In deinem Unternehmen soll mehr passieren – aber im Moment hängt zu viel an dir? Willkommen bei Faktor Führung – Verantwortung, Ergebnisse, Freiheit. Dieser Podcast richtet sich an Unternehmer, Geschäftsführer und Führungskräfte, die verlässliche Ergebnisse wollen, ohne dass sie selbst zum Flaschenhals werden.
Du erfährst, wie du:
Verantwortung bei Mitarbeitern verankerst, damit weniger nachgehakt, korrigiert und „gerettet“ werden muss,
ein Führungssystem etablierst, das Verbindlichkeit, Tempo und Qualität in die Umsetzung bringt,
dich selbst so führst, dass du Klarheit gewinnst, deine Energie schützt und dein Stresslevel steuerst,
deinen Alltag strukturierst (Prioritäten, Delegation, Routinen), sodass du am Ende des Tages mehr Steuerung und bessere Ergebnisse hast.
Jede Folge ist kurz, direkt und praxisnah – für Führung, die entlastet und Wirkung erzeugt.
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Deine Mitarbeiter halten Termine nicht ein? Du musst ständig nachfragen und Aufgaben bleiben liegen?
Dann solltest du dir eine entscheidende Frage stellen: Gibst du deinen Mitarbeitern möglicherweise zu viel Freiheit?
In dieser Folge von Faktor Führung erzähle ich dir von einem aktuellen Coaching mit einem Geschäftsführer, dessen Mitarbeiter wiederholt vereinbarte Ergebnisse nicht geliefert hat.
Anhand einer ungewöhnlichen Metapher mit einer Hundeleine zeige ich dir, warum gute Mitarbeiterführung weder blindes Vertrauen noch ständige Kontrolle bedeutet.
Du erfährst, wie du den richtigen Führungsrhythmus findest, warum manche Mitarbeiter mehr Begleitung benötigen und wie Verlässlichkeit zu mehr Freiheit führt.
Denn gute Führung bedeutet nicht, alle gleich zu behandeln. Sondern jeden so zu führen, dass verlässliche Ergebnisse entstehen.
Viel Spaß mit dieser Folge!
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Herzlich willkommen zu einer brandneuen Podcast-Folge. Ja, ganz spontan habe ich mich gerade entschlossen, diese Folge aufzunehmen, beziehungsweise ich wurde indirekt gezwungen, ist natürlich Quatsch, aber ich wurde gerade motiviert, diese Folge aufzunehmen, weil ich gerade mit einem Geschäftsführer ein Coaching hatte. Da ging es um das Thema Mitarbeiterführung. Führung von Mitarbeitern. Und wir haben darüber diskutiert. Er sagte mir, Mensch, ich habe da den Peter, so nenne ich ihn jetzt mal, also es war nicht der Peter, aber wir nennen ihn mal Peter jetzt. Ich habe mir den Peter und der liefert nicht ab, ganz spontan so formuliert. Also das heißt, er sagte, Mensch, ich verteile Aufgaben und dann haben wir eine Deadline in vier Wochen, in sechs Wochen, dann frage ich nach und dann kommt der Peter mit irgendwelchen tollen Geschichten, ich nenne sie jetzt mal Ausreden und erzählt, warum das jetzt wieder alles nicht funktioniert hat und schwierig war und 28 Sachen dazwischen gekommen sind und so weiter und so fort. Und dieses Spiel hat sich jetzt so ein paar Mal schon wiederholt und ich nenne ihn jetzt mal Thomas, den Geschäftsführer. Thomas verzweifelt langsam und sagt, hey Timo, der Peter bringt mich ein bisschen zur Weißglut, was soll ich machen? Und ich habe ihm die Hundegeschichte erzählt, weil die Hundegeschichte, die ich auch jetzt auch gleich dir erklären oder was heißt erzählen werde, die ist für mich so ein bisschen symptomatisch, wenn wir über Mitarbeiterführung reden. Und zwar auch, wie stark ich oder intensiv ich mich um die Mitarbeiter kümmere, weil da ist ja auch nicht jeder gleich. Und zwar, ich weiß jetzt nicht, ob du schon mal einen Hund hattest oder Hunde liebst oder eher Katzen oder was weiß ich was. Aber in unserem Beispiel stellen wir uns mal vor, du hast einen Hund und gehst mit dem Gassi. So, gleichzeitig hast du eine Hundeleine und es gibt ja so Hundeleien, die haben so ein, wie soll ich sagen, in so einem Kasten eine Leine drin, die sich dann automatisch mit einer Feder immer wieder aufwickelt. Und wenn der Hund wegläuft, dann rollt sie aus und dann kommst du vielleicht näher, der Hund bleibt stehen oder kommt zu dir