lamborghini hat jetzt gerade vor zwei Monaten mitgeteilt, dass sie die größte Verkaufszahl aller Zeiten hat. Also die meisten Exemplare verkauften, Rekordzahlen. Also, so schlimm geht es der Autoindustrie. Ja doch und doch nicht. Nein. Also es ist Diamanten, man muss jetzt ganz klar immer trennen. Du hast Schmuckdiamanten, du hast Industrie-Diamanten und du hast natürlich Sachwehrdiamanten. Und wenn du in der Zeitung liest, dass die Diamantbranche gerade eingesagt ist, dann betrifft es immer die Juweliersbranche, die einfach von ihrer Gewinnspanne, von ihrem Einkauf zu ihrem Verkauf in die Knie gehen müssen, um noch weitere Verkäufe zu generieren. Denn am Ende des Tages gibt es eine ganz alte Regel in der Schmuck-Branche, in der Diamantbranche. Geht es der Wirtschaft gut? Haben wir ein Wirtschaftswachstum, haben wir viel Geld im Umlauf, dann ist man sehr spendabel und kauft man sehr viel Schmuck. Haben wir bei wirtschaftlich schwere Zeiten, jetzt wie der Ukraine-Konflikt mit Russland, Taiwan, China, plus, plus, plus die Palästinenser, die Israelis, ja, in den Zeiten, wo die Welt instabil ist, wo so Situationen eintreten wie Trump, der jetzt gerade alles aufmischt, ungeachtet der Meinung, so ein genug auf, dann merkst du, die Menschen sind verunsichert und dann rutscht die Schmuckbranche, weil das ist ja Luxusgut, in die Knie und dann musst du dich ganz seriös als Juwelier einfach nur fragen, dass das eine kaufmännische Fragestellung haben, das als Kaufmann, wie kann ich das abfedern? Okay, ich muss ein bisschen in die Knie gehen, ich muss mit meinen Preisen runtergehen, um 20, 30 Prozent um das Kaufempfinden, das Bedürfnis meiner Kunden wieder zu reaktivieren, dass ich doch ein gutes Gefühl habe. Das heißt, im Endeffekt sind die 30% Einbruch nicht die Diamantbranche, sondern meistens die Juweliere und die untergeordneten Segmente. Aber ein Industrie-Diamant betrifft es auch nicht, weil Industrie wird immer gebraucht. Es werden so viele Diamanten in Industrie gebraucht, wie noch nie zuvor. Investment-Diamanten haben wir eine Nachfrage, wie die Welt es so noch nie gesehen hat.
SPEAKER_01Das Problem ist, wie weiß du ja, was ja dein Thema ist.
SPEAKER_00Thema ist, genau. Das heißt, wir reden davon, dass der Diamant ja der teuerste, wertvollste, eigenständigste Rohstoff der Welt ist. Da hat ja Eigenschaften wie kein anderer, ja. Also es ist immer wieder ein Phänomen, selbst der Diamant als solches finde ich immer so begeisternd zu erzählen, welche Fähigkeiten er hat, ja. Es ist der härteste Rohstoff der Welt. Es ist der schnellste Wärmeleiter der Welt. Der Diamant hat die höchste Wertkonzentration auf kleinstem Raume. Es gab das erste Buch von Dirk Müller, Crashkurs. Da standen mal drin im Jahre 1200, 1300, das römische Reich ja die Goldmünzen, das erste bekannte Zahlungsmittel erfunden hat, ja. Und die wurden ja dann regional erst eingesetzt und dann natürlich in die Länder hinausgefahren. Aber irgendwann konntest du dieses Volumen ja nicht mehr bewegen. Und wer waren damals die Geldtransporter, die die Menschen, die Geld transferiert haben, wer war es, weißt du es? Nee. Die Mönche. Die Mönche sind die, die auch durch die Welt gereist sind und die Sachen dahin gebracht haben, wo sie hinletten sollen. Und die Mönche haben dann quasi die Goldmünzen umgewandelt in Diamanten, wieder wie die Scheine, weil die sind wieder viel kleiner und wertvoller. Und haben die dann in die Region gebracht, wo sie hin sollten, und hat man dann wieder in Gold umgewandelt. So war der Geldtransfer damals. So, das ist ja das Schöne: du hast bei Diamanten im Investmentbereich die größte Wertkonzentration auf kleinste Raum. Es wurde vor zwei Jahren der teuerste Diamant der Welt versteigert. Ein pinker Diamant für die Rekordsumme von 64 Millionen US-Dollar. Man muss sich mal so auf der Zunge zergessen. Ein rosarfarbener Diamant, der nicht größer ist als so hoch. Also ein Zentimeter? Ja. Oder anderthalb und wurde verkauft für 60 Millionen.
SPEAKER_01Was bringt mir so ein Diamant pro Jahr in Schnitt?
SPEAKER_00Das ist ganz einfach runterzubrechen. In effect, it's all in. Je seltener, je wertvoller, je außergewöhnlich die Farbe und die Reinheit und die technischen Eckdaten, desto lukrativer kann es sein. Das heißt, das fängt natürlich in den unteren Segmenten, bei den Weißen zum Beispiel, an, die ja nur noch Schmuck eingesetzt werden. Da bist du bei 1 bis 1,5 Prozent. Für Diamanten, die schon bei 20.030.000 Euro liegen oder 40, das ist ja schon ein Volumen.
SPEAKER_01Also ein bis zwei Prozent pro Jahr pro Jahr.