zurückgelaufen, dann rollt sich automatisch die Hundeleine wieder auf. So, und das ist eine besonders große Hundeleine, äh, ja, Hundeleine. Und zwar, die geht fünf Meter weit. So, und du gehst jetzt fröhlich mit deinem lieben Hund spazieren. Und ja, der ist ganz fröhlich, dass er mal raus kann. Schöner Herbsttag, alles duftet und riecht und ist alles hochinteressant. Also der läuft so richtig fünf Meter vor dir und ist maximal begeistert. Jetzt ist es so, dass du aber an einer Straße langläufst. So, und an dieser Straße fahren auch ab und zu mal Autos lang, aber du weißt, dein kleiner Wuffi, wie auch immer er heißt, naja, der ist so angetan von all dem, was er da am Straßenrand im Rasen oder so riecht und dass der definitiv eh nicht auf die Straße läuft. So, jetzt passiert aber folgendes. Du siehst, dass auf der anderen Straßenseite jemand anders dir entgegenkommt, auch mit deinem Hund. Und für alle, die jetzt schon mal irgendwie dieselber einen Hund haben oder das so ein bisschen wissen, jetzt wird es spannend. Und jetzt stellt sich die große Frage, wie viel Vertrauen und Verlässlichkeit hast du in deinem Wuffi? Denn kannst du deinem Wuff jetzt vertrauen, dass wenn er jetzt dann mal rüberguckt und sieht, ah, anderer Hund, hat er dann ein relativ gelangweiltes Gesicht, schaut er da müde rüber und dreht sich dann wieder um, weil er gerade andere Dinge gefunden hat, die viel interessanter ist. Oder geht dein Wuff ab wie ein Zäpfchen? Also das heißt, bevor du gucken kannst, ist Wuffi schon auf der anderen Straßenseite gefühlt, weil er ja sofort drüber läuft zu dem anderen Hund. So, da wäre jetzt ja noch nicht alles so schlimm, wenn da nicht die Straße wäre und ab und zu dein Auto kommt. Also, in dem Fall wäre es natürlich sehr, sehr ungünstig. Dein Wuffi sieht den anderen Hund, läuft auf die Straße, ja, und dann kommt irgendein Auto angefahren und dann erreicht er nicht die andere Straßenseite, sondern klebt vorne auf dem Kühler. So, soviel zu dieser makabren Geschichte. Und jetzt die große Denksportaufgabe an dich. Wenn du jetzt weißt, dein Wuffi, auf den kann ich mich verlassen oder kann ich mich nicht auf den verlassen. Was machst du? Und genau das ist der Punkt, den ich hier mit dem Thomas auch besprochen habe. Wenn ich weiß, dass mein Wuff gefährdet ist, auf die Straße zu laufen, weil er total begeistert ist, endlich sehe ich einen anderen Hund und mit dem muss ich schnüffeln und dem muss ich angucken und wie auch immer, dann ist es ziemlich dämlich, fünf Meter Leine dem zu geben. Weil dann kann ich nicht mehr kontrollieren, denn er hört nicht auf mich. Also ich war auch mal Hundebesitzer, kenne das. Das gute Tier hieß damals Mogli. Und ja, eins war sicher, er hört nicht auf mich, schon gar nicht, wenn er eine andere Lady gesehen hat, dann ging er ab wie ein Zäpfchen. Das hieße für mich im Umkehrschluss, wenn ich vermeiden wollte, dass ich das Leben meines Hundes riskiere, dann muss ich die Leine kürzer fassen. Also dann sind diese fünf Meter viel zu lang. Null Kontrolle. Sondern was werde ich dann machen, wenn ich weiß, wenn mein Hund jetzt gleich den anderen Hund entdeckt, dann dreht er durch. Also Leine ganz einziehen. Dann geht mein lieber Hund einen Meter neben mir. Maximal. Bei Fuß, würde man so schön sagen. Warum? Ja, weil ich ihn und mich schütze, beziehungsweise sein Leben bewahre. Also, warum erziehe ich jetzt hier diese Hundemetapher? Wenn wir eben merken, okay, ich kann mich auf meinen Hund verlassen, dann kann ich lange Leine gehen. Wenn ich aber merke, uiuiui, der rennt definitiv rüber, dann habe ich den einen Meter oder einen halben Meter bei mir am Bein, damit es gar keine Chance für ihn gibt, rüberzulaufen. Und dann gibt es mit Sicherheit noch so ein bisschen Graufläche irgendwo dazwischen, je nach genauer Situation. So, und warum erzähle ich das jetzt? Oder was hat diese Hundestory so viel mit Führung zu tun? Nämlich eine ganze Menge. Und ich sage immer, jeder Mitarbeiter entscheidet ein Stück weit selber über den Grad der Freiheit, den er hat. Warum? Je mehr ich mich als Chef auf meinen Mitarbeiter verlassen kann, das heißt, wir haben eine klare Auftragserteilung, die Aufgaben sind verteilt, meine Erwartungen sind klar, er oder sie haben die bestätigt. So, und ich kann mich auf diesen Menschen verlassen. Wenn wir in vier Wochen ausgemacht haben, er liefert die Ergebnisse, dann weiß ich, in vier Wochen habe ich die Ergebnisse. Wenn es Probleme gibt, kommt er selbstständig zu mir und sagt, hey Timo, ich brauche hier Support oder hier funktioniert es nicht. Oder das wird in vier Wochen nichts, ich brauche fünf oder sechs Wochen. Dann kann ich die Leine lang lassen, weil ich mich auf den Menschen verlassen kann. Es gibt dann aber auch noch eine andere Sorte Mitarbeiter, bei denen das ein bisschen schwieriger ist. Die kommen dann halt in vier Wochen überrascht und erklären mir, wieso weshalb, warum es nicht geklappt hat. Was für mich als Chef maximal unbefriedigend ist, weil ich quasi wieder von vorne anfange. So, und das ist der Typ Mitarbeiter. Und hier mein Beispiel aus meinem Coaching vorhin, der Fall Peter, wo ich gesagt habe, Thomas, du kannst die Hundeleine beim Peter nicht so weit lassen. Du musst die Leine einholen. Das heißt, vier Wochen sind zu lang. Weil du verlierst ja vier Wochen. Wenn du nicht weißt, ob der dran arbeitet, arbeitet er nicht dran, gibt es Probleme, gibt nicht Probleme, wie auch was, kommt man nicht voran, sondern das heißt in dem Fall ganz konkret, hey, kannst du es reinholen. Alle zwei Wochen. Kurze Wasserstandsmeldung. Peter, wo stehst du? Gibt es Probleme? Wie weit bist gekommen? Woran arbeitest du? Und wenn das nicht hilft, ja, jede Woche. Also die Leine immer enger zu holen, im Zweifelsfall, ja, das bedeutet Kontrolle, was ist leider alternativlos? Also, wenn du dir Mitarbeiter nicht austauschen willst. Wirklich zu zeigen, okay, wo steht derjenige? Beschäftigt er sich mit dem Richtigen? Also viele Mitarbeiter erlebe ich ja auch, die machen irgendwas, aber nicht das Richtige. Die sind beschäftigt, aber nicht produktiv. So, und das ist natürlich meine Aufgabe, auch irgendwo als Chef, das sicherzustellen. Und sicherstellen tue ich das ein Stück weit mit der Länge der Leine, also wie viele Leine gebe ich, wie viel Vertrauen gebe ich und gleichzeitig für jeden Mitarbeiter, ja, der Mitarbeiter bestimmt die Freiheit selber. Je verlässlicher ich als Mitarbeiter werde und mich melde selbstständig, beziehungsweise die Ergebnisse liefern, habe ich alle Freiheiten der Welt. Und das ist ja so ein bisschen hier die Botschaft dieses Podcastes, wenn du jetzt Führungskraft bist, wenn du Chef bist, dir das nochmal klarzumachen als Metapher, als Bild, wie viele Leine kannst du deinen unterschiedlichen Mitarbeitern geben, weil es ist unterschiedlich. Du kannst es nicht überall gleich machen. Du hast unterschiedliche Mitarbeiter, der eine verträgt eine lange Leine, den anderen musst du an die kurze Leine nehmen, da musst du dran sind, ja, das ist Arbeit, ja, da muss man sich mit den Menschen beschäftigen. Sorry, das ist so. Aber ansonsten nimmst du nicht die Rolle des Chefs ein, weil es ist deine Aufgabe, auch die Leute zu einer gewissen Leistung zu bringen und zu entwickeln. Und manche Menschen, das führt jetzt ein bisschen zu weit, in einem Podcast ist es ja auch so, dass man die halt intensiver begleiten muss, weil sie auch nicht genau wissen, was zu tun ist. Die bringen dann in vier Wochen kein Ergebnis, weil ihnen einfach auch manchmal das Know-how, die Kompetenz etc. fehlt. Also man muss da genau hingucken. Führt jetzt ein bisschen zu weit. Wenn du solche Probleme hast, die Vereinsteigen willst, ja, melde dich gern bei mir. Dann können wir uns mal im kostenlosen Gespräch das Thema anschauen. Ansonsten das Bild, Metapher, Hundeleine nehmen. Guck mal, wie weit du die Hundeleine wirklich, wie weit lassen kannst bei deinen Mitarbeitern und gleichzeitig erkläre ihnen auch vielleicht, dass sie selbst den Grad der Freiheit bestimmen können. Viel Spaß damit, wir hören uns im nächsten Podcast.