SPEAKER_00Genau. Gewinn und Erlöse sind zum Glück in diesem Bereich dann steuerfrei, weil Diamanten ja keine Kapitalanlage sind, sondern ein Sachwert. Und deren Gewinne sind steuerfrei. Das heißt also, da fängt es schon bei den Weißen an. Die Weißen sind ja massenware, jeder hat weiß, ja. Weiße sind als Investment nicht mehr, auch wenn man es manchmal noch liest, das ist dann, ist aber überaltet, tot. Also ich rate jeden Kunden ab, der es als Investment sieht, kriegt man bei die anderthalb Prozent. Und er schlehnt es ab, weil ich sage, wenn doch jemand schon 30.000 Euro für einen Diamanten investiert, warum soll denn Weiß mit anderthalb Prozent, nehme ich im tollen gelben, neon gelben oder im grünen oder im braunen, orangen oder einem Orangen, schon mit 6, 7, 8, 9 Prozent anbieten kann. Das heißt also, damit sind wir schon bei den Zahlen, die du ja fragst, du bist heute im Investmentbereich für Diamanten, fängt das dann, wie ich da gerade gesagt habe, mit diesen 1, 2 Prozent bei Weißen an. Meine Fancies sind wir bei 5, 6, 7 Prozent und jetzt wird es ganz spannend. Und wenn du natürlich über Diamanten redest, die grün sind, die blau sind, die rot sind, das sind Diamanten, die bringen 15, 20 Prozent jedes Jahr, kontinuierlich. Das sind aber die tollsten Diamanten der Welt halt.
SPEAKER_01So, lass uns mal Tachel, Istri, weil du hast ja hier, ich sage mal, Diamanten in schlanken 6 Millionen oder einen Wert von 6 Millionen mitgebracht. Lass uns mal näher rücken, weil ich bin ganz neugierig. Ich weiß ja, also ich habe ja schon mal geguckt, so ein bisschen, ne? Und ich muss ja sagen, das Exemplar gefällt mir ja am besten, weil du gesagt hast, das ist so das Schlugstück hier. Erzähl mal, was hattest du mit dem auf sich oder warum ist das hier so der Beste? Wer ist der Kleinste hier?
SPEAKER_00Hast du das Gefühl? Ich finde, die Box ist ein schönes Schulungsprojekt, immer für Neukunden, in dem man zeigen kann, dass nicht immer unbedingt der größte, auch der wertvollste ist. Das ist nämlich ein Irrglaube. Am Ende des Tages, gerade bei Fancy-Diamanten, gibt es zwei Faktoren, auf die du achten musst. Und da muss man schon jemanden finden, der die Fähigkeiten besitzt, das auch einzugliedern, dieses Know-how zu besitzen. Am Ende des Tages geht es bei Fancy Diamonds immer um die Farbe und die Farbstärke. Du musst also die Fähigkeiten nicht nur besitzen, Farben zu erkennen, sondern du musst ja auch die Farbtabellen wissen. Und jede Farbe gibt es, egal ob jetzt Grün, Blau, Rot, Orange, Pink oder auch Rot, wie da hier oben, in extrem stark oder extrem schwach. Und je stärker eine Farbe ist, desto wertvoller ist er. Ich gebe mal ein kleines Verhältnis. Um einen Diamanten zu finden, der im Rohbereich roundabout.
SPEAKER_01Können wir mal rausnehmen hier? Vielleicht sogar für alle, die hier Videos schauen, da kann man auch das jetzt sehen. Wir halten den mal hier in die Kamera. Yeah. Das gute Stück.
SPEAKER_00Der ist ein klein wenig größer, wie unser Daumnagel sinngemäß. Musst du heute aus der Erde 500 Tonnen, also man sagt statistisch gesehen, 450 bis 500 Tonnen, Gestein raussprengen nach oben fördern, zu einmal, um einen einzigen roten Diamanten zu finden. Nicht roten, sondern nur rohen Diamanten. Dann kannst du dir vorstellen, wir haben jetzt 50.000 Tonnen Gestein für 100 Rohdiamanten gefördert. Aber alles sind ja nicht Investmentdiamanten, alles wird nicht Geschmuck, sondern es wird noch viel, viel heftiger. Wir haben eine Statistik, die sagt, 80% der Weltfördermenge oder von diesen 100, die wir jetzt auf dem Tisch liegen hätten, an Rohdiamanten, gehen 80 Stück in die Industrie. So Bohren, Schleifen, Fräsen, Leitertechnik, Raumvertechnik und so weiter, weiter. 80% der Weltfördermenge, sage ich immer, symbolisch fürs Verständnis von Leiden ist Abfall ist Müll. 18% der Weltfördermenge, das sind die Schmuckdiamanten. Die können 200 Euro kosten, die können auch 5000 kosten. Die sind dann sehr groß, aber es sind qualitativ ganz schlecht. Und nur 2%, das sind die Diamanten, die wir jetzt hier sehen, die sind weltweit so einzigartig, so selten, so stark von der Farbe. Technisch gesehen einzigartig, dass sie als Investment-Diamanten geeignet sind. Und dann haben wir Diamanten wie hier, wie den hier oben zum Beispiel. Das ist die Königsklasse. Das ist ein roter Diamant, 025 Red mit einer GI-Expertise. Das ist ein Diamant, der in der Farbe so in Antwerpen schon gar nicht mehr aktuell so wirklich vorhanden ist.
SPEAKER_01Also den kriege ich gar nicht mehr in Antwerpen, wo eigentlich alles kicks. Genau, als Investmentdiamant in Farbing.
SPEAKER_00Weil jeder, der sowas besitzt, der behält es, weil sowas bringt pro Jahr roundabout fast 20% netto, jedes Jahr. Der Diamant ist so rein theoretisch ein Top-High-Proformer, wo ich sage, wer sowas besitzt, wer sowas halten kann, der wird in den nächsten Jahren einen gigantischen Wachstum mit so Diamanten halten.
SPEAKER_01Also wenn man die rückst du nicht raus, lass dem Motto angucken, ja, anfassen, nein. Genau, ungefähr.
SPEAKER_00Sowas wäre nur interessant zu verkaufen, wenn ich natürlich für die Alternative hätte, nochmal einen anderen zu bekommen. Du wirst nie wieder die gleiche Größe kriegen. Du wirst auch nie wieder den gleichen Farbton kriegen. Aber wenigstens, dass das Wort Rot in irgendeiner Kombination mit 030, 040, wäre ja nice. Aber no chance. Das ist 025. Im Gegenzug zu dem hier unten. Das ist jetzt ein 5 Karäter Vivid, Yellowish-Orange und so hast du dann auch schon bei 320.000.
SPEAKER_01Also der ist auch schon schlanke 320.000.
SPEAKER_00Und hier oben sehen wir trotzdem einen High-Proformer-Bereich, das heißt, das ist Decor Crü. Wir reden ja von roten Diamanten, blauen Diamanten und pinken. Danach kommen schon die grünen. Das heißt, hier haben wir grüne Diamanten. Hier haben wir ein schönes Set von Grün und Pink. Beide über ein halbes Karat, beide VS. Das liegt momentan bei 330.000. Der hier oben ist ein blaukrüner Diamant, der liegt mittlerweile bei 250, 260, also 1000. Und hier unten haben wir wieder schöne pinken, also aus dieser Perspektive wahnsinnig, ob du es auch siehst. Ja, ja, das ist heftig pink, oder? Wenn du direkt drauf guckst, frontal, dachte ich vorhin noch, naja, weißt du, ob die sich für die Kamera so eignen. Aber jetzt hätte ich so wie der Sitze seitlich. Ich weiß nicht, wie du das siehst, die sind heftig.
SPEAKER_01Pink, oder? Die sind pink, ja, definitiv. Was kostet so ein kleiner Stein?
SPEAKER_00Da bist du so im Schnitt zwischen 120 und 200.000, jetzt nie je nach Größe, weil es der kleinere ist der größere, je Nummer nach Verabgebung.
SPEAKER_01Und was machen die an Rendite? Die liegen so bei 12 Prozent. Bei 12 Prozent. Ja.
SPEAKER_00Die liegen dann bei 12 Prozent, hast du natürlich Pinkene, die wieder dann mit 2,000, 3 Karat sind. Ich habe jetzt eine Anfrage aus Dubai. Ein zwei Karäter Pink in Herz. Da wartest du Monate drauf, bis hier sowas durch die Hände kommt. Da bist du wieder schon bei 15% bei 2 Karat. Da redest du aber auch dann von 2, 3 Millionen.
SPEAKER_01Okay, das ist ja nur mal eine andere Kategorie. Und das gelbe.
SPEAKER_00Und hier unten sind wir dann im High-Proform-Bereich im mittleren Segment. Das heißt, hier haben wir ein Set. Das ist auch sehr selten, zwei Diamanten zu finden, die die gleiche Größe haben, die gleiche Farbe, ist eigentlich selten bis gar nicht. Okay, also die sind nochmal in der Seltenheit heftig, aber sind preislich wiederum relativ überschaubar. Da liegen wir pro Diamant bei ungefähr 28.000, also bei beiden bei 55.000. Und das ist jetzt dieses Set, was ich meine, was mich immer noch so begeistert, weil ich diese Expertise gesehen habe und dachte mir, okay, das sind jetzt Deep Yellowish Brown. Da hast du ein Farbbild im Kopf. Nach 10.000, 100.000 Diamanten. Meist wie so Diamanten aussehen, ja. Dann gehen ja rein und raus. Und dann kommen diese Diamanten und ich sehe die und ich sage zu meinem Händler, sage ich, das kann doch nicht sein, du weißt mit dieser Expertise. Ich habe so eine Farbe noch nie gesehen. Die sehen doch nicht aus wie gelbbraun. Klar, du siehst es dann nur durch Messungen unter Mikroskop. Das heißt, es ist schon belegt. Aber unser Auge nimmt das anders wahr und das war das Faszinierende, wo ich sage, das sind außergewöhnliche, ich konnte dich schon zweimal sichern, die wollten schon Kunden kaufen und ich konnte sie so ein bisschen umlenken, weil ich sage, das sind halt einfach visuell so, es sind ja nicht die wertvollsten, ja, immer noch hier oben. Aber das sind so meine Highlights, wo ich sage, eine Farbe, die werde ich so schnell wieder kriegen.
SPEAKER_01Und es ist so eine besondere Wertsteigerung, weil dann mit Seiten 8%.
SPEAKER_00Hier haben wir einen Vivid gelb, hier haben wir einen Orangen. Hier hatten wir den 5-Karäter. Hier haben wir dann zum Beispiel jetzt einen 4K-Räter. Der hat schon verkauft, der geht jetzt nach Berlin für 75.000. Das ist jetzt ein hellgelber Diamant, das ist jetzt ein grauer Diamant, die sind auch sehr selten. Die liegen jetzt auch so bei 50.
SPEAKER_01Eine Frage mal habe ich jetzt mal. Jetzt bin ich ja Laie, ne? Also das funkelt hier alles wunderbar. Und jetzt reden wir ja hier von durchaus gewissen Summen. Absolut. Wie kann ich denn jetzt als Laie unterscheiden, dass das nicht, ich sag mal, salopp, ein schöner Glas Plastikstein ist, der irgendwie 99 Cent kostet, irgendwo in China gepresst wurde, sondern dass das Ding halt 40.000 Euro wert ist.
SPEAKER_00Du hast ja erstmal zwei Punkte genannt, die miteinander gar nichts zu tun haben. Einmal ist es ja der Wert, woher weiß ich das, und woher weiß ich, dass er echt ist? Das sind ja zwei ganz verschiedene Bereiche. Die Echtheit, die kannst du selbst prüfen. Also erstens gibt es ja Möglichkeiten, wie du als Laie Diamanten überprüfen kannst. Es gibt Diamant-Testgeräte, du kannst Kohlenstoff, also Bleistiftpunkt auf dem Blatt Papier machen und einen runden Diamanten drauflegen. Und wenn der Bleistiftpunkt verschwindet, weißt du, dass es ein echter Diamant ist, wär's Glas oder was auch immer, würdest den Punkt auf allen Schliftseiten sehen. Also es gibt so Ausfrauentricks, ja.
SPEAKER_01Du nimmst, also ich sag mal, ich meine, weißes Blatt Papier, Punkt mit dem Bleistift, Diamant lege ich drauf, ich sehe keinen Bleistiftpunkt mehr. Genau. Weiß ich, Lottogewinn. Ja, wenn ich irgendwas anderes sehe, weiß ich, okay.
SPEAKER_00Und was ist der bekannteste Trick? Da solltest du gut überlegen, wann du das tust und wo.
SPEAKER_01Du verrätest es mir jetzt.
SPEAKER_00Du nimmst einen Diamanten und gehst auf die Glasscheibe und ziehst einmal schön drüber und schneidest damit die Glasscheibe durch. Das ist mir an deinem Büro passiert, auf dem Glastisch, leider ganz, ganz viele kleine und ich dachte, ich bin schlau und schieb die schnell zusammen und ziehe alle kleinen Diamanten, das waren so eine Sammlung für Schmuck-Diamanten, ziehe die quer beim Tisch und hab jetzt 100 Streifen auf dieser Seite und durch die alle weggezogen, aber die sich sofort reinziehen. In der Sekunde schneidest du. Okay, also wer wirklich. Also wenn an einer Blümbart, an einer Glasflasche, kanntest du rein theoretisch den Testsauger aufweisen.
SPEAKER_01Aber damit beschiebe ich den Diamanten auch noch nicht machen.
SPEAKER_00Gar nicht, weil es ja der härteste Rohstoff der Welt ist.
SPEAKER_01Also der überlebt auch alles. Alles. Feuer, dies, das Ding lebt. Okay.
SPEAKER_00So, das ist natürlich jetzt der Hausrundtrick. Aber erstmal, um auf die fachliche Kompetenz zu kommen. Es ist natürlich immer ratsam, wenn du Diamanten kaufst, egal in welchem Farbsegment du dich bewegst, verlass dich nicht auf dein Auge und auf die Zusagen, wie du gerade sagst, sondern guck immer, dass du eine Expertise dabei hast. Jeder anständige Diamanthändler, jeder Diamant, der einen gewissen Wert hat, ist immer mit einer Echtheitsexpertise versehen. Und da gibt es drei führenden, die führenden Institute der Welt sind GIA, das Germologische Institut von Amerika. Dann gibt es HRD, das ist der hohe Rat der Diamanten. Und dann gibt es noch IGI, das ist das International Gamological Institute. Wenn du eine dieser drei Expertisen hast, dann zertifizieren die dir die und garantieren die die Echtheit und bewerten dir die Diamanten in seinem gesamten technischen Eckhalten. Und das heißt also, in der Expertise steht wirklich alles drin, da wird der Diamant zerlegt. Angefangen von dem Schliff über die Option, Höhe mal Breite, das ist übrigens auch nicht schon ein Hausraundtrick. Es gibt ja in der Diamantgutachter-Ausbildung, wirst du ja nicht Gutachter, indem du die technischen Geräte benutzen darfst, sondern jeder Rohstoff der Welt hat ja eine eigene Dichte. Und wenn du die Rechenformel immer anwennst, Höhe mal Breite mal Gewicht, kommst du immer auf die Dichter. Da gibt es ja Tabellen, wo drin ich sie was wäre. Das heißt, du kannst einen Diamanten errechnen auf die Echtheit. So, das heißt also eine Expertise. Und diese Expertise steht dann auch drin, was ist es für eine Farbe, Reinheit, wie ist er geschliffen, wo sitzt die Kalette, hat er Fluoreszenzen. Und diese Parameter, die sind am Ende des Tages elementar wichtig, weil daran errechne ich als Expert ja den Wert.
SPEAKER_01Okay, okay. Das heißt, wenn ich jetzt sage, ich möchte mal bei dir einen Diamanten kaufen, kriege ich noch so ein Zertifikat. Die Expertise, so heißt es im Fachjargon, ausgehändigt. Und okay, jetzt weiß ich, der Marco, wer in diesem Kreis verkehrt, in dem du verkehrst, das ist doppelt safe. Aber wenn ich jetzt irgendwo anders unterwegs bin oder sonst, weil ich es nochmal nachprüfen wollen würde, dann gibt es noch ein zweites Verfahren, das würde ich mit dir sogar auch besprechen.
SPEAKER_00Das heißt, natürlich gibt es auch in diesen Diamant-Käufen immer Diamant-Schulungen, die sind mit inkludiert, weil uns ist es schon sehr, sehr wichtig, dass wir den Kunden die Welt der Diamanten näher bringen, auch aus Sicherheitsgründen. Das heißt, natürlich setzt du dich mit dem Kunden zusammen, du erklärst die Expertise, du erklärst die Mechanismen und du erklärst auch die Prüfungsmöglichkeiten. Denn was das Schön ist, jeder Diamant hat ja nicht nur eine Expertise über die technischen Eckdaten, sondern jede Expertise hat ja auch eine Expertisen-Nummer. Die gibt es nur einmal auf der Welt. Das heißt, du kannst dich heute in der modernen Welt, in der wir sind, dich an den Rechner setzen, gehst bei den Instituten, auf denen ihr seid, gibst da die Expertisenummer ein, das können wir nachher mal machen. Und du gibst die, durch die Expertisenummer wählt sich das System in die Datenbank, die ja nur der Eigentümer vom Diamanten, dem die Nummer bekannt ist, eingeben kann, prüfen kann, gibst du ein und dann wählt sich das System und blättert durch und durchsucht das wahren Wirtschaftssystem, ob die Expertise irgendwo hinterlegt ist und geht dann als Original im Rechner auf. Und dann kannst du abgleichend dein handschriftliches, ausgedrücktes Zertifikat mit dem Online-Zertifikat, ob das übereinstimmt. Okay, wow. Und da setzt sich jetzt noch eins um drauf. Das geht heute sogar mit QR-Code. Das gibt es noch gar nicht so lange. Also man muss schon sagen, der Diamantmarkt ist ja immer ein etwas zäher Markt, etwas träger. Also Modalisierung geht nur Schleppen voran. Wenn sie was tun, dann ziehen Sie es aber richtig durch. Das heißt, es gibt heute QR-Codes in den Expertisen, wo du abscannen kannst und dann wählst du dich so und so sofort ein auf die Expertise bei denen auf dem Server. Und jetzt kommt was Hochspannendes. Jeder Diamant in der Regel, der wertvoll ist, der eine Expertise besitzt, hat auch eine Laser Inscription. Das bedeutet, ich zeige dir jetzt mal, reingelasert. Nein, rein wer beschädigt, drauf. Das heißt, auf jedem Diamanten ist mit der Lupe sichtbar. Oder es gibt hier spezielle Geräte, die habe ich dann immer mobil mit dabei. Das ist so ein kleines Mikroskop, da lege ich den drauf. Und auf jedem Diamanten auf der Rundiste, da ist die breiteste Seite, die hier unten im Laufen ist. Das heißt, ihr könnt jetzt mit der Runde. Da wird die Expertise immer draufgelasert. Das heißt, ihr könnt jetzt mit der Loop und wirklich die zeigen. Und dann weißt du, dass die Rupeze dazugehört, weil diese Inscriptions dürfen, sind zertifiziert und bekommen nur die Institutdienst.
SPEAKER_01Okay, also das heißt, es kann jetzt nicht irgendwann in der Garage wegfliegen und was Neues draufmalen. Nein.
SPEAKER_00Man würde ja nichts ändern, weil es würde ja dann mit dem abflächschenden System bei denen, bei GIA auch nicht mehr stimmen. Dann würde es nicht mehr passen. Also wenn man nicht hier von Fälschungssicherheit spricht oder von Garantie zu wissen, dass das passt, dann ist das momentan das fälschungssicherste System, Diamanten quasi so zu zertifizieren und auch abzusichern für den Kunden, dass eine absolute Fälschungssicherheit gewährleistet ist. Phänomenal, deswegen kann ich auch so dahinter stehen, weil ich sage, du hast ja No Chance irgendwie, weil es bringt ja nichts mit einer andere Nummer drauf, schreibst, die ja dann systemisch hinterlegt ist. Macht gar keinen Sinn.
SPEAKER_01Super.
SPEAKER_00Und jetzt hast du gesagt. Das ist ein neues Verfahren.
SPEAKER_01Also, okay, ich weiß, der ist echt. Jetzt hast du gesagt, jetzt reden wir ein bisschen über Investment: 8%, 10%, wenn man einen richtigen hat, auf 20%. Jetzt sage ich, ist ja tolle Rendite, tolles Versprechen. Kann ich das auch irgendwo nachvollziehen? Gibt es da auch irgendwo eine Transparenz? Also, wo jetzt der Laie, wie ich, der keine Ahnung hat, sagen kann, ah, die steigen ja wirklich?
SPEAKER_00Im Endeffekt ist die Transparenz da und doch ist sie nicht da, weil die Transparenz, die du ja gerade abrufst, die gibt es ja gar nicht. Nirgends. Also ich kenne sie nicht. Wenn du von anderen Werten sprichst, wie von Gold, wie von Aktienkursen, da gibt es keine Möglichkeit. Das wäre jetzt ja vermessen, wenn ich sage, aber der Diamant kann es bieten. Nein. Im Endeffekt musst du immer ein Netzwerk haben von Ansprechpartnern, von Experten, wie ein Börsenexperte, ein Goldexperte, der den Markt immer beobachtet. Und so ist es bei Diamanten auch. Im Endeffekt bist du bei Diamanten am Ende immer schon ein Stück weit gut aufkommen, wenn du einen Partner hast, eine Vertrauensperson, die in ihrem Bereich eine Coryphäe ist, die den Insider-Markt beherrscht, die da integriert ist, so wie ich, der dir aber dann wenigstens sagen kann, was werden die Diamanten wohl bringen anhand der Fördermenge, was ist bei den Diamanten momentan zu erwarten, wo wir die Reise hingehen. Also Versprechen kann man es natürlich nicht, werden wir auch nicht. Man kann es avisieren. In der Regel lege ich sehr, sehr genau die letzten Jahre durch meinen Markt, meine Marktposition und mein Know-how und meine Partner auch, dass ich es sehr schnell erfahre. Also ich bin einer, der es am schnellsten in Europa mit erfährt, außerhalb von Antwerpen, was gerade geht und wo es geht und schlage sofort zu und kaufe alles auf, was diese Prozente bringt, weil wenn du zwei, drei Tage zu spät bist, haben die anderen es aufgekauft.
SPEAKER_01Ja, ja, ja, das habe ich verstanden.
SPEAKER_00So, und das heißt im Endeffekt ist es wie bei Diamanten auch, du beobachtest den Markt vom Endverbrauchermarkt bis runter zur Diamantmine, du beobachtest die Fördermenge, du beobachtest die Farben und natürlich nach 28 Jahren weiß ich jedes Jahr eigentlich aus dem Instinkt schon, die waren schon immer die wertvollsten, es werden die bleiben. Also ich muss ja bei einem pinkenden Diamanten, der jetzt der teuerste Diamant der Welt ist, gar nicht mehr drüber nachdenken und den Markt beobachten, da weiß ich. Die werden pro Jahr immer weniger und somit schießen die Preise immer weiter nach oben. Wer heute einen sich leisten kann, wird sich in fünf, sechs, sieben Jahren kaputt lachen und wird weit über 10%, 12, 13 Prozent liegen, weil wir einen antizyklischen Bewegungsstatus gerade haben. Und dann darf man natürlich nicht vergessen, um so Fragen zu beantworten von der Rentabilität. Natürlich solltest du in dem Markt wie in anderen Bereichen auch so versiert sein, dass du immer die aktuellen wirtschaftlichen Situationen mit bewertest. Also wir haben eine Situation, die uns richtig Probleme macht. Wir haben die Russland-Sanktionen. Das weiß aber kaum einer. Diamanten sind sanktioniert. Das heißt 142 Nationen der Welt, und ich habe dagegen gestimmt, weil ich gesagt habe, Sanktionen haben noch nie einen Krieg gelöst und dem Konflikt auch nicht, wir schneiden uns selbst ins Fleisch. Und wir sehen es ja gerade mit Gas und so weiter, als bewaldet sich, dass Sanktionen gar nichts bringen. Alle 142 Nationen, die USA, Europa, Deutschland, haben alle unterschrieben, dass seit 01.01.2025 keine Diamanten mehr eingeführt werden dürfen. Aus Russland über ein Karat. Das heißt, die kleinen Billigdiamanten oder die Massenware, die kriegst du noch. Die will aber keiner. Die liegt momentan überall rum. Und die guten, die wertvollen, die kriegen wir nicht mehr. Das heißt, seit 1.1. gibt es.
SPEAKER_01Viel aus Russland kommt dann.
SPEAKER_00Nicht nur viel, auch das ist wieder so eine Insider-Information, die sollte man wissen. Oder dafür hast du dieses Bindiglied, weil wir lesen halt und hören halt manchmal leider in den Nachrichten nicht die volle Wahrheit. Russland ist seit zwei Jahren das größte Förderungsland der Welt geworden. Also geschichtlich gesehen müssen wir aber kurz festhalten, der Markt in der Welt hat sich diamantenmäßig so verändert, dass das größte Förderungsland für Rotdiamanten ja eigentlich immer Afrika war.
SPEAKER_01Ja, genau, so habe ich es im Kopf.
SPEAKER_00Genau, bis vor zwei Jahren. Und jetzt hat Russland Afrika abgelöst. Und der Gesamttendenzmarkt in der Förderung über Kanada, über Australien, geht massiv runter. Also wir haben einen richtigen Abschwung, weil man sagt, wir sind von der Technik her, vom Menschen, Maschine, am Ende unserer Möglichkeiten angekommen. Es gibt ja keinen Rohstoff, der aktuell so tief in der Erde gefunden wird wie Diamanten. Wir sind ja in Kilometerbereichen. Das heißt, du musst ja heute als Firma, als Förderer, als Screenbetreiber ein Rekordgeld in die Hand nehmen, Investment, um da unten noch arbeiten zu können. Da unten sind ja 60, 70 Grad. Du musst ja eine Infrastruktur schaffen, dass die Menschen hier unten arbeiten können. Und das ist explodiert. Das heißt, die Fördertechnik ist auch am Rande ihrer Belastbarkeit ankommen. Das heißt, aktuell werden wir nicht mehr tiefer gehen können und langfristig wird es auch nicht so aussehen, weil du kannst ja nicht die ganze Welt umkörben.
SPEAKER_01Also das heißt, sichere.
SPEAKER_00Das beruhigt die Fördermenge.
SPEAKER_01Dass es zurückgeht und damit natürlich Nachfrage steigt und damit steigt letzten Endes der Preis.
SPEAKER_00Und das findest du in der Tiefe auch immer mehr schlechterer als bessere. Das heißt, das ist ja so ein Zyklus, den du auch noch hast. Das heißt, wir werden im Investmentbereich bei Diamanten Preisveränderungen erleben, die wir jetzt schon überall spüren. Weil es ist ja nicht nur die Fördertechnik, die so teuer geworden ist. Das Fördern allgemein, nein, die Transportwege sind teuer geworden. Das Diamantschleife, man vergisst ja immer, der Diamantenmarkt zählt, auch immer so schön, deswegen du das merkst, ich erzähle so viele Einheiten, wo man denkt, das darf doch gar nichts zahlen, das habe ich noch nie gehört. Man sagt oder man sagt zum Diamantenmarkt, es ist der gefährlichste Handwerksberuf der Welt. Weil, wenn du einen Diamanten schleifst, das ist ja eine eigene Schleifkunst, ja, das ist ein eigener Beruf. Diamantschleifer ist ein eigener Beruf und hat eine Ausbildungszeit von fünf Jahren. Wow. So, die antwerpischen Diamantschleifer, das sind ja nicht die 20-Jährigen und nicht die 40-Jährigen, die besten Diamantschleifer und die meisten Diamantschleifer, die in Antwerpen arbeiten, die all diese Diamantenschleifen, die wir hier sehen, ja, die sind alle 60, 70. Okay. Die haben 40 Jahre Erfahrung, die wissen, was sie tun, so wie ich ja auch. Das heißt, das kannst du aber nur erlernen und nicht erlesen. Und die sterben einmal aus und die wissen aber, welche Machtposition sie haben und wollen immer mehr Geld. Das heißt, sie haben eine Spirale momentan in der Diamantwelt, wo die Kosten sich auf den Preis auswirken. Und wir gehen heute schon davon aus, das sind sich auch alle einig, dass alles, was jetzt hier liegt, als Beispiel, ja, oder es ist nicht wichtig, ob sieben, acht, acht, neun, neun, 10, F, 12, alles, was hier liegt, wird mehr in zwei, drei Jahren bringen als jetzt. Das heißt, wir spielen sie da durch, wenn wir sagen würden, die hier in 12% aktuell, dann werden die 2028, 29, die gleichen Diamanten nicht mehr 12% bringen, sondern 14%. Hier unten, wenn wir bei 8 sind, die werden nicht mehr 8 bringen, weil wenn die doch noch seltener werden, werden die irgendwann 10% bringen. Das heißt, die Spirale und die Lukrativität, die ist jetzt für die nächsten 10 Jahre erst am Anfang. Und wir finden es jetzt schon hochinteressant, wenn ich einen Vergleich von 98, 2005, 2010 sehe, wie die Leute immer gesagt haben, ach Herr Dör, 2, 3, 4 Prozent, das ist ja nett. Und wir kaufen die auch nur bei den so schön Funkeln und ob es auf dem Sparbuch liegt oder bei uns zu Hause im Diamanten, da haben wir wenigstens, das war die, da haben wir wenigstens Spaß dabei, das war das Kaufinteresse meiner Kunden. Man muss sich mal vorstellen, die Menschen, die ich damals als Kunden hatte, in den ersten zehn Jahren, das war ja unsere ältere Generation, unsere Eltern, unsere Großeltern, Menschen, die gar nicht so erzogen worden sind, ihre Investmentgeschäfte in Aktien, Immobilien. Das war ja damals war das gar nicht spruchreif. Jeder, der damals in den Jahren 98, 90 eine Börse war, der wurde doch als Spinner tituliert. Ja, ja, oder als reicher Typ, aber heute ist es ja Standard. Und heute, egal wo ich auftauche, in irgendwelchen Zürich, auf der Finanz, jetzt auf der Invest, egal ob, wir haben jetzt mittlerweile zwei Privatbanken, die angefragt haben, die ein Vermögen von 500 und fast einer Milliarde verwalten, ob wir da als Partner fungieren. Also die sagen, momentan sind wir in einer gigantischen Spirale drin, die selbst sagen, unsere Produkte gehen aus. Die Alternativen gehen aus. Gold wird immer uninteressanter. Bitcoin ist ja nicht so wirklich zuverlässig. Aktien, wir werden einen gigantischen Zusammenbruch erleben. Und dann merken wir, dass diese 7, 8, 9, 10 Prozent steuerfrei, anonym und auch, dass sie nicht mal billiger werden. Ist eine Akzeptanz, die unvorstellbar ist. Und dann natürlich auch, dass wir noch uns frei bewegen können. Diamanten sind ja nicht registriert. Wir haben bei Diamanten keine Meldepflicht. Bei Gold hast du eine Meldepflicht.
SPEAKER_01Die kann ich theoretisch auch einstecken und mitnehmen, wenn ich bin.
SPEAKER_00Nein, theoretisch ja. Und wir haben keine Meldepflicht. Und die haben immer noch keine Bargeldgrenzen. Das heißt, es ist völlig egal, ob du Diamanten für 10.000 kaufst oder bei mir wie vor ein paar Monaten für 142.000, wir haben keine Meldepflicht und wir müssen uns auch nirgendwo versichern. Ich muss nur gucken, was war. Ich muss immer gucken, welche Person gerade bei mir gekauft hat. Und das Speichern mehr muss ich ja nicht. Das heißt, es ist noch durch die Juden absolut anonym.
SPEAKER_01Wow, ja, also ich sehe schon, ein hochspannendes Thema für alle, die investieren wollen. Jetzt die große Frage. Wenn uns jetzt jemand zugehört hat, sagt, mega spannend, hochinteressant. A, wie kann er mit dir in Kontakt treten? Und wie läuft so ein, ich sag mal, Kennenlernenprozess, Aussuchprozess? Also ich meine, hier glitzert mich ja alles an. Wie läuft das ab?
SPEAKER_00Die Kontaktaufnahme ist ja ganz einfach: www.schneider-kollegen.net. Das heißt, es ist unsere Firmenrepräsentanz. Man kann uns in Frankfurt besuchen, man kann einen Termin vor Ort ausmachen. Wir machen natürlich, wie ich es ja vorhin schon gesagt hatte, Hausbesuche. Das heißt, wir haben immer mehr Leute, Interessenten, die anrufen und sagen, hey Dör, wir kommen aus München, aus Graz, aus Wien, aus Zürich. Dann fahren wir da hin. Oder ich, genau. Oder ich mit meinem Team, je nachdem, wer ihn dann betreut, mache eine Diamant-Einführung, Diamant-Schulum, so wie wir es jetzt gemacht haben. Und dann kann sich der Kunde vor Ort schon die Ware selbst aussuchen, die für ihn interessant ist, die für seine Budgetierung, die er gerne in Diamanten platzieren möchte, also investieren möchte. Oder man kommt halt nach Antwerpen, man kommt, wie gesagt, gerne auch nach Paris. Wir sind gerade dabei, der Dubai zu öffnen. Wir haben jetzt gerade in den letzten drei Wochen alles in die Wege geleitet. Ich war ja sechs Wochen in Dubai, in Abu Dhabi jetzt komplett im März und habe jetzt die Firmengründung vorangetrieben, um für die Kunden auch flexibel zu sein. Weil hier finden ja auch Veränderungen statt, denen wir irgendwann vielleicht auch unterlegen. Und da musst du dem Kunden Alternative bieten.
SPEAKER_01Also das heißt, du, dein Team kommt zu mir nach Hause. Ich sage schon mal vor, seit ich da Frankfurt kommen kannst, in welchem Regal ich zugreifen will, 10.000, 50.000, 100 Millionen, was auch immer, also was meine Spardose so hergibt. Und dann kann ich es mir angucken und dann sage ich, der ist es und dann bezahle ich oder kann ich denken.
SPEAKER_00Es gibt ja diese zwei Punkte. Einmal hast du einmal die Kunden, die schon für sich so ein Budget haben und es für sich entschieden haben. Und dann gibt es ja die, die nochmal drüber gucken wollen, drüber nachdenken müssen oder darüber drüber nachdenken wollen. Und dann, wenn du vor Ort bist und die macht und es macht alles einen Sinn für den Kunden, er bekommt dieses Gesamtvolumen aufgezeigt wie so eine Diamant-Schudo, dann kann er sogar für sich selbst schon eine Entscheidung meistens dann vor Ort treffen. Das heißt, da werden die Summen nicht bespornen, sondern die entscheidet der Kunde emotional oder kapitalmäßig. Dann, wenn wir uns zusammensetzen, wir besprechen es, was stellt er sich vor. Oder auch, wie du gerade sagst, natürlich hast du auch Kunden, die nach dem Beratungsgespräch sich dann Gedanken machen, sich kurz zurückziehen, man vier, fünf Tage später nochmal telefoniert und der Kunde dann sagt, Herr Duar, ich habe mir Gedanken gemacht, ich würde es gerne mal ein Jahr ausprobieren mit Ihnen, ich will es mal testen, wir probieren es für ein Jahr aus, ich habe 50, 100, 200.000 Euro, 300.000, 400.000, suchen Sie mir was raus. Das stelle ich was zusammen, dann machen wir einen Termin aus, dann fahre ich zum Kunden und dann hat der Kunde die freie Entscheidung, ob er dann bei Auslieferung bar bezahlt, Betrechung, mit Quittung oder wenn du es weißt, das ist dann immer die Entscheidung jetzt einzeln. Also Bar oder Überweisung, beides geht.
SPEAKER_01Also, also das heißt, wir werden mal deine Daten verlinken, Podcasts und so weiter, fühle ich mal in den Shownotes. Also ich muss sagen, ich bin mir schon verliebt in die Diamanten, könnte mit dir noch ewig weiter diskutieren. Aber wenn man so ein bisschen zum Abschluss kommen, hätte ich nochmal eine neugierige Abschlussfrage. Was war dein teuerster Diamant, den du bisher einerseits gesehen hast, in den Händen hattest und verkaufst das.
SPEAKER_00Den teuersten Diamanten, den ich jemals in der Hand gehalten hatte, war 18 Millionen in Antwerpen.
unknownWow.
SPEAKER_00Du durfte ich live sehen, in fünf Karäter. Wir wird Blue. Das ist auch die Königsklasse. Und den teuersten Diamanten, den ich verkauft habe, der ging natürlich wohin? In die Schweiz, in die Schweiz. Ein Pinkner Diamant für 1,2 Millionen.
SPEAKER_01Ja, okay, ja, wunderbar. Sehr schön.
SPEAKER_00Das war durch so ein gigantisches Volumen, da hatte der Kunde mir noch als Givet umdrauf, weil du sagst, was war die spannendste Geschichte? Der hatte meinen Opel GT von 1974 noch oben drauf gegeben. Achso, den hätte er nochmal so. Ein Opel GT, der stand da rum und sagte, ach, er hat über 1,2 Millionen, der ist 25.000 Euro wert, können wir die noch in Rechnung noch abziehen. Und da habe ich natürlich aus Höflichkeit und Anstand gesagt, sage ich, wissen Sie, ich bin 1974 geboren. Aus Anstand, du kannst ja dann auch bei sowas nicht rein sagen, sag ich, wissen Sie was, ich übernehme den, ich fahre den ein bisschen und ich denke in Ordnung für sie, wenn ich ihn wieder weiterverkaufe, wenn ich es nicht mehr möchte, weil 1974 ist dann halt einfach schon ein bisschen her. Und damit konnte er dann leben. Und dann habe ich, wie gesagt, den Opel GT übernommen und bin dann drei Jahre im Sommer gefahren.
SPEAKER_01Wahnsinn. In weiß. Sehr schön, cool, cool, starke Story. Also Marco, ich sage mal einen ganz, ganz lieben Dank für den Einblick in die Diamantenwelt. Gefühlt, dieser können wir noch weiterreden. Ich weiß, es gibt noch so viele Tipps, ganz Sunne Insider Geschichten, machen wir vielleicht mal noch eine weite Story. Aber ich glaube, herzlichen Dank. Und genau, für alle who interesse have, verlinken wir das und können wir den Kontakt herstellen. Also sehr gerne. Danke, Marco, for this toll interview.
SPEAKER_00Danke auch an dich. Hat mir viel Spaß gemacht.
SPEAKER_01Wenn du noch Menschen kennst, die diese Folge hören müssten, dann empfehle diesen Podcast gerne weiter oder bewerte ihn. Ansonsten hören wir uns wieder in der nächsten Folge